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Full text of "Petrus der Iberer: Ein Charakterbild zur Kirchen und Sittengeschichte des fünften Jahrhunderts ..."

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Ll6rsb. Ta 






4 



Harvard College 
Library 



FBOM THE BEQUEST OP 

JOHN HARVEY TREAT 




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PETRUS DER IBERER. 



3= 



PETRUS DER IBERER. 



EIN OHARAKTEBBILD 



ZUB 



KIECHEN- UND SITTENGESCHICHTE 

DES 

FÜNFTEN JAHRHUNDERTS. 



STBISCHE ÜBERSETZUNG EINEE UM DAS JÄHE 500 
VEEPASSTEN GREECHISOHEN BIOGBAPHIB. 



HERAüSaSGEBEN UND ÜBEBBBTZT 



TOM 



BIOHABD BAABE. 




LEIPZIG 

J. 0. HINEICHS'SCHE BUCHHAITOLUNG. 

1895. 



VORWORT. 



In Eoagrios' Kirchengeschichte [II 8] ist als Qewährs- 

« 

mann für einen die Weihe des Patriarchen Timotheus von 
Alexandrien betreffenden Bericht der Verfasser einer Lebens- 
beschreibung Petrus des Iberers mit folgenden Worten 
angeführt: xcel rä n^Qi tovtmv iffrö^rai rrp top ßiov Gvy- 
Yf6npavTi JHtqov. 

Die hierdurch bezeichnete, in griechischer Sprache ge- 
schriebene, aber im Original, soviel mir bekannt ist, nicht 
mehr vorhandene Biographie biete ich hier als eine inter- 
essante Probe von der in kirchlichen Kreisen um das 
Jahr 500 — und in gleicher Weise auch noch später — 
gepflegten biographischen Literatur in einer allem 
Anschein nach ganz treuen syrischen Übersetzung dar, der 
ich, um den Inhalt der Schrift auch weiteren Kreisen zu- 
gänglich zu machen, eine Verdeutschung beigefügt habe. 

Die Grundlage fllr diese Publikation bildet eine Berliner 
Handschrift [Nr. 321 der Sachau'schen Sammlung fol. 686 — 
103 a], welche nach der Schlussbemerkung im Jahre 741 n. Chr. 
geschrieben ist Da dieselbe auf manchen Blättern am unteren 
Sande sehr durch Feuchtigkeit gelitten hat, auch auf vielen 
Seiten die Tinte ausserordentlich verblasst ist, überdies an 
einigen Stellen wegen des Mangels an Zusanmienhang das 
Vorhandensein von Lücken vermutet werden musste, so ergab 
sich — abgesehen von andern Gründen — schon hieraus die 



VI VOBWOBT. 

Notwendigkeit, die im Britischen Museum befindliche, dieselbe 
Vita enthaltende Handschrift [Add. 12, 174 foL 48 a— 786], 
welche nach Wright's Angabe im Katalog der syrischen 
Handschriften des Britischen Museums [p. 1124] im Jahre 
1197 n. Chr. geschrieben ist, zu vergleichen. Die Vergleichung 
leistete sowohl zur Feststellung des Textes der nicht sicher 
oder gar nicht lesbaren Partien der Berliner Handschrift, 
als auch zur Ergänzung der in dieser vorhandenen grösseren 
Lücken wertvolle Dienste und ermöglichte erst die Wieder- 
gabe der vollständigen Biographie. 

Was das Verhältnis der beiden handschriftlichen Texte 
betrifft, die ich der Kürze halber mit A [Berliner] imd B 
[Londoner] bezeichnet habe, so bestehen zwischen beiden, bei 
einer weitgehenden Übereinstimmung im grossen und ganzen, 
im einzelnen mancherlei Differenzen. Man findet in B — ab- 
gesehen von orthographischen Besonderheiten, die nicht nur 
in der Schreibung der Eigennamen und Lehnwörter aus dem 
Griechischen zur Erscheinung kommen — eine Anzahl anderer, 
wenn auch synonymer oder fast synonymer Verba, Substan- 
tiva, Adjektiva und Präpositionen, als in A, im Pronominellen 
und Conjunctionellen [besonders häufig in der Verwendung 

von :% und o] zeigt sich Verschiedenheit imd in den nur in B 
erhaltenen Partien fallt zuweilen selbst ein etwas anderer 
Charakter der Übersetzung auf. Doch sind die vorhandenen 
Abweichungen von B kaum der Art, um die Annahme zu 
rechtfertigen, dass in B eine von der in A in Abschrift ent- 
haltenen unabhängige, selbständige Übersetzung des griechi- 
schen Originals zu erkennen sei. Vielmehr dürften diese Ab- 
weichungen, soweit sie nicht, wie häufig, Verlesungen* einer 
dem Anschein nach vielfach unleserlichen syrischen Vorlage 
sind, redaktionelle Änderungen darstellen, welche teils aus 



* Einige Fälle sind auch so beschaffen, dass man an Verhören beim 
Schreiben nach Diktat glauben möchte. 



VOEWOET. vn 

Missverständnis des vom Schriftsteller beabsichtigten Ge- 
dankens oder Nichterfassung des griechischen Periodenbaus, 
teils aus Nichterkennen oder Unkenntnis vorliegender Grä- 
cismen und dem Bestreben, der Satzverbindung und Con- 
struction einen mehr syrischen Charakter zu geben, zuweilen 
vielleicht auch zu dem Zwecke gemacht sind, ein weniger 
gebräuchliches Wort durch ein gebräuchlicheres zu ersetzen 
oder die Construction zu vereinfachen und zu verdeutlichen. 
Denn die sonst vorhandene Übereinstimmung ist m. E. zu 
gross, als dass sie sich zur Genüge aus der Identität des 
Ubersetzungsstoflfes erklären liesse, und an einigen Stellen 
scheint mir B auch dieselben Unrichtigkeiten, wie A, zu 
bieten. Manche Varianten von B geben nachweisbar Falsches. 

Bezüglich der äusseren Einrichtung dieser Edition habe 
ich zu bemerken, dass die unter dem Text ohne weitere Be- 
zeichnung angegebenen Varianten die abweichenden Lesarten 
von B darstellen. Die nur in B vorhandenen oder doch nur 
da mit Sicherheit lesbaren grösseren oder kleineren Ab- 
schnitte oder Sätze sind durch f f gekennzeichnet. 

Punktation und Interpunktion von A habe ich genau wieder- 
gegeben bis auf wenige Fälle, in welchen die Analogie da- 
gegen sprach. Die abweichende Orthographie, Pimktation 
und Interpunktion von B lernt der Leser sowohl aus den 
nur aus B mitgeteilten grösseren Abschnitten [S. 12 — 14. 
45 — 55. 83,6 — 86,14], als auch aus der Variantensammlung 
kennen. 

Die in der Einleitung und in den Anmerkungen zur 
Übersetzung ab und zu vorkommenden Hinweisungen auf 
Seiten der Schrift selbst beziehen sich auf den syrischen 
Text. 

Frieden au bei Berlin, am Weihnachisfeste 1894. 



EINLEITUNG. 



Eine im letzten Viertel des 5. Jahrhunderts oder doch am 
Anfang des 6. verfasste Bischofsbiographie, wie es die dar- 
gebotene ist, darf als eine Ergänzung der Kirchen- und Sitten- 
geschichte ihrer Zeit Anspruch auf Beachtung machen. Sie 
Tersetzt uns mitten hinein in die geistigen Strömungen des 
Kreises, aus dem sie hervorgegangen ist, bringt dessen Stellung 
gegenüber den grossen, die Kirche im allgemeinen berühren- 
den und aufregenden theologischen und kirchenpolitischen 
Fragen, seine Sympathien und Antipathien zum Ausdruck 
und gestaltet sich so von selbst zu einem interessanten Zeit- 
bild. Im vorliegenden Falle stehen die unseligen, die Leiden- 
schaften aufs tiefste aufwühlenden, kirchentrennenden mono- 
physitischen Streitigkeiten im Vordergrunde des Interesses 
der in der Schrift auftretenden Personen, die namentlich in 
Alexandrien. dem Hauptsitz des Monophysitismus, mit ausser- 
ordentlicher Erbitterung gefülirt wurden und selbst zu Mord 
und Bürgerkrieg verleiteten. Der Held unsrer Schrift und 
die Kreise, in denen er sich bewegt und in denen diese Bio- 
graphie entstanden ist, stehen durchaus im Banne des Mono- 
physitismus. Cyrill, Dioskur, Timotheus sind geehrt und ge- 
liebt, Proterius und wer es sonst mit der 'verruchten' Synode 
von Chalcedon hält, sind ein Gegenstand des Abscheues. So 
nennt der Verfasser Cyrill den rechtschaffenen und frommen 
Erzbischof, Dioskur einen Eiferer für die Wahrheit und Streiter 
für die Gottesfurcht, einen Bekenner und Helfer zur Gottes- 

Petrai d. I. 1 



2 EINLEITUNG. 

furcht, Timotheus einen berühmten Bekenner und wahrhaftigen 
Mäi-tyrer und den Glauben der Monophysiten den reinen, 
apostolischen Glauben. Das Concil von Chalcedon hingegen 
inaugiuiert nach ihm eine Zeit des Abfalls, der Rebellion, 
Fahnenflucht und der Häresien, der doi*t dogmatisch fixierte 
Glaube ist dem Autor und denen, deren Bild er zeichnet, ein 
verkehrter, und die ihn vertreten sind Rebellen und Judasse, 
Gottlose und mit Gott Kämpfende, harte und blutdürstige 
Wölfe. Die tumultuarische Einsetzung der Patriarchen Theo- 
dosius von Jerusalem und Timotheus von Alexandrien gilt als 
von Gott bewirkt, die Parteinahme für das Chalcedonense 
und die Begünstigung seiner Anhänger dagegen wird auf das 
Anstiften des Teufels zurückgeführt. 

Aber auch abgesehen von diesem historischen Hinter- 
grunde bietet das vorliegende Bischofsbild mancherlei Inter- 
essantes. Indem ich auf das aus dem Rahmen der Geschichte 
hervortretende Detail topographischer Natur nur im Vorüber- 
gehen hindeute, hebe ich aus der Erzählung selbst einige 
der anziehenderen Partien hervor. 

Ein iberischer Prinz, der schon infolge einer göttlichen 
Verheissung geboren worden ist, wird, ungefähr zwölQälirig 
imter allem bei einem Königssohn üblichen Pomp als Geisel 
an den Hof Theodosius des Jüngeren nach Constantinopel 
gebracht. Schon durch seine früheste Erziehung unter dem 
Einfluss asketischer Frömmigkeit stehend, wird er durch der 
Anblick der frommen Formen, in denen sich das byzantinische 
Hof leben bewegt, so hingerissen, dass er keinen glühenderer 
Wunsch hat, als den, der Welt zu entsagen und Mönch zi 
werden. Durch Visionen und Wunder in seinem asketischer 
Eifer bestärkt, weiss er alle Hindemisse, die sich seinem Ver 
langen entgegenstellen, die sorgfältige Bewachung sowohl vor 
Seiten des Königs, als die Nachstellungen der über seim 
Absicht entrüsteten, weil in ihrer Hoffnung für die Zukunf 
getäuschten Dienerschaft zu besiegen. Mit einem gleich 



EINLEITUNG. 3 

gestimmten Freunde verabredet und vollzieht er die Flucht, 
und nun wandern die beiden jungen Leute in Sklavengewand, 
durch wunderbare Erlebnisse auf der Reise gestärkt, in Freude 
und Frohlocken nach Jerusalem. Ihr Entzücken beim ersten 
Anblick der heiligen Stadt, bei dessen Schilderung einem un- 
willkürlich die ähnliche Begeisterung der Elreuzfahrer in den 
Sinn kommt, imd wie sie den ihnen so teuem Boden unter 
Freuden- und Dankestliränen umarmen und küssen, als wären 
sie schon Jesu selbst begegnet und wohnten nun mit ihm im 
Himmel — diese ganze, der Romantik nicht entbehrende Dar- 
stellung kann, wie ich glaube, ihres Eindrucks auf den Leser 
nicht verfehlen. 

Weiter sind von Literesse, um nur dies noch anzuführen, 
die, soviel mir bekannt ist, neues, übrigens durchaus glaub- 
haftes Material enthaltenden Angaben über Könige und Köni- 
ginnen der Iberer und ihre Auffassung des Christentums. 
Leider bieten dieselben nichts über die Zeit und die Um- 
stände, unter denen das Christentum zuerst zu den Iberern 
gekommen ist, worüber Rufin [h. e. X 8] nach seiner Angabe 
vom iberischen König Bakurios selbst, als dieser als dux Palae- 
stini limitis in Jerusalem weilte, z. T. wunderbar klingende 
Mitteilungen erhalten hat, die nach ihm auch von Socrates 
[h. e. I 20], Sozomenos [h. e. 11 7], Theodoret [h. e. I 24 imter 
Weglassung der Erzählung von der wunderbaren Aufrichtung 
einer Säule] und Theophanes [Clironogr. ed. Classen S. 37] 
wiederholt sind, bei Moses von Chorene [Geschichte Gross- 
armeniens n 86] in etwas veränderter Gestalt vorkommen.* 
Es ist immerhin bemerkenswert, dass nach den Mitteilungen 
des iberischen Prinzen nicht Mihran, wie Moses von Chorene 
sagt, und wie auch in der auf georgischen Quellen basieren- 
den, durch J. V. Klaproth [Reise in den Kaukasus und nach 
Georgien] bekannt gemachten Gescliichte der Iberer angegeben 



* Vgl. Neander, Kirchengeschichte 3. Aufl. I 2 S. 470. 

1* 



4 EINLEITUNG. 

ist, sondern Bakurios 'als der erste von den Regierenden jenes 
Landes ein christlicher König' war, und dass die wunderbaren 
Ereignisse, die nach dem Gewährsmanne von Rufin zur Christiani- 
sierung des Landes der Iberer geführt haben, dem für das 
"Wunderbare so empfänglichen jugendlichen Prinzen nicht be- 
kannt geworden sind, während Anstössiges aus dem Leben 
von Vorfahren, was allerdings in seinem Ausgange zur Ver- 
herrlichung Gottes führte, zu seiner Kenntnis gelangt ist 



Die Nachrichten über Petrus den Iberer, die sich ausser- 
halb der vorliegenden Schrift vorfinden, sind, soweit sie mir 
bekannt geworden sind, weder der Zahl noch dem Inhalte 
nach erheblich. Dies erkläit sich wohl aus dem Umstände, 
dass Petrus infolge der ilmi eigenen Scheu vor öfi'entlichem 
Hervortreten nicht handelnd in die seine Zeit bewegenden 
KSmpie eingegriffen, sondern voi'wiegend in der Stille für die 
geistliche Pflege der Orthodoxen, d. h. hier der Monophysiten, 
gewirkt hat. Der einzige öflFentliche Akt von einiger Trag- 
weite, an welchem er Anteil hatte, war die Konsekiierung des 
Patriarchen Timotheus [AiXovqoq] , und dieser Thätigkeit wird 
denn auch von Euagrios [h. e. 11 8] gedacht. Derselbe Histo- 
riker erwähnt pH 32] noch, dass Petrus in dem Kloster bei 
Majüma einen grossen Nachruhm hinterlassen habe. Die bei 
dieser Gelegenheit gebrauchte Wendung: avv TifjLo&^q^ ro) 
AiXoiQtp netpevyoig — will vielleicht besagen, dass Petinis wegen 
seiner Beteiligung an Timotheus' Weihe sich eine Anklage zu- 
gezogen habe. An eine gemeinsame Verbannung ist, wenigstens 
nach imserm Autor, nicht zu denken. 

Etwas ergiebiger sind die Angaben, die sich in einer von 
Land im 3. Bande der Anecdota Syriaca veröffentlichten, 
zu einem grösseren Teile die von Euagrios vielfach citierte 
Earchengeschichte von Zacharias von Mytileue, wenn auch in 
der syrischen Übersetzung in etwas verkürzter Form wieder- 



EIXLEITÜNG. 5 

gebenden *historia miscellanea' finden. Diese bestätigen teils 
das in der vorliegenden Biographie Berichtete, teils weichen 
sie davon ab. Wesentlich in Übereinstimmung mit unserm 
Autor, doch ganz kurz, erzählt Zacharias von Petrus' Her- 
kimft, seiner Geiselschaft in Constantinopel, seiner Flucht ins 
Mönchsleben — unter Übergebung des Aufenthaltes in Jeru- 
salem — bis zu seiner Ankunft in Majüma und seiner unter 
Anwendung von Gewalt erfolgten Bischofsweihe. Zu den Ab- 
weichungen gehört es, wenn Zacharias Johannes den Eunuchen 
zu Petrus' *Vater aus dem "Wasser und Geist' macht, während 
er nach dem Verfasser imsrer Schrift ein von gleichem Ver- 
langen beseelter Genosse war.* Dasselbe gilt von der An- 
gabe, dass Petrus am Hofe von Constantinopel über die kaiser- 
liche Reiterei gesetzt gewesen sei, was von Zacharias selbst, 
anders als in der syrischen Übersetzung, vielleicht von der 
Verleihung eines der bezeichneten Stellung entsprechenden 
Ranges an Petrus gemeint war. Eben hierher gehört Zacharias' 
Notiz, dass, als die von Theodosius geweihten Bischöfe nach 
kurzem ihrer Amter entsetzt wurden, Petrus infolge des Be- 
fehls des Königs und der Fürsorge der Königin pPulcheria] 
für ihn in Ruhe in seinem Bistum geblieben und erst auf eine 
ihm im Gesicht gewordene Mahnung hin gleich den übrigen 
Bischöfen seiner Richtung weggewandert sei. 

Bedeutsamer ist eine andere DiflFerenz. Zacharias be- 
richtet, dass Timotheus von drei Bischöfen, zwei ungenannten 
ägyptischen und Petrus dem Iberer geweiht worden sei; der 
Verfasser imsrer Schrift dagegen meldet, dass die Konse- 
kration nur. durch zwei erfolgt sei, nämlich durch Eusebius 
von Pelusium und Petrus. Wenn Euagrios in der am Anfange 
des Vorworts näher bezeichneten Stelle die Angabe unsers 



* Eine in der Berliner Handschrift befindliche, vielleicht auf Zacharias' 
Angabe beruhende Randbemerkung ['dieser Johannes hob den seligen 
Petras aus der Taufe^] deutet dasselbe Verhältnis zwischen beiden an, 
wie es Zacharias statuiert. 



6 EENLEITÜKG. 

Autors übernimmt, die entgegenstehende des von ihm so viel- 
fach citierten Zacharias aber imbeachtet lässt, so darf man 
schliessen, dass ihm die erstere als die zuverlässigere er- 
schienen sei. 

Ähnlichkeit und zugleich Verschiedenheit zeigt sich in 
der Verwendung des von beiden Schriftstellern bei derselben 
Gelegenheit gebrauchten Gleichnisses des Kämmerers der 
Kandake. Bei Zacharias heisst es nämlich: ^sie hörten eine 
Stimme, wie Philippus betreflfs des Eunuchen der Königin 
Kandake'; un&er Autor dagegen findet das Ahnliche der 
Lage darin, dass Petrus der Iberer nach Timotheus' Kon- 
sekration sich ebenso schnell unsichtbar machte, wie Philippus 
dies nach der Taufe des Eunuchen gethan hatte. 

Im übrigen berichtet Zacharias noch zwei Petrus den 
Iberer selbst betreffende, vom Verfasser der vorliegenden Bio- 
graphie nicht erwähnte Vorgänge: 1) ein alexandrinischer 
Philosoph schreibt unter seinem Namen häretische Schriften 
— 2) Petrus der Iberer, *der berühmte Wunderthäter', er- 
kennt Petrus Mongus an — dies ist vermutlich der Sinn der 
nicht ganz klaren Stelle — und ist einmal während eines 
späteren Aufenthaltes in Alexandrien bemüht, Differenzen, die 
zwischen Petrus Mongus und manchen schrofferen Alexandrinern 
wegen des Henotikon entstanden waren, auszugleichen. 

Alles in allem sind auch die in Zacharias' Eirchen- 
geschichte über Petrus den Iberer enthaltenen Nachrichten 
nicht eben reichhaltig.* Es lässt sich denken, dass durch 



* Auch eine in derselben Handschrift, wie die Petrus-Biographie, be- 
findliche, noch nicht veröffentlichte, nach der Überschrift von Johannes, 
dem Vorsteher des Klosters f^Alodi>&r^ ius [Kinnesrin] herrührende 
Vita von Severus von Antiochien enthält über Petrus, abgesehen von 
einem Beispiel seines wunderbaren Vorherwissens, einem Bericht über 
eine von ihm vollzogene Teufelaustreibung und einer wohl irrtümlichen 
Angabe über seine Lebensdauer nur einige kurze Notizen, die mit den 
uns aus Zacharias' Kirchengeschichte bekannt gewordenen übereinstimmen 
[Abkunft, Geiselschaft, Verwendung der Pulcheria, himmlische Stimme, 
die zur Aufgabe des Bistums mahnt]. Möglicherweise liefert eine von 



i^-a r 



EENLEITÜNG. 7 

die Natur und Aufgabe einer Geschichte der Kirche, die er 
schreiben wollte, näheres Eingehen auf die Lebensschicksale 
des berühmten Wunderthäters für Zacharias ausgeschlossen 
war. An reichlicherem Material kann es ihm nicht gefehlt 
haben, da er eine selbständige Biographie Petrus des Iberers 
Terfasst hat. 

§ 

In einer von ihm geschriebenen Vita von Severus von 
Antiochien nämlich, deren syrische Übersetzung in derselben 
Handschrift, wie die hier dargebotene, enthalten ist, sagt der 
Verfasser [foL 127a]: 

f^lsi f^jiCLi^ ada «^LkauLi^o : K^ vi*f< ^.i ada coci2^.i 

dwoax.^ :cocD ^iSn\ ft^ii\iifi\^n .TA :r^ia^ 

.... K^ii^fttiTA. ^^_öcmA i\e\ : ^.vco oaco ^aId f^&\s3i 

Zacharias bekimdet sich hier als Verfasser zweier Lebens- 
beschreibungen, einer von Petrus dem Iberer imd einer von 
Jesaias dem Ägypter, mit dem Zusätze: *denn diese beiden 
Männer besassen, während sie in Palästina wohnten, damals 
grossen Euhm bei allen Christen.' Dass es ausser der unsrigen 
noch eine zweite Biographie des Iberers gegeben hat, beweist 
auch die dem Berichte über die Weihe von Timotheus Aeluros 
beigefügte Kandbemerkung [S. 66] : *In einer andern Er- 



Wright im Katalog der syrischen Handschriften des Britischen Museums 
bei Beschreibung der Handschrift Add. 14, 660 angeführte Schrift 'Plero- 
phoriae, or Testimonies and Revelations given by God to the Saints, 
conceming the heresy of the Diphysites and the transgression at Chal- 
cedon', written by the priest John of Antioch, of the *gens Rufina', bishop 
of Majuma near Gaza, and one of the disciples of Peter the Iberian — 
noch einiges die Biographie ergänzende Material. Wenigstens lässt der 
von "Wright mitgeteilte Anfang dies vermuten. Eine Vergleichung der- 
selben mit der vorliegenden Lebensbeschreibung rücksichtlich des schrift- 
eteUerischen Charakters dürfte auch Anhaltepunkte für die Beurteilung der 
Frage geben, ob etwa ihr Verfasser mit unserm Biographen identisch ist. 



8 • EINLEITUNG. 

Zählung, welche den seligen Petrus zum Gegenstand hat, haben 
wir erwähnt gefunden, dass drei Bischöfe Timotheus geweiht 
haben.' Denn der Glossator konnte nicht Zacharias' Kirchen- 
geschichte als eine 'Erzählung über den seligen Petrus' be- 
zeichnen. Vielmehr ist es durchaus wahrscheinlich, dass mit 
diesem Ausdruck die von Zacharias geschriebene Biographie 
gemeint sei. Wenn nämlich Zacharias die Angabe, dass bei 
Timotheus' Konsekrierung drei Bischöfe, unter ihnen Petrus, 
beteiligt gewesen seien, in seiner Kirchengeschichte vor- 
getragen hat, so wird er dasselbe auch in der Biographie 
gethan haben. 

Dass die vorliegende Lebensbeschreibung nicht etwa die 
von Zacharias verfasste sei, folgt 1) aus den im vorigen § 
hervorgehobenen Divergenzen zwischen den Nachrichten in 
Zacharias' Kirchengeschichte und denen imsrer Schrift und 
ergiebt sich 2) aus dem Umstände, dass unser Biograph sich 
wenigstens für die letzte Lebenszeit des Iberers als Augenzeugen 
imd dessen ständigen Begleiter und als solchen hinstellt, der 
auch bei seinem leidvollen Sterben zugegen war, was auf 
Zacharias nicht zutrifft. Denn in der erwähnten Severus- 
Biographie [fol. 1276] sagt dieser nach dem Berichte über 
Severus' Taufe in Tripolis imd dessen "Weggang nach Pa- 
lästina: 

Er bezeugt also ausdrücklich, dass er bei Petrus' Tode 
nicht zugegen gewesen ist. Vielmehr traf ihn die Nachricht 
davon in Beryt, wo er damals studierte. Auch giebt er 
nirgends zu erkennen, dass er in dem Verhältnis eines Schülers 
zu Petrus gestanden habe, obwohl er, der aus Majuma stammte*, 

* In der Severus-Yita [fol. 1206 1] sagt er von jemand: »^1 CkCO 

.^^QAf< ^CDC^f< f^ir^^j KlSO» i%fio.l r<l^f^ 

T6 TcapaOaXdoaiov FdCT]; war eine geläufige Bezeichnung für den Hafen- 
ort Majuma. 



ETNIiEiniNG. 9 

mit dem in der Nachbarschaft lebenden berühmten Manne 
persönlich bekannt war, einmal auch in Beryt von ihm 
einen Brief erhielte Ausserdem hat Zacharias gewisse Lieb- 
lingsausdrüoke [z. B. nennt er den christlichen Glauben 
häufig f^^ciAr^ K^^aäfiaL^], die sich in unsrer Schrift 
nicht finden. 

§ 

Die Frage nun, wer der Verfasser der vorUegenden 
Biographie gewesen sei, dessen Name schon zu Euagrios' Zeit 
[536 — 593] nicht bekannt war, beantwortet Wright bei Be- 
sprechung der betreffenden Handschrift dahin: 'geschrieben 
von einem Schüler, dessen Name jödoch nicht genannt ist.' 
In der That lässt sich aus ihr nur entnehmen, dass der Schrift- 
steller Augenzeuge der letzten Lebenszeit des Iberers und in 
dieser unausgesetzt in seiner Umgebung gewesen ist, und dass 
er damals noch nicht — wohl aber später — zu den *Brüdem' 
gehört hat 2. Dagegen imterliegt es kaum einem Zweifel, 
dass sie in Petrus' Kloster bei Majuma geschrieben ist, in 
welchem sein Andenken durch jährlich wiederkehrende Ge- 
denkfeiern lebendig erhalten wurde. Wenn der Verfasser am 
Schlüsse seines "Werkes sagt: *Wir feiern sein Gedächtnis', 
so spricht er als einer, der zu den Insassen des genannten 
Klosters gehört. Vielleicht verfasste er diese Lebensbeschrei- 
bung in erster Linie zu dem Zwecke, dass sie bei der Ge- 
dächtnisfeier des allverehrten ehemaligen Klostervorstehers 
vorgelesen werden sollte. Denn wie wir S. 131/132 unsrer 
Schrift erfahren, bildete, was ja auch ganz natürlich ist, die 
Vorlesung eines Lebensbildes des Gefeierten einen Bestand- 
teil einer solchen Gedächtnisfeier. 

Für die Annahme, dass der Schriftsteller eben in diesem 
Kloster geschrieben habe, spricht auch die Bemerkung, die 



AV» 



3 Er gebraucht einmal [S. 143, 14] die Wendung: *die Brüder 
und uns.' 



10 EINLErrUNG. 

er gelegentlich seines Berichtes über eine Vision Johannes des 
Eunuchen macht: *ein Altar, welcher in allem demjenigen 
glich, der noch bei uns aufbewahrt wird.' Mit diesen Worten 
kann m. E. kein anderer, als ein Altar in dem Kloster bei 
Majuma gemeint sein. 

Über die Abfassungszeit unsrer Petrus-Biographie 
vermag ich nichts Bestimmtes festzustellen. Doch macht die 
Darstellung den Eindruck, als hätte der Verfasser zu einer 
Zeit geschrieben, in welcher das Bild des Gefeierten noch in 
aller Frische vor seinem geistigen Auge stand, also vermutlich 
nicht lange nach dem um 485 [eher später, doch vor 491] 
erfolgten Tode des Iberers.* Allerdings kann ein Satz, mit 
dem der Biograph seinen Bericht über eine Vision des Iberers 
schliesst [S. 96, 5 ff.], für eine spätere Abfassung sprechen. 
Er sagt: *Aus den Drangsalen, die jetzt täglich eintreten, 
schliessen wir, dass diese Leiden, welche im Begriff waren, den 
Erdkreis zu betreffen, dem Heiligen in jenem Gesicht ge- 
offenbart worden sind.' Erinnert man sich nun aus der Er- 
zählung von Josua Stylites, von welcher Häufung von Unglück 
[Pest , Heuschreckenplage , Hungersnot , Erdbeben , Krieg] 
weite Gebiete Asiens vom Mittelmeer bis zum Euphrat hin 
in den letzten Jahren des 5. und ersten Jahren des 6. Jahr- 
hunderts heimgesucht worden sind, so kann man für möglich 
halten, dass der Verfasser bei dem citierten Worte jene 
schrecklichen Plagen im Auge gehabt habe. Unter dieser 
Annahme fiele die Abfassung der Biographie in den Anfang 
des 6. Jahrhunderts. 



* Petrus' Geburtsjahr kann zwar, da die Zahlenangaben des Verfassers 
nur ungefähre sind, nicht mit Sicherheit bestimmt werden, doch darf man 
mit einiger Wahrscheinlichkeit das Jahr 409 dafür halten. Da er einer- 
seits, als er zwölfjährig nach Constantinopel kam, Theodosius bereits mit 
Eudokia verheiratet fand, die Verehelichung beider aber im Jahre 421 
stattgefunden hat, und da er andrerseits 424 von Melanie in Con- 
stantinopel angetroffen wurde (S. 29] , so dürfte das Jahr 422 das seiner 
Ankunft in Constantinopel und demnach das Jahr 409 sein Geburts- 
jahr sein. 



EINLEITUNG. 1 1 

Soviel habe ich geglaubt zur Orientierung über die vor- 
liegende Schrift vorausschicken zu sollen. Die Geistesart des 
Verfassersund der Charakter seiner Darstellung treten 
auf jeder Seite so deutlich hervor, dass ich auf eine Besprechung 
derselben verzichten kann. Daher darf ich den Leser nun- 
mehr ohne weitere Erörterungen zur Kenntnisnahme dieser 
Lebensbeschreibung eines Prinzen, Mönchs und Bischofs 
einladen. 



UBERSETZUNÖ. 



Biographie des lieiligen Petrus des Iberers , des bewälirten 
BiscIiofB und Beicenners und Asiceten unsere Herrn. 

Unsrer Führer zu gedenken, ist uns von Paulus, dem 3 
göttlichen Apostel, befohlen, indem er also spricht: Gedenket 
eurer Führer, welche unter euch das Wort Gottes geredet 
haben, und das Ende ihres Wandels anschauend, ahmt ihren 
Glauben nachl^ 

Sintemal wir nun die fromme und gottgefällige Pflicht 
erfüllen und dem apostolischen Befehle nachkommen 2, wird 
von uns erfordert 3, dies mit aller Sorgfalt ^ zu thun. Denn 
in Wahrheit ist ein grosses Hilfsmittel zur Erlangung des 
Heils für die Schüler, welche im Guten nacheifern imd freudig 
nach der Ähnlichkeit mit ihnen streben, der tugendreiche 
Wandel 5 derer, die in Gott die Leitenden gewesen sind. Uns 
aber ist das Gedächtnis nicht nur eines Führers, sondern 
auch eines guten Hirten, liebevollen ^ Vaters, frommen Bischofs, 
Bekenners der Gottesfurcht und vielmaligen Märtyrers zur 
Aufgabe gemacht, — dessen, der allen gleich teuer ist, sowohl 
dem Sprechenden, als auch ebenso den Hörenden, so dass es 
uns ziemt, in aller Freudigkeit Beden und Hören über ihn zu 
vollbringen, im Vertrauen auf seine heiligen Gebete, imd wenn 



1 Hebr. 13, 7. 2 indem wir uns anschicken, das Lebensbild eines 

solchen Führers zu zeichnen — s haben wir die Verpflichtung — 

^ Die Stellung des adverbialen Ausdrucks im Syrischen wird auf genauer 
Wiedergabe des im Griechischen des Nachdrucks wegen vorangestellten 
Adverbs beruhen. Ein gleicher Fall findet sich weiter unten [3, 15]. Vgl. 
auch 48, 15. 16. 139, 18. & die Betrachtung des tugendreichen Wandels — 



14 PETRUS DER IBERER. 

4 auch nicht nach Verdienst, so doch durch guten Willen die 
Schuld, soweit es uns möglich ist, abzutragen. 

An den Eingang der Erzählung über ihn stellen wir aber 
den Anfang der Entstehung seines Stammes, weil auf ihn das 
Schriftwort zutriflFt: Gott ist im Geschlechte der Gerechten 
[wirksam]! — und: Das Geschlecht der Gerechten wird ge- 
segnet werden 2 — imd die Bezeichnung *auserwähltes Ge- 
schlecht und priesterliches Königtum.' 

Zum Vaterland nun hatte der selige Petrus das berühmte 
Land der Iberer', jener Nordländer *, welche gegen den 
Aufgang der Sonne liegen, das jederzeit mit den Römern und 
Persem im Streite lag, weil jedes von diesen Völkern in dem 
Verlangen nach Unterstützung darauf ausging, sich das Land 
zu eigen zu machen. Nach der Sprache ihres Landes aber 
hatte er zuerst den Namen Nabarnugios^, als er aber des 
heiligen Gewandes der Mönche gewürdigt wurde, damals wurde 
ihm statt dessen der Name Petrus beigelegt nach dem Namen 
des ersten der Apostel, indem jene Väter ß, welche ihm das 
heilige Gewand gaben, wie ich meinerseits denke, dazu wohl 
durch göttliche Eingebung angeregt wurden, weil er mit ihm 
wetteifern sollte im Wandel, in den Sitten und in der Freudig- 
keit des Glaubens, die ihm von Gott selbst verliehen worden 
ist, um deren willen der Herr ihn auch Petrus d. h. Fels ge- 
nannt und auf diesen Felsen seine rechtgläubige Eorche ge- 
gründet hat, indem er also zu ihm sprach: Du bist ein Fels, 
und auf diesen Felsen will ich meine Kirche bauen, und die 
Pforten des Hades sollen sie nicht überwältigen. Und ich 
wül dir die Schlüssel des Himmelreichs geben, und was du 
auf Erden binden wirst, soll im Himmel gebunden sein, und 

B was du auf Erden lösen wirst, soll im Himmel gelöst sein.^ 



1 Ps. 14, 5 [Iv Y^ve^ 8ixa(a]. 2 Ps. 112, 2. ' dasselbe war im 

W. von Kolchis [den mosebischen Bergen], im N. vom Kaukasos, im 0. 
von Albanien, im S. von Armenien begrenzt — das beutige Georgien 
oder Grusien. * dpxTixol — » S. 86 ist einmal [bei B] Nabronugios 
geschrieben. Die Yokalisierung der Eigennamen beruht, soweit sie nicht 
durch Yokalbuchstaben gesichert ist, auf Vermutung. Selbst bei dem 
Vorhandensein solcher sind, wie namentlich bei dem im Anlaut stehenden 
Of<, verschiedene Möglichkeiten der Aussprache gegeben. ^ S. 32 

wird erzählt, dass Gerontios ihm den Namen verändert habe. ? Mt. 

16, 18. 19. 



ABSTAMMUNG, FAMILIE, KINDHEIT. 15 

Des seligen Petrus nun, unsers Vaters und Bischofs, Vater 
war Bosmarios, der König der Iberer, der Vater seines 
Vaters aber Bosmarios^ seine Mutter Bakurduktia, die 
Mutter seiner Mutter aber die heilige Duktia; sein Gross- 
vater von mütterlicher Seite war der grosse Bakurios, der 
Gemahl der Duktia, welcher als der erste von den Re- 
gierenden jenes Landes ein christlicher König war und jenes 
ganze Volk zur Gottesfurcht führte — welche, nachdem sie 
sämtlich Könige und Königinnen der Iberer gewesen sind, durch 
ihre Tugend hinwiederum auch das Himmelreich erworben haben. 
Seine Grossmutter von väterlicher Seite war Osduktia, die 
Gemahlin des Bosmarios und Mutter seines Vaters Bosmarios. 
Pharasmanios aber war der Bruder der Osduktia, seiner 
Grossmutter von väterlicher Seite, welcher bei Arkadius, dem 
Könige der Homer, in Ansehen stand und den Rang eines 
Heerführers bekleidete und die erste Stelle einnahm 2, zuletzt 
aber, als er infolge des Ehebruchs mit Eudoxia, Arkadius' 
Gemaldin, floh und sich verbergen konnte, schnell 3 in sein 
Land kam, und als er über die Iberer herrschte und die 
w^eissen Hunnen, die Nachbarn der Iberer, mit sich brachte, 
für die, welche den Römern unterthan waren, die Ursache 
vielen Unheils wurde. 

Der grosse Bakurios, der Grossvater des seligen Petrus 
von mütterlicher Seite, hatte zum Bruder den heiligen Ar- 
silios^, welcher, nachdem er mit Bakurios und Bosmarios in 
hohem Greisenalter nach der Gewohnheit ^ der Herrschaft 



J S. 86 [bei B] : Bosmorios, Sohn des Bosromios — der letztere Name auch 
einmal bei A schwankend. > xd irpwta cp^peo&at, ditocpipeodai. Vgl.Eusebius 
h. e. VII 32: iizt^iptxo xd rpdixa xfj; iirioxT^jATj;. VIII 14: xdiv xd irpwxa 
TTJ? 'Pcuptaicov c'jyxXkJxou ßouAfjC dnevT^veYjA^vwv u. ö. In unsrer Schrift 
kehrt dieselbe Redensart 27, 20 wieder. 3 Ich habe die Lesart 

OV^r^l 11 P von B aufgenommen, doch wäre auch OV*f^AjLa von A, 

mit f^SiaOx) und i^OIaIo zusammengestellt, dem Zusammenhange der 
Stelle nicht unangemessen. * Von Moses von Chorene [Gesch. 

GroBsarm. III 60] wird ein Ibererkönig Ardsil erwähnt. * So nach 

meiner Vermutung. Rücksichtlich dieser Gewohnheit vgl. Strabo, geo- 
graphica XI 501 [ed. Meineke S. 70B]: x^xxapa B^ xal y^vt] xwv dvdpcoiKuv 
olxtX xijv ^dbpav, 2v \t.is xal irpuixov i^ oO xou« ßaoiX^a; xaOiaxdot xax* 
irfjiaxtia^ xe xal 7)Xtx(av xov itpsoßuxaxov, 6 oi oeuxepo; oixaioSoxei 
xal oxpaTtjXaxei. Arsilios war also wohl erst in hohem Alter zur Re- 
gierung gelangt. Vgl. übrigens 8, 23. 



16 PETBÜS DER IBERER. 

6 [Äegierungsfolge] der Iberer regiert hatte, in Jungfräulichkeit 
und in aller Frömmigkeit sein Leben beschloss. Leibliche 
Brüder hatte der selige Petrus nicht. Er hatte nur eine 
Schwester von väterlicher Seite, von einem Kebsweib, Namens 
Bomirosparia. Sie wurde jedoch von ihm nach dem "Willen 
seines Vaters wie eine voUbürtige Schwester geachtet. Eine heilige 
und berühmte Frau aber, Namens Zuzo, zog Petrus, als er 
noch Kind war, auf, und bei ihr war er verborgen, um nicht 
den Persem als Geisel ausgeliefert zu werden, welche deswegen 
viele Male Boten schickten. Ihre Tochter, Ota mit Namen, 
war des Seligen Pflegemutter, imd sie säugte ihn in seiner 
Kindheit auch. Der Gemahl der letzteren war Khurenios, 
ihr rechfer Bruder Bardalios. Ihre [PL] Söhne aber, Kata 
und Murgakes, waren des Seligen Pflegebrüder und mit ihm 
gleichalterig. 

Nun möge niemand aus kleinlicher Gesinnung * diese Auf- 
zählung von Namen für eine überflüssige Rede halten. Denn 
wir haben diese nicht ohne Grund en^^ähnt, sondern deshalb, 
weil jener wahrhaft liebevolle 2 und gottesfürchtige^ Vater alle 
diese Namen zusammen an einem Tage im Jalii^e, am Sabbath, 
imd zwar am Mittsabbath der Fasten, vereinigte und das Ge- 
dächtnis ihrer Träger beging, indem er ihnen auf diese Weise 
für den Frieden vergalt, den sie ihm schenkten, und den er 
erwählte, um der Welt zu entsagen. Deshalb haben auch wir 
Geringen für recht gehalten, dem Andenken derer, welche jener 
einer Gedächtnisfeier für würdig gehalten hat, und von denen 
eine solche Blume entsprosst ist, auch unsrerseits keinen 
Abbruch zu thun.< Denn sicherlich werden auch die Freunde 
trefflicher Thaten vom Hören ihrer Geschichte grossen Gewinn 
haben. 

7 Der grosse B akurios, welcher zuerst von den Königen 
der Iberer Christ war, und seine Gemahlin Duktia kamen 
zu solcher Höhe der Gottesfurcht, zu solcher Tugend und 
solchem Wandel in Christo, dass sie, wiewohl sie königlichen 
Standes waren, während ihrer Kegierung das asketische Leben 
des Mönchtums übten und lebten. Denn gemäss dem schönen 
Übereinkommen 5, welches beide gemeinsam mit einander trafen, 



1 (i.ixpo^'wx^* — ' cpiXoöTopYO« — 3 {piX60so5 — * es in vollem 
Umfange zur Geltung kommen zu lassen — ^ 1. Cor, 7, 5. 



ABSTAMMUNG, FAMILIE, KINDHEIT. 17 

hielten sie sich von fleischlicher Gemeinschaft fern, indem 
ihnen die Kindererzeugung » genügte, welche ihnen verliehen 
worden war. Der gläubige Bakurios seinerseits fegte, dem 
Fasten und Beten und Almosengeben gewidmet, dreimal in 
der "Woche mit eigenen Händen die Kirche der Stadt. Und 
ausserordentlich reich 2 an Liebe zu den Armen, hielt er es 
nicht unter seiner Würde, in seinem Palaste verschiedenerlei 
Speisen kochen zu lassen. Diese trug er dann in Körben 
und brachte sie selbst in den Nächten in das von ihm gebaute 
Armenhaus; und denen, welche dort lagen, gab der König 
mit eigenen Händen zu essen. Die selige Duktia aber, seine 
von gleichem Eifer beseelte Gemahlin, kleidete sich unter Ab- 
thun alles königlichen Schmuckes in ein härenes Gewand, ver- 
kaufte ihre Sänfte, welche ßaari^viov^ heisst, und all die goldenen 
Geräte^ und Perlen und verteilte den Erlös unter die Armen. 
Und viele Male, wenn sie an den Sabbathen in grosser Aus- 
dehnung Fasten und Beten übte, empfing sie solche Gnade 
von unserm Herrn, dass sie nur ihre Hände aufzulegen brauchte, 
um Heilung zu vollziehen. 5 

Von ihrem Gemahl, dem grossen Bakurios, aber dürfend 
wir folgenden Vorgang nicht unerzählt lassen. Neben seinen 
sonstigen Tugenden nämlich flocht er sich einstmals auch die 
Krone des Bekennertums, oder vielmehr nach seinem eigenen 
Wunsche sogar die des Märtyrertums. Denn als er einst mit 
dem Perserkönig in den Krieg zog, sintemal er ein Friedens- 
bündnis mit ihm geschlossen hatte und einer seiner Heer- 
führer war, und sah, dass, sobald die Sonne aufging, der König 
selbst und alle seine Heerführer, Obersten, Satrapen und alle 
Magnaten ß plötzlich von den Pferden sprangen und die Sonne 
anbeteten, blieb er selbst auf seinem Rosse sitzen. Und als 
dies dem Könige von andern Satrapen hinterbracht wurde, 
und Bakurios selbst vor ihm stand und gefragt wurde, ob das 
über ihn Berichtete auf Wahrheit beruhe, rief dieser wahr- 
hafte Nacheiferer Daniels und seiner drei jungen Freunde 
mit Freimut vor dem ganzen Heere: Ich bin ein Christ, und 

1 TexvoYov(a — 2 -jTrepßdXXttJv — 3 veliiculuin tectum et femi- 

narum — ■* ypuoö; — * Der Verfasser wollte m. E. nicht sagen, 

dass sie infolge ausgedehnten Fastens und Betons die Gabe der Heilung 

als eine ihr inhärierende besass, sondern dass sie dieselbe in Momenten 

des gesteigerten religiösen Gefühls empfing. ♦» {AcYiotdvs; — 

Petrni d. I. O 



18 PEIHUS DER IBERER. 

es ist mir nicht erlaubt, den, der allein wahrer Gott und 
Schöpfer des Alls ist, zu verlassen und sein Geschöpf an- 
zubeten, das zu meinem und aller Menschen Dienst geschaffen 
ist, um zu leuchten — so dass der König, wiewohl er sich 
'wunderte und über seinen Freimut errötete, sich umwendete 
und im geheimen zu den Seinigen sprach: Es ist Bakurios, 
und wir bedürfen seiner. Was können wir ihm thun? 

Und dies ist nur ein Teil von Bakurios' Grossthaten. 

Sein rechter Bnider Arsilios aber, von dem wir oben 
berichtet haben, dass er im Greisenalter und in Jungfräulich- 
9 keit zusammen mit Bosmarios, dem Vater unsers Petnis, welcher 
auch Nabamugios hiess, die Regierung der Iberer fülirte, blieb, 
als die Edeln des Landes ihm unter dringenden Bitten zu- 
redeten, sich wegen der Zeugung von Kindern und der Fort- 
pflanzung des Königtums zu vermählen, und ihm eine Frau 
aus königlichem Geschlecht zuführten, dennoch dieser gegen- 
über jungfräulich. Als er aber erfuhr, dass sie etwas Schand- 
bares gethan habe, und sie, sanft von ihm getadelt, leugnete, 
er aber zuletzt plötzlich jenen Ubelthäter ertappte, sprach er 
zu ihm — o welche Sanftmut und grosse Milde der Philo- 
sophie! — : Ich schenke dir dein Leben und dein Blut. Da 
nimm Reise- und Zehrgeld; entferne dich schnell und bleibe 
nicht in diesem Lande, damit du nicht etwa unglücklich 
endest, und dein Blut mir angerechnet werde. ^ Und als er 
jenen so entlassen hatte, sprach er darauf zu seinem Weibe: 
Ich scheide mich ob dieser deiner That nicht von dir, noch 
verspotte ich deine Schande. Ich habe aber zum Gottessohn, 
dessen Gesetz du verachtet hast, das Vertrauen, dass durch sein 
Zuthun deine Scham von Würmern wimmeln 2 wird, und so 
dein Fleisch verzehrt werde. Und sogleich ward die Ver- 
wünschung jenes Keuschen zur Thatsache, und da jene Stelle 
ihres Unterleibes durch Würmer verfaulte, wurde ilir Leben 
und ihr Fleisch imter Schmerzen zu Gininde gerichtet Und 
zwar in solchem Grade, dass sie in dürre Knochen und Haut 
verwandelt wurde. Aber der Eifer jenes Gerechten schuf 
auch wieder Befreiung vom Fluche. Denn von der göttlichen 
Geissei gezüchtigt, empfand sie ebenso, wie sie zur Erkenntnis 



i damit nicht , wenn du etwa unglücklich endest, dein Blut .... 
2 ßp'jeiv — 



SE 



ABSTiLMMUNG, FAMILIE, KINDHEIT. 19 

ihres Fehltritts kam, auch ernste Reue. Nun seufzte sie 
bitterlich, indem sie sich zum Bekenntnis wendete, und kam 10 
in so hohem Grade zur Reue und zur Zerknirschung des 
Herzens, dass sie sicli öffentlicli vor der Thüre der Kirclie 
hinwarf, vor jedemaann die Sünde offenbarte und alle anflehte, 
sie mit Füssen zu treten, während sie sich eine entehrte 
Buhlerin und Ehebrecherin, eine Feindin Gottes und Schande 
der Menschen nannte. Und deshalb erregte sie jedermann zu 
Schonung, Thränen und Mitleid. Und da das ganze Volk 
[Aaoij] ein gemeinsames Fasten hielt, und von der Kirche 
eifriges Gebet stattfand, mit Beharrlichkeit, Thränen und 
Seufzen für sie, ^vurde vsie von der Plage geheilt. Und hier- 
nach war sie diu'ch tugendhaften Wandel und asketisches 
Leben so heilig, dass sie für jedermann ein Vorbild und ein 
Beweis des Gnaden- und Heilswegs wurde. Der gläubige 
Arsilius selbst aber fand infolge seines tugendhaften Wandels 
in so hohem Grade Gnade und freudige Zuversicht zu Gott, 
dass er durch seine Gebete Zeichen verrichtete, wie unser 
seliger Vater versichert und ohne Trug bezeugt hat. Als er 
a!)er über die Il)erer herrschte imd betreifs des seligen Petrus 
erfulir, dass er sich von der Welt zurückgezogen habe, in der 
heiligen Stadt wohne und sich dort der asketischen Lebens- 
weise des Mönchtums befleissige — wie denn durch Gottes 
VeiTuittelung ein Gerücht läuft * und Kunde bringt — sandte 
er ihm folgende Botschaft: 'Weil geschrieben steht'-: wohl 
dem Manne, der Samen in Zion hat und Kinder des Hauses 
in Jei'usalem — wie wir dich haben, so bitte ich dich, mein 
Sohn, für mich zu beten, damit ich durch deine Gebete Barm- 11 
herzigkeit finde.' Und weil viele Grosse der Erde, diese Ver- 
gnügxmgssüchtigen und Sorglosen, die Gewohnheit haben, sich 
Sänger und Sängerinnen, diese Nichtigkeiten der Welt, zu 
verschaflFen, um zum Vergnügen und zu vergänglicher Ergötzung 
zu singen, stellte er sich, wie der König David, Sänger heiliger 
Gesänge an, welche bei den Mahlzeiten und zu jeder Zeit die 
heiligen Woii:e Gottes sangen, so dass sein Palast sich in 
nichts von einer Kirche unterschied. 

Osduktia aber, die Grossmutter des seUgen Petinis von 



1 sich verbreitet — Vgl. Eusebius li. e. VI 19: tfj; ^i»5h-t<c oiaTpsyoO- 
OT,;. 2 wohl nicht in der Bibel — 



20 PETBÜS DEB IBEREB. 

väterlicher Seite, war in so hohem Grade heilig, dass nach 
ihrem Tode, als ii-gend ein Bollwerk gebaut wurde und infolge 
eines Erdbebens fortwährend einstürzte, der Einsturz sogleich 
aufhörte, sobald man ihren Körper brachte und dort wie den 
eines von den Heiligen beisetzte. 

Die selige Zu zo aber, welche den Seligen auferzogen hat, 
war eine solche Heihge, dass vsie, als er ein Kind war und 
bei ihr schlief, ihn viele Male mit Thränen benetzte, indem 
sie in der Nacht aufstand und in iberisclier Sprache Folgendes 
sagte: Herr Jesu, mein Gott und Schöpfer meines Lebens, 
erbarme dich meiner! Und als einst ein Erdbeben war und 
alles erschütterte, lief die Selige in ihrem Hause, welches acht 
Conchae* hatte, umher, ergriff eine jede von den Säulen und 
rief mit Freimut die AVorte: Herr, siehe, wie ich dir gedient 
habe, und schone mein und meiner Kinder! Und ihre Bitte 
liess nicht zu, dass ihr Haus irgend einen Schaden erlitt, ob- 
12 wohl dies Erdbeben damals viele zerstörte. Es war aber in 
jener Stadt ein Mann von den Vornehmen, ein Habsüchtiger 
und der gegen viele Unrecht beging. Und obwohl er \'iele 
Male von ihr getadelt wurde, wendete er sich doch nicht von 
seiner Habsucht. Auf ihr Gebet aber fiel plötzlich Feuer 
vom Himmel und verzehrte alle seine Felder, die schon der 
Ernte nahe waren. 

Ilire Tochter aber, Namens Ota, welche auch die Pflege- 
mutter des Seligen war, verbrachte alle ihre Tage in Heilig- 
keit, Fasten und Gebeten. 

Die Mutter unsers heiligen Vaters aber, Bakurduktia, 
blieb nach dem Tode ihres Gemahls AVitwe und übte, ohne 
sich dazu herbeizulassen einem zweiten Manne zu gehören, 
beständig Fasten und Beten. Da sie nun das Wohnen in der 
Stadt nicht ertrug, sondern vorzog, auf ihren Dörfern ein 
asketisches Leben zu führen, baute sie an jedem Orte ein 
Haus für die Fremden- Aufnalime '^ und ein Krankenhaus. Als 
der Selige von dieser hörte, dass sie kommen und ihn be- 
suchen wolle, floh er nach Cypeni, um ihr Angesicht niclit zu 
sehen. Und sie ihrerseits kam nun nicht, als sie dies erfuhr. 



^ Conchae: recesHus aliquot in modum liemicylindri , supeme, ut par 
est credere, in conchae speciem clausi [Du Gange, Const. clirist. III 50] 
2 ein 5evo8o)^erov — 



ABSTAMMUNG, FAMILIE, KINDHEIT. 21 

Er war aber auch, seitdem er das Mönchsgewand genommen 
hatte, durchaus abgeneigt, jemals einem von den Seinigen zu 
schreiben oder von jemand Briefe anzunehmen. Das hat er 
uns selbst viele Male erzählt. 

Da aus einer solchen heiligen Wurzel und von solchen 
heiligen Eltern der selige und heilige Petrus als eine Rose 
entsprosst und von so gottesfürchtigen Erziehern erzogen worden 
ist, wurde er gerechter Weise und in Übereinstimmung mit 
der Art seiner Erzeuger und Erzieher nach dem Worte der 
Schrift* ein auserwähltes Werkzeug, ein geehrtes, geheiligtes 
und das seinem Herrn nützlich ist und zu jedem guten Werke 
bereit, den Namen Christi zu tragen und den orthodoxen 
Glauben vor allen Menschen von seiner Jugend bis zu seinem 
letzten Atemzug zu verherrlichen und zu predigen, gleichzeitig 
ein Schüler und echter Nachahmer der Apostel zu bleiben, IS 
jederzeit ein Träger des Kreuzes Christi und voll vom heiligen 
Geiste. Und durch seine Gnade und Kraft gewann er viele 
für den Gehorsam Christi und des Evangeliums, indem er 
sich als Vorbild alles Guten und des tugendhaften Lebens 
hinstellte, nach der apostolischen Mahnung 2: im Wort, im 
Wandel, in der Liebe, im Glauben, in der Reinheit, und als 
eine leuchtende Säule des rechten Glaubens. Und durch seine 
heiligen Gebete wurde er für den ganzen Erdkreis eine Mauer, 
wie einstmals Noah, als die Arche in der letzten Züchtigungs- 
flut umhertrieb. 

Aber zu unternehmen, seine vielfachen und in Gott ge- 
gründeten Tugenden und evangelischen Sitten, welche auf jeder 
Stufe seines Alters in hervorragender Weise zur Erscheinung 
kamen und durch Gottes Gnade mit ihm noch wuchsen, ein- 
gehend zu beschreiben und das Unterfangen hinauszuführen, 
ist unsem schwachen und armen Worten unmöglich. Denn 
ich fürchte, dass ich, wenn ich auf der endlosen und un- 
ergründlichen Tiefet seiner Vollkommenheiten wandle, da ich 
nicht geübt, noch auch überhaupt imstande bin zu schwimmen, 
von dem Überschwang der Wogen der ilmi anhaftenden Güte 
verschlungen werde und versinke, und dass wegen meiner Un- 
bedeutendheit und Schwäche die Vortrefflichkeit Einbusse 
erleide. Im Weiteren jede von seinen Sitten und Gaben, 



1 Act. 9, 16. 2. Tim. 2, 21. 2 i. Tim. 4, 12. » Äßuaao« öSm — 



22 PETRUS DER IBERER. 

welche in verschiedenen Zeiten, Weisen und Thaten durch 
Gottes Gnade sich zeigten: im Asketen- und Naziräertum und, 
um mit dem Apostel zu reden % in Bedrückungen, in Nöten, 
in Bedrängnissen, in Verfolgimgen, in Mühen, in Fasten, in 
Nachtwaclien , in Kämpfen, in Schlägen, im Ringen bis aufs 
Blut nicht gegen die Sünde allein und nicht gegen Fleisch 
und Blut, sondern gegen Herrschaften 2 und Mächte ^ gegen 
14 die Herrscher-* dieser Finsternis, gegen die Geister der Bos- 
heit, in vielen Ei-A^'artungen •■», in der Kraft der Zeichen, 
"Wunder und Heilungen, in der Kraft des heiligen Geistes, 
durch die Waffen der Gerechtigkeit zur Rechten und zur 
Linken, in Ehre und Schande, in Lästenmgen und Lobes- 
erhebungen — denn er war wie ein Unbekannter nnd war 
bekannt, er war seinem Gott allein bekannt, wann es sich 
gehörte, dass er gekannt würde; er war wie tot dem Fleische 
nach, aber zu aller Zeit lebendig und feurig im Geist; \s'ie 
ein Armer, und er machte viele reich, indem er die Seelen 
und die Leiber mit der für jedes von ihnen angemessenen 
Nahrung nährte; wie einer, der nichts hat und doch alles 
innehat, nicht allein auf der Erde, sondern auch an Schätzen, 
die im Himmel sind; denn er besass Schätze, die dort nieder- 
gelegt waren, wo zu jeder Zeit sein Herz und Denken und 
sein Wandel war — — dies imd alles, was damit in Ver- 
bindung steht, was dui'ch die Gnade Christi, der in ihm 
wohnte, zur Anspornung und Erlösung vieler in erhabener 
Weise von ihm ausgeführt worden ist, übergehe ich, weil ich 
nicht imstande bin, es genau und nach der AVahrheit zu be- 
richten und erzählungsmässig zu schildern, und verweise die 
Liebhaber hiervon auf die Aussagen aller derer, welche vor 
alters Heilige gewesen sind, die sie von diesen viele Male ge- 
hört haben. Diesen, wie sie in den heiligen Büchern auf- 
geschrieben sind, rate ich uns nachzugehen und uns mit dem 
daraus sich ergebenden Wissen und Nutzen zu erfüllen. Denn 
aller Orten ist dies bekannt, und ob auch jemand nicht da- 
nach fragt, wird es von der göttlichen Gnade gepredigt. Und 
niemand möge gegenüber dem Erzählten ungläubig sein, sondern 



t 2. Cor. 6,4—10. Eph.6,12. Rom. 15, 19. 2 dpyai— 3 45ouö(ai — 
* xoaiAoxpdxope« — * Nach 2. Cor. 6, 4 : iv OTTojiovfj itoXX-J — wäre 

eher f^O\^ll tflfl^yi zu erwarten. 



*- -■" '■ 



mmgm 



GE18ELSCHAIT IN CONSTANTINOrEL. 23 

der Hörer möge vielmehr glauben, dass es hinter der Wahr- 
heit zurückbleibt. Denn welche Zeit oder Rede würde für 
uns genügen, genau das zu erzählen, was durch ihn und mit 16 
ihm die Gnade Christi gethan hat zur Erlösung, wie ich ge- 
sagt habe^ und zur Nachahmung für die, welche im Guten 
nacheifern wollten, andrerseits die vielen Thaten2 zur Auf- 
richtung und zum Bau und zur Befestigung des orthodoxen 
Glaubens und seiner katholischen Kirche, zu deren Ober- 
priester [Bischof] und Hirten er ihn eingesetzt hat! 

Nun mag wohl jemand^, wie es Anklagesüchtige ^ thun, 
sagen: Von sich selbst hat er solche Ehre genommen und sie 
geraubt! Keineswegs, sondern er empfing sie, da er von der 
Gnade, die oben ist, berufen wurde mit einer göttlichen und 
einem Wunder gleichenden Berufung, welche ich trotz meiner 
Eile nicht übergehen kann, sondern vielmehr so kurz als mög- 
lich berichten werde, indem ich die Erzählung ein wenig zu 
ihrem Anfang zurückführe. Denn wie der Erzvater Isaak, 
wurde auch er infolge einer Verheissung empfangen und ge- 
boren. Die Art und AVeise aber wollen wir, da die Ge- 
legenheit dazu passend ist'», in der Kürze erzählen. 

Als sein Vater Bosmarios von einem Landgut^ zurück- 
kehrte, um in die Stadt zu kommen, gelangte er zu dem in 
der Mitte liegenden Fluss, während dieser stark strömte und 
den Übergang" hinderte. Und als er gezwungen war, an seinem 
Ufer zu verweilen, und in Unruhe war, sah er einen Mann, 
der zu ihm sprach: Bosmarios, siehe, der Fluss ist für dich 
passierbar. So steh auf und setze über; und geh in dein Haus 
ein und erkenne dein Weib; und sie wird schwanger werden 
und dir einen Sohn gebären, welcher vor Gott und vor den 
Menschen geehrt sein wird. 

Nachdem er nun durch solche göttliche Gnade empfangen 
und geboren und aufgezogen war, wurde er, noch im Alter 
von zwölf Jahren, als Geisel zu dem gottesfürchtigen und christ- 16 



* in der Einleitung — ^ die überlieferte Lesart wäre zu erklären: 
•deren es damals viele gab.' Doch hatte das im Griechischen vorauszu- 
setzende TÄxe wohl eher die bei Späteren übliche Bedeutung von *daza 
noch.' 3 wörtlich: *und wie sollte nicht jemand . . ?' * ^iXey- 

xX^jiovs; — * ^v eöxaip(<f — 6 oder: einer Vorstadt [irpodiaTeiov]. 

* ^(o8oc — Der Verfasser dachte wohl an einen mittelst einer Furt zu 
bewerkstelligenden Übergang zu Wagen. 



24 PETKÜS DER IBEREB. 

liehen Tlieodosius dem Jüngeren, dem König der Römer, ge- 
schickt. Und da dieser viele Male unter Sendung von Boten 
dazu aufforderte, wird er von seinem Vater Bosmarios, welcher 
zu jener Zeit über das Land der Iberer herrschte, gesandt, 
indem dieser die Freundschaft der Römer als Christen höher 
schätzte, als die Unterstützung der gottlosen Perser. Er vird 
aber mit allem Gepränge und aller Ehre geschickt. Und als 
er zu dem seligen Theodosius kam und von ihm liebevoll auf- 
genommen und wie ein Sohn erzogen und geliebt wurde, und 
den Ernst in der Gottesfurcht und Liebe zu Christo sah am 
Könige* und der Königin Eudoxia^, seiner von gleichem Eifer 
beseelten GemahUn, und an den Männern und Frauen, die 
ihnen dienten, besonders an jenen Eunuchen, welche cubi- 
cularii [Kammerherren] heissen — denn alle Bewohner lebten 
im Palast wie in einem Kloster 3, in Gebeten und Fasten und 
Diensten bei Nacht und bei Tag und in den andern Übungen, 
welche Gott versöhnen — entbrannte er von Eifer. Und hatte 
er von Haus aus schon von seinen Eltern her Liebe zu Gott, 
wie einen Feuerfunken, so brachte er diese durch Steigerung 
und Askese von Tag zu Tag sorgfältig zum Wachsen, bis er 
sich zu einer grossen Flamme und zu einem vollkommenen 
Brand himmhscher Güte gemacht hatte, indem er innen auf 
seinem Körper ein härenes Gewand trug, äusserlich aber, um 
seine Tugend zu verbergen, in ein glänzendes und leuchtendes 
Gewand gekleidet war. Seine Speise war die, welche Daniel 
und seine Freunde hatten*, und diese nahm er in geringem 
17 Masse mid nur einmal in drei oder vier Tagen, zuweilen aber 
auch nur einmal während einer Woche. Zur Unterdrückung des 
Fleisches und seiner ungeordneten Freuden •'> liebt er die Züch- 
tigung [Geisselung]. Als Lagerstätte aber diente dem jungen 
und zarten König die Erde [der Fussboden]. Als er sich aber 
so führte und sich von jeder Befleckung des Fleisches und 
des Geistes rein hielt und an Alter zunahm, wurde er ein 



1 Du Cange , bist. Byzant. I. p. 70 : Aelia Pulcheria . . . cum esset 
annis maturior et praeclaris animi exomata dotibus, fratris [Theodosii] et 
sororum ita curam suscepit, ut virtutibus ei ac pietate ab ea informati 
nibil fere a monachis differrent. * Sonst findet sieb durcbweg die 

Schreibung Eudokia. ' Socrates b. e. VII 22: o6x dXXoi6Tepa hi 

doxT)T7)p(o'j xaT^aT7]ae tgI ßaoCXeioi. < Dan. 1, 12 [a7cip[j.aTa — &5aip]. 

6 gaudia, exsultationes. 



GEISELSCHAFT IN CONSTANTINOPEL. 25 

Tempel Gottes und voll vom heiligen Geiste. Und zwar in 
so hohem Grade, dass durch die göttUche Gnade, während 
er noch Knabe war, viele Heilungen und Zeichen und grosse 
Machtthaten selbst im Palaste durch ihn vollbracht ^vurden. 
Und um bei den Hörern nicht gänzlich Anstoss zu erregen, 
will ich unter Übergebung des Übrigen eins von ihnen an- 
führen, welches genügt, alle zu bekräftigen. Er hatte nämlich 
Gebeine heiliger Märtyrer, die ihrer Nationalität nach Perser 
waren und in Wirklichkeit in jenen Zeiten den Märtyrertod 
erlitten hatten, deren Namen wir auch noch aus der Über- 
lieferung des Seligen und dem Verkehr mit ihm nennen, deren 
Gedächtnisfeiern wir veranstalten und deren Martyrien wir 
lesen. Diese hatte er mit allen Elu-en in eben dem Gemach ^ 
in welchem er seine frommen Übungen anstellte, in einen 
Schrein gelegt. Und dort schlief er vor ihnen auf der Erde 
und vollbrachte die göttlichen Dienste mit Lichtern und "Wohl- 
gerüchen und mit Hymnen und Gebeten. Und wenn er ihnen 
alle Ehre und Erfreuung darbrachte, sah er sie deutlich viele 18 
Male, wie sie mit ihm sangen und wachten und beteten. Einst 
nun, als das heilige Epiphaniasfest gekommen war, an welchem 
die Sitte von allen Senatoren erfordert, den König und sich 
unter einander zu besuchen, schloss er selbst sich in das 
Gemach der Märtyrer ein imd bereitete mit eigenen Händen 
allen Schmuck jenes Bethauses, indem er die Wände und die 
Decke reinigte, den Boden aber fegte und wusch. Im An- 
schluss hieran wusch er dann viele Lampen^, wischte sie sorg- 
fältig ab und hängte sie auf. Und er schickte zu seinem 
Küchenmeister 3 und befahl, dass man ihm für den Brand 
der Lampen Ol bringen solle. Da dieser aber darüber un- 
willig war, dass er nicht an den weltlichen Dingen Gefallen 
fand, und ihn wie die übrigen Grossen zu sehen wünschte, 
mehr aber noch deshalb, weil er vom Teufel selbst angetrieben 
wurde, wendete er sich zum Zorn, indem er sprach: die 
gewaltigen Hoffnungen, die sowohl von seinem Lande, als von 
uns in ihn gesetzt werden, der, während er zu Ehre und könig- 
lichem Glänze von ihnen zu den Römern gesandt wnirde, ein 
Mönch werden und uns alle, die wir mit ihm verbunden sind, 



1 xoiTc&v cubiculura, hier in erweiterter Bedeatung=sconclave. * can- 
dela = lucema olearia [Du Gange]. » xeXXapitt); — 



26 PETBüS DER IBEIiER. 

unglücklicli maclien will! Und er weigerte sieb Ol zu schicken. 
Als aber der beilige Knabe und Pbilosopb die Wirksamkeit 
des bösen Feindes wabrnabm, zeigte er evangelische Gew^iss- 
heit in Friedlichkeit und Langmut schon in solchem Lebens- 
alter und wendete seinen Unwillen zum Gebet. Und von 
Glauben und Geist glühend und die Gebete dieser Heiligen 
anrufend, stellte er, als der Abend der Vigilie selbst ge- 

19 kommen war, alle Lampen nur mit Wasser ohne Ol auf und 
zündete sie an. Und diese blieben während der sieben Tage 
des heiligen Festes ohne Unterbrechung bei Nacht und bei 
Tage brennen. ^ Als dies der König und alle Seinigen und 
der Senat höi-ten, verursachte es allen Staunen, so dass viele 
zu dem Verlangen danach kamen, seinen Wandel und sein 
asketisches Leben nachzuahmen. Und es versammelte sich 
eine beträchtliche Anzahr solcher, w^elche mit ihm Askese 

. übten und ihm im Eifer gleichkamen, bei ihm. Und so sah 
er denn an einem Tage, als er zwischen ihnen stand und mit 
ihnen das zu ihrer Erlösung Dienliche redete, plötzlich unsem 
Herrn im Gewände eines Naziräers^ [Mönchs] unter ihnen 
stehen. Und er fiel nieder, betete ihn an und umfasste seine 
Füsse, während niemand ihn sah, als er allein, indem er mit 
Weinen und Thränen ausrief: Mein Herr und mein Gott! Er 
hatte aber geglaubt, dass auch die andern ihn sähen. Diese 
aber sahen ihn nicht, sondern er sah allein, so dass alle, 
welche bei ihm waren, in grossem Staunen imd in Furcht und 
in Zittern, nachdem sie das göttliche Gesicht, welches er ge- 
sehen, erkannt hatten, ihren göttlichen Eifer und ihre Liebe 
noch vermehrten. Deshalb entsagte auch eine Menge von 
ihnen der Welt und nahm das Mönchsgew^and , nachdem er 
Mönch geworden w^ar, deren Namen er uns auch sagte, imd 
unter denen auch der Gott tragende Mönch Theodotus und 
seine Brüder, Proklus und Sophronius, waren: Männer von an- 

20 gesehener Stellung als Baumeister und Verwalter des könig- 
lichen Vermögens. Aber dies überaus Wenige von der Menge 
der Gaben des Seligen während seiner Knabenzeit und seines 
Aufenthalts im Palast haben wir im Vorbeigehen erzählt. 



^ Vgl. Eusebius h. e. VI 9, wo berichtet wird, dass Wasser eC« 
iXaCou iroiÖTTjxa verwandelt worden sei. An eine Verwandlung ist hier 
nicht zu denken. 2 Vgl. n*^t3 



^SSSSSSSmm 



FLUCHT NACH JERL'SATiKM. 27 

Als er al)er an Alter und geistlicher Liehe zunahm und 
beständig und täglich die Güte des göttlichen Feuers ver- 
mehrte ^ und sich Wallfahrten [nach Jerusalem] vornahm2, nach 
dem Worte Davids, des Sängers heiliger Gesänge, und ein 
Licht mit dem andern vertauschte, welches höher und offen- 
barer war, wünschte er dringend, sich von der Welt und ihrer 
Nichtigkeit zurückzuziehen und zu jener ersten von den Tugenden, 
dem Pilgertum, zu eilen. Aber obwohl er viele Male zu fliehen 
versuchte, konnte er es nicht ausführen, da der Teufel und 
Dämonen es erfidiren.^ Und seine Hausgenossen, ich meine 
seine Sklaven, jene Speerträger [Trabanten] S die ilm umher- 
trugen, gingen aus Hass gegen ihn in ihrem Zorn so w^eit, 
dass sie viele Male ihn heimlich zu töten suchten. Und wenn 
nicht der Schutz des Herrn allein es gehindert hätte, so hätten 
sie ihren frechen Anschlag sicher ausgefühi't. Aber dies war 
nicht das Einzige, was ihm im Wege stand, sondern auch der 
gottesfürchtige König Theodosius, besorgt, ihn als Geisel zu 
bewahren, und dass er vielleicht, wenn er ihm von jenem Volke 
abgefordert würde, und er ihn nicht so zurückgeben könnte, 
viie er ihn empfangen hatte, sie zu Feinden und Bekämpfern 
an Stelle von Freunden und Helfern machen würde, rief ihn 
zu sich, bedrohte ihn deswegen und hielt ihn in starker Be- 
wachung, damit er nicht heimlich die Flucht ergriffe. Aber 21 
nichts ist stärker, als die Kraft Chi'isti, und nichts heisser, 
als die Liebe derer, welche ihn aufrichtig lieben. Der, welcher 
ihn von seiner Kindheit an, wie den Samuel, geliebt und wie 
Israel und Joseph geweidet hat, führte und behütete so auch 
ihn wie ein Schaf, da er^ sein löbliches Verlangen betrefls 
des Mönchsgewandes durch starke Hand und erhobenen Arm^, 
durch Zeichen und Wunder zur Verwirklichung brachte — 
wie er einstmals Israel von der Tyrannei der Ägypter geraubt 
und in das verheissene Land eingeführt hat, das von Milch 
und Honig floss — indem er ihm zu Fluchthelfern, Führern, 
Wächtern und Begleitern die heiligen Märtyrer gab, welche 
schön von ihm erfreut wurden. Denn so oft die Liebe zur 



» nach B. 2 Ps. 83(84), 6: dvaßdaei; 4v t^ xapo(a a'jToO oi^^exo. 

Die Übersetzung von nftp'a durch dvaßdaei; [LXX] ist ungenau, und 
nfeop selbst im Zusammenhange der Stelle unverständlich. 3 Einfacher 
B: es kund thaten. * oopu<p6poi — * Relativuni: 5;. 6 Vgl. 

z. B. Deut. 11, 2. 



28 PETRUS DEK IBERER, 

Flucht aus der Welt ihn entzündete, hinderten ihn Dämonen 
und Menschen, deren Helfershelfer, daran, indem sie wachsam 
und mit Aufmerksamkeit sein Eingehen und Ausgehen, seine 
EntSchliessungen und Gedanken beobachteten. Als er nun 
den fand, welcher ihm von Gott gegeben wurde, den seligen 
Johannes* den Eunuchen, der seine Sinnesart und seinen 
Eifer teilte und ihm in dem Verlangen nach dem ewigen 
Leben gleich und ein Gehilfe auf dem dahin führenden Wege 
war, seiner Abstammung nach vom Lande der Laodiceer und 
mit aller Gottesfurcht und Demut, mit Sittsamkeit und Glauben 
und Sanftmut geschmückt — nahm er diesen mit sich, ver- 
einigte und verband ihn mit sich durch das Band der Liebe, 
22 wie Paulus den Barnabas, und gebrauchte ihn als Ratgeber 
und Begleiter auf der Befreiungsflucht Und da er wusste, 
dass es durch die Wirksamkeit der Dämonen geschah, dass 
ihre Gedanken nicht verborgen blieben, sondern von ihnen 
wahrgenommen und offenbart AMirden, führte er Johannes zu 
jenem Schrein, in welchem die Gebeine der heiligen Märtyrer 
niedergelegt waren. Und während sie beide ihre Köpfe über 
diese Gebeine hineinbrachten und dort mit einander redeten^ 
trafen sie so eine Verabredung über die Zeit und Art der 
Flucht. Und nun wusste es niemand und niemand machte es 
kund, weder Dämonen, noch Menschen, bis ihr Vornehmen 
zur Verwirklichung gekommen war, indem die heiligen Mär- 
tyrer selbst in der tiefen Nacht S zwischen solchen Wacht- 
posten, in der so grossen und so beschaffenen ^ königlichen 
Residenz sie führten 3, welche zugleich ihre Herzen mit grossem 
Mut und mit Kraft erfüllten. Denn sie sahen sie, wie ich 
viele Male gehört habe, da der Selige selbst es seinen Freunden, 
die auch von solchen Erzählungen Gewinn haben konnten ^ 
erzäMte — welch ein Wunder! — wie eine Wolke oder Feuer- 



* Randbemerkung: Dieser Johannes hat den seligen Petrus 
aus der Taufe gehoben. 



1 vuS &xaipo; nox intempesta = die tiefe, totenstille Nacht, die nicht 
durch Handlungen der Menschen in Zeitabschnitte eingeteilt ist. Der 

Ausdruck f<ls:i^ f^:i r۟\ findet sich auch dreimal in Zacharias* 
Severus-Biographie [fol. 121a 2. 12461. 1276 1]. * xoöa'ixT] xal xotautTj — 

' In dieser Bedeutung ist .inTi auch 99, 6 gebraucht. * des Vor- 

teils solcher Erzählungen teilhaftig wurden — 



MiBUkAi 



FLUCHT NACH JERUSALEM. 29 

Säule in der Finsternis als ihre Führer vor sich hergehen. 
Sie erhoben Lobpreis und sangen mit einem gewissen Gleich- 
klang > nach einer dazu passenden, lieblichen Melodie folgenden 
göttlichen Hymnus, dessen Worte ich auch wiedergebe. Es 
sind folgende: *Suche Christum und schaue das Licht vom 
Lichte und die imbegreifliche Herrlichkeit. Und denen, die 
ihn suchen, ist er ein Vergelter'. Der Selige erinnerte sich 
aber auch der Melodie des Hymnus selbst. Und die heiligen 23 
Märtyrer hörten, vor ihnen hergehend und sie führend, nicht 
auf öffentlich so zu singen, bis sie zum Hafen kamen. Und 
da sie wussten, dass sie nimmehr in Sicherheit waren, suchten 
sie vertrauensvoll ein Schiff, und als sie dui-ch die Hilfe und 
Unterstützung der Märtyrer es gefunden hatten, bestiegen sie 
es sogleich. Da sie aber fürchteten, dass sie vielleicht ge- 
fangen würden, wenn man sie verfolgte, oder wenn sie an 
diesem Ort, der *die Enge' 2 heisst, erkannt wnirden — denn 
die Thore und Häfen der Stadt wurden auch wirklich nach 
ihrem "Weggange drei Tage lang bewacht, um nach ihnen zu 
suchen — zogen sie ein anderes, armseliges und für Sklaven 
passendes Gewand an. Und durch den Schutz Gottes, der 
mit ihnen ging und sie führte, war es ihnen mögUch, der Er- 
kennung durch die zu entgehen, welche in 2revu sassen und 
nach ihnen fahndeten. Und nun verliessen sie dort das Fahr- 
zeug und gingen zu Fuss. Durch das Festland 3 [Asien] nun 
machten sie beide ihre Reise allein mit den heiligen Märtyrern, 
welche ihre Beschützer und Begleiter waren, indem sie, wie 
der grosse-» Moses die Lade Gottes mit den Cheruben, ihre 
geehrten Gebeine in einem golduen Kästchen trugen. Sie 
führten aber ausserdem nur noch die kleine Schrift des Evan- 
gelisten Johaimes bei sich, in die ein Teil vom Holze des 



> iv 6{JL0cp(uv(a Tiv{ — 2 Xxevöv [it6pO(jiov StevoG, Xtevov ii6pov, 

Tä Stevi ToO Boaröpou] appellarunt primum Graeci totum istud fretum, 
quod Byzantium inter et Pontum interjacet . . . atque inde 2t£v6v pro 
ipso Steni littore interdum usurpatum legimus. Hinc etiam monasteria 
et aedifioia aliquot legimus aedificata 4v XTev«]) . . . Proinde Europaeanum 
illnd littus a capite Portus Ceratini ... ad ostia Ponti Euxini Stenum 
dictum fuit [Du Gange, Constantiiiopolis christiana üb. IV. p. 10]. Unser 
Verfasser scheint die Bezeichnung 2Tev6v nicht auf das europäische Ufer 
zu beschränken. • y^ "^ireipo^ — Vgl. Herod. 1, 96: dvA ttjv ^iztipo'v 

■«in Asien. Pseudokallisth. cp. 31: ßouXoji^vTj« aurf^s SieXdeiv et; Tifjv 
^Tceipov [nach Asien]. * Eusebius h. e. 12: 6 {J^^ya; Ma>uo^(. 



30 PE'J'RUS DER IBERER. 

heiligen, geehrten und heilbringenden Kreuzes eingefügt war, 
durch welchen sie behütet wurden, und durch den unser Herr 
Tiele Zeichen und nicht wenig Machtthaten wii'kteS indem er 
eine milde Kraft zu ihrer Stärkung imd Tröstung darein legte. 

24 Denn jener Teil vom Kreuze liess auf der Reise fortwährend 
eine ganze Woche lang reichlich Ol fliessen, und zwar in solchem 
Grade, dass sie es mit ihren Händen nahmen und ihr An- 
gesicht und ihre Kön3er damit salbten, imd darnach doch noch 
im Uberfluss sich Ol ergoss. Und das ist also jenes Freudenöl, 
wie es der Prophet 2 nennt, eine Gnaden^virkung und Kraft- 
äusseiimg des heiligen Geistes, der sich freute und jauchzte * 
über die [Anziehungs-]Kraft des Kreuzes, welches zu tragen 
imd dem gekreuzigten Gotte mit Freudigkeit anzuhangen jene 
Heiligen ausgezogen waren, indem er ihre Freudigkeit durch 
solche Wunder 4 noch vermehrte und aufrecht erhielt. Eben 
dieser zeigte auch durch die heiligen Märtyrer ihre Ankunft 
an. Denn als sie des Wegs gingen und durch Länder, Städte 
und Dörfer zogen und den Bewohnern der Länder und denen, 
die mit ihnen wanderten, durchaus unbekannt waren, fanden 
sie in einer Menge von Orten ausserhalb der Thore und Ein- 
gänge Schaaren von Kindern, Männern und Frauen mit Zweigen 
und Lichtern, sintemal sie zum Em])fang von Märtyrern aus- 
gegangen waren, ausserhi^lb der Mauern sassen und die An- 
kommenden fragten: Wo sind sie und wer sind die, welche 
Gebeine heiliger Märtyrer mit sich führen? Sie erzählten 
nämlich, dass am gestrigen Tage Leute von ihnen die Bot- 
schaft gebracht und aufgefordert hätt(;n: Lasst uns ihnen ent- 
gegengehn! Und so ghigen sie denn in grosser Verwunderung 
zwar über des Herrn Fürsorge für sie, doch in wachsender 
Freudigkeit und Herz(?nsfestigkeit leicht und ohne Mühe, mit 

25 Mut und Freude, da sie ja von einer solchen Hand beschützt 
wurden. 

Einer aber von denen, welche nageSgoi^ heissen, ein Mann 
von angesehener Stellung, holte sie auf dem Wege ein, und 
da er sie für entlaufene Sklaven hielt und sie in seinen Dienst 

1 wörtlich: zeigte — 2 Jeg. 61, 3: dXeiajjia ejcppoauvrj? — 3 Das 
Subject der Freude kann nur ein persönlich gedachtes Wesen sein, also 
der heilige Geist. * wie den Olfluss — * ?:dpeopo; assessor: qui 

tributa peraequat vel iniponit. Assidere est: censum describere, taxare, 
imponere, peraequare [Du Cange]. 



FLUCHT NACH JERUSALEM. 31 

und in seine Unterthänigkeit zu nehmen beabsichtigte, befahl 
er ihnen mit ihm zu gehen, indem er durch Furcht und 
Drohung ihren Sinn erregte. Sie aber folgten ihm auf dem 
Fusse. Denn was hätten sie, die wie fremde Sklaven und 
Gefangene geführt wurden, anders thun sollen, als ihre Augen 
nach oben zum Herrn erheben und in ihrem Herzen zu ihren 
Beschützern, den heiligen Märtyrern, schreien und rufen! Und 
diese wendeten sich noch in derselben Nacht mit vielen Vor- 
würfen gegen den Mann, indem sie ihm und seinem ganzen 
Hause völligen Untergang androhten, wenn er die Knaben 
nicht in Frieden ziehen liesse, als Menschen Gottes und die 
zu ilmi ihre Zuflucht nähmen und zu iimi eilten. Als sie ihn 
nun dazu gestimmt hatten, sie in Ehren zu entlassen, kam er 
sogleich — denn er war auch in Furcht und Zittern — am 
Morgen zuvor, fiel vor ihnen auf sein Angesicht und ent- 
schuldigte sich bei ihnen. Und er bat sie dringend, an seinem 
Orte zu bleiben, indem er ihnen ein Kloster zu bauen, für 
dasselbe genügende Einkünfte zu stiften und ihnen jede Er- 
freuung zu gewähren versprach. Denn der Mann war reich 
an jenem Orte. Da sie sich aber von ihm nicht überreden 
liessen, entliess er sie mit vielen Ehren und Erfreuungen wie 
Herren und Helfer, derselbe, der vorher ihr Herr zu werden 
beabsichtigt hatte. Als sie imn so auf ehrenvolle und wunder- 
bare Weise entlassen waren und in sich die herzliche Liebe 26 
zu unserm Herrn und das Vertrauen auf die heiligen Märtyrer 
vermehrten und auf jedem Wege und an jedem Ort sich 
solcher Fürsorge, solchen Schutzes und solcher Führimgen 
Gottes erfreuten, dass auf sie das AVort Moses' Anwendung 
fand:* *Wie ein Adler, der sein Nest beschützt und seine 
Jungen liebt, breitet er seine Flügel aus und nimmt sie auf 
sich und trägt sie auf der Kraft seiner Flügel: der Herr 
allein führte sie, und kein fremder Gott war mit ihnen; er 
umgab sie imd erzog sie und behütete sie wie seinen Aug- 
apfel, er machte sie genügend 2 auf dem Wege, er führte sie 
hinauf und Hess sie wohnen in der Kraft des heihgen Landes' 
— legten sie in Freude zugleich und Frohlocken, als wäre es 
ein kleiner Weg, die Reise von Neu-Rom bis Jerusalem zurück — 



1 Deuteron. 32, 11. 12. 10^ 10*. 13'. 2 LXX: aötdpxT.oev. Der 

Urtext: 'er fand ihn'. Die Übersetzung der LXX setzt das Hiphil voraus. 



32 PETBUS DER IBERER. 

während sie zu jeder Stunde für einen Fremdling den andern 
eintauschten und Unbekannte * für Unbekannte — infolge der 
Liebe, die in ihnen brannte, indem diese zu jeder Stunde sie 
heimlich 2 über die Schwäche von der Wanderung tröstete. 
Als sie aber in der Nähe der heiligen Stadt Jerusalem waren, 
die sie liebten, und von einer ihr gegenüber gelegenen, fünf 
Stadien entfernten Höhe wie Sonnenaufgang glänzen sahen 
das hohe Dach der lieiligen und verehiningswürdigen Kirchen, 
der des lieilbringenden und anbetungswürdigen Kreuzes, der 
heiligen Auferstehung, ferner auch der anbetungswürdigen 
Himmelfahrt auf dem ihr gegenüber liegenden Berge, riefen 
sie laut, indem sie jenes Prophetenwort erfüllten: Siehe, da 
27 ist Zion, die Stadt unsrer Erlösung; deine Augen werden 
Jerusalem sehen 3 — und liessen nach ihrer Kraft Preis und 
Danksagung zu Christo aufsteigen, den sie liebten und der 
sie berufen und ausgefülu't und geleitet und errettet hat, und 
nachdem sie sich auf ihr Angesicht geworfen hatten, liessen 
sie in der Fülle der in ihnen entzündeten Liebe nicht ab, auf 
jener Höhe anzubeten und auf ihren Knieen zu rutschen und 
häufig mit ihren Lippen und Augen jenen heiligen Boden zu 
begrüssen, bis sie innerhalb der heiligen Mauern waren und 
die Basis des geehrten Kreuzes selbst — ich meine das heilige 
Golgatha — und der heiligen Auferstehungskirche umarmten, 
indem sie zugleich sahen ^ und weinten und priesen und 
rülmiten und frohlockten, als Leute, welche schon Jesu be- 
gegnet sind, den sie liebten, und mit ihm nun im Himmel 
wohnen. Und um mich kurz zu fassen, führe ich, indem ich 
vieles übergehe, nui* noch dies an: Gott, der sie behütet und 
errettet hat, führte sie, da sie Fremdlinge und an diesen 
heiligen Stätten unerfahren waren, selbst zu guten Fremden- 
wdrten, Lehrern und Förderern ihres heiligen Verlangens, indem 
er ihnen im voraus eine gute Gastfreundin besorgte, ich meine 



1 wörtlich : Nichtkennendc — - die Lesart mit .11^^ [B] lässt 

sich zwar — als wörtliche Übersetzung von Ix'Kt'lt TrapajjLuOojaevo? — 
erklären, doch erregt sie mir sowohl wegen ilircr Incongruenz mit dem 
vorauszusetzenden griechischen Ausdruck, als auch wegen des ganzen 
Charakters unsrer Übersetzung liedenken. Ich würde — worauf A führt — 

«ni*i\^y| vorziehen. 3 Jes. 33, 20. * Statt «^Vu läge »^Tm [sich 

freuten] nahe, doch ist auch »^Vm begreiflich. 



LEBEN IK JERUSALEM. 33 

ilieseligeMela nie, jene Römerin, diß samt ihrem MaimPiiiianus 
und ihrer Mutter Alb ina [dort wohnte]' — sie, welche im Senate 
von Rom deu ersten Rang eimiahmeu^ und hohe Abkunft, Reich- 
tum, Ehre und allen Glanz der ülirigen Dinge besassen, so 
dass sie selbst am königlichen GescMecht teilhatten, aber, da 
sie Christum mit wahrer Liebe liebten und ihn mehr als alles 
Andre ehrten und sich jenen Reichtum sammelten, der Bestand 2 
bat und fortwährend bleibt, anstatt dessen, der vorübergeht 
und weggeschleppt wird und zu Grunde geht und zu Grmide 
richtet, und all dies verachteten, sich an ihn anschlössen und 
vollkommen der "Welt entsagten, indem sie den grössten Teil 
ihres Besitzes, soweit es sich leicht thuii lies», unter die Armen 
und Bedürftigen überall im Reiche der Römer und auch in 
den heiligen Häusern [Kii'cben] und in den Klöstern verteilten, 
alles Übrige aber verliessen und wie Wegwurf achteten*, sich 
liebevoll mit dem Kreuze unsers Herrn umgürteten und zu 
seiner Anbetung in die heilige Stadt gingen. Als sie nun in 
diese gekommen waren und den dortigen Aufenthalt lieb ge- 
wonnen hatten, errichteten sie zwei grosse, viele Menschen 
fassende Klöster auf dem heiligen Ülberg nahe bei der 
heiligen Himmelfahrtskirche . eiu Mäiuier- und ein Frauenkloster, 
und wai-fen für beide Einkünfte aus, zum Preise und Lobe 
Gottes und zur Aufnahme und zur Erlösung vieler Seelen, 
derer, welche wegen ilirer Erlösung dorthin kamen. Und still 
in ihnen wohnend, kämpften sie in aller Aakeae und Ruhe, 
Enthaltsamkeit A und Demut den schönen Kampf, indem sie 
sich selbst im Gewand als arm darstellten. Denn selbst 
aus [geflochtenen) Heid'aaeni bestand ihre Kleidung — eine 
niedrige und verachtete Kleidung. Uud unter gewissenhaftem 
Festhalten^ an dem verordneten Joche der Kreuzigung mA 
Christo verschafften sie sich durch ihrer Hände Arbeit täghch 
den Unterhalt füi- die Schwäche' des Körpers, sofern Pinianns 
auf seinen Schultern von fem her aus der Wüste Hok trug 
und, ohne sich zu schämen, auf dem Markte verkaufte, die 

< du Prädicat fehlt ' unter deo Seaatoreafamilien — 'So 

heiMt ei aacb ia Zacharias' .Severus-Vita [fol. lila 2]: i^AkLal 
.(^oeo f^ftusg «oa.-ufliiicti.&r^.l f^XcLai 'Phil.3.8. 9 im 
Xaziräertum — « cpuXaaooyTt; |v^l, v6|j.o'j; '^u'.äosjiv] ' diese wird 

dem Körptr wegen seiner Bedürftigkeit btigelcgt. 



34 PETBTJS DEB IBEREB. 

29 Selige aber sich mit der Bearbeitung von Wolle abmühte und 
hierdurch den geringen Bedarf ihres Unterhalts deckte, das 
Übrigbleibende aber unter die Bedürftigen verteilte.* 

Als diese nun von der Ankunft der heiligen Knaben 
Petrus und Johannes in Jerusalem hörte — damals aber 
Wessen sie noch nach den Sprachen ihrer Länder Nab am ugios 
und Mithradates — und erfuhr, wer und woher sie wären, 
nahm sie sie mit Freuden auf. Denn sie erinnerte sich auch, 
dass sie, als sie einst nach der Residenz Constantins ge- 
kommen war 2, dort den seligen Petrus gesehen hatte, als er 
noch als ein junger Knabe königlich auferzogen wurda Und 
sie hatte ihn sehr liebgewonnen, weil sie sah, dass die Gnade 
Christi von seiner Jugend an auf ihm ruhte. Denn er war, 
wie ich gesagt habe, von seiner Kindheit an gottgeliebt. Die 
Veranlassung aber davon, dass die selige Melanie in die könig- 
liche Residenz kam, war folgende: Als zum gottesfürchtigen 
König Theodosius einer von den Vornehmen Roms kam, 
welcher vom KönigValentinian^ gesandt worden war, um ihm 
die Tochter* des seligen Theodosius zu verloben — dieser 
war aber ein Geschleclitsgenosse der seligen Melanie und hatte 
noch nicht an der Gnade der Christen Anteil und begehrte 
sehr, die selige Melanie zu sehen, mit dem Versprechen, Christ 
zu werden, wenn er mit ihr zusammenträfe und von ihr das 
Wort der Erlösung hörte — schickte der Christusliebende 

30 König, wie ich gesagt habe, und bat die Selige, wegen der 
Rettung einer Seele in die königliche Residenz zu kommen. 
Nachdem sie nun gekommen war und durch die in ihr wohnende 
göttliche Gnade jenen gläubig und zu einem vollkommenen 
Christen gemacht, viele andere erbaut und zu einem gött- 
hohen, dem ihrigen gleichenden Wandel entflammt und das 
Verlangen des seligen Petrus, ihr naclizueifern, mehr geweckt 



» Nach Stadler [vollst. Heiligenlexicon] war M. um 382 geboren. Ihr 
Vater hiess Publicola. Nach mehrjährigem Aufenthalt in Tagaste in 
Afrika zog sie 417 nach Jerusalem, wo sie 439 starb. 2 in^ Jalire 424 — 
5 Genauer wäre: 'im Interesse Valentinians', da dieser erst 419 geboren, 
übrigens auch noch nicht König war. Letzteres wurde er 425. * Licinia 
Eudocia nascitur Constantinopoli anno 422 et biennio post Valentiniano 
Caesari, Constantii ex Galla Placidia filio, pacta est, quam ille demum 
Imperator factus uxorem duxit Constantinopoli anno 437 (Du Gange, bist, 
Byz. I. p. 70]. 



LEBEN IN JEHCKAI.EM. 35 

hatte, kehrte sie wieder io die heilige Stadt zurück um! nahm 
ihre frühere Lebensweise und Askese wieder aut'. 

Weil aber auch noch eine andere Melanie von den Vor- 
nehmen der Römer in Jemsalem war, welche ehenfalla der 
Welt entsagt und das Gewand genonimen hatte, so ist die 
Nachricht am Orte, dass diese die frühere war, die aber, 
welche die Heiligen aufnahm, die spätere. 

Es wai' aber vor diesen beiden noch eine andere, durch 
Abkunft und Reichtum berühmte, sehr ehrbare und gottes- 
fürcbtige Prau, mit Namen Pomnia [Poeraenia], die es liebte, 
an den heiligen und anbetungswürdigen Orten zu wohnen, deren 
Wandel und Liebe die Genannten nacheiferten, welche auch 
die Kirche der heiligen Himmelfahrt gebaut und mit Ge- 
bäuden umgeben und den Götzen auf dem Berge, Namens 
Garizim, in Samaria, der noch stand luid bis zu jener Zeit 
Ton den Bewohueni jener Gegenil angebetet wurde, um- 
gestürzt hat. 

Die genannte spätere jüngere] Melanie also, die Gemahlin 
des Pinianus und Tochter der Albina, war die, welche jene 
Heiligen mit Freude, wie geliebte Söhne, aufnahm. Denn als 
sie bei ilu- Aufnahme gefunden hatten, wurden sie dort, in 
jenem Männerkloster, auch als Vorbilder asketischen Lebens 
geehrt. Zugleich aber wurden sie auch von heiligen Händen 31 
des Gewandes des MöncLtums gewürdigt', von dem heiligen 
und berühmten Gerontius, welcher Presbyter [Priester] und 
Klostervorsteher auf dem heiügen Ölberg war^. Denn auch 
dieser Gerontius, der einen weitverbreiteten Ruf geniesst und 
aus Jerusalem stammte, bezog, als er noch Knabe war, den 
Bedarf seines Unterhalts von der heiligen Melanie und ihrem 
Manne. Und als er bei ihnen in heihger Weise erzogen 
wurde und Gott wohlgefällig war, schien er ihnen würdig, 
auch an dem heiligen Gewände des Mönchtiuns teil zu haben, 
sintemal sowohl sein Wandel, als seine Sinnesart dem ent- 
sprach. So nahmen sie ihn denn beide allein, führten ihn 
snim heiligen Grabe unsers Erlösers, legten das zum Gewand 
Erforderliche auf den heiligen Felsen und bekleideten ihn wie 

• d. b. lie empfingen das Gewand, ' AcU SS. Boll. II 688: 

Gerontias autem . . cuni qusdragintu ([uiiinue annoB praefuiasel B. Melaoae 
monaitrrii» . . . 



36 PETHÜS I)EK IBERER. 

mit den Händen unsevs Herrn, nachdem sie gebeten hatten, doss 
ihm mit dem heiligen Gewand diese drei Gaben: rechter 
Glaube, Heiligkeit und Thränen — verliehen werden möchten. 
Und er wurde dieser drei Stücke und besonders der Gnade der 
Thränen in solchem Masse gewürdigt', dass er, ak er zum 
Presbyter und zugleich zum Klostcirvorsteher auf dem heiligen 
Olberg und in den auf ihm liegenden Congregationen ein- 
gesetzt wui'de, viele Male an einem Tage der Woche drei 
gottesdienstliche Versammlungen abhielt, besonders am heiligen 
Sonntag, — auf dem heiligen Berge eine, in jenem Männer- 
kloster eine und eine dritte in jenem Frauenkloster. Denn an 
den übrigen Tagen hielt er täglich Privatgottesdienst für die 
selige Melanie ah, wie es Sitte der Kirche von Rom war. 
Und in jeder dieser Versammlungen vergoss er, nachdem er 
2 mit dem heiligen Dienst begonnen hatte, bis zum Ende mit 
Schmerz und Zerknirschung des Herzens so unaufhörlich 
Thi'änen, dass niemand von den Versammelten an sich halten 
konnte, indem die ganze Versammlung Busse that, zu Schreien 
und Seufzen hingerissen wurde und. wie er, Thränen vergoss. 
Deshalb zeigte, da er solcher Gnade teilhaftig wui-de, ge- 
rechter Weise nuch das Ende, dass t;r ebeu dieser würdig 
war. Denn da er die Zeiten des Abfalls, der Übertretimg^ 
der Synode von Chalcedon erlebte und in ihnen bis zu Banden 
und zum Gei^ngnis und zum Stehen vor den Richtern Märtyrer- 
eifer bewies und die Ki'one des Bekennertums flocht, fand 
er auf solche Weise seinen Tod. Und wiewohl er von den 
Regierenden und vielen angesehenen Personen gebeten wurde, 
er solle nur, um aus seiner bedrängten Lage befreit zu werden, 
das Versprechen geben, mit dem Verleugner Juvenalis zu 
reden, wenn er auch keine Gemeinschaft mit ihm unterhielte, 
lehnte er dies entschieden mit den Worten ab: Da sei Gott 
vor, dass ich das Angesicht des Verrätars Judas sehen sollte!' 
Die Hände dieses Mannes haben unsern Vätern Petrus 
und Johannes das Gewand gegeben, und er hat ihnen diese 
Namen beigelegt an Stelle der Nameu, die ihnen von ihren 
Ländern gegeben worden waren. 

' teilhftftig — 1 ■itapdßa.aii, napavD|i;(a — ' Acta äS. Boll. 

II 678: Hie Geronlias admodum pertiuax [lermanait in haeresi duique 
ceteroriim fuit. fi8Ü: Nam üerontiua cum in maio maluisset conBeneacere, 
QOQ «ibi Eoluui, sed multis qu.oque aliig fuiL cauaa interitua. 



LEBEN IX JEKUSAIJal. 37 

Wo sie nun in Frieden wohnten und ein Torbild asketischer 
Tugend gaben', in jenem Männerkloater, wie ich vorher ge- 
sagt habe, in welchem Gerontius Klostervorsteher war, — 
dort nun legten sie auch die geehrten Gebeine dieser heiligen 
Märtyrer, ihrer guten Führer nnd Begleiter, nieder, zugleich 
mit" den Gebeinen jener bei-ülimten vierzig Märtyrer von 
Sebastia', bei deren Beisetzung der rechtschatfene und selige a 
Cyrili, der Erzbischof von Älexandrien,ministrierte. Als dieser 
nämlich von jener gläubigen und orthodoxen Königin Eudokia 
gebeten wurde, wegen der Beisetzung der geehrten Gebeine 
des gerühmten und allgeprieaenen Stephanus, des ersten der 
Märtyrer und ersten der Diakonen, zu kommen und die Weihe * 
des schJlnen Tempels zu vollziehen, den sie ausserhalb der 
nördlichen Thore der Stadt gebaut hatte, nahm er den Ruf 
Rem an. Und als er mit der Menge der Bischöfe von ganz 
Ägypten gekommen war und die Beisetzung der heiligen Ge- 
beine des ersten der Märtyrer in ehrenvoller Weise am 15. 
Tage des Monats Jjär [Mai]^ bewirkt hatte, bewerkstelligte 
er darnach sofort am IG. desselben Monats, von der heiligen 
Melanie darum gebeten, auch die Beisetzung der persischen 
MärtjTer und mit ilinen die der vierzig Märtyi'er auf dem 
Olberg in dem kleineren Tempel, welcher ebenfalls von der 
Königin Eudokia selbst glänzend hergestellt wurde, wie auch 
eine ilort auf einer Wand eingegrabene Inschrift kund thut. 

Aber kehren wir zu unsrer Aufgabe zurück! 

Als nun so unser gemeinsamer Vater samt seinem Mit- 
streiter Johannes des heihgen Gewandes gewürdigt worden 
war, nachdem er nun schon das Alter von zwanzig Jahren 
erreicht hatte, und dort nun in Ruhe wohnte und einen seinem 
Gewand entsprechenden Wandel zu^igte, indem er sich ent- 

1 x-jr.nüi, iiitotvT.o-ji. Vgl. f^iW.^O^ ^ Die Beiaetzung fand 

EU gleicher Zeit nnd an gleichem Orte statt, wie die der Märtyrer von 
Sebaste. ' in ArmeDieti. Diese sollen unter Liclnius . ConatantiiiB 

Mitkaiaer, gelitten habeD. Vgl. Neandi-r , K. U. I a S. 407. Ä. 1B56. 
' iTxafvi« EmeuerungB weihe — doch ist hier wohl von einem Neuhau 
die Rede. ' Da Eudokia erst Im Jahre 444 nach Palästina gekommen 

«ein toU, andrerselta Cyrill In eben ilieseni Jahre gestorben Ist, so könnte 
die Einweihung nar 444 Etattgefunden haben. Mit diesem Termin laut 
■ich aber eine Beteiligung der Melanie an den FelerUchkelten nicht ver- 
einigen, fall» deren Todesjahr wirklich, wie- oben nach Stadler angegeben, 
dM Jahr 439 gewesen ist. 



38 PETBUS D£B IBEBEB. 

haltsam und sehr asketisch führte und das schwer zu zügelnde, 
34 zum Fall geneigte imd gegen den Geist sich auflehnende 
Fleisch und seinen rebellischen Willen, jenen Feind Gottes, 
der sich dem Gesetze Gottes nicht unterwerfen kann, durch 
Hunger und Durst und Liegen auf der Erde und durch Nacht- 
wachen und diese [ganze] harte Lebensweise bändigte und 
unterwarf, dehnte er die Askese soweit aus, bis er den Aufruhr 
der jugendlichen Regimgen unterdrückte, die Flamme der 
Leidenschaften auslöschte und nun mit Leichtigkeit bewii'kte, 
dass er im Geist nihig wurde, sich wissenschaftlicher Unter- 
suchung* widmen konnte und über das Fleisch Herr wurde, 
vielmehr aber beide [Fleisch und Geist] zur Übereinstimmung 
brachte, indem er jene grosse Kraft und Körperschönheit in 
dürre Haut und Knochen einschloss'^, so dass er, der früher 
sehr gesund war und durch Stattlichkeit des Körpers hervor- 
ragte, schon krumm wurde, gebeugt durch die Menge der 
Schmach und die ausgedehnte Askese. Wie vielfaltiges Ringen 
nun, wie viele Kämpfe und wie viele Versuchungen er er- 
tragen hat, indem er unaufhörlich gegen den Teufel und seine 
Dämonen, die Geister der Bosheit, bei Nacht und bei Tage 
kämpfte, nicht in Träumen und Tnigerscheinungen 3 allein, 
sondern, wie man sagt, Hand gegen Hand und Person gegen 
Person*, indem er unablässig in die Wüste des ersten Läufers 
Johannes wanderte, welcher der Stifter und Lehrer solchen 
evangelischen Wandels war, ich meine den, der zum Jordan 
hineilte s und dort sein Leben führte, mit Gott allein ver- 
85 kehrend und den Tugendkampf in Tapferkeit standhafter 
kämpfend, — welcher Hilfe endlich und Tröstung er dabei 
von Gott gewürdigt worden ist, dies zu beschreiben reicht 
weder unser schwaches Wort aus, noch gestattet es das Mass 
der Zeit. Indem ich daher vieles übergehe, glaube ich das, 
was auch besonders Erwähnung und Erzählung verdient, was 
ihm im Anfange begegnete, nachdem er eben das Gewand 
genommen hatte, berichten zu müssen, und zwar ebensowohl 
zum Beweis für das Übergangene, als zum Nutzen der Hörer. 
Als er nämlich vom seligenPasarion^dem grossen Freunde 



1 OetupCa — 2 sein vorher kräftiger und schöner Körper war auf 

Haut und Knochen reduciert — ' cpavtaalai — * wörtlich: per- 

sönlich — ö oi^TEive — 6 Acta SS. BoD. I 684: successores magni 
Pasarionis. 



ii"ViMhili n'i -fli I |- 



LEBEN IN JERUSALEM. 39 

der Armen und Fremden, sah, dass er ausser seinen sonstigen, 
von Grott gewirkten Tugenden und guten Werken ausserhalb 
der östlichen Thore der Stadt ein Armenhaus baute zur Pflege 
und Tröstung derjenigen, deren Körper elend von Schwäche 
heimgesucht werden, innerhalb der Mauern des heiligen Zion 
aber ein grosses und schönes Kloster errichtete, um solche zu 
Dienst und Gesang aufzunehmen, welche beständig und ohne 
Aufhören den Herrn preisen, wünschte auch er ein Nach- 
ahmer dieser Güte zu werden. Als er sich nun vorgenommen 
hatte, mit Hilfe des Herrn ein Haus * zu bauen und dort eine 
beträchtliche Zahl heiliger Mönche einzusetzen, welche den 
Hemi loben, wurde er, bevor er mit der Ausführung begaim, 
schwach, da er in eine schwere Krankheit fiel. Und während 
er an ihr hart darniederlag, sah er, wie der Teufel ihm gegen- 
über stand, offen lachte, ihn schmähte und sprach : Siehe, was 
dir der angethan hat, den du liebst! Sielfe, in welche Lage 
dich der gebracht hat, dem du anhängst und um dessen willen 
du alles verlassen hast! Jetzt sprich ein Wort gegen ihn und 
sei frei! Er aber sprach zu ihm, indem er ilm anbhes^ und 
aufbrauste , sintemal er schon viele Male seine Unverschämtheit 36 
erfahren hatte: Über meinen Jesus sprichst du, unreiner und 
frecher Hund, Gottbekämpfer und Lästerer; dein Thun rätst 
du mir zu thun! Vernichten soll dich die Kraft Christi! Und 
sobald er den Namen Christi hörte, löste sich der Böse wie 
Rauch auf und war nicht mehr zu sehen. Und nun begann 
Petrus zu weinen und mit bittem Thränen und Seufzern den 
Herrn anzurufen, welcher ihm auch sogleich erschien gemäss 
dem Schriftwort 3: «während du noch redest, spricht er: siehe, 
ich bin nahe' — und zu ihm sprach: Was ist dir mid warum 
bist du in Unruhe, Kleinmütiger? Weisst du nicht, dass ich 
über Leben und Tod Gewalt habe, und dass ebensowohl in meinen 
Händen liegt, dass du lebest, als dass du sterbest? Wenn du aber 
deshalb betrübt bist, weil du geglaubt hast, dein Gelübde 
nicht erfüllt zu haben und das von dir gegel)ene Verspreclien, 
mir einen Tempel zu bauen, wie du zuvor gewünscht hast, so 
hebe deine Augen auf und sieh ! Und als er wie zum Himmel 
aufschaute, sah er eine schöne und herrliche Kirche, voll von 



1 eine Kirche — 2 ^jinveiv — 3 Jes. 58, 9. Dasselbe Citat 

ist nochmals 92, 23 verwendet. 



40 PETBUS DEB IBERER. 

Licht und Herrlichkeit, und in ihi* wie in einer Reihe, nicht 
schwarmweise, ungefähr fünfzig Männer offen dastehen und 
dienen und singen. Und es geschah eine Stimme zu ihm, 
welche sprach: Siehe da die Kirche, die du mir zu bauen 
versprochen hast! Siehe da auch die Sänger! Nun betrübe 
dich nicht mehr! Und nach diesen Worten ging der Herr 
von ihm hinweg. Er aber wurde, anbetend und hocherfreut, 
wiederum mehr mit Kraft und Freudigkeit und Glauben erfüllt 
Und daher traf er, da er durch dies Gesicht Gewissheit er- 

37 langt hatte, die Anordnung, dass die Brüder, die bei ihm 
waren, sich reihenweise geordnet zum Singen aufstellten. Und 
durch seine Gebete blieb diese Ordnung bis auf den heutigen 
Tag und wurde von seinen Brüdern beobachtet 

Doch wir müssen uns der Fortführung der Erzählung zu- 
wenden und, indem wir uns möglichster Kürze befleissigen, 
die Rede wieder da aufnehmen, wo wir sie verlassen haben. 
Denn wir erinnern uns unsers Versprechens, mit Gottes BüKe 
zu berichten, wie er Jerusalem verliess und kam und 
in dem am Meere gelegenen Gebiet der Stadt Gaza* 
wohnte, wie er auch des Priestertums und zuletzt des Ober- 
priestertums [Bischofsamtes] durch die Wahl der göttlichen 
Gnade gewürdigt wurde. 

Die heilige Stadt Jerusalem, dieStadt des grossen Königs, 
in welcher das Geheimnis der Erlösung des ganzen Erdkreises 
durch den Aufgang Gottes und unsers Erlösers Christus zur 
Ausführung kam, wurde, nachdem sie vor alters nach der Ver- 
messenheit der Juden wider Christus entsprechend der Vorher- 
sage aller Propheten und dem Urteilspruche Christi selbst durch 
die Römer von Grund aus zerstört worden war, zuletzt von 
neuem aufgebaut und in grösserer Ausdehnung besiedelt in 
den Zeiten des Christusliebenden und gläubigen Königs Con- 
stantin, dieses Vaters und Patriarchen aller christlichen Könige, 
der in Wahrheit auserwählt [und] ein neuer David war, und 
von seiner gottesfürchtigen Mutter, der seligen Helena, welche 
ihm an Eifer gleichkam und in Wahrheit seine rechte Mutter 
war. Denn da diese gottliebende Königin in heissem Glauben 

38 der Gottesfurcht und in göttlichem Eifer gefestigt war und 
an ihrem Sohne einen Helfer und gleichstrebenden Genossen 



* t6 TiapadaXdooiov Td^ri^ — 



LEBEN IN JESCSALEM. 



41 



hatte, zögerte sie nicht, in eigener Person zu den heiligen 
Stätten Christi zu gehen. Und zuerst niin stellte sie, als sie 
durch Nachforschung mit Gottes Hilfe das heilbringende Holz 
des geehrten Kreuzes gefunden hatte, es zur Anbetung und 
zu Heilungen der Seelen und der Körper für den ganzen Erd- 
kreis aul', zu dessen Heil es auch aufgerichtet wurde. Und dar- 
nach errichtete sie unserm Herrn grosse und gottwobl gefällige 
Häuser und schöne Tempel auf dem göttlichen Grabe 
unsers Herrn und an dem heiligen Orte des auhntungswürdigen 
Scheitels [xgaviov] Golgatha, welcher das wahre Allerbeihgste 
ist und der wahrhaftige Altar, der auf geheimnisvolle Weise 
vor alters vom Propheten Moses verkündigt und vorher ge- 
kennzeichnet woi-den ist, von unbehauenen ' und unbearbeiteten 
Steinen, der von der Natur hergerichtet ist. Denn welclier 
andere Altar ist in solcher Weise in Wahrheit ein Altar des 
unteilbaren Christus und lässt Behauung und Teilung nicht 
zu, als dieser allein, auf welchem das wahre Lamm Gottes 
geschlachtet und geopfert worden ist, das der Welt Sünde 
trägt? 

Weil aber unsre Rede hierauf gekommen ist und wir des 
anbctmigswürdigeti Kreuzes Erwähnung gethau haben, so halte 
ich es für angemessen, ein Geheimnis und grosses und furcht- 
bares Wunder, welches zum Erweis seiner göttlichen Kraft 
vor dem Sehgen geschah, zum Preise Gottes und zur vollen 
Bestätigung der Christenhoffnuug und zur Stützung und Be- 
festigung unsers Glaubens zu erzählen und zur Kenntnis zu 
bringen, welches der Sehge, unser walirheitsgetreuer und zu- 3 
verlässiger Vater, da er Zeuge und Zuschauer desselben war, 
selbst viele Male und vor vielen erzählt hat, gehorsam dem 
Propheten, der da spricht^: Verkündigt unter den Völkern 
seine Grossthaten und eraählt alle seine AVunder und rühmt 
euch ob seinem heiligen Namen; gedenket seiner staunens- 
werten Thaten, die er gethan hat! Als er nämlich noch ein 
kleiner Knabe war und im Palast bei dem seligen König 
Theodosius erzogen wurde, konnte er einen Teil vom Kreuze 
von den Klerikern erlangen, welche der Gewohnheit gemäss, 
um den König zu ehren, von Jerusalem kamen und ihm [ge- 
weihte] Geschenke' brachten. Diesen überzog er mit ein 



I Exod. 20, 25. Deut. 27, 5. 



i Ps. 105, 1 



JÄoiUL 



42 PETRUS BEB IBERER. 

wenig Wachs, wickelte ihn in ein reines Tuch > lind verwahrte 
ihn sorgfältig und in grosser Ehre. Und er legte ihn in ein 
goldenes Behältnis 2, und an jedem Sonntag, besonders aber 
an den hohen Festen, brachte er ihn, und wenn er sich mit 
ihm gesegnet und ihn gektisst hatte, legte er ihn wieder an 
seinen Ort. Einstmals nun, als er an einem der Tage dies 
that und auf sein Angesicht niedergefallen war, ihn geküsst 
und sich gesegnet hatte, rief er einen von jenen Kammer- 
herren [cubicularii], die um ihn waren, welcher gläubiger und 
ihm befreundeter war, als die andern, die er hatte, und sich 
damals allein bei ihm befand, und forderte ihn auf, dass auch 
er anbeten und sich segnen solle. Als aber jener herzutrat 
und kam, um sein Antlitz auf jenen heiligen Teil zu legen 
und sich zu segnen, wurde er [der Kreuzesteil], während er, 
wie ich vorher gesagt habe, von Wachs und jenem Tuch um- 
hüllt war, plötzlich eine weisse Taube. Und von den Händen 
des Heiligen fliegend, eilte sie im Hause umher, indem sie 
40 flog und einen Ausgang suchte. Als dies aber geschah, war 
der Selige in Staunen und schrie. Und springend eilte und 
lief er im Hause umher, indem er die T^ube zu ergreifen 
suchte. Sie aber fand durch ein Fenster einen Ausgang und 
war nicht mehr sichtbar, und jener Teil samt dem Wachs 
und dem Tuch >vm*de nachmals nicht mehr gesehen. Der 
Gnind aber war, wie der Selige im Gesicht erfahren hat, die 
Unwürdigkeit jenes Jünglings. Es traf sich nämlich, dass er 
nicht frei von Verunreinigungen war. 

Der Selige erzählte aber auch noch ein anderes, diesem 
ähnliches Wunder, betrefts der Ki*aft des heiligen Golgatha 
und der in ihm verborgenen göttlichen Gnade. Als einst im 
Gesicht des seligen Johannes des Eunuchen eine schwere 
Flechte hervorbrach und sein ganzes Antlitz verzehrte, waren 
sie beide in Bekümmernis. Und da sie grossen Schmerz 
darüber empfanden, und der selige Johannes sich schämte, 
sich auch nur vor Menschen sehen zu lassen, führte, da Traurig- 
keit auf ihnen lastete und an ihren Herzen nagte, der gläubige 
Petnis, als er zur Besinnung kam^ und von Geist und gött- 



» Diese Bedeutung muss hier für r^lUiQA angenommen werden. 
2 xoijjLT^Ti^piov cubiculum — doch muss das Wort hier eine allgemeinere 
Bedeutung haben. ' Tiap* eauxij) ^eveoi^ai. Die tiefe Betrübnis hatte 



LEBEN IN JERUSALEM. 43 

lieber Glut glühte, in der Nacht den seligen Johannes, und 
sie gingen beide zur heiligen Auferstehungskirche. Und 
nachdem sie zum Orte des heiligen Golgatha auf der Nord- 
seite hinaufgestiegen waren, sintemal dieser Ort ruhig und 
versteckt war, fielen sie auf ihre Kniee nieder, indem sie unter 
bittem Thränen und mit Seufzen unsern Herrn anflehten. 
Und als sie Gebet verrichtet hatten und aufgestanden waren 
und hinzutraten, um an dem verehrungswürdigen Felsen des 
heiligen Golgatha anzubeten, sah der selige Johannes etwas 41 
einer Hand Ahnliches, was von dort hervorkam, sich seinem 
Antlitz näherte und sein ganzes Gesicht abwischte. Und beim 
Anbruch des Morgens wurde es ganz rein erfunden, und es 
war keinerlei Belästigung oder Unreinheit von jener Krankheit 
mehr vorhanden. 

Dies zum Erweis der göttlichen Kraft des Kreuzes und 
zur Bestätigung unsrer Hoffnung! 

Aber ich will auch ein anderes, nach meiner Meinung 
diesem ähnlichgeartetes Wunder, welches sich gegenüber dem- 
selben seligen Johannes zu andrer Zeit begeben hat, an diese 
Erzählung anschliessen, zum Beweis ihrer gegenseitigen Liebe 
imd ihres Glaubens an Gott und Freimuts gegen ihn. 

Einstmals nämlich, als der selige Johannes an einer 
schweren Krankheit erkrankt war, so dass er aufgegeben 
wurde, und der Vater Petrus, sehr gebrochen, unablässig den 
Herrn wegen seiner Gesundheit anflehte, kam ihm eine Stimme, 
welche sprach: Fasse Mut, siehe, auch die Gesundheit gebe 
ich ihm wegen deiner Bitte und füge seinem Leben weitere 
zwölf Jahre hinzu — was auch wirklich erfolgte. Damals 
nun geschah ein Wunderbares: als er gesund wurde und anfing 
zu Kräften zu kommen, begann sein Körper dicke Schuppen 
abzustossen, von seinen Fussnägeln an bis zu seinem Nacken. 
Und als alle besorgt waren, dass vielleicht das Fortschreiten 
der Häutung auch sein Gesicht verunstalten möchte, flehte 
der Vater Petrus wiederum eifrig und betete, dass sie nicht 
über seinen Nacken hinausgehen möge. Als er aber gesund 
wurde, waren sein Leib und sein Fleisch wie die eines eben 
geborenen Kindes K Seine Stimme aber war so unverständlich. 



ihm vorher die ruhige KJarheit des Geistes geraubt. Vgl. 43, 15: f^Wf^ 
^^^^* 0\ol 1 In dem Vergleich an 2. Reg. 5, 14 erinnernd. 



44 PETBUS DEE IBEREE. 

dass er nichts Deutliches und Verständliches reden konnte. 

42 Als aber eins von den hohen Festen kam, redete ihm der 
Vater Petrus, wie aus göttlicher Gewissheit, zu, ihnen das 
heilige Opfer zu veranstalten. Denn sie waren [bereits] beide 
der Ehre des Priesteramts gewürdigt worden, der selige 
Petrus aber auch [schon] des Bischofsamts*. Als dieser sich 
aber standhaft weigerte, als ein Sprachloser und wie einer, 
der nicht dazu imstande wäre, beharrte der selige Petrus beim 
Zureden und Ermahnen, indem er sagte: Du brauchst nicht 
laut zu reden, sondern verrichte innen im Herzen die Gebete! 
Denn auch wenn wir schweigen, hört Gott. Als er aber ge- 
zwungen wurde, gehorchte er. Und vor den heiligen Altar 
tretend, sprach er deutlich und verständlich zum Volke: Friede 
sei mit euch allen! und vollendete so das ganze heilige Opfer 2. 
Und nachdem er von neuem seine frühere Stimme von Gott 
erhalten hatte, als wäre er niemals krank gewesen, blieb er 
auch späterhin die ganze übrige Zeit w^ohlredend. 

Eüistmals hatte dieser selige Johannes eine Vision und 
brachte volle drei Tage in diesem Gesicht zu, ohne mit jemand 
zu reden. Er sah aber das zweite furchtbare und herrliche 
Kommen unsers Herrn bei pl()tzlich geöffnetem Himmel und 
die Ruf-Hörner 5^, die Erschütterungen des Erdkreises, den 
Wechsel d.h. die Veränderung der Elemente 4, alles voll von 
Licht und Furcht vor Zerstörung und von Erschütterung imd 
Verwirrung, die vorangehenden Engel und die ersten Ord- 
nungen der himmlischen Heerschaaren , die Engel, die Erz- 
engel, die Mächte 5, die Herrschaften *>, die Herrlichkeiten ^ 
die Ordnungen der heiligen Apostel, Propheten, Märtyrer, 
Gerechten, die Chenibe, die Saraphe und nach ihnen allen 

43 das anbetungswüi'dige und heilbringende Zeichen^ des Kreuzes 
des Herrn und den Herrn selbst, den Erlöser und Messias^ 
einhergetragen und kommend mit der Herrlichkeit des Vaters 
und unaussprechlicher Kraft, die bereiteten Throne^ und das 
göttliche und furchtbare Gericht, welches von alters her viele 
Male durch die heiligen Propheten und von dem Richter und 
Heiland selbst uns zum Zeugnis vorherverkündigt worden ist. 



* wörtlich: des Oberpries tertums. 2 oblatio — 3 1. Cor. 15,52. 
* 2. Petr. 3, 10. 12. » fe^o-joCai — Eph. 3, 10. 6, 12. « xupioTTjXe« — 

Eph. 1, 21. Col. 1, 16. 7 56$ai — 2. Petr. 2, 10. Jud. 8. » Mt. 24, 30. 
9 Mt. 19, 28. Lc. 22, 30. Apoc. 20, 4 11, 16. 



I,EDEN IN JEnOSAtEM. 4-5 

Er eah aber nur einen Altar auf der Erde stehen, welcher 
ganz dem glich, der noch jetzt hei uns aufbewahrt ist, an 
welchem sie beide dienten. Und bei ihm eine Menge heiliger 
Mönche, die um ihn lierumstanden, und jeder von ihnen hielt 
seinen Stab, Und siehe! plötzUch Höruer-Rufe und Äufrulir 
der Elemente und wie Wolken, welche flogen und von jenem 
Altar die hei ihm stehenden Heiligen fortrissen unserm Herrn 
entgegen! Nachdem er nun drei Tage in solchem Gesicht zu- 
gebracht und viele andere Geheimnisse gesehen hatte, die ein 
Mensch nicht aussprechen darf, blieb er hiernach, als er wieder 
zu sich gekommen war, gegen dreissig Tage betäubt und wollte 
mit niemand reden, vielmehr aber konnte er es gar nicht. Denn 
er war ganz dort [im Himmel] in seinem Denken und glaubte 
schon nicht mehr auf der Erde zu wohnen. Sein Anthtz war 
aber wie das Antlitz eines Engels, und sein ganzes Aussehen 
anders, als das eines Menschen. 

Das folgende Gesicht aber fand zuletzt, nach vieler Zeit 
statt Weil ich aber den Altar erwähnt habe, verschweige 
ich daa Zeichen nicht, welches an ihm, wie der selige Petrus 
selbst uns viele Male erzählt hat, bei seiner Weihe geschehen + 
ist Als sie immlich später iu den Zeiten der chalcedonensischen 
Rehellion weggewaudert waren und in Alexandrien wohnten, 
liessen sie dort diesen heiligen Altar verfertigen. Und bei 
seiner Weilie sah der Selige deutlich den heiligen Evangelisten 
Markus stehen und ihn weihen. Deshalb hat die Gnade solche 
Wunder und viele Machtthaten und Heilungen durch ihn voll- 
bracht, welche der Zahl nach aufzuführen uns nicht möglich 
ist, und die Schritt vor Schritt zu besprechen wir weder Kraft 
noch Zeit haben. Aber dies Gesicht wurde, wie ich schon 
gesagt habe, zuletzt offenbart, als sie in Alexandrien wohnten 
tmd wegen der Rechtgläuhigkeit verfolgt wurden. 

Wir aber wollen uns unter Erfüllung unsers Versprechens 
dahin wenden, wo wir unsre Erzählung verlassen haben, und 
die Veranlassung berichten, welche sie in jenes Kloster zwischen 
Gaza und Majüma geführt hat, wo sie wohnten, als sie mit 
Gewalt fortgeführt wurden, um zum Priesteramt zu gelangen. 

Die heilige Stadt Jerusalem nun war, als sie so' ihrer 
Keuaufrichtung durch den christUchen König Constantin ent- 



r oben berichtet haben — 




A 



46 PETBU8 D£B IBEBEB. 

gegenging, sowohl arm an Einwohnern, als auch anfangs noch 
ohne Mauer, da die frühere Mauer von den Römern zerstört 
worden war, kurz: es waren wenig Häuser und Einwohner 
darin. Da nun die Erzpriester und Bischöfe, welche später 
in Jerusalem waren, wünschten, dass eine Menge von Be- 
wohnern in der Stadt wohnte und eine Menge von Gebäuden 
gebaut würde, gaben sie jedem, der wollte und konnte, Er- 
laubnis, in jedem beliebigen Teile der Stadt jeden Ort, welcher 

45 ihm gefiele, umsonst, ohne Kaufpreis, zu nehmen und dort 
eine Wohnung zu bauen. Da nun wählte auch der selige 
Petrus oberhalb [nordwärts] bei der heiligen Zionskirche an 
dem sogenannten *Davidsturm' einen Ort, um zu bauen^ 
und baute an ihm ein Kloster, welches auch jetzt noch das 
der Iberer heisst und zur Linken liegt, wenn man vom zweiten 
Thore eben jenes Turms zur heiligen Zionskirche geht. In 
ihm wohnte er in Ruhe mit Johannes, dem Mitgenossen seines 
Friedens. Ein Zeichen aber, das sich dort ereignete, als sie 
den bezeichneten Ort bauten, übergehe ich nicht. Es war 
folgendes: Einer von den Angesehenen des Klerus war ihr 
Nachbar, welcher ebenfalls einen Platz nahm und dort ein 
Gebäude errichtete. Als aber, wie es bei Nachbarn zu ge- 
schehen pflegt, wegen der Grenze ein Streit entstand, war der 
selige Petrus selbst ruhig in seiner Zelle. Johannes der Eunuch 
aber redete, da er sich draussen bei den Arbeitern befand, 
jenem nihig und sanftmütig zu, wie er das in der Gewohnheit 
hatte, der in der Sanftmut Moses ähnlich war. Jener aber, 
der ungerecht handelte, als widerführe ihm schweres Unrecht, 
weil er überhaupt gegen ihn redete, schlug, ein Nachahmer 
von Kaiphas' Diener, den Seligen heftig auf seine Wange. 
Obwohl dieser aber geschlagen war und grossen Schmerz 
empfand, ging er, während er nicht das mindeste erwiderte, 
sondern nur die Arbeiter und jenen Zornvollen verliess, zum 
Vater Petrus hinein, seine Wange mit seiner Hand haltend 
und klagend. Denn jener Schlag verursachte Schmerz. Nim 
beugten sie beide ihre Kniee und sagten unserm Herrn Dank, 
der sie der Teilnahme an seinen Buckenstreichen gewürdigt 
hatte. Und ohne zu jenem etwas zu sagen, legten auch die 

46 Bauleute ihre Arbeit nieder und schickten sich an wegzugehen 
und jenen Ort zu verlassen. Und am Morgen des folgenden 
Tages war jener Unverschämte tot und wurde begraben, 



LEBEN IN JERUSALEM. 47 

während er vordem keinerlei Leiden hatte, so dass alle Ein- 
wohner von Jerusalem erkannten, dass betreffs der diesen 
Heiligen widerfahrenen Schmach der richtende Gott nicht lang- 
mütig war, er, welcher ihnen jederzeit half. Da sie beide nun 
allein an jenem Orte blieben und noch Geld hatten, das ihnen 
von dem übrig geblieben war, welches sie hei ihrer Abreise 
[aus Constantinopel] hatten mit sich nehmen können, wiewohl 
sie schon das meiste davon überall unter die heiligen Mönche und 
die Armen verteilt hatten, beschlossen sie mit dem Rest einen 
guten Handel zu treiben und die Pilger und Armen, welche 
von allen Seiten zur Anbetung der heiligen Statten kamen. 
aufzunehmen und zu ertiuicken. Indem sie nun in genügender 
Menge Lebensmittel niederlegten, nahmen sie die Pilger' in 
der "Weise Abrahame ^ auf, sie, die selbst Pilgrime und Fremde ' 
waren und in solchen Diensten keinerlei Erfahrung hatten, so 
dass es sicii viele Male traf, dass sie sogar zehn Tische an 
einem Tage hatten, besonders an den hohen Festen. Und als 
sie solchem Thun oblagen, waren sie es allein ■■, die ihnen [den 
Fremden] dienten, während sie selbst keine Nahrung nahmen. 
Denn es siegte über die Schwache der Natur die Freudigkeit 
des Geistes und die Liehe zu Christo, von welchem sie ge- 
stärkt und auf wunderbare Weise getröstet wurden. So ging 
ihnen einmal, als sich eine Schaar von Fremden bei ihnen 
versammelt hatte, der Mundvorrat aus. I'nd da die Zeit 
drängte, waren sie in Betrübnis und schrieen im geheimen in 
ihrem Herzen zu Gott, indem sie erröteten infolge des Drängenss, 
mit welchem die Pilger herandrangen. Als sie aber in die 
Vorratskammer eintraten, um naclizusehen, ob etwa irgend ein 
Hest von Lebensmitteln verborgen und übrig wäre, fanden sich *7 
alle Getasse und zwar jedes von ihnen mit der Gattung an- 
gefDllt, welche ehedem zu ihm gehörte. 

Nachdem sie aber lange Zeit mit solcher Fremdenauf- 
nabme hingebracht hatten, riet ihnen zuletzt der heilige Zeno, 
der Einsiedler und Prophet, ein Schüler des grossen, auch 
aberall bekannten Silvanus", wieder ins Kloster einzutreten 

' Eevoi — 'so gastfreundlich — ' ^dpoi/oi — * {livoi 

iiirjpiro'jv; sie hatten dabei keine Unterstütziing; doch wäre wegen des 
Folgenden eher jiivov lu erwarten: sie widmeten siL'li nur di'r Bedienung 
anderer, während sie selbst keine Speise nahmen. '^ U'.i'l'U im eigent- 
ÜcheD Sinne: dns Drängen. Pressen, Beengen. ° Gemeint ist wohl 




48 ?£TBL'S DER IBEHER. 

und sicli mehr durch Gehtirsam und Demut zu üben, indem 
er zu ihnen sprach: Naclidem ihr Fremdenaufnahme geübt 
Labt, so geilt nunmehr und dient im Mönchsleben und laast 
euch im Kloster unterrichten. Denn diis ist i'Ür die förder- 
licher, die noch in jugendhcLem Älter Btehen, Indem sie 
nun in eins von den heihgen Klösteni eintraten, führten sie 
sich in allem Gehorsam und in Unterwürfigkeit und Ent- 
haltsamkeit, so dass der Teufel, da er ihr echt asketisches 
Lehen nicht ertragen konnte, mit List darauf ausging, sie von 
der Art ihrer Askese und Freudigkeit dadurch abzuziehen, 
dass er für sie mannigfache Versuchungen ersann. An einem 
der Tage sogar, als der Vater Petrus mit den Brüdern im 
Chor' stand und sang, zeigte er ihm vor ihm eine nackte und 
sehr schöne Frau, Da er nun, der allein' die Tnigerscheinung' 
sab, schon das Ansehen für Unreinheit hielt, verbarg er seiB 
Gesicht, indem er sich hierhin und dorthin wendete. Als aber 
die Brüder sich wunderten und in Ungewissheit waren, was 
denn die Veranlassung davon wäre, rief er mit lauter Stimme: 
Herr Jesu, nimin vor meinen Augen dies hässUche imd un- 
reine Bild und diese ahscheuhche Erscheinung weg und entlass 
mich zu mir selbst! Als aber der Böse den Namen unsers 
Erlösers hörte, war er augenblicklich nicht mehr sichtbar. 

Nachdem sie aber auf den Hat des heiligen Zeno eine 
Zeit im Kloster zugebracht hatten, kehrten sie auch wieder 
8 infolge * seines Wissens in ihr Haus zurück und wohnten in 
Frieden in der heihgen Stadt, ohne jedoch weiter in derselben 
Weise Fremde aufzunehmen. Denn jenes Geld war aufgebraucht, 
indem es gut verwendet worden war. Sie quälten sich aber 
selbst durch strenge Askese und harte Lebensweise, 

Doch es wurde nicht zugelassen, dass ihr dortiges Wohnen* 
lange Zeit währte. Die Königin Eudokia", die Gemahhn 

der Abt SilvanuB, der gegen den Ausgang des 4. Jahrb. bei Gerar Beinen 
■Wohmitx hatk. Vgl. Sozornenos h. e. VI 32. IX IT. ' wörüicb: 

im Schwärm ^ ' [idvoi — ' ^nviooia — • Eher möchte 

iobh cnn^A<A 'mit seinem ViirwisBea' ennarteii. > xatsixia [Act. 

17,36] — 8 Du Gange, hisl. Bjz. I. p. 70: Uiorem [Theodoiitt«] 

Aeliam Eudüciain duxit anno 421 . . . Athenaii aiit«a Tocabatur eratqne 
filia Leontü, eeu uti appellatur » Tsetce, Leonia, vel uti in Cbrooico 
Alexandriuo, Heracliti. Athenienaia philosophi. Has vero nuptias inüt 
Fulcberiae sororis hürlatu, <]uod praeter eidmiam formtte etegautiam 



LEBEN IN J£SUSAI,EU. 49 

des gläubigen Königs Theodosius Jea Jüngeren, verlangte, 
indem sie den Eifer der von uns vorher erwähnten Melanie 
annahm, ebenfalls nach dem Frieden und dem Wohnen in der 
heiligen Stadt, um in der Nähe zu sein und persönlich die 
lieilsamen, für uns getragenen Leiden Christi, des Königs der 
Herrlichkeit, anzubeten. Mit königlichem Gepränge einher- 
ziehend, machte sie nun die Iteise durch alle Städte und kam 
in die beilige Stadt, nacli welcher ihr Verlangen stand, und 
wurde der Anbetung gewürdigt Als sie aber erfuhr, dass 
der Vater Petrus dort wohnte, wünschte sie lebhaft, ihn zu 
sehen, als seine Erzieherin, welche ihm in zärtlicher Liebe' 
im Palast eine Mutter gewesen. Er aber bat anfangs, dass 
ihm das Verlassen seiner Zelle erlassen würde, weil er dies 
flir eine Versuchung hielt,^ Da aber jene dabei beharrte, 
indem sie sagte: wenn er nicht zu ihr kommen wolle, werde 
sie unter allen Umständen zu ihm kommen, da sie von dort 
den Übergang zur heihgen Ziouskirche machen werde, ging 
er aus Furcht vor Belästigungen^ und vor der Missgunst < der 
Menschen einmal heraus* und redete mit ihr. Und walirend 
sie seine grosse Milde * und Demut und Zucht und auch seine 
"Weisheit aufmerksam betrachtete, beskam er von ihr zu hören: 
'Glückselig bist du, mein Sohn, weil du dir Gutes erwählt 49 
hast! Gedenke meiner in deinen heiligen Gebeten!' Er aber 
hob an und sprach zu ihr: 'Welchen Freimut kann der Sünder 



pra«clarit animi dotibua ac iiberalibus disciplinis easet instructa. Garn 
veoiiaet CgDstantinopolim , admiasB a Fulcheria in palatium, eadem. pro* 
curante cum ese^t pagana, ab Attico Fatriarcha baptieiiii excepit sacra- 
nientam, a i|iid Eudociae DomeD ei imposituin est anno 419. Cum rero 
mantaleiQ concordiam, quae diu ateterat, diremisset levia nescio quae 
offsnsa, regiig egrcsaa, vel nbactii, üieruaolymaiii sacrorum iocorum lustran- 
domm canaa secessit, ubi et aedes sacras excitavit complure« et egenii 
«]e«miiBjiiaB iogentes distnbuit. Inde redux in urbem Baoras S. Stephani 
reliquia« in aedein S. Laurentii intulit. Post conjugia obitum rursam 
Hieroaulymam prnfecta ibideiu obiit sepultaque est in eccleaia S, Stephan!, 
quam in urbis Buburbaois oedificavcrat. Laudaatnr illiu« poetica quaedam 
opiera, ex quibua supersunt, ^Qae Hamericoram Centonum nomine donantur. 
1 ^iXorropflo — ^ Wenn die (nur vou B] überliefert« Lesart richtig 

•ein sollte, i'i niuss etue Auslassung angen'iiumen werden. > die er 

von ihrem Beaach iiircbtcte — • dem missgiinatigen Gerede, der 

Verlenmdung — ^ verliess seine Zelle und suchte eie in ihrer Her- 

berge «oI — wörtlich : ihn wegen seiner lülde . . . 




50 PETRUS DEB IBEBEB. 

haben, zu beten?'* Sie aber sprach zu ihm: 'Deine Sünden 
auf mein Haupt, mein Sohn!' Und so war er nach der Bück- 
kehr in seine Zelle in Ruhe. Als sie aber wiederum darauf 
bestand und dringend zu ihm zu kommen verlangte, eilte er 
sogleich zu dem früher erwähnten heiligen Zeno, dem Propheten, 
und ofifenbarte ihm seine Gedanken 2, wie seine Gewohnheit 
war. Denn er besprach sich jederzeit mit ihm. Er erhielt 
von ihm den Bescheid: Bette, rette dich! So nun verliess er 
unter Befolgung seines Eats die heilige Stadt Jerusalem, 
überliess sein Kloster einigen, welche ebenfalls der Welt ent- 
sagt hatten, und kam und wohnte in der zwischen Gaza imd 
der kleinen Stadt, Namens Majüma^, gelegenen Congre- 
gation, die zu jener Zeit voll von heiligen, ihr Kreuz tragenden 
Mönchen war. Die Hinleitung seiner Wanderung an diesen 
Ort war aber ein Werk göttlicher Fürsorge, des allweisen 
Gottes und Fürsorgers für unsre Seelen, der jener am Meeres- 
ufer gelegenen, sehr christlichen Stadt im voraus den Ober- 
priester und Bischof bestellte, welcher ihr besonders in der 
Zeit des Abfalls angemessen war, in der es eines solchen 
Mannes bedurfte, eines Helfers zur Gottesfurcht und eines 



» Entsprechender wäre : welchen Nutzen kann das Gebet eines Sünders 
stiften? 2 Augenscheinlich befürchtete er von regerem Verkehr mit E. 
eine Störung der von ihm geliebten Ruhe in Gott. Doch mag auch die 
mönchische Abneigung gegen das weibliche Geschlecht mit im Spiele 
gewesen sein. Vgl. 103, 1/2. 107, 5. «6 Ma'ioi)[jiäc, Hafenort von dem eine 
"Wegstunde vom Meere entfernten Gaza. Während in Gaza selbst sich das 
Heidentum, insbesondere die Verehrung des Mamas [Reland, Palaestina e 
vet. monum. illustr.] lange erhielt, war Majuma frühzeitig eine christliche 
Stadt und wurde wegen ihres christlichen Charakters von Constantin da- 
durch ausgezeichnet, dass er sie zur selbständigen Stadt erhob und nach 
dem Namen seines Sohnes Constantine nannte. Sozomenos h. e. V 3: 
xauTT^v YOip • • • p^aöcbv KojvoiavTivo; ^; xä [xdXioxa tVjv ^pioTiavdiv Opr^ 
oxe(av Tupeoßeueiv dl;(a 7:6/vC(u; i':i[^.r^9t xal KcuvaxavTio) Tq> Tcaicl ^7C(0v6|jLaoe. 
xal xad* iauTTjV KoXiTSüea&ai Biexd^aTO' XoYiadijjLevo; aoixov elvai TeXciv 
ÖTio FaCafoi? ei; ayav 'EXXr^viCouaiv. Julian hob die Selbständig- 
keit der Stadt und den Namen Constantine wieder auf. So sagt Sozo- 
menos weiterhin : Kai t6 k^ ^xeCvoi» ttj; Tipotipa; dcpaipedeioa irpooTjopta; 
irapalfaXdTTiov t^; TaCatiuv röXecuc 6vo(j.d^£Tai. Mit den letzten 
"Worten scheint S. eine Erklärung des Namens Maio'Jiiäc beabsichtigt zu 
haben, welcher vielleicht eine Bildung aus "^^ darstellt. — Übrigens 
scheint zu der Zeit» als unser Petrus nach Majuma kam, das Heidentum 
in Gaza völlig unterdrückt gewesen zu sein, da die vorliegende Schrift 
keinerlei Andeutung über sein Fortbestehen enthält. 



SEINE WEIH>: ZtJM PItlESTEH. 51 

Predigers zugleicli und Wächters des orthodoxen Glaubens 
und eines Gesamlten' für unsre Seelen, der grossen Freimut 
gegen unsern Herrn hätte, damit er den Sünden des Volks 
gnädig wäre, wie geschrieben steht * , und der für unsre Schwach- 
heit leiden könnte^, deshalb weil er jederzeit für ims betet*. 

Als er nun so in dieser Congregation wohnte, ging er 
unablässig mit seinem Zellengenossen Johannes zum heiligen 60 
Zeao, welcher zu jener Zeit in dem Doife Köfar sSärta", 
fünfzehn [röm.] Meilen von Gaza, wohnte, besprach mit ihm 
alle seine Gedanken und ging wieder feuriger in grader 
Richtung den Weg der Tugend in Gott*. Er wurde' von ihm 
sehr geliebt und empfing von seiner Güte. Der Selige er- 
zählte demnach: Als ich einst zn ihm kam, hatte sich der 
heilige Zeno zum Gebet erhoben, l'nd r.u mir gewendet, sprach 
er zu mir: Bete! Und da ich meinerseits schwieg, wendete er 
sich wieder und sprach zu mir: Bete! Und so that er dreimal 
auf dieselbe Weise. Verwundert aber und gegen ihn erregt, 
sprach ich zu ihm: Vergieb mir, ehrwürdiger Vater, Weisst 
du nicht, dass ich ein Laie und Sünder bin? Da sprach er: 
Ja, ja. Vergieb mir! Darauf vemchtete er [selbst] das Gehet 
und netzte sich. Und nach sieben Tagen fand seine [des 
Iberers] Ordination statt! Auf welch« Art aber [diese voll- 
zogen wurde], auch dies dürfen wir nicht mit Stillschweigen 
Obergehen. 

Als er noch in der heiligen Stadt wohnte, und Juvenalis, 
welcher damals sein Bischof war, viele Male ihm die Weihe 
zu erteilen versuchte, konnte er es nicht ausführen, da Gott 
ihn [Petrus] davor schützte. Und zwar in solchem Grade: 
AI" in der heiligen Zionskirche eine gottesdienstliche Ver- 
sammlung abgehalten wurde, wagte Juvenalis einige eifrige 
Männer zu senden, um ihn aus seiner dort in der Nähe be- 
findlichen Zelle fortzureissen. Als sie nun im Begriff waren 
zu kommen, erschien Üim ein Engel und sprach zu ihm : Siehe, 
e« kommen welche, um dich zur Weihe zu t^Uhren. Aber steh 
anf^ flieh von liier! Und nachdem er so geflohen war, hütete 

I Hebr. 3, 1. > Hebr. 6, 12. ' Hebr. 4, 15 [?]. * Hebr. 5, 7. 

» 'Geraten dorf ~ sonst mir oicht bekannt geworden. ^ woitlich: 





52 PETRUS DER IBERER. 

er sich sorgfältiger. Als er nun in der Gegend von Majunia 
51 wohnte, war damals Paulus, Juvenalis' Bruderssohn, Bischof 
jenes Orts. Es sandte aher Paulus dem seligen Petrus bei 
Beginn seines dortigen Aufenthaltes auf seine Bitte an ihn, 
ihm nicht die Hand aufzulegen >, Botschaft und versprach es 
ihm. Als jedoch am Gedächtnistage des ruhmvoll siegenden 
Märtyrers Victor ^ eine Synode vieler Bischöfe abgehalten 
wurde, zog er einen von diesen ins Geheimnis und überredete 
ihn, die Weihe zu vollziehen. Dieser nahm als Gehilfen den 
seligen Irenion, jenen Congregationsvorsteher, welcher mit 
diesen Heiligen im Verkehr stand und ihr Nachbar und Ehr- 
würdiger war, mit sich, überfiel plötzlich durch dessen Ver- 
mittelung unvermutet beide und weihte sie mit vieler Gewalt 
imd unter Widerstreben zu Presbytern [Priestern]. Damals 
erkannte Petrus, indem er sich erinnerte, das vorausschauende 
Wissen und die Prophetengabe des heiligen Zeno. 

Aber auch nachdem er so die Handauflegung empfangen 
hatte, wollte er sieben Jahre ^ hindurch beharrlich den priester- 
lichen Dienst nicht ausüben 4, bis er auch der Ehre des 
Episcopats gewürdigt wurde in der Zeit des Abfalls und der 
Übertretung in Chalcedon. Denn als allenthalben die 
Schrift^-Verleugnung aller dieser abtrünnigen Bischöfe, die 
Billigung des gottlosen Briefs Leo's und die Erneueining 
\ der schändlichen Lehren des Nestorius verkündigt wurde — 
dass Dioscur, das Oberhaupt der Bischöfe Ägyptens und 
der Eiferer für die Wahrheit und Streiter für die Gottes- 
furcht, in die Verbannung getrieben worden sei, weiH er der 
Gottlosigkeit nicht zustimmen wollte, Theodoret und Ibas' 
aber, deren Verurteilung 8 schon durch eben diese [Bischöfe] 
erfolgt war 9, und die mit dem Anathema belegt worden waren, 
weil ihnen seine [Nestorius'] Gottlosigkeit nachgewiesen worden 
war, ohne Urteil und Recht wieder aufgenommen worden seien, 



» ihn nicht zu weihen — 2 Ein afrikanischer Märtyrer dieses 

Namens ist von Hieronymus erwähnt, jedoch ohne nähere Angabe. 

3 Seine Weihe zum Priester fand demnach im Jahre 445 statt. 

4 ^jju^iu st. .nzMiu ^ Vgl. 79, 8: rdaixAs.i re^i^aiAHoM 

a Schrift gern äs se Bekenntnisse. c rui A ^ st. f<A 1-^ 

^ Jhiba = der Gegebene. s xaOatpeci;. Vgl. Stephanus, Thes.: 

xada(p£ai; damnatio ap. Basil. 9 Auf der Synode zu Ephesus im 
Jahre 449. 



SETXE WEIHE Zi'll BISCHOF. 53 

und dass man Flavian, der Bischof vun CoDStantinopel war, und 
dessen Verm-teUung aus demselben Grunde stattgefunden hatte, 6 
nach seinem Tode wieder [nach Constantinope!] zurlickgehracht 
habe, Juvenalis aber, welcher Erzpriester von Jerusalem 
hiess', nachdem er der Gesetzesübertretung zugestimmt und 
sie unterschrieben und das Teil des Verräters Judas vor- 
gezogen hatte', mit vieler Ostentation zurückkehre, obwohl 
er vor seiner Abreise zur Synode den sogenannten rSfios Leo's 
verworfen, die darin enthaltene Gottlosigkeit verspottet und 
allen palästinischen Klerikern und Mönchen bezeugt hatte, 
dass sein Gedankengehalt jüdisch und Simons des Zauberers 
würdig sei. und dass der, welcher ihm zustimme, escoramuniciert 
zu werden verdiene — als dies den Klerikern und heiligen 
Mönchen in Palästina bekannt wurde, gingen sie, von gött- 
lichem Eifer geti'ieben, zuvor^ auf die Strasse hinaus, um 
jenem Juvenalis entgegen zu gehen, und baten ihn dringend, 
sich seiner Worte zu erinnern, die Gottlosigkeit von sich zu 
weisen imd für die "Wahrheit zu streiten. Als er aber nicht 
nachgab S versammelten sie sich allzumal in der heiligen Stadt, 
indem sie den Henu Jesus Christus in ihrer Mitte hatten, 
welcher zwar von den Gottlosen verleugnet wurde, aber seiner 
Wahrheit und seiner rechtgläubigen Kirche, die er mit seinem 
Blut erlöst hat, hilft. Und von seiner Gnade inspiriert und 
im Beisein eifriger orthodoxer Bischöfe, sowie des heiligen 
Romanas, des Abts der Mönche, wählten sie den seligen 
Theodosius von der heiligen Schaar', einen Mann, der von 
Jugend auf der Lebensweise des Mönchtums eifrig ergeben, 
mit allen Gaben der Furcht des Herrn geziert war und sich 
schon durch viele Kämpfe für den orthodoxen Glauben selbst 
aaf der gottlosen Synode hervorgethan hatte ß, und machten 
ihn zum Er^priester und Hirten der heiligen Stadt Jerusalem '. 



' die» aber — ala ein Verräter — im wahren Sinne nicht war. Vgl. 
56, 4. ' Nach Zach&rias [h. mise. III 3] wurde er vom Kaiser durch 

daa Versprechea eines Uachtzu wachse» für den hischö fliehen Stuhl von 
Jerosalem Rewonnen. > ehe der Bischof in und an die Stadt kam — 

* Zachariaa I. c: 'Dieser ahmte Pilatua nacb, indem er sprach: Was ich 
geschrieben habe, das habe ich geschrieben i' > von den München — 

• iitiSflSoto i'jmyai — ^ Juvenalis kehrte nach Zach, zum Kaiaer 
luräck, wurde aber demnächst mit HeeresTiiachl auf seinen Sit/ zurück- 
geführt. 




54 PETBUS DEB IBEREB. 

Als dieser nun von Gott das Priestertum empfangen hatte, 
63 wendete er mit Eifer alle Sorgfalt und allen Fleiss darauf, 
dass in den ihm unterstellten Kirchen der apostolische Glaube 
rein bewahrt würde. Indem er nun aus der Schaar der 
heiligen Mönche und Kreuzträger heilige Männer auswählte, 
welche vornehmlich in allem, was zimi evangelischen Wandel 
und Glauben gehört >, das Zeugnis der Untadeligkeit hatten, 
weihte er diese zu Bischöfen und Zeugen [Bekennern] 2. Jeder 
Stadt aber sandte er den für sie geeigneten, nachdem das 
Volk jeder Stadt selbst einen Beschlüsse gefasst hatte, und 
den von ihnen erwählten. So^ wurden sie mit aller Freude 
und mit Jubel aufgenommen. Denn wenn er die Weihe vollzog, 
sprach der Patriarch mit lauter Stimme und bezeugte denen, 
welche geweiht wurden: Ich weihe euch zu Zeugen und zu 
Predigern des orthodoxen Glaubens. Denn die Zeit bedarf 
solcher Bischöfe! Damals nun eilten die Bewohner von dem 
zu Gaza gehörenden Majüma^, da sie von der göttlichen 
Kraft angeregt wurden und vom seligen Petrus seit langer 
Zeit wussten, dass er bei ihnen wohnte und jede Ai-t von 
Trefflichkeit bewies, und zwar das Volk in seiner Gesamtheit 
sogleich dahin, wo er in Frieden wohnte, und führten ihn mit 
Gewalt fort, während er viel gegen sie ankämpfte und die 
Thüren schloss und verrammelte, als er sah, dass sie wie 
Räuberhorden gegen ihn kamen. Aber mit grosser Gewalt 
und Liebe [zugleich] führte und tioig ihn das Volk und setzte 
ihn in eine Sänfte. Und eine Menge der angesehenen Stadt- 
obersten und der Klerus und viel Volk, welches sie nachahmte 
und sich ihnen anschloss, brachten ihn in die heilige Stadt, 
damit sie dort von dem Erzpriester der Priesterschaft ihren 
Hirten und Bischof empfingen. Als sie aber unterwegs waren, 
und schon der Abend nahte, kamen sie zu einem Dorfe, 
54 Namens Soklia^. Sie nun kehrten in den nahe bei ihm 

* wörtlich: in allem evangelischen Wandel . . . Vgl. Euseb. h. e. 
VII 32: iroXiTeCa t'jay'^zXixii, 2 jiapTupec, 6(jl6Xoyoi ■» confessores 

fidei christianae. Vgl. Euseb. h. e. II 9 jjLaptupijoavTa. s «j/tj^iopLa — 

* infolge davon — * 6 Maiou|xä; FaCT); — « Vermutlich das 

zwischen Eleutheropolis und Jerusalem gelegene Socho, über welches 
Hieronymus [Onom. sacr. ed. de Lagarde. Ed. II. p. 182] sagt: Socho 
in tribu Juda. sunt autem usque hodie viculi duo pergentibus Aeliam de 
Eleutheropoli in nono miliario viae publicae, unus in monte et alter in 
campo Situs, qui Sochoth nuncupautur. 



8EIBE WEIHE ZUM BIBCHOF, 55 

gelegenen Herbergen' ein, den Heiligen aber brachten sie 
samt denen, die ihn zu bewachen imstande waren, in einem 
hochgelegenen Hause des Dorfes selbst unter. Und als es 
Mittemacht war. und er von seinen Gedanken gequält wurde 
und bekümmert war. weil er, wie ich früher gesagt habe, 
jederzeit vor Belastung * floh und sich der Ehre des Priester- 
tums für unwürdig hielt, beschlosa er nötigenfalls heber zu 
sterben, als eine solche Bürde auf sich zu nehmen. Und in 
tiefster Nachtstunde 3, als alle von der Anstrengung der Reise 
ermüdet und vom Schlaf gefesselt waren, bat er seine Wächter 
um die Erlaubnis, wie zur Befriedigung eines körperlichen Be- 
dürfnisses an den vor dem Süller gelegenen Ort des Daches 
zu gehen. Und als sie es erlaubt hatten, und er allein hinaus- 
gegangen war, eilte er. sich von der Höhe auf den damnter 
befindlichen felsigen Platz hinabzuwerfen, in der Erwartung, 
dass einer von zwei Füllen eintreten werde: entweder, dass 
er auf jede AVeise* entkäme, oder dass er, wenn er ver- 
slümmelt würde imd dann untauglich wäre, aus der Gewalt 
seiner Führer entlassen würde. Als er aber so zu thun im 
Begriff stand, geschah eine Stimme zu ihm, welche sprach: 
Petrus. Petrus, wenn du das thust, hast du keinen Teil an 
mir! Und so wurde er an seinem Vorhaben gehindert und 
nach Jerusalem geführt. Und dort erregte er viele Ver- 
wirrung, beschuldigte sich, führte laut viele Gründe an, durch 
welche er seine Unwürdigkeit zum Priestertum zu erweisen 
hoffte, und rief den, der ihn zu weihen im Begriff stand, zum 
Zeugen an ^ 

Aber wiewohl er von der göttlichen Gnade selbst Ver- 

1 irovSoxerov Jj^^-i» > mit Aufgaben, dia ilin seinem beachau- 

ticteD Leben entfreiiideteii — » ibps ätupoc " iuipja, waa Hesjch. 

dnrch iitoovjxTtov erklärt. Vgl. den oben besprochenen Ausdruck vif 
äxaipo;. • Wenn ;:dv-cuic vorlag, so dürfte dies eher von gänz- 

lichem I^ntkommen gemeint gewesen sein. " Nach Zacbarioa 

\h. mJsc. III 4] sagte er, er sei ein Häretilcer. Als Theodosiue dies nicht 
beachtete, sprach er: Ein Häretiker hin ich Kwar nif^ht, aber ein Sünder. 
'TbeodosiuB aber, der den Mann kannte, weihte iba zum Priester filr die 
Einwohner von Gaza.' Naih uuatirm Autor war Petrus viehnehr Bischof 
du HafcDdrta Miymiia. So werden 57,2 die Einwohner von Majuma 
wegen ihres Uiscbofs gliicklit'li gepriesen. Wenn Zacharia» Petrus Bischof 
rem Gnza nennt, so geschah ee wohl de»halb, weil Majuma politisch ttt 
^^u gehörte. 




56 PETBUS BEB IBEREB. 

Ordnung [zum bischöflichen Amte] und Weihe empfangen hatte, 
wollte er trotzdem den Dienst nicht verrichten, sondern schloss 
sich in dem Priestergemach * ein und übernahm, obgleich alle 

B6 imd selbst der Patriarch ihm zuredeten und ihn inständig 
baten, den Dienst nicht eher, als bis ihm wiederum durch 
eine göttliche Stimme gedroht und Befehl gegeben wurde. 
Und so ging er, als eine [gottesdienstliche] Versammlung in 
der Kirche des sogenannten Siloah abgehalten wurde, aus 
freien Stücken 2 eilends [aus seinem Versteck] heraus, während 
alle sich wimderten und erstaunt waren. Und sie versammelten 
sich mit dem Erzbischof und den übrigen Bischöfen, gingen 
alle mit Freude und Frohlocken und mit Verwunderung ihm 
entgegen und priesen Gott. Denn sie waren von grosser Be- 
kümmernis und Sorge erfüllt, dass vielleicht seine "Weigerung 
vielen Veranlassung zu Ärgernis geben werde. Als er aber 
in die heilige Kirche von Majüma kam, setzte er sich, von 
allen 3 getragen, auf den Thron am siebenten Tage im Monat 
Ab [August], indem dies ein grosses, heiliges und himmlisches 
Fest und Leben für die Seelen von ihnen allen war. Und 
als das Volk drängte, und jedermann von seinen heiligen 
Händen der heilbringenden Geheimnisse [des h. Abendmahls] 
teilhaftig zu werden begehrte, wurde er wieder infolge grosser 
Bescheidenheit gehindert, selbst [das Opfer] darzubringen, 
sondern wollte, indem er den Presbytern 4 und [übrigen] 
Klerikern erlaubte, auch die heiligen Dienste zu verrichten, 
nicht eher vor dem Altar stehen und die Eucharistie voll- 
ziehen, als bis das Volk unwillig wurde und eiferte und in 
der zutreffenden Annahme^, dass er an Flucht denke, her- 
beilief und ihn und die Kirche zu verbrennen drohte, wenn 
er ihnen nicht die Versammlung abhielte. Und so trat er ge- 
zwungen vor den heiligen Altar. 

Das nun Folgende fasse, wer es fassen kannl^ Aber die 
Grösse der [Gnaden-]Heimsuchung Gottes, seine Menschen- 
liebe und seine Kraft werde mit Freimut aller Orten ge- 

B6 predigt und verkündigt zur Überzeugung und Befestigung der 
Gläubigen und zur Aufrichtung des orthodoxen Glaubens! 

' der Kirche, in der die Weihe stattgefunden hatte — 2 ohne 

äussere Nötigung — 3 Dies ist natürhch nicht buchstäblich zu ver- 

stehen. * so ist jedenfalls statt 'Bischöfen' zu setzen — * wörtlich: 
und glaubte .... ^ Mat. 19, 12. 



ANTRITT DES BISCHÖFLICHEN AMTS. 57 

Denn wir können das, was wir selbst gehört Imben, und wovon 
wir durch die eigene Stimme des Frommen und durch die 
vielen, welche damals nahe waren und mit ihm Prieaterdienst 
thaten, [iberzeugt worden sind, nicht verschweigen. Weil er 
nämlich, während er die heiligen Gebete noch nicht gut 
recitierte und nicht vorher durchgelesen hatte, plötzlich ge- 
zwungen wurde vor den Altar zu treten und den heiligen 
Dienst zu verrichten, [that er es]i mit grosser Furcht und 
Zittern und Schrecken, unter Assistenz einiger Kleriker, welche 
_[ihn] erinnern konnten, wenn ihm etwas von dem, was die 
Ordnung erforderte, entgehen sollte. Als nun die Zeit kam, 
und er nach Anrufung des heiligen Geistes und Vollendung 
des ganzen Dankgehets unter allem Seufzen und unter Zer- 
knirschung des Herzens und vielen Thränen, wie seine Ge- 
wohnheit war, zum verehrungswürdigen Brechen des Brotes 
kam, sprang beim Brechen in solcher Menge Blut heraus, 
dass der ganze heilige Tisch besprengt wurde. Und indem 
er zurückschauderte und in Schrecken war, trat er zurück 
und wagte mm nicht mehr an das Brechen der übrigen Brote 
zu gehen. Und eilends wendete er sich und sah den Hen-n 
an seiner Seite stehen, ihn ermutigen uud zu iLm sprechen: 
Bischof, brich! Fürchte dich nicht! Wegen meiner Ver- 
herrlichung habe ich dies gethan und nicht wegen der deinigen, 
damit jedermann erkenne, wo die Wahrheit ist, und wer die 
sind, welche den orthodoxen Glauben besitzen. Jenes Wunder 
nun, das damals geschah, wird vom Munde jedermanns bis 
auf den heutigen Tag wiedererzählt. 

Während er nun in seiner heiligen Kirche ungefähr eine 
Zeit von sechs Monaten blieb, und alle Feste feierten und B? 
frohlockten und die Einwohner der Stadt Majüma wegen des 
Wohlwollens und Schutzes Gottes betreffs eines solchen Ober- 
priesters glücklich priesen und ihn wie einen Engel hielten 
und mit Liebe und Zuneigung an ihm hingen, trat der gegen 
"Gott kämpfende und neidische'^ Teufel, jener erste Abtrünnige» 
und Katgeber und Helfer der Abtrünnigen, da er es nicht 
ertragen konnte, so grosse Verherrlichung Gottes und Er- 



' So ist wohl der nicht ganz poncinne Ti^st zu ergänzen. ^ 8to- 

fdj^i xal ßdsxavof — 3 iTiostiTr,; — wie 62, 17/18 Spixuiv dno- 

aT^TTjt [Hiob Sti, 13J durch r^laM%±n r^llAJot wiedergegeben ist. 




I 



58 PETBÜS DEE EBEBEE. 

lösung der Menschen zu sehen, und fürchtete, dass vielleicht 
eine Wandlung! des Eifers eintreten werde, der in Chalcedon 
durch eine Schrift 2 gegen die Gottesfurcht Bänke gesponnen 
hatte, in jenen König ein, welcher damals die Herrschaft 
hattet und bereitwillig auf seine Befehle hörte, und betrieb 
durch einen königlichen Befehl, dass die heiligen und wahr- 
haftigen Oberpriester [Bischöfe] und Eiferer für die Gottes- 
furcht, die von dem grossen und apostolischen Oberpriester 
Theodosius eingesetzt worden waren, in allen Städten Palästinas 
von ihren Sitzen [Thronen] vertrieben und, wenn sie nicht 
wollten, mit Gewalt entfernt würden und der Todesstrafe ver- 
fallen sollten, der Oberhirt Theodosius selbst aber, wo er ge- 
funden würde, die Verurteilung zum Tode erführe — indem 
der König das gegen ihn erliess, was von ihm selbst Forma* 
genannt wurde. In jener Zeit Hessen sich alle dazu bewegen 
wegzuwandern, was der Patriarch Theodosius selbst geraten 
hatte, weil er urteilte, dass die Erhaltung der Prediger der 
Wahrheit mehr dem Wohlgefallen Gottes entspräche, als dass, 
wenn sie stürben und getötet würden, die orthodoxen Völker 
derer beraubt würden, welche sie erbauten und stützten. 
68 Damals wurde der selige Petrus^, indem er nach Ägypten 



» jjLeTaßoXtj — 2 das dort aufgestellte Bekenntnis — s Marcian — 
* Du Gange: Forma, Tutto; vel Epistola, littera formata, cui impressa est 
forma seu imago scribentis, in sigillo scilicet. So Messen kaiserliche 
Edikte. * Auf den abweichenden Bericht von Zacharias ist in der 

Einleitung aufmerksam gemacht worden. In der dort ebenfalls erwähnten 
zweiten Severus-Biographie [von Johannes] heisst es in dieser Hinsicht: 

QDO^ia^ij&io ft^\\^ QDOJjLoiisQ.i i^xat actus 

.aocD ^xiä..ii *. OOCV3 (J^^ Y^ «_a&^oiiu.i r<jLSo.ini^ 
r^^^cvai^n.l f^^vaXo : 0000 ^^^iiicn «^ciai^ Aj^co .t& 

f<l ^coi^^ f^.Uj.i f^li&mi .T& .f^ocD «f^lix. re'ix^jL.i Oqa 

QDOijjDi^n.i f^^^f^ ;t<^v\» f^coAf^ ^xJjio ft^nii^ 



IN DER VEEBORGEKHEIT IN AU.XANDRIEN. 59 

wanderte und nach dem Willen Gottes in die Stadt der 
Alexandriner kam und sicli dort verbarg, in den Tagen jenes 
Rebellen Proterius, allen Orthodoxen Stütze und Trost. 
Und als niemand von denen, welche an der Wahrheit l'est- 
hjelten, sieb sehen zu lassen wagte, weder ein Kleriker noch 
«in Mönch, Hess er, während er in der Verborgenheit war 
und die göttlichen Dienste verrichtete und allen, die es be- 
gehrten, Zehrgelder des Lebens gab, nicht zu, dass ihr 
Mut sänke, noch dass sie am Eifer und Crlauben Einbasse 
erlitten. 

Er selbst aber wurde auch gewürdigt ein furchtbares 
Gesicht folgender Art' zu sehen: Als in der Stadt an dem 
Orte, welcher 'Theater'^ heisst, das ganze Volk einem Schau- 
spiel beiwohnte, begann das gläubige Volk, von Eifer glühend 
und von der göttlichen Kraft angeregt, plötzlich zu rufen; 
■Dioscur in die Stadt! Der Orthodoxe in die Stadt! Der 
Bekenner auf seinen Thron! Brennen sollen die Geheine des 
Proterius! Den Judas treibe in die Verbannung, den Judas 
wirf hinaus!' Und indem sie unzählige andere Rufe ausstiessen, 
forderten sie, dass Dioskw, der Helfer zur Gottesfurcht, aus 
dem ungerechten Exil zurückkehren und seinen Thron ein- 
nehmen, der räuberische Wolf aber und Gottbekämpf er, der 
neue Kuiphas, herabgestürzt und gänzlich aus den heiligen 
Kirchen vertrieben werden solle. Aber da die Regierenden 
besorgt waren, in allem dem damaligen Machthaber zu ge- 
fallen, und ihren Vorteil suchten, brachten sie eine Menge 5 
bewafiiaeter Soldaten^ und unigabeu das Theater, und indem 



al ■.T^TcföA^ A^soA K'vVffi r^\j93o : coAnaasa^ i\ai 
r<X rilSO A-i. r<Sri ■. re'T\ä j\ iurC* Ali rdünA 

f<'i\^ea\r< i<A_d ^i^ XiAcn rtf'iooA X^ .i.=n.^^^v39 
n * * «La jc.\jr<' t<\ .z-ir^ .V^ r^l w*W •■ .-h "^ x. 

1 Spa{ia toiitie ^ '' Am Kau Je: fLül * Obwohl dir Über- 

setzer für 'Soldateil' gewübnlich rO^CU^-vJ^tttf^ verwendet, bd «ind ' 



60 PETRUS DEB IBERER. 

sie ein Schlachten und Morden androhten, veranlassten sie das 
Volk zu so grosser Eile, dass, während sie nach aussen flohen und 
in den engen Eingängen des Theaters einander niederwarfen, 
viele den Tod fanden. Damals nun vollzog der selige Petrus, 
indem er sich, wie ich gesagt hahe, verborgen hielt, gerade 
die heiligen Mysterien. Und in Ekstase sah er, dass viele 
Seelen von Engeln getragen und zum Himmel emporgehoben 
wurden. Als aber Leute aus der Stadt kamen und das Vor- 
gefallene berichteten, ergab sich, dass die Zahl derer, welche 
auf gewaltsame Weise bei jenem Niederwerfen und Drängen 
gestorben waren, der Zahl der vom Seligen in jenem Gesicht 
gezählten Seelen gleichkam. Und wie jener Schacher [Räuber], 
welcher selig gepriesen wurde*, flochten auch diese in der- 
selben Zeit dieselbe Krone in einer Stunde durch das Be- 
kenntnis des Glaubens. Denn solcher Lohn ist denen auf- 
behalten, welche für den orthodoxen Glauben streiten und mit 
Fleiss kämpfen, wenn sie auch [erst] beim Ende ihres Lebens 
Eifer beweisen 2. 

Als der selige Petrus sich aber vor dem gottlosen Pro- 
terius nicht mehr verbergen konnte, und [dieser] eilte, ihn bis 
zum Tode zu verletzen, und in der Nacht Mörder aussandte, 
um ihn zu ergreifen und zu töten, war er imstande zu ent- 
rinnen, da unser Herr, welcher ihn errettet und beschützt hat, 
ihm die versteckte Hinterlist off'enbarte. Denn als die Ab- 
gesandten sich der Thüre seines Verstecks in der Stadt 
näherten und anklopften, indem sie sich stellten, als ob sie 



doch auch unter r^jjA^ solche zu verstehen, wie sich daraus ergiebt, 
dass S. 67 der oxpaxTjXdxT)? an der Spitze von y<^Ml^ einschreitet. Auch 
in Zacharias' Severus-Vita bezeichnet f^ui^ wiederholt ohne Zweifel 
Soldaten. So heisst es fol. 115a 2 : 

.r^^uAä.i f<fiai^i f^lx^ilo qdcO^o^^.i rtlld^i^OciiX 

Fol. 1216 1': 

•v^'ocD ^eoahy^r^ Kl&l&Oco.i QOAfia-^.i yt^ui^k ^.1 rOco 

' Dem Luc. 23, 40 — 43 berichteten Vorgange entspräche eher die XJber- 
setzung: * welchem Heil verliehen wurde'. 2 Der Verfasser will 

schwerlich sagen, dass alle im Gedränge Umgekommenen rücksichtlich 
des Bekenntnisses zu Jesu im Falle des Käubers gewesen seien, sondern : 
dass sie schon durch das vor ihrem Tode abgelegte Bekenntnis — auch 
abgesehen von ihrem früheren Verhalten — sich die Krone geflochten 
haben. 



ALFEKTHAt.T IN OxrHYKCHOS. 61 

ZU den OrtiioJoxen und Bekannten gehörten, und baten, daas 60 
dieses Knäblein da', welches sich in Gefahr befände, vor 
seinem Tode noch die Taufe empfinge, wurde ihm von einer 
heiligen Stimme genagt: Offne nicht, es sind Verderberl Da 
sprach er za den Brüdern, die bei ihm waren: Niemand öffne 
die Thür, sondeni thut, was ihr mich thun seht! Und als sie 
mit grosser Andacht das Knie gebeugt hatten und wieder auf- 
gestanden waren, riefen er und die Brüder um ihn mit lauter 
Stimme: Unser Vater im Himmel, siehe, Bäuberl Hilf! Als 
dies aber die Nachbarn und die, welche [sonst] in der Nälie 
waren, hörten und herbeieilten, veijagten sie diese Verderber. 
Und nachdem sie so nach dem Worte der Schril't^ aus den 
Stricken der Jäger gerettet waren, gingen sie von dort weg 
und wanderten in die höher gelegenen Gegenden der Theba'is. 
Und nach der Stadt Oxyrynchosä gekommen, blieb er dort, 
indem ihn einer von den Stadtoberen, Namens Moses, aufnahm, 
ein Mann, welcher Christum und die Heiligen liebte, fruchtbar* 
im Glauben und guten Willen, von dem der Selige eraälilte, 
dass er, da er zweitausend Denare jährliche Einkünfte hatte, 
die HäKte von diesen unter die Heiligen, Annen und Fremden 
verteilte, die andere Hälfte aber für senie notwendigen Lebens- 
bedürfnisse und für die Bezahlung der öfi'entlichen Abgaben 
[verwendete]. Dies Oxyrynchos war aber eine grosse und 
reiche Stadt der Theha'is, in welcher die Gnade Christi so 
sehr regierte, dass, während alle [Einwohner] Christen waren, 61 
die Menge der in den umliegenden Klöstern wohnenden 
Mönche sich auf nicht weniger als zehntausend belief. Während 
seines dortigen Aufenthaltes aber ereignete es sich zu jener 
Zeit, dass jener gottlose und gegen Gott kämpfende Proterius 
zur Täuschung der Arglosen eine Ex Communications sehr ift 
listig ersann * und zusammenstellte und darin in betrügerischer 
und versteckter Weise die gottlose Lehre der Synode von 
Chalcedon mit äusserst verschlagener Bosheit und Heuchelei 
vortrug, indem er Gift mit Honig mischte. Als aber diese 
vor dem gesamten Volke ^ vorgelesen wurde und niemand von 
diesen Festgegi-ündeten zu verwirren vermochte, schickte er 
ein Exemplar von ihr an die ihm unterstellten Bischöfe, welche 

' [iHpdmov Tdät — i Pe. 91, 3 [ito-jiBoi]. ' nach dem dort heilig ver- 
ehrten Fisch ililf•J^•f_ai — Spitz Buliaauze (renannt. < t.apnofbpDi, ge- 
up3«fipO( lucrifer — " iia'rt/^yä-.än — » von Alexandrien — 





62 PETRUS DER IBERER. 

sich herbeigelassen hatten, sich seiner Rebellion zu unterwerfen, 
mit dem Befehle, sie vor dem ganzen Volke jeder Stadt vor- 
zulesen. Als nun der Bischof von Oxyrynchos diese erhielt 
und vor dem ganzen Volke vorlas, war er unter Beihilfe des 
Teufels darauf bedacht, viele von den Orthodoxen zu verführen 
und zu erschüttern. Und da viele Gefahr liefen Ärgernis zu 
nehmen*, sintemal sie arglos und in solcher Verschlagenheit 
und Heuchelei nicht erfahren waren, wurde der selige Petrus 
.von den Stadtoberen und seinem Wirt, der ein strenggläubiger 
Mann war, und von den heiligen Mönchen gebeten, sie vor- 
zulesen, die Ai'glist und Absicht aufzudecken und öflFentlich 
vor dem ganzen Volke die AV^ahrheit zu predigen. Und wie- 
wohl er sich weigerte, sintemal er in solchen Wirrnissen imd 
in der freimütigen Rede vor dem Volke nicht erfahren wäre, 
62 widmete er sich doch, als er gedrängt wurde, dem Bekenntnis. 
Sie trugen ihn nun und stellten ihn auf einem öfifentlichen 
Platz an einen erhöhten Ort, auf die Basis einer Säule, auf 
welcher das Standbild ^ des Kaisers stand. Und während er 
jenes fallstrickartige Schriftstück in seinen Händen trug, über- 
legte er mit aller Anstrengung, wie er die in ihm verborgene 
Hinterlist aufdecken könnte. Plötzlich sah er den seligen 
Theodosius, Bischof von Jerusalem, jenen neuen Jakobus, der 
ihm die Weihe erteilt hatte und bereits durch Bekenner- und 
Märtyrertum in der königlichen Residenz zur Vollendung ge- 
kommen war in den Zeiten des gotthassenden Kaisers Marcian'. 
Die Art seines Todes aber werden wir, so Gott will, zuletzt 
erzählen-». Diesen sah er zu seiner Rechten stehen und mit 



1 vom rechten (ilauben abzufallen — 2 ax^ilt] [auch = statua, 

quae columnae imposita est. Zuweilen auch pro quavis effigie gebraucht. 
Steph.] 3 ^ 457 4 in dem hierdurch bezeichneten Abschnitt 

wird Folgendes erzählt: Theodosius lebt im Exil in Ägypten. Zur 
Schlichtung eines zwischen zwei Orthodoxen - Häuptern entstandenen 
Streites, oder um den Styliten Simon [ — der ihn nach Acta SS. Boll. 
II 679 in einem Briefe an Eudokia 'pestifer' genannt hatte — ] für sich 
zu gewinnen, reist er nach Antiochien. Vor den Thoren der Stadt er- 
kannt und festgenommen, wird er auf Befehl Marcians durch Schergen 
nach Constantinopel gebracht. Dort versucht der Kaiser zunächst durch 
Schmeicheleien und durch das Versprechen von Vorteilen seine Zu- 
stimmung zum Chalcedonense zu gewinnen. Als er aber staudhaft bleibt, 
wird er dem Vorsteher des Dius-KIosters zur weiteren Behandlung über- 
geben. Dieser versucht anfangs durch Zureden und Drohen ihn um- 
zustimmen, als er aber damit nichts erreicht, schliesst er ihn in der 



AÜTESTHALT IN OXTCBYUCHOS. 63 

dem Finger die in jedem Wort Terborgene Gottlosigkeit an- 
deuten und anzeigen und aufdecken. Und was er von ihm 
hörte, redete er zum Volk, während unser Herr nahe war und 
half und Freimut zugleich und Gnade schenkte. Und indem 
er Bo das Volk übei-zeugte und alle befestigte und von allen 
wie ein Engel angesehen und gepriesen wurde, enti-iss er sie 
den Netzen des Irrtums. 

In jener Zeit, als er den abtrünnigen Drachen' und seine 
Diener und Gehilfen zu schänden machte, wurde der selige 
Erzbischof Dioscur, nachdem er den schönen Kampf des 
Bekennerturas gekämpft und seinen Lauf vollendet und den 
apostolischen Glauben ohne Übertretung bis ans Ende be- 
wahrt hatte^, im Exil in der Stadt Gangara, der Metropole 
Paphlagoniena, vollendet, nachdem er sieben Jahre und drei 6 
Monate Bischof gewesen war. Der Tag aber, an dem er ent- 
schlief, war der siebente im Jlftl [September]. Und als die 
bittere und schmerzvolle Nachricht über um den Städten der 
Alexandriner gemeldet wurde, wurden die Scliaaren der ortho- 
doxen Völker und die heiligen Miiuche und Nonnen von 
schwerem Leiden und Kummer in der Seele gebrochen, da 
sie üunmelir die Hoftimng auf ihre Errettung aufgäben. Der 
hart« und blutdürstige^ Wolf Proterius aber frohlockte in 
grosser Freude und Lust und raste. Sinteraal er sich nun 
im festen und ungestörten Besitz seines Patriarchats befand, 
fUgte er von jetzt an den Laien und Mönchen, welche keine 
Gemeinschaft mit ihm haben wollten, schwere Übel zu, 
indem er die Machthaber bestach und mittelst ihrer alle 

Winteraeit in eine enge, mit ungclÖBcliteni Kalk angefüllte Zelle ein „und 
tchnächt« ihn durch Bedrängnia und Qual so eebr, iIms sein ganzer 
Körper nnd leine FüBie und sein Magen ki«uk und von bittem Schmerxea 
bedruckt wurden, da er von Hunger und Durst und Kalt« ergrifien 
warde, wälirend es zugleich keinem von seinen Bekannten erlaubt wurde, 
Qm tu Iteauthcn." In dieser Zeit stirbt Marcian. Leo wird benat'hriclitigt, 
daas Theodosiu» seinem Ende entgej^engehe , uud gestattet seine Aas- 
lieferung an die Seinigen. Diese bringen ihn nneb dem Constantinopel 
gegconber gelegenen Kloster Sykai, dort stirbt er aber nach wenigen 
Tagen. AU sie hören, dass die Djophjsiten damit umgehen, seinen 
Letckntini in einer ihrer Kirehen bei/mHetzen und das Gerücht Ka ver- 
breiten, daas TL ihrer Bosheit zugestimmt hnbi', biiiigen sie seinen 
Körper ichneU in ein Schiff, führen ihn Duob Cypern uud setzen ihn dort 
in einem Kloster der Orthodoxen bei. i Hiob äi. VA. ' 3. Tim. 4, 7. 




64 PETBUS DEB IBEREB. 

Arten von Beschimpfungen und unerträglichen Kümmernissen 
über die Orthodoxen brachte, dadurch dass er Haufen von 
verwilderten und rohen Soldaten in die Stadt einführte 
und unerzählbare S unendlich jammervolle und unnatürliche 
Schlechtigkeiten ohne Schonung beging, bis dahin, dass er 
seine Raserei selbst auf die heiligen Jungfrauen ausdehnte. 
Aber jener gerechte, mächtige und langmütige Richter war 
nicht willens, wegen solcher Bosheiten weiter langmütig zu 
sein — er, welcher schlägt imd heilt 2, welcher züchtigt imd 
gesund macht — sondern der Herr erwachte, wie ein Schlafender', 
machte seine Lanze blitzend * und tötete mit ihr den ge- 
wundenen Drachen*, ich meine Marcian, den neuen Assyrier, 
indem ihn der Engel wie mit einem Schwert mit einem un- 
heilbaren Schlag auf seinen Nacken schlug, nach dem Zeugnis 
derer, welche es mit ihren Augen gesehen haben imd dadurch 
gewiss gemacht worden sind. 
64 Damals nun verliess der selige Petrus Oxyrynchos und 
kehrte nach Alexandria zurück. Gott aber war es, der ihn 
dorthin zurückführte, imd zwar wegen eines göttlichen Heils- 
plans, welcher zum Tröste des gläubigen Volks und zur Auf- 
richtung imd Befestigung des orthodoxen Glaubens ausgeführt 
werden sollte. Es war aber folgender: 

Als die Nachricht von dem Tode Marcians, des Hauptes, 
Anstifters und Beschützers solcher Schlechtigkeiten, nach der 
Stadt der Alexandriner kam, lebten die gläubigen Volksmassen, 
die infolge der vielen Bedrängnisse und Verfolgungen, welche, 
wie erzählt worden ist, über sie gekommen waren, schon zu 
verzagen begannen, und deren Hände schlaff geworden waren, 
von neuem auf, da sie eine Zeit des Aufatmens^ fanden, und 
Hessen den Lobgesang der Danksagung und des Preises zu 
unserm Heiland Christus aufsteigen, der nicht völlig gezürnt 
und sie nicht in die Hände jenes verheerenden und blut- 
dürstigen Wolfes gegeben hatte. Und sintemal sie die Zeit 
passend und ihren Wünschen entsprechend sahen, versammelten 
sich die Schaaren lieiliger Mönche, und zwar nicht allein die, 
welche in der Stadt selbst Avaren, sondern auch jene, die in 
ihrer Nähe waren, in dem sogenannten "E/parov'^ und im 



1 aXexTo;, dSi^Y^'^o« -" ^ ^ß^*" ^2, 39. 3 Pg. 78, 65. < Deut 
32, 41 [?] * Jes. 27, 1. Spdxcuv 691c 0x0X16« — « dvairvoi^ — 

7 Im Kloster "Evaxov verfasste Thomas Harclensis seine Bibelübersetzung. 



NECER AUFENTHALT IS AIESAKDHLEN, 65 

'0»Ti!o3t*UTov und ElicouTÖv* und in den übrigen heiligen 
Kliistem, samt dem ganzen gläubigen und eifrigen Volke der 
Stadt Älexandrien, indem der selige Asket und grosse Prophet 
LoDginus, der Abt der Mönche, Üir Haupt und Anführer 65 
war und sie nach Gottes Willen anregte und anstiftete', und 
schickten auf Grund eines allgemeinen Beschlusses hierzu ge- 
eignete Männer und entführten aus der Wüste, ohne dasa er 
es vorher erfuhr und überhaupt nur ahnte, den heiligen 
Timotheus^, jenen- berdhmten Bekenner und wahrhaftigen 
Märtyrer, der schon vom grossen Erzbischof Cyritl mit der 
Ehre des Presbytertums geehrt worden war, samt Anatolius, 
seinem echten und von gleichem Eifer beseelten Bruder — 
einen Manu, der mit jeder Gabe der Beaufsichtigung', mit 
apostolischer Gnade und besonders mit aufrichtigem und heissem 
Eifer ftir den orthodoxen Glauben geziert war. Und als sie 
ilm in die Stadt, und zwar in die -Kaisarion'* genannte 
Kirche gebracht hatten, nnd die ganze Stadt zugleich, sozu- 
sagen mit den Frauen und Kindern, samt den heiligen Mönchen 
versammelt war. eilten sie ihn zu weihen und zum Erzpriester, 
Prediger und Streiter für die Gottesfurcht einzusetzen. Aber 
da sich nur einer von den orthodoxen Bischöfen, nämlich 
Eusebius vonPelusium, fand, weil die andern, da sie ver- 
folgt wurden und sich verbargen, sich nicht einmal sehen zu 
lassen wagten, eUte das Volk, als ihm durch den Willen 
Gottes bekannt wurde, dasa unser seliger Petrus dort war 
und sich verborgen hielt, nnd kam plötzlich zu jenem Orte, 
an dem der Sehge wohnte. Und indem sie ihn mit Gewalt 6fl 
aufhoben und auf ihren Schultern trugen, brachten sie ihn 
nach der Kaisarion, wo die Volksmenge versammelt war, 
um zu thun, wie die alten Gesetze und Gewohnheiten in den 



• Randbemerkung: Dies waren Orte, an denen Mönche 
wohnten, der eine neun Meilen von Alexandrien entfernt, einer 
achtzehn und einer zwanzig. Und sie haben ihre Namen von 
der Zahl der Meilen ihrer Entfernung von der Stadt. 

■ NAch Zachorias [h. m. tV 1] itbernahin Longin vielmelir die Rolle 
eine« Termittien. ' Mit dem Beinamen AiXo'jpot. Über die Eotstehiing 
dieses Spottnameua safct Zaehariaa [ii, m. IV 1): er war infolge seiner 
gromeu Entbaltsamkeit Bchwach an Korper, so dasa Proterius' Partei- 
gänger ilin wegen seiner Magerkeit im Scherz 'Katze' nannten. > hn- 
• Socratea h.e. VII 7: ItcI ■zi^■^ ixx),T,o(av \ inAvujio^ Ksia^piov — 





PETBDS DER IBEBKR. 




66 

Zeiten der Verfolgungen, erlaubten* ' Und da der 8el^ 
schon vorher von Grott die Gewissheit erlangt hatte, dass < 
sein Wille sei, wie er viele Male im geheimen seinen geliebten 

Freunden mitgeteilt hat, so vollzog er mit jenem andern Bischof 
die Weihe des Erzbischofa Timfitheus, indem die Gnade Gottes 
damals nahe war und alles wirkte. Als aber alle in Freude 
und Frohlocken über eine solche Hulfnung beschäftigt waren, 
konnte der selige Petrus selbst unbemerkt bleiben, und indem 
er durch das Volk seinen Weg nahm und derselbe Herr ihn 
schützte, der ihm die Ofi'enbanmg gegeben hatte, als er sich 
scheute etwas Derartiges ^ zu thun, verbarg er sich, wie der 
Apostel Philippus, der nach der Taufe jenes Eunuchen der 
Kandake sogleich nicht mehr sichtbar war- Zu jeder Zeit 
nämlich floh der Selige vor der Ehre und dem Lobe der 
Menschen, sintemal es ihn an der von ihm geliebten, von Zer- 
streuung freien ^ Ruhe und dem ungestörten Umgang mit 
Gott hindere — wenn auch nicht vergönnt wurde, dass seine 
Absicht seinem Wunsche entsprechend zur Verwirklichung 
kam. Denn als die Weihe des grossen Erzpriesters Ti- 
67 motheus so nach der Verordnung und dem Wohlgefallen 
Giflttes und nach der Wiihl und dem "Wunsche und Beschlüsse* 
des Volks der Alexandriner und der heiligen und kreuz- 
tragenden Mönche stattgefunden, und unaussprechliche Freude 
und Frohlocken die Seelen aller ergriffen hatte, und die Volks- 
menge Feste feierte und sich freute, verfiel jener frevelhal'te 
und durchaus ruchlose Proterius, da er sich in Gefahr sab, 
in noch grössere Verrohung. Und indem er die Machthaber 
mit vielem Golde erkaufte, und zwar besonders den, welcher 
CTQuitiXüxiiq heisst, Namens Dionysius, einen mordgewohnten 



* Eandbemerkung : In einer andern ErzäUung, welche den 
seligen Petrus zum Gegenstand hat, haben wir erwähnt ge- 
funden, dass drei Bischöfe Timotheus geweiht haben. [VgL 
die Einleitung.] 



I Dem Verfasser ist bewuaat, dass, wie Zacbarias [li. m. IV 1] sag^ 
nach der Anordnung der Canones drei Bischöfe zur Consekration eine« 
Erzbiscbofs gehörten. Aber er weisa zugleich, dais in den Zeiten der 
Verfolgungen Ausnahmen von dieser Regel zulässig waren. "> wie 

es die Beteiligung an der Consekration war — ^ 'JnEpIo-ootot — 



PÄHTEIKÄMPFK. PROTERTUS' ERMOKDLTNG. 67 

und äusserst jähzornigen Menschen, trieb er diesen zu solcher 
Raserei, dass er mit einer Rotte von bewaffneten, verwilderten 
und rohen Soldaten in die heilige Kirche Gottes eilte und viele 
Laien. Mönche nnd Nonnen ohne Mitleid mordete, viele auch 
mit Schlägen zerbleute und halbtot liegen liess. Und zuletzt 
stand er nicht davon ab, in das Haus der göttlichen Taufe 
[das Baptisteriuni] einzudringen, vom heiligen Jordan selbst 
d, h. von dem Bade der ehrwürdigen Taufe wie einen Rebellen 
den heiligen Timotheus samt seinena Bruder Änatolius fort- 
zureissen und ihn nach Tafosirion', einem in der Wüste 
gelegenen, dreissig Meilen von der Stadt entfernten Castell 
zu füliren.^ und dort setzten sie ihn unter Bewachung von 
Soldaten gefangen, so dass nunmehr der schändliche Pro- 
terins, da er die für seine Raserei geeignete Gelegenheit 
fand, wiederum gegen die Mönche und Laien, die nicht an 
seiner Gottlosigkeit teilnehmen wollten, viel Unheilvolles ver- 
übte, besonders gegen die, welche für die Konsekrierung des 6: 
seligen Timotheus gesorgt hatten. Da die Volismassen dies 
nicht ertragen konnten und verzweifelten, und nun ihre Seele 
bis zur Sättigung von Angst voll war, wurden sie von Mär- 
lyrereifei' eütflammt, lieferten täglich gegen die Soldaten 
Treffen und eiTegten Bürgerkrieg mit Morden und Blutver- 
giessen. Da nun die Regierenden der Stadt und der, welcher 
arffOTtiKürr/g heisst, fürchteten, dass eine solche' Stadt des 
Königs zu Grunde ginge, und dass dieser, weil er das Vor- 
gefallene noch nicht erfahren hatte und von ihnen noch nicht 
davon benachrichtigt war, ihnen zürnen werde — denn es 
war auch schon allenthalben die Einsetzung des neuen Königs 
Leo und seine Ernennung zum Herrscher verkündet worden — 
fassten sie zugleich den Beschluss, auch Proteriu'i aus der 
Stadt zu entfemtn und ilin an irgend einen Ort zu führen 

< Stau des überlieferten uVfiOAä Labe ich baYifloOAX gesetzt, 
weil in der Ubersettung vou Zar'hariaa' Kirch eügeaciiichte der Ort 
_^tf^;iB heiBBt, waa auf 'l'a^ootfii'iv [ = Taiiiosipi«, TaTiiaipis] führt. 
Die Schreibweise Ta^oalpiov Rndet sich aach bei I'Beudo-CallistheneB I 31 
[ed. Meusel]: 'E*ei»sv ik öSeioo« f|Äöe tii tö Toyoojpiov. iituvttttvsto oüv 
capa Twv iy/mplmv, äid Tt tä fiv0|j.5; tdüto. ol hk I^Tjaav, TÖiptw 'Oolplo( 
»Ivai Ti Upov. Vgl. auch Euaebius h. e. VI 40; ifit ni> fap . . . «na toTs 
ejv t[j.t.i it.-i6ii.i.\ui liTzä tüi; oipariibTai! tU Toicioipiv i,x^iii. * Statt 

^eotialaeu wäre ^caculsoi concinner. ' eine so herrliche — 



68 PETEUS DEB IBEBEB. 

und ZU bewachen, bis der König, von ihnen benachrichtigt, 
über jeden von ihnen [beiden] Bestimmung getroflFen hätte. 
Als nun Proterius durch Soldaten hinausgebracht wurde, 
geriet einer von diesen in Eifer [Wut]* und tötete ihn am 
vierten im Nisän [April] , zwanzig Tage nach der Konsekration 
des seligen Timotheus, nachdem er fünf Jahre und sechs 
Monate auf dem Throne gesessen hatte. Als dies geschehen 
war, und alle, Laien und Soldaten, zugleich flohen, liess man 
ihn wie ein Schwein oder einen Hund, denen er nach seinen 
Sitten und seiner Tollwut glich, auf der Strasse liegen, nachdem 
er sich selbst den Untergang zugezogen hatte. Das nun, was 
sich bei diesen Vorgängen zutrugt, überlassen wir, w^eil es 
69 jede Kenntnisnahme von Seiten der Gottesfürchtigeii aus- 
schliesst, andern zu erzählen und zu beschreiben. Denn wenn 
jener auch, was er erlitten, verdient hat, so ist Derartiges doch 
für uns weder zu hören noch zu erzählen geziemend. Wir 
sehen aber, dass sich an ihm das göttliche Wort der Schrift 
erfüllt hat: Den Frevler wird das Unglück in den Untergang 
hineinjagen 3 — und jenes: Du hast die Übermütigen wie Ge- 
tötete erniedrigt 4 — und: Der Herr streitet wider die Über- 
mütigen* — und: Für seinen Schlachttag wird der Gottlose auf- 
gespart 6. 

Als aber diese Vorgänge dem Kaiser Leo gemeldet wurden, 
erbarmten ihn die Bedrängnisse, die während dieser ganzen 
Zeit die Stadt der Alexandriner betroffen hatten. Und gegen 

1 Zacharias [h. m. IV 2] berichtet, Proterius habe den römischen 
Soldaten Vorwürfe gemacht, dass sie, die doch gut von ihm bezahlt würden, 
nicht dem entsprechend mordeten. Dieser Vorwurf habe einen Soldaten 
zum Zorn gereizt, und während er Proterius aufforderte, sich die am 
Wege liegenden Leichname der Erschlagenen anzusehen, habe er im 
geheimen sein Schwert gezogen und es ihm in die Seite gestossen. 
2 Euagrios h. e. II 8: 8v xal xaX(u${qj Ttepiapxi^oavTe« dvd tö xaXoufjievov 
TETpefcTr'jXov TOI« Tiäaiv iireSeixvuov iTtiTcöOriCovxi; xe xal xpauY^Covxe; 
npoxipiov elvai x6v dvTrjpr^jjt^vov xal jjtexd xaGxa x6 o<S{j.a 8id icdaT,c xij; 
7r6Xeu>c TiepieXdoavxe; irupl izapihoaa^, o'jhi xd»v arXdiYyvojv auxoö foa 
OTf)p(oic dno^tdta^ai vapxi^aavxe;. 3 Ps. 140, 12: ÄvSpa &5ixov xaxd 

ÖTjpeuoei 6'« 8ia5pl>opav. [Anders im Grundtext.] Der Verfasser hat unter 
xax6v vielleicht an das vom Frevler verübte Böse gedacht. * Ps. 

89,11: ou ixaTTeCvuiaa; db; xpau|jLax(av öirepi^^avov. * Prov. 3, 34. 

6 Hiob 21, 30: Sxi ei; 7^[^.ipa\ dirtuXeCa; xou<p(Cexai [T|tI?H;i xijperxai, 
odaJiexaiJ 6 7tov7)p6;. Der Verfasser, der aus dem Gedächtnis citiert, hat 
ri\>.ipa acpa^fj; aus Stellen wie Jerem. 12, 3. Jac. 5, 5 eingesetzt. 



TIMOTHKUS BESTÄTIG DSG. VEHBANSUNG. 69 

die Übriggebliebenen Schonung übend, befahl er, dass der 
selige Timotheus, welcher von Gott die Handauflegung [Weihe] 
empfangen hatte, hineingehen und seinen Thron einnehmen solle, 
und 80 die Stadt beruhigt würde und das Volk aufatmete und 
fOr die vergangenen Leiden Trnat fände — was ihnen auch 
durch die Rückkehr des seligen Timotheus zu teil geworden 
ist. Denn überall konnte man Freude und Jubel und Froh- 
locken sehen, wovon die Stadt voll war, indem viele Schaaren 
von Ungläubigen herbeieilten und sich taufen liessen. Und 
um es kui'z zu sagen: Der Hini.mel war die Stadt der 
Alexandriner in diesen Tagen. 

Nachdem mm der selige Timotheus eine Zeit von sieben» 
Jahren im Bischofsamte geblieben war, erregte wieder ein 
neidischer Dämon, da er es nicht ertragen konnte die Er- 
lösung der Menschen zu sehen, im Zorn die Bischöfe an allen 
Orten zu hässlicher und neidischer Eifersucht, besonders den 
von Constantinopel "J unil den von Rom \ Denn es verursachte 70 
ihnen auch Scham und Schande die Einsetzung und Ehre und 
der Wandel unil Freimut des Seligen, da täglich offen von »hm 
selbst und den unter ihm stehenden Bischöfen, Klerikern, 
Mönchen imd Laien ilie gottlose Synode von Chalcedon mit 
dem Fluch belegt wurde. Und indem sie nach allen Seiten 
hin grosse Anstrengung und Geschenke und che Unterstützung* 
der Gottlosen anwendeten — denn die damaligen Machthaber 
wurden als solche erfunden *, die der Geldhehe unterlagen — 
liessen sie nicht eher von ihrem Ränkeschmieden und ihrer 
Bosheit ah, als bis sie unter vielem Hinmorden des Volkes 
und Blutvergiessen •■ erreichten, dass der selige Timotheus in 
die Verbann im g getrieben wurde' und in die Stadt Gangara 
ging, wo die Krone des Bekennertums des Siegers und Erz- 



' Richtig: 'von drei Jakren', wie aus dem Berichte über Timütlieua' 
Tod herrorgeht. ' AnaUilius — ' Leo — ' rpootaaCa |Kpo- 

3TdTT|( = Besi'hiitKer , Beistand] — ' AuAnZ.^ et. .UJU^t^ — 

• Der Verfasser hat wohl das Blutvergiessen im Auge, welches in EphesuB 
»as ÄnlasB der EitiKoteung des chalcedon ensisch gesinnten Bischofs Jo- 
hannes staUfaod [h. m, IV 5]. ' Den thalsächücLen Verlauf dieser 
Angelegenheit stellt Zacbarins' Beriebt klar [IV 5]; auf Ectreibeu dea 
Bischor« AnulolioB befragt der Kaiser Leo die Bischöfe durch ein 
t^x^iXiov über die Synode von Chalcedon und über die Rechtmässigkeit 

~ ' ration des Timotheus. 





70 PETE US DER I 

priesters Diosciir, des Mitgenüssun seines Bekennertums, voU- 
entlet worden war.' 

Das war für den aoLigen Petrus die Veranlassung, dasa 
er nicht, wie es sein Gebet und Verlangen war, den Aufent 
halt unter den Menschen aufgeben und sich der von ihm ge- 
liebten Ruhe erfreuen konnte. Denn als der ErKbischof Ti- 
niotheus fortgegangen und durch kaiserlichen Befehl und 
Jlacbtspruch der Verbannung überliefert worden, und 
anderer, ein Presbyter, nach kaiserlichem Befehl an seine 
Stelle getreten war, der ebenfalls Timotheus hiess, vorneha- 
lich aber Salophakialos^ genannt wurde und atif gleichfl 
Weises jn der verkehrten Meinung^ der Chalcedonenser be- 
71 fangen war, nahm Petms, jener Diener Gottes und Eiferer 
gleich dem grossen Moses, als er die Bedrängnis der gläubigen 
Brüder sah, dass sie im Hause des Todes zurückgelassen und 
derer beraubt waren, die sie erbauen und stützen konnten, 
und dass sie Gefahr liefen in der Wahi'heit des Glaubens 
wankend zu werden, göttlichen Eifer an, indem er sich bia 
zum Tode Zwang anthat, in Berücksichtigung und Erwägung;] 
der folgenden allbekannten Worte des Apostels*: AVer irt 
soliwach, uud ich bin nicht schwach? Wer steht ia Glaubens- 
gefahr, und ich brenne nicht? Und die von ihm geliebte Buhe 
als unzeitgemäss aufgebend, ging er wieder in die Stadt der 
Alexandriner und die umliegenden Klöster uud in viele andere 
Städte und Dörfer Ägyptens, indem er im verborgenen ilberail 
umherwanderte und die Schaaren der Orthodoxen erbaute und 
stützte und — ein zweiter Apostel Paulus — allen alles war*, 
imd sein Wandel und seine Weise in AVort imd That die 
Lehre über gottesfürchtiges Leben und gltttlichen Eifer zur 
vorbildlichen Darstellung brachten. Welche Wunder nun 
grossen Zeichen er dort durch die göttliche Gnade und 

< <]. h. wo Dioscurs Märtyrerluni durch deii Tod seinen Abschlukfl 
gefanden hatie, ^ Bei A ist der Name nicht lesbar: B: Salopiitüi 

Cer syrische Übersetzer von Ziichariaa' h. c. giebt t^Wo.^jft 
> wie der Kaiser — < xaioeoüa — »3. Cor. 11, 29. Der Äpot 

erläutert die vod ihm [v. 28] bekundet« (i.^pi|j.ia raoüiv tiüv lK]tXi]oiAy^ 
Wo er einen christlichen Bruder schwach — im Glauben oder i 
Liebe — sieht oder in Gefahr, vom Ulauben abeufallen, dft erfüllt il 
dieser Anblick niit innigster Sorge und brennendem Seeleiu 
• 1. Cor. ö, 22. 



^ 



rEl'KUB STÄRKT DIE OKTHODOXEN IS ÄGYPTEN, 71 

ihm anhaftende Kj-aft voUbraclit hat, und wieviele Heilungen 
und wieriele Kraftthaten , — erschöpfend zu beschreiben 
gestattet unsre Schwäche nicht. Indem wir aber eine oder 
zwei erwähnen, wollen wir die Wiedergabe und Erzüblung der 
übrigen denen flberlassen, welche durch persönliche Erfahrung 
und eigene Anschauung davon Kenntnis erlangt haben. 

Die Tochter eines von den Angesehenen' der Stadt war 
an einer schweren Krankheit erkrankt. Sie war aber seine 
einzige, und er liebte sie, wie man die einzige liebt. Ihre 
Matter nun war Christnsliebend und gläubig und hatte grosses 72 
Gefallen an den Heiligen. Der Vater war zwar Christ, aber 
sehr im Irrtiun der heidnisclieu Philosophen und in der Liebe 
xa ihnen befangen. Als er daher von einem Obersten der 
Zauberer Versprechungen ei'hielt, dass er das Mä^lchen heilen 
würde, wenn er es nähme und bei Nacht ins Serapeum 
brächte und dort seinetwegen Weihen ^ und die abscheulichen 
Handlungen der Zauberkünste vollbrächte, gehorchte er freudig 
und war bereit, das Mädchen zu geben. Als dies seine Mutter 
durch einen Sklaven, der es gemerkt hatte, einen Christen 
und sehr gläubigen Mann, erfiihr, sandte sie sogleich zum 
seligen Petrus, benachrichtigte ihn von dem Beginnen des 
Teufels und bat ihn, er möge sie, ihren Mann und das Mädchen 
nicht zu gering achten, die Gefahr liefen, durch Erzümung 
des Herrn in den wahrhaftigen Tod zu verfjülen. Bei dieser 
Nachricht rief der Selige, von Eifer entflammt, mit lauter 
Stimme: HeiT, wird jener Gottlose am Leben bleiben? Und 
als er das gesagt hatte, nahm er sogleich einige von den 
Heiligen, die in der Nacht bei ilim waren, und sie gingen 
zur Mutter des Mädchens. Und als er sie bei ihrer Tochter 
sitzen fand, von Weinen und Jammern zerrissen, zugleich aber 
auch darüber wachend, dass das Mädchen von ihrem Mann 
nicht jenem Gottlosen übergeben würde, hiess er alle Uber- 
äflssigen hinausgehen, nahm Ol und salbte das Mädchen. Und 
nachdem er ihm das heilige Abendmahl gereicht und seine 
Mutter mit vielen Trostworten getröstet und eimutigt hatte, 
oline zu zweifein auf Christus, jenen Herra des Lebens, zu 73 
vertrauen, kehrte er dahin zui-ück, wo er in Herberge war. 
Und am folgenden Tage wurde das Mädchen selbst plötzlich 



tiXi], TtXttof - 





72 PETEüS DER IBEBEB. 

gesund und von jener schweren Krankheit befreit gelinden. 
Jener wider Gott kämpfende Pliilosoph aber war tot und 
wurde begraben, indem so sehr schnell das Urteil jenes Heiligen 
zur Vollstreckung kam, welches er im Ingrimm ausrief, indem 
er sprach: Herr, wird jener Gottlose leben? — so dass dies 
Wunder in der ganzen Stadt bekannt wurde, und jedermann 
Gott wegen seiner Gnade pries, die seinen Heiligen verliehen 
worden ist, und dass sie zum Seligen eilten imd ihm anhingen 
imd fester im orthodoxen Glauben wurden. 

Es trug sich nämlich zu, dass damals auch das folgende 
Zeichen geschah: 

Als er in einer Nacht mit denen, die sich ihm an- 
geschlossen hatten, in das Haus eines reichen Mannes ging, 
um diesen, der krank war*, zu besuchen, und an einer Stelle 
vorüberkam, an welcher eine sehr grosse Bildsäule* Julians 
des Abtrünnigen stand, veranstaltete ein Dämon folgende 
Trugerscheinung 3: Jenes Standbild stieg von seinem Standort 
herab und lief hinter ihnen her. Und als nun seine Begleiter 
jenes Anstossen und Geräusch wahrnahmen und jene Erschei- 
nung sahen, waren sie entsetzt und schrieen und riefen den 
Seligen zu ihrer Hilfe. Der aber ging des Wegs, ohne sich 
umzuwenden, und man glaubte, dass er es nicht merke, wie- 
wohl er es wusste. Als aber jene in Furcht seine Kleider 
erfassten, wandte der Selige sich um, nannte den Namen unsers 
74 Herrn Jesus Christus und blies die Trugerscheinung selbst 
an *. Und sogleich löste sie sich wie Rauch auf und war nicht 
mehr sichtbar. 

Der Selige erzählte aber aus diesen Tagen auch folgendes 
Vorkommnis in Alexandrien: *Einer von den Freunden bat 
etliche von den Heiligen, in sein Haus zu kommen, ihn zu 
segnen und mit ihm am Mahle teil zu nehmen. Die Alexandriner 
sind aber bei solchem Anlass sehr aufmerksam und machen 
gern Umständet Der Mann gehörte aber zu den Geehrten 
und Angesehenen. Und er bat sie, auch mich mit sich zu 
nehmen. Obwohl jene Väter nun meine Verlegenheit ^ kannten, 
da mir" wegen der grossen Schwäche derartige Einladungen 
beschwerlich sind, nötigten sie mich dennoch unter beharr- 

* wörtlich : den Kranken — 2 ott^Xt] [vgl. S. 62] — 3 «pavtaoCa — 
* i|i.irv£rv — 6 ;piX67iovoi — ö d7:op(a [?]. ^ wörtlich : Ver- 

legenheit, welche sich . . . beschwert fühlt — 



PETBÜ8 STÄHKT DIE ORTHODOXEN IN Ätil'l^EN. 73 

liebem Drängen, indem sie sagten: Weil der Mann zu den 
Strenggläubigen und Eifrigen gebort, dürfen wir ihm keinen 
AnstoGs geben. So gingen wir denn und setzten uns zu Tisch. 
Und während wir aasen, begann er, mit unscbönen "Worten 
den dienenden Sklaven zu befehlen und Vorwürfe zu machen, 
wie sie in dem schlechten ßniucli der Welt üblich sind, 
sintenial er vergaas, mit wem er beim Malile sass. Und Ja 
er fortgesetzt diese Worte gebrauchte, geschah eine Stimme 
zu mir, welche sprach: Petrus, Petrus, mein Name wird ge- 
schmäht, und du sitzest nihig dabei? — in der Weise jedoch 
— so erzählte er — dass niemand die Stimme hörte, als ich 
allein. Erschrocken und weinend erwartete ich , dasa mir 
sichere Bestätigung würde. Und da die Stimme drei Male 
geschali, und ich die Thränen nicht zurückhalten konnte, zog 
ich mich aus der Mitte der übrigen zurück, als eilte ich wegen 
einer dringenden Nötigung, und entfernte mich so und lief in 
meine Zelle, indem ich auf dem ganzen Wege seufzte und 
traurig war und erwog, wie nichts, selbst nicht von den für 7& 
unbedeutend gehaltenen Dingen, dem schlummerlosen Auge 
verborgen bleibt, weder eiue That, noch ein Wort.' Es ent- 
spricht dies also jenem Wort des weisen Halomo ': 'Der Geist 
des Herrn hat den ganzen Erdkreis erfüllt und der alles Um- 
fassende hat Kenntnis seiner [des Erdkreises] Sprache. Des- 
halb bleibt keiner, der Gottloses redet, verborgen und entrinnt 
nicht dem überführenden Grericht. Und der Schall seiner 
Worte ist zum Herrn gekommen ^ zui- Überflihi-ung seiner 
Gottlosigkeiten. Denn das Ohr des Eifers* hört alles.' Unser 
Herr selbst aber hat im Evangelium* gesagt, dass wir für das 
unnütze AVort am Tage des Gerichts Rechenschaft geben 
sollen. Der Selige erzählte aber, dass dieser Vorfall für den, 
der sie geladen, Änlass zur Erlösung und Änderung zum Guten 
geworden sei. Denn der Herr hat nicht am Tode des Sünders 
Gefallen*, sondern' dass er sich bekehre und lebe. 

Wir dürfen aber auch folgende furchtbare und sclireck- 
liche Geschichte nicht übergehen, welche sich nach der Er- 
zätilung des Seligen ebenfalls in j^ner Zeit zugetragen bat. 

• Randbemerkung: Das Ohr des Eifers Gottes. 



I S»p. Sal. 1, 7. 'LXi:f,Eti. B: kommt. = Mt 12, 36. 

..m,U. • <ifs d.Totpi'>i .. 



I ?4 PETRUS DEE I 

'Als ich Dftmlicli — so erzählte er — im Begriff war, ausser- 
halb der Stadt in einem der heiligen Klöster das Opfer dar- 
zubringen, berichteten einige von den Freunden, während sie 
vor dem Heiligsten hergingen, einen "Vorgang in der Stadt, 
der für die Hörenden nichts Erbauliches oder Förderades 
hatte. Ich aber beobachtete, ohne das Mitgeteilte zn billigen, 

76 Schweigen. Doch ura sie nicht zu beschämen — denn sie ge- 
hörten zu den Vomebmen der Stadt — wehrte ich ihnen auch 
nicht, sondern trat, indem ich es mit Stillschweigen überging, 
ein, um das Opfer darzubringen. Als ich nuu vor dem heiligen 
Altar stand, sah ich einen Engel, furchtbar und schrecklich 
anzusehen, welcher zornig kam, mich bei meiner Mitte erfasste 
und aus dem Fenster hinabwerfen wollte. Und als ich weinte 
und jammerte und nach der Veranlassung dazu fragte, sprach 
er: Warum hast du, als du im Begriö' warst zum Dienst 
Gottes zu gehen und vor den heiligen Altar zu ti-eten, dich 
solchen Worten anbequemt? Und als ich sagte: Du weisst 
selbst, Herr, dass ich ihnen nicht beigestimmt habe, selbst 
nicht dem Scheine nach, und dass dm'chaua nichts von dem 
Gesagten in mein Herz eingegangen ist, sprach er: AVeshalb 
aber hast du dich überhaupt dazu erniedrigt, solche unufltze 
Worte anzuhören? Dies hörte aber keiner von denen, die in 
der Nähe waren, auch sah niemand ausser mir allein die Er- 
scheinung jenes Engels, aondera sie sahen nur, dasa ich zitterte 
und seufzte und in Schraei'z traurig war. Zuletzt sprach jener 
Engel: Siehe, es ist dir dieses eine Mal vergebenl Sei hinfort 
aui' der Hut, wenn du im Begi-iff bist vor den Altar zu treten 
und die Mysterien zu vollziehen, damit du rein und- fleckenlos 
hintretest, indem du dich vor jeder Gebundenheit' und Nutz- 
losigkeit der Worte bewahrst!' Nach diesen Worten war der 
Engel nicht mehr sichtbar. Und dies beobachtete der Selige 
auch sorgfaltig bis zum letzten Atemzuge. 

77 Als aber dies alle^ und dem Ahnliches und noch Grösseres 
den orthodoxen Vätern, Brildem und Gemeinden in Palästina 
bekannt wiirde, erweckte und entzündete es alle zur Liebe gegen 
ihren heiligen Vater und Bischof, Und es kamen von Pa- 
lästina viele Heilige zu ihm und baten ihn inständig, auch 
seine palästinische Herde zu besuchen, weil sie im eigentlichen 

> Eine eolche hatte er dailarcli bekuDdut, dass er die uuDulzen Reden 
nioLt offen geroig abillig^ hatte. 



RÜCKKEHR NACH PALASTINA. 75 

Sinue seine Herde wäre, und sie nicht zu gering zu ächten, 
die während dieser ganzen Zeit seiner Aufsicht und geistlichen 
Lehre beraubt' gewesen wäre. Nachdem er nun geraume Zeit 
in Alexandria und im übrigen Ägypten zugehnicht und aie^ 
genßgend erbaut und gestärkt liatte, kehrte er nach den 
Gegenden Palästinas zurück, zuletzt, wie ich erzäldt habe, 
dazu aufgefordert, vielmelu' aber noch auf das Geheiss Gottes, 
oline den er schlechterdings nichts that. Und als er nach der 
Stadt Ascalon gekommen und von den dortigen Vätern und 
Brüdern freudig empfangen worden war, blieb er in einem 
zehn Stadien von der Stadt gelegenen Dorfe, Namens Palaea*. 
Als er nun dort wohnte, und von allen Orten viele zu ihm 
kamen, befestigte er die einen, die andern aber fügte er, indem 
er sie erleuchtete, zur orthodoxen Kirche hinzu. Etliche aber 
feuerte er an, vollkommen der Nichtigkeit der Welt zu ent- 
sagen, und übeiTedete sie, nach der Vollkommenheit zu jagen, 
ihren Besitz unter die Armen zu verteilen, das Kreuz Christi 
auf sich zu nehmen und ihm allein anituhangen. Unter ihnen 
den seligen Procop, welcher in jeder Hinsicht ehnviirdig und 
in Wahrheit das Bild eines Gottesm«nschen war', und Cyrill, 
jeDes Schaf Christi — beide brachte er, indem er sie aus der 7 
Welt fiihrte, an den Ort der Engel — und Theodorus, der 
ein Scholastiker* und zuletzt auch der Empfänger [Erbe] seines 
evangelischen Wandels, seines Eifers und der Vorsteherschaft 
seines Klosters war in Gemeinschaft mit dem Vater Johannes'', 
dem hochgeehrten Greis, welcher geliebt und wert gehalten 
warde und mit jeder Tugend des Mönchtums, besonders mit 
Bemat geschmückt war. Auch viele andere, nicht allein 
Männer, sondern auch Frauen, zog er zum Kriegsdienst' Christi. 
Und indem er sie ermahnte, das sanfte Joch der Ehelosigkeit ^ 
auf aich zu nehmen, bereitete er dem Herrn ein an guten 
Werken reiches und darin wetteiferudes Volk zu. Und darum 

I rfcop^ävtCeiv — ' die Bewohner ^- ' 1.ii^^^ iraXaitf [?]. 

Dooh ist die Yerkemiaiig der ai^ecttviBchen Natur von naXaid wenig 
WAhracbeinlich. ' iiÜTCaiaii SvllpiuiiDv toü Ueoü (1. Tim. 6, XI]. ' ein 

«isaenscbHftlich, inibeEODdei'e juristisch gebildeter Mann — ^ Jobanne« 
der Kanopit nach 132, 24 von Jugend auf Mönch, also nicht von Petrus 
msalaast, das Mönchsgewand zu nehmen, war einer von Petrus' Erben, 
und ab lolcher wird er hier gelegentlich neben dem Milerben Tbeodonu 
erwäbat. ' OTpattia [I.Tim. 1, l&] — " würüich: Jungfrau- 

Mcbkeit — 



76 ' PETRUS DER IBERER. 

wanderte er häufig von einem Orte zu andern. Bald wanderte 
er in die Orte in der Nähe von Gaza und dem Majüma 
genannten Ort, bald auch in die bei Caesarea und Jeru- 
salem gelegenen, bis in die Gegenden Arabiens. Wohin 
der Geist ihn berief und führte: an jedem Ort verlieh er ihm 
auch Gnade, nicht allein Heilungen zu vollbringen und Dä- 
monen auszutreiben, sondern auch bei der Predigt* und Lehre 
und durch viele Zeichen und Wunder, so dass er aller Orten 
durch sein Kommen Herden von Gläubigen und Gemeinden 
von Orthodoxen [sammelte] und Klöster und Kirchen er- 
richtete. Und es gab keinen Ort, an den er ging, an dem 
er nicht dem Herrn die Erlösung vieler Seelen dargebracht 
hätte, indem er apostolischen Kampf und Lauf auf sich nahm. 
In jener Zeit 2, als er bei der Stadt Askalon wohnte, er- 
folgte durch den Willen Gottes die Berufung aus dem Exil 
79 und Rückkehr des seligen und bekenntnistreuen Erzbischofs 
Timotheus, als Basiliscus regierte, und durch ein könig- 
liches Rundschreiben [iyxvxXiov] die ganze neue Lehrent- 
scheidung, welche in Chalcedon von heuchlerischen Bischöfen 
gegen den orthodoxen Glauben frech gewagt worden war, 
mit dem Anathema belegt wurde, das Licht des orthodoxen 
Glaubens aber und die Wahrheit der rechten und apostolischen 
Lehren wieder leuchtete und befestigt wurde, und schrift- 
gemässe Bekenntnisse verkündigt wurden. Und es war ein 
Fest des Frohlockens und der geistlichen Freude, was die 
Seelen der Gottesfürchtigen erhob. ^ 

[In jener für jedermann unnützen Zeit aber, als er zum 
Priestertum berufen w^rde, wohnte er in der katholischen 
Kirche Gottes der Stadt Antiochien, indem er gewürdigt 
wurde, gemäss der Überlieferung der Väter ohne Gemein- 
schaft mit dem häretischen Sauerteig bis zu jener ^ Zeit auf- 
behalten zu werdenp 



» 4v X6YtH' Er gab Gnade, dass sein Wort Frucht schaffte. ^ 476. 
3 wörtlich: ergriff — * durch den Erlass des k'f%\)x}Aos bezeichneten 

Zeit — * Die eingeklammerte Stelle erregt mir Bedenken. Nach 

dem Zusammenhange, in dem sie steht, möchte man glauben, dass sie 
Timotheus betreffen könne und besagen wolle, dass dieser sein Exil oder 
doch einen grösseren Teil davon in der katholischen Kirche Antiochiens, 
wo damals sein Glaubensgenosse Petrus Bischof war, zugebracht habe 
und so vor der Berührung mit dem häretischen Sauerteig bewahrt worden 



BNKl'KI.IOS, TIMOTHECS' HÜCKKEHB, ANTENKYKLION. 77 

Als nber dieser schöne Zustand und das Festhalten am 
orthodoxen Glauben zwei Jahre gewährt hatte, rief der Neid 
des Teufels und seine ganz abscheuliche Sclilechtigkeit, indem 
sie die vielen gottlosen Thaten und Übertretungen derer, die 
sich unbekümmert in der Welt aufhalten, zum Anlass nahm, 
von neuem dis Gottlosigkeit herbei i und bewerkstelligte, dass 
ein anderes Schreiben, ein ävreyxC'xXiov, erlassen wurde*, zur 
Aufhebung ebensowohl jenes ersten Rundschreibens, welches 
einen richtigen Inhalt hatte, als zur Aufrichtung und Er- 
neuerung des verkehrten Glaubens von Chalcedon. 

Als nun damals in der Zeit des Friedens der selige 
Petrus vom Erzbiscbiif Timotheua aufgefordert wurde, zur 
Pflege längeren freundschaftlichen Verkehrs zu ihm nach BC 
Alexandria zu kommen, wollte er dies zwar in seiner gewohnten 
Bescheidenheit und Demut nicht thun und blieb selbst in den 

sei. Dieser Annahme steht aber acbon der Ausdruck „als er zum Prieiter- 
tum berufen wurde" entgegen. Denn bei Timotfaeus handelte ee sich 
nicht um die Berufung zum Priestertum , sondern um die Rückkehr auf 
teinen biachöflichen Thron. Sodann lebte er während dea Exils zuerst 
in Gangua, später — nacli Zacharias' ganz bestimmter Angabe ~ in 
ChenOD. In Äntiochien könnte er sich höi^iistens ganz vurübergthend 
und unmittelbar vor seiner Rückkehr nuftjebaltcn haben, mSiirend der 
Text n>. E. einen längeren Zeitraum im Auge hat. Ich mächte daher 
glauben, dass die Stelle in einen anderen Zusammenhang gehöre, und 
KWftr in den weiterhin folgenden Abschnitt, der über Petrus von Äntiochien 
und Tbeodorua handelt, und von letzterem ausgesagt sei. Dort wird 
nämlich Thoodorus — vielleicht nach einer von ihm häufig gebrauchten 
Selbstbeicichnuog — „jener Unnütze" genannt. Diese Bezeichnung kann 
man auch in unsrer Sti^llc Rnden, wenn man, was sprachlich zulässig ist, 
i^^kXM r<^ Ocn aus der Verbindung mit K'\3\, in welche ich es im 
Text gebracht habe, lüst und zum Subject erhebt. Dann ergäbe sich 
Folgendes: 'In jener Zeit wohnte jener für jedermann Unnütze, indem 
er Kum Friest«Ttum berufen wurde, in der katholischen Kirche in An- 
liocliien ■ . ■' Dies entspräche der von Zucharias in der Severus-Bio- 
gnphie (fol. 128a IJ beigebrachton Nachricht, dass Theodorus von Petrus, 
dem damaligen Bischof von Äntiochien , die Priesterweihe empfangen, 
mit ihm zusammen gelebt habe und erst spUter nach Pallistina gereist 
t«i und l)ei Petrus dem Iberer da? Klosterleben sewiililt habei A^lä 
TT*!"- nlfiai3Ck^OT*^:t Ocb -o^o r^^axtxn^ r^O^^-Uft 

•Qoei-«!^ rtfssis mA^Oi f<l=i^ ■ zu neuei 

die Orthidcxie - ' im Jahre 177 — 



78 PETBüS DER 

Gegenden Palästinas wohnen, erwies aber durch liebevolle 
Briefe und durch Sendung vieler heiligen Väter von Palästina 
dem Erzbischof die ihm gebührende Ehre und entschul- 
digte sich. 

Als nun das iyxixXmv aufgehoben und an seiner Stelle 
das ihm entgegengesetzte Schreiben erlassen wurde, und Zeno 
die Herrschaft wiedergewann, indem er damals Basiliscus ver- 
trieb, und als dem heiligen Timotheus schtm bevorstand, auf 
königlichen Befehl zum zweiten Male verbannt zu werden, 
sah Gott, welcher den Heiligen den Wettkampf bestimmt und 
ein gerecbtcr Krönt>r derer ist, die füi- seinen Namen streiten, 
dass der Erzpriester Timotheus seinen Lauf vollendet', einen 
schönen Kampf gekämpft und den apostolischen Glauben bis 
zum Ende ohne Übertretung bewahrt habe, indem er in vielem 
Erdulden, in Drangsalen, in Verfolgungen, in Nöten, in Ver- 
bannungen bis zum Tode Ausdauer bewies, und versetzte ihn 
in das ihm aufbehaltene Land des Lehens, in hohem Alter, 
in Ruhm und Ehre, auf seinem Throne und bei seiner Herde, 
nachdem er nach seiner Verbannung nur zwei Jahre gelebt 
hatte und zwei und zwanzig Jahre Bischof gewesen war, drei 
vor der Verbannung, siebenzehn i n der Verbannung und zwei 
nach der Verbannung. Und als unmittelbar nach seinem 
81 Ableben durch den Quästor Martyrius der Befelil eintraf, 
der die Verbannung über ihn verhängte^, veranlasste es jeder- 
mann zu Staunen und Lobpreis zu sehen, wie er [Gott] für 
die kämpft, welche ihn liehen, und die verherrlicht, welche 
ihn verherrlichen, und sie nicht über ihr Vermögen vei"sucht 
werden läast.* 

Als nun der häi'etische Irrtum von den zwei Naturen auf 
diese Weise wieder in die heiligen Kirchen Gottes ein- 
gedrungen war, und sowold Petrus, der Erzbischof von 
Antiochien, als auch Paulus von Epheaus in die Ver- 
bannung getrieben wurden, wohnte der selige Petrus* in 
Palästina und war für jedermann eine Stütze*, indem er, wie 
das Sonnenlicht, die Seelen der rechtgläubigen Völker ei> 
leuchtete, nicht allein die in Palästina, sondern auch die in 

I 2. Tiiu. 4, 7. > Nach Euagriua h. e. III 11 wurde Zeno durch 

Timotlieaa' liohes Alter bestimmt, von seiner Verfolgung Abstand sa 
nehmen. 3 1, Cor, 10, 13. ' von Antiochien — » wörtlicii: 

ein Stül/endcr — 




PETHCS VOS AXTIOCHIEX. THEODOltUS. 79 

Ägypten und an jillen Orten, und niuht zuliess, dass sie ver- 
wirrt und durch den Nebel' der Gottlosigkeit belästigt würden. 
In jener Zeit, und als die Kirche von Antiocliien dem ver- 
abscheuten 2 Kalandion* überliefert worden war , einem 
harten «nd raub süchtigen Wolfe, der die Herde nicht schont, 
und eifrigem Anbänger der chalcedonensischen Häresien, trennte 
er sich von der Bösartigkeit * und der Oi-emeinschaft dieses vor- 
genannten unnützen Knechts, während er seit lauger Zeit brüder- 
liche Liebe und Verkehr mit dem sclion erwähuteii Scholastiker* 
Theodorus unterhielt, nämlich seit ihrem gemeinsamen Aufent- 
halt inBeryt." Und die Gegenden Syriens verlassend, eilte er zu 
dau Lande der Verheissung [dem gelubten Lande] , ich meine 
nach Palästina, indem er den vorher erwähuten Freund und 
Bruder Tbeodorus vielmals durch Briefe antrieb, zu kommen 8 
und die Heiligen Palästinas zu besuchen und von ihnen För- 
derung zu empfangen, besonders von dem grossen Petrus [dem 
Ibererj, dem lebendigen Zeugen. Als dieser nun nach Pa- 
lästina kam und durch seine VeiTüittelung gewürdigt wurdö 
mit jenem Heiligen bekannt zu werden und Umgang zu haben, 

' Vgl. Eusebius h. e. IX 7; ifilx'-l Jc^dvT,(. ' i'jB(iiv'j(i,oi — 

1 Nach EuagrioB LH 7(1 veranlasste dieser alle, die xa ihm kamen, über 
Timolheue und das HuDdeehrciben des Basiliscus das Äualbenia siiizu- 
■prechen, ' Schädlichkeit, wie sie reissendeu Tieren eigen iet — 

» hier: änoo-^o'.aoTtxi^ — « Sie waren also in ßeryt Studiengenosaen 

grewesen. Denn in Berjt war in der damaligen Zeit, wie in Alevandrien, 
eine berühmte Hochschule griechischer G-elehraanikeit, insbesondere der 
GM«t£eakunde. In der Severus-Vita [fol. lUHb] bezeichnet Zacharias als 
Gegenstände des Unterrichts in Alexandrieii : f^->lf^!.i* f<\ ^\äj 
[rd klc-jüifii] f^ODCCäuo lind an einer andern Stelle [llriuj: r<^OlÜn 

r^iu=neiio. Er selbst bleibt länger in Alcxandrieu zu dr^m Zwecke: 

SeveruB geht nach Beryt rO»COXOl r^l^O^l K'iu^ i \'n 
—'''•'"•11 *^i\eiiiPOaril f^isflOO und von sieb selbst sagt er, 
dsss er nach Beryt gehe f^i^iloa.T r<.BoOtXl f^iar^A. tbrigens 
war da« Leben in Beryt nicht ohne Gefahren für die Sitten der Studenl«n. 
EuBcb. de mart. Pal. 4: -a.piiitl'n »«1 ttesiv, lü; h ToiaoTn r.iXti täv 
ntBiTipixiüv iniö'jiinüv ünipdvoj Tiv6u.ivo! nol (iiil)" 'Ji:ö dx|*.T]! toü oibiioToj 
1*-^D !jicb T-fji Töiv viuiv ETOipfa; ölotpOopii; töv Tp4::ov acuippooüvijv Vp- 



■ -^ -^ S -^ 



80 PETRUS D£B IBEIIEB. 

fand er durch das Erbarmen des barmherzigen Gottes, der 
gekommen ist, die Sünder zur Busse zu rufen, vor ihm solche 
Gnade, dass der Heilige selbst ihn sogleich in seinen Verkehr 
zog und zum Teilnelmier an seinem [priesterlichen] Dienst 
machte. Und er wurde so sehr von Vertrauen imd Liebe zu 
ihm gefangen genommen, dass er Petrus, den ersten der 
Apostel, zu sehen und ihm nahe zu sein und mit ihm um- 
zugehen und sich der in ihm ruhenden göttlichen Gaben zu 
erfreuen glaubte, und dass er Gott bis zum Ende anflehte, 
er möge des Schutzes und der Nachfolge eines solchen Mannes 
würdig werden. Und das that auch der menschenfreundliche 
Gott, welcher zu Schonung bereit und reich > an Barmherzig- 
keit ist, und eiTegte das Herz des Heiligen zu so grosser 
Sympathie xmd Liebe zu jenem Unnützen, dass er ihn nahm 
und zum Hausgenossen machte und, wie ein barmherziger 
Vater, alles that und für seine Erlösung sorgte, um ihn von 
den Banden des Todes imd seinen schlechten Gewohnheiten 
zu befreien imd auf den wahren Weg der Busse zu bringen 
und dem Herni das verlorne Schaf hinzustellen, wie jener 
gute Hii*t, indem er es mit Freuden auf seinen Schultern 
trug und alle seine geliebten Freunde und Nachbarn zur ge- 
meinsamen Freude über seine Auffindung einlud. Deshalb 
83 erfasste ihn [Theodorus] auch Furcht, und unaufhörlicher 
Schmerz verzehrte seine Seele, dass eine strenge Verurteilung 
oder eine ernste Veranlassung zur Strafe ihm aus der Be- 
kanntschaft imd aus dem Zusammenwohnen mit einem solchen 
Heiligen erwachsen würde, wenn er, der viele Male gewürdigt 
wurde, das zu sehen und zu hören, was auch steinerne Herzen 
zu Empfindung imd wahrer Busse zu bringen vermag, in seiner 
Blindheit und Hartherzigkeit verharrte. Und seine einzige 
Hoffnung auf Erbarmen beruht auf den Gebeten jenes Heiligen, 
wofern er nicht völlig verworfen zu werden verdient. 2 

» TToXuc iv . . . 2 Der ganze Tenor der Schilderung des Ver- 

hältnisses zwischen Petrus und Theodorus, die Bezeichnung des Letzteren 
als eines T Innützen, welche vermutlich Wiedergabe einer Selbstbenennung 
ist, ferner die genaue Kenntnis von Theodorus' Seelenzustand , seinen 
Befürchtungen und Hoffnungen macht es wahrscheinlich, dass der Ver- 
fasser in sehr nahen Beziehungen zu Theodorus gestanden hat. Er wird 
ziemlich gleichzeitig mit Theodorus in persönlichen Verkehr mit dem 
Iberer gekommen sein, da er sich im unmittelbar Folgenden als Augen- 
zeugen der hinter dem dvteYxuxXiov [477] liegenden Thaten und Schick- 



HEISE TS AJtABIES, 81 

Nunmehr will ich noch die weiteren Erlebnisse [des seligen 
Petrus], welche der Schreiber dieser Nachrichten 
persönlich zu sehen oder durch Erfahrung kennen 
zu lernen gewürdigt worden ist oder worüber er auch aus 
dem eigenen Munde des Heiligen, dieses Wahrlieitsfreundes 
and Trugloaen gehört hat, und zwar in kleiner Auswahl aus 
der Fülle des vorhandenen Stoffs, berichten, wenn auch das 
Wort zaghaft ist und für die [der Grösse des Gegenstandes 
entsprechende] Erzählung nicht ausreicht 

Einst gefiel es dem Seligen, auch in die Gegenden 
Arabiens' zu gehen, aus Veranlassung seiner Schwäche 
nämlich, um in der Therme, die in Livias [jiißnig]'^ ist 
und die des heiligen Moses heiast, zu baden. Denn schon 
lange befand er sich, da er seinen Körper von frühestem 
Alter an zerbleut und durch viele Plagen und die ver- 
schiedenen Arten der Askese gequält hatte, in dem Zustand, 
dass, während der Körper dahingeschwunden war, nur noch 
die Haut — und zwar eine sehr dünne — auf dürre Knochen 
ausgespannt war. In seinem Greisenalter nun kam er zu 
solcher Schwäche, dass er täglich auch das Wenige von 
Nahrung, was er zu sich nahm, durch schwieriges Erbrechen 
mit Blut uiid Zerreissungsstoffa sogleich herauswarf, ucd alle, 
die ihn sahen, in Mitgefühl mit seinem Leiden, nunmehr die 
Hoffiiung auf die Wiederherstellung seiner Kraft aufgaben. 
Daher sagte auch einer von den Heiligen, der in der Hede 8i 
ungewandt war, aber eine treffliebe Einsicht besass, beim 
Anblick seiner so grossen, durch Erbrechen hen'ur gerufeneu 
Qualen vor jedei-mauns Ohren; 'Wie in der Seele dieses 
Heiligen nichts von dem ist, was zu dieser Welt gehört, so 
kann auch sein Körper es nicht über sich gewinnen, etwas 
von dieser Welt festzuhalten.' Aber nach solcher Qual und 
Marter nahm er, wenn er im Begriff war am Abend Ruhe 

tole aeinee Helden einführt. i Eusebius im Onomasticon: 'Iapiävf]( 

«araitit iiaipiüv t^v '[ouinlav -uTjt 'Apaß(ac. Über die verscbiedeDe Aub- 
d«hnung, in welcher die Bezeichnung 'Arabien' gebraucht wurde, s. Näheres 
KelBnd, Palaectina . . . I 2fi. ' HieTonymun [Onom. aacr. p. IUI]: 

BeibBrani civitaa tribaa Gad juxta Jordanem, quae a Syris dicitur Beth- 
rmmtha, et ab Uerade in honorem Auguati Libias cognuininatn est 
> irdrtlich: ruptura, acissura. Vielleicht ist der Plural [— '.axia^xaTti] zu 




82 PETRUS DER TBEBXR. 

ZU finden, zwei oder drei Eier oder wenige Brotstückchen' 
und schlief durch die Gnade Gottes ein, indem er sich an 
die Kraft Gottes hielt. Uud wir konnten sehen, dass sich J 
an ilim das Wort des Apostels erfüllte: ^ Ich lebe aher, do(^9 
nun nicht ich, aondeni Christus lebt in mir. Und desh^bil 
war am folgenden Tage sein Angesicht so glänzend, wie düs» 
Soimenlicht, indem auf ihm die göttliche Gnade sU^ablte. Aoa-iI 
diesem Grunde also gefiel es ihm, nach Livias zu gehen, won 
der Sprudel einer heissen Quelle war. Gott aber war es, 
welcher auch dortbin seinen Knecht berief zum Fang^ und 
zur Erlösung vieler Seelen. Deshalb berief er, als wir nach 
Livias kamen, und viele von dem der dortigen Gegend be- 
nachbarten Lande Arabien dorthin eilten, besonders von den 
Ersten und Vornehmen der Stadt Medaba und von andern 
Orten — das Gerücht von ihm war nämlich vorausgeeilt - 
alle [zum Heil), da sie gesegnet zu werden und sich seine^ 
Güte zu erfreuen verlangten. Nachdem er aber nur eineii ] 
Tag das Bad der dortigen Therme gebraucht hatte, weigerte 
er sich, ferner in dasselbe einzugeben, mit der Erklärung, dass 
er auch nicht das geringste Gefühl eines von ihm ausgehenden 
Nutzens empfangen habe, weil es sehr kalt sei. Als aber diS," 
B aus Aj-abien Gekommenen sagten, dass es noch eine andre 
sehr heisse und heilbringende Therme in ihrem Lande geb^. ] 
an dem Orte Namena Ba'^ar [Baaru]*, imd ihn baten und in 
ihn drangen, diese zu gebrauchen, ging er bereitwillig darauf 
ein, weil er wusste, aus welchem Grunde er von Gott dahin 
berufen wurde. Am folgenden Tage nun reisten wir nach 
Medaba.* Und in der Mitte des "Wegs kamen wir zum 
heiligen Berge Mosis, welcher Abarim* heisst d.i. Fasga 
[Pisgaj *, wo Gott zu ihm sprach: Steig hinauf und stirb! Auf 
ihm befindet sich aber ein geehrter, sehr grosser Tempel, der 
den Namen des Propheten trägt, und viele Klöster, die um, , 

1 ii/la — " Gal. 2, 20. a »ijpa — ' Onom. wer. p. 136;fl 

est autem vicua uique nunc g-randii juxta Baaru in Arabia, H&i gynaM^ 
etUidaa gponte humitseffert . .. p. 170: Medaba usque hodie urbs Arabim- ' 
antiqaum nomen retinens. p. Iä7: Abarini mauB, in quo martuus ett 
AIojrBBB. dicitur autem et nions esse Nabau in terra Moab contra Jericho 
supra Jordanem in aupercilio Fasga ostenditurciue adscendentibu» de 
Libiade in Esbum antiquo bodieque vocabulo juxta montem Fego 
prisLinum rettticntcm, a quo circa eum regio uaque nunc adpellatur Fugi 
> Der hohe Berg Pisga ist ein Teil des Gebirges Abarim. 



lern 

Erta 
lass 
den 

diftj 

;eb^ 



HEISE IN ABABIEN. 83' 

ihn hemm gebaut sind. Und samt dem Grreisc in Freude 
über die Erreichung dieses Orts, brachten wir Orott Gebete 
der Danksagung dar, der uns des Segens und der Verehrung 
eines solchen Propheten gewürdigt hat. Und als wir dort 
waren, liess uns der Greis nach dem Gebet und der An- 
betung in eine kleine, ungelahr fünf Ellen breite und lange, 
nicht sehr helle Zelle eintreten und erzählte Folgendes: 'Ich 
erinnere mich, dass ich, als ich noch Jüngling und vor kurzem 
aus der königlichen Residenz gekommen war, zu diesem Berge 
kam, um ihn zu sehen und um anzubeten. Und als ich hörte, 
dass einer von den grossen skethischen Mönchen hier in 
Frieden wohne, welcher von Skethien' mit allen dortigen 
Mönchen weggewandert war, als eine Horde von Mazikern^ 
die dortigen Klöster überfallen hatte, bat ich den Tempel- 
hüter^ des Bergs, dass ich seines Segens und Anblicks ge- 
würdigt würde. Diese Zelle aber, die ihr seht, ist es, in der 
jener Selige vierzig Jahre gewohnt hat, ohne aus der Thüre 
zu gehen und ohne die Schwelle zu Überschreiten, ein Asket 
und Prophet und voll von göttlicher Gnade. Wir waren unser 
aber drei, ich, mein seliger Johannes und ausserdem noch ein 8i 
Mönch, ein Kappadokier von Abstammung, der mit uns reiste. 
Weil er in seinem Lande Sklave war, kam er, wegen der 
Schwere des Dienstes flüchtig, nach Jerusalem und wohnte 
dort in Ruhe. Wir waren aber weder einander noch den 
dortigen Bewohnern nach Person und Herkunft bekannt. Alu 
aber der Greis uns erlaubt hatte, bei ihm einzutreten, und 



' Stephanns [Tbea.] : SifjTij s. S.%tjv-, ilesertum Aegypti in Heptouotno 
■ea Äegypto media, qua LiLyam spectat, quam incoluemnt Anachoretas 
Chrifltiani, qui et buic loco id nomen iodideruat . . Videtur idem locns 
rndicari Domiiie Scatina, de quo Renaudot. Hiet. Patriarch. Älsxandr. 
p, 143 scribit; 'Fuiase tunc ait Severus Bexc-eota Monaateria in Aegypto, 
tarn rirorum quam feminarum, praeter ea, quae in agria erant, Scatina 
dicta, quae vox qaid significet ignoranms.' Ad banc torroinationem magia 
ftcc«dit vetuBtior Graeca pronuntiatio in verbis Ptolemaei Geogr. 4, p, 2ö9 
ed. BmIL: Knl tv tt; SaiÖLcixf, x'l'P« Sxi-xBU. Cassianua Coilat. 6, 1 
etiam loquitur de eremo Scithi, Nach den letalen Worten hat die 
Schreibung r^iviAfiO [Xzi^Sla] nichts AufTallendes. ' Euagrioa 

h. e. 17 erwähnt MdCc-ot als einen räuberiechen Stamm, der im Begriff 
iit. die Oaae eu beaetzeni auf welcher aich NeatoriuB ali Verbannter auf- 
hielt. Ihr eigentlicher Wohnaite war Mauretania CaeaarienBia, am sUd- 
lichen Abhänge des Zalacua. ' ^npanovclpiD; = custoa ecdesiae. 



84 PETBUS DEB IBEBKB. 

sah, dass wir eingetreten waren, sprach er sogleich: Gut, dass 
du gekommen bist, Kabamugios , Solin und Enkel eines Bös* 
mariosl Während ich uun über dies Wort sehr staunte und 
Ton grosser Furcht und Zittern behen'scht war, sprach der 
Greis wieder zu uns: Verrichtet das Gebet! Da wir aber, 
als Laien, Schweigen beobachteten, stellte er beharrlich die- 
selbe Forderung. Da erdreistete ich Thörichter mich zu 
sagen: Verzeih uns, ehrwürdiger Vater; wir siud Sünder und 
Laien. Er aber sprach, seine Hand nach jenem Kappadokier 
ausstreckend: Sklave, verrichte das Gebet! Gebrauche keinen 
Verwand!' Als aber das Gebet verrichtet war — denn wie 
hätte jener sich weigern dürfen, da ein solcher Heiliger es 
befahl — erlaubte er uns, uns zu setzen. Und nachdem er 
uns nach seiner Güte viele göttliche und heilsame Worte, 
Einzahlungen imd Tröstungen gegeben hatte, sprach er zuletzt 
nach dem Seelenmahl zu seinem Zellengenossen:' Kimm die 
Brüder und erquicke sie, denu sie sind von der Welt!' Als 
wir aber am folgenden Tage bei ihm eintraten, um uns segnen 
und mit Gebet verabschieden zu lassen, nahm er uns freudig 
auf. Und nachdem er wenige Worte zu unsrer Förderung zu 
una geredet hatte, eiitliess er uiia mit Gebet Während wir 
aber hinausgingen, nahm er meinen Mantel und hielt mich 
fest. Und als ich mich zu ihm umwendete, winkte er mir mit 
17 seiner Hand zu bleiben, während er die andern hinausgehen 
liess. Und als ich gebliehen war, befahl er mir, mich auf 
einen kleinen, dort stehenden Sessel zu setzen, und sprach: 
Das Eenor seiner Liebe, das dir Gott verliehen hat — kein 
Mensch in dieser Generation ist gewürdigt worden sie [in 
solcher Stärke] ^ zu besitzen — sieh zu. lösche es nicht aus, 
sondern bewahre es vorsichtig ! Und wohne mit keinem andern 
als mit diesem Bi'uder zusammen, der mit dir gekommen ist 
— womit er den seligen Johannes den Eunuchen bezeichnete. 



I Du überlieferte: 'verbirg nicht die On&d«' ist schwerlich richtig. 
Der Übersetiser wollte wohl Tip4<pasn npo^aolCsaBat wiedergebea. ' wort- 
lich: zu seinem iE'^Tcpo; — ^ 'daher sind sie nicht verbunden, die 
atrenge Askese zu üben, die mir obliegt.' So laset eich etwa die LeB&rt 
von B deuten. Indessen würde r<'-i.*W^ von A unter Anuahmc einer 
AualasHung [>>t^AJ eine untürlicliere Begründung herstellen: 'sie sind 
von der Anstrengung — der Reise — ermüdet.' * ^109 »^»^a 
wird ausgefallen sein, ^ 



HEISE IN ahabeen. 85 

Gott aber wird von dir Rechenschaft fordern', wenn jemand, 
sei es ein Bischof oder Kleriker, ein Mönch oder Laie, zu 
dir kommt, und du schweigst und ihn nicht über Gottes Ge- 
richte und Befehle belehrst. Das sagte er aber, indem er 
das Geschenk des Priesteramts im Geiste voraussah und vorher 
verkOiidigte, dessen ich gewürdigt werden sollte, der ich seiner 
dnrchaus nicht viürdig war. Als ich aber durch das Wort 
verwirrt ivarde und bitterlich weinte: Wer bin ich, dass deine 
Heiligkeit mir dies befiehlt, der ich noch nicht einmal an- 
gefangen habe ein Schüler zu sein! sprach er zu mir: Was du 
gehört hast, hast du gebort. Und so entliess er mich, indem 
er meinen Kopf fasste und küsste und ein Gebet verrichtete.' 
Dort erfuhren wir damals von den Bewolmem jenes Berges, 
wie dip Erbauer jenes Tempels zur gewissen Überzeugung ge- 
langt sind, dass der Leib des heiligen Moses doii liege, und 
wie über ihm jener Tempel gebaut wurde und der Tisch und 
Altar steht und unter dem Altar die Schale des Öls und der 
Gnade, wiewohl doch die göttliche Schrift klar und deutlich 
sagt: 'Moses, der Knecht des Herrn, starb im Lande Moab 
nach dem Wort des Herrn, und sie ' begruben ihn im Lande » 
neben dem Hause des Pogör^, und niemand erfuhr bis auf 
den heutigen Tag sein Ende.'* Sie erzählten uns nämlich: 
Ein Hirt von dem Dorfe Nebo [NabuJ^, welches auf der 
Sadseite des Berges liegt, brachte beim Weiden seine Herde 
bis zu diesem Orte. Und als er dahin kam, sah er, wie in 
einem Gesicht, eine sehr geräumige Höhle, voll von vielem 
Licht und Wohlgenich und Glanz. Und während er staunte 
— denn niemals war an jener Stelle etwas Derartiges ge- 
sehen worden — wagte er, durch die göttliche Kraft gestärkt, 
in jene Höhle hinabzusteigen, und sah einen ehrwürdigen 
Greis, dessen Gesicht glänzend uncl voll von aller Güte war, 
und der wie auf einem lichten und von Heirlichkeit und Gnade 
strahlenden Bett lag. Und da er einsah, dass dies der heilige 
Moses sei, lief er mit grosser Furcht und Freude sogleich in 
das Dorf, indem er eilte, den dort Wohnenden das Gesicht 
kund zu thun. Und von Gott weise gemacht, sammelte er 



> Vgl. Ei. 33, 7. S. = LXX: (Öaiixv, während der Grundtest, 'er 

begrub' bietet. * In der Xähe von Beth Pe'or. 'Est e regioae Jeri- 

chuntis sex müia aupra Liviadem teste Euscbio'[Reknd,Falae9tina..p.Ri)9]. 
t Deut. 84, 5. Ö. [iv ^t st. h r«!]. » Vgl. Num. 32, 3. 38. Jes. 15, 2. 




66 FETB.rS DEB IBEKEB. 

kleine Steine und richtete viele Steinliaufen an jenem Orte auf, 
wo er jenes Gesicht gesehen hatte, indem er erwog, dass nach 
seinem Weggang die Stelle vielleicht wieder unkenntlich werden 
würde — was auch wirklich geschaL Denn als die Bewohner 
jenes Dorfes es hörten, liefen sie alle scharenweis zu jenem 
Gesicht und suchten jene Höhle. Und jener Hirt sprach, 
Gott zum Zeugen anrufend : Au dieser Stelle, wo diese Stein- 
haufen liegen, habe ich jenes Gesicht gesehen und hin ich in 
jene Höhle hinabgestiegen und habe den heiligen Propheten 
gesehen. Und deshalb habe ich diese Steinhaufen auf- 
gerichtet, damit, wenn auch der Prophet sich auf Gottes Befehl 
wieder verbergen sollte, doch die Steinhaufen den Ort kennthcli 
9 machten. Und so wurde, da sie und ausserdem viele Heilige 
überzeugt wurden, dass das Gesicht ein wahres sei, und alle 
Bewohner der Gegend insgesamt eilends Baumaterial brachten, 
dieser Tempel gebaut, auf den Namen des grossen Propheten 
und Gesetzgebers, und er verkündet öffentÜch und so, dass 
kein Zweifel möglich ist, jedermann seine Güte und Kraft 
durch die Zeichen und Wunder und Heümigen, welche seitdem 
ununterbroclien an diesem Orte ven-ichtet werden. Denn er 
ist in gleicher Weise eine Heilstätte für die Seelen, wie für 
die Körper und ein Zufluchtsort aller derer, welche von allf 
Orten hierher kommen und an der Seele kranken imd 
mannigfachen Leiden [des Körpers] behaftet siud. 

Nachdem wir nun dort gebetet und als Wegzehmng 
Gebete des grossen Propheten empfangen hatten, kamen wir 
zu der genannten Stadt, indem der Herr uns führte und be- 
schützte und seinen Namen und seinen Knecht durch Zeichen 
und Wunder, wie er sie thut, verherrlichte, — welche er auch 
damals that. Da närahch jene Gegend unter grossem Regen- 
mangel litt, so dass nicht nur die Pflanzen und Saaten in 
Gefahr standen, sondern auch die Bewohner selbst, da sie 
durch grossen Durst gequält wurden, und es ebensowenig für 
sie selbst, als für ihr Vieh auch nur ein einziges Linderungs- 
mittel' des Durstes gab — denn aus diesem Grunde besonders 
wünschten auch die Gekommenen die Reise des Heiligen in 
jene Gegend — sahen sie sich in ihrer Hoffnung nicht ge- 
täuscht. Denn als wir unterwegs waren und nahe an die> 



mit 

dM 
wir ■ 



REISE IS ABABIEN. ■ 87 

GrenzeD dtjr Stadt selbst kamen, bezog sich der Himmel 
plötzlicli mit "Wölken, Donuer redeten uud Blitze fuhren heraus, 
und ein so überreicher Regen, vielmehr aber Gottessegen kam 90 
herab und tränkte jene ganze Gegend, dass wir selbst Gefahi- 
liefen unterwegs zu ertrinken, alle Wasser-Reservoire aber, 
die privaten sowohl, ah die öfTentlichen, von dem Segen aa- 
geftUIt wurden, die Früchte in ganz kurzer Zeit auflebten, 
und alle in Verwunderung gemeinsam dem Heiligen entgegen- 
gingen, mit Furcht und Zittern und Freude und Lobes- 
erhebungen, indem sie ihn küssten und umarmten und einen 
zweiten Elias und Moses nannten, jenes, sintemal derselbe in 
einer Zeit des Regenmangels nach drei Jahren den Himmel 
geöffnet hat', dieses aber, sintemal er [Moses] aus einem 
wirklichen Felsen für die, welche infolge Durstes in Gefahr 
waren, Wasser hervorsprudeln liess.J Es war aber auch die 
Zeit selbst, welche dem Wunder eine grosse Wirkung verlieh, 
denn es war wenige Tage vor dem Pfingstfest.' Deshalb waren 
täe so mit Liebe und Glauben zu ihm geeilt und hörten seine 
Ton Gott eingegebenen * Lehren, so daas viele von ihnen samt 
ihren Kindern und Frauen freudig auf die Predigt des ortho- 
doxen Glaubens hörten und unsre Genossen und Brüder wurden, 
von gleichem Glauben* und Eiferer für die Vollendung der 
Kirche. 

Nach diesen Vorgängen stiege» wir nach dem Ort hinab, 
der Ba'ar heisst, wo die Therme ist. Und mit uns gingen 
zur Ehre und Erfreuung des Heiligen auch ihre Angesehenen 
und eine grosse Volksmenge hinab, nicht allein von der Stadt, 
sondern auch von den Soldaten, welche dort standen*, und 
viele andere. Ausserdem aber hofften' sie, dass sie auch 91 
um »einetwillen leicht das dortige Bad gebrauchen würden. 



■ 1. Reg. 18. ' Ex. 17. > Jedoch noch vor dem Hinimel- 

fahrttfest, wie eine spätere Notiz ergiebt • HciTTvcuaTot — 

* 4[iiitioT0t — ' Hieron. [Onom. sacr. p. 121]; Amon rupes quaedara 

IQ lablinie porrecta in finibua Aiiioiraeoruni inter Maah et AniorraeoB. 
Hokb vero Arabiae civitas eat, r|uae nunc Areopolie adpellatur. ostendunt 
regionii illius adcolae locum vallis in praerupta demersae satls hon-ibilem 
et periculoBum , qui a plcrisi|ue usque nunc Amonos adpeUatur ex- 
tenditarijue ad eeptcntrionem Areopoleos. in quo et militum ex omni 
parte prataidta disiributa plenuni sanguinis et fomiidiniB testantur in- 
greMurii. Auch in der 'Nolitia Dignitaitum' werden castra Amonensift 
erwähnt ' Statt -t^>..i wäre ^TaAUn zu erwarten. 




88 PSTBUS D£B IBEBEB. 

Denn wegen der Einsamkeit jenes Orts und aus Furcht kam 
vordem selten jemand dorthin. Und als wir dahin kamen, 
sahen wir alle Wunderbares. Jener Ort ist nämlich ein tiefes 
und auf allen Seiten von hohen Bergen eingeschlossenes Thal, 
und Bäche glühend heisser Gewässer erhitzen, indem sie sich 
nicht allein von unten aus der Erde, sondern auch von obenher 
von den Bergen ergiessen, jenes ganze Thal so sehr, dass die 
es umgebenden Berge durch dichte, dauernd auf ihnen stehende 
Rauchwolken schwarz sind, wie ein Rauchfang, welcher den 
Rauch aufnimmt. Und deshalb führen diejenigen von den 
Bewohnern der Gegend, welche den Wunsch haben hinab- 
zugehen und sich in der Therme zu erquicken, wegen der 
Wärme der Luft und Glut dies mit genauer Not nur in der 
Winterzeit aus, indem sie sich in Menge dazu vereinigen, und 
wandern sogleich in ihre Wohnorte zurück, da sie die Stärke 
der Hitze nicht ertragen. Aber an allen den Tagen, während 
deren der Selige dort war, herrschte eine so schöne Tem- 
peratur und ein so lieblicher Hauch ^ dass man beim Wehen 
eines linden Windes glaubte, es wehe ein taufrischer Wind*, 
dergleichen für die drei Jünglinge jener Ofen der Chaldäer 
war, imd die, welche mit uns hinabgegangen waren, verwundert 
sagten: Noch niemals haben wir solche Wunder gesehen! 

Es geschah aber auch ein anderes Wunder, damit sie 
mehr glaubten und fester würden, und zwar folgendes: Die 
Leute, welche, wie wir vorher gesagt haben, im Winter sich 
92 dorthin begaben, sammelten, weil Häuser dort nicht vor- 
handen waren und in jenem Thale wegen der Hitze der Luft 
keine Herberge gebaut werden konnte, Rohr 3 aus dem in 
der Mitte jenes Thals, welches das des Arnon heisst, fliessenden 
Giessbach und machten sich viele Lauben, die mit einander 
verbimden waren. Während sie mm wegzogen und die 
Sommerzeit kam, und niemand dorthin ging, trockneten eben 
diese Lauben, nachdem sie aufgerichtet, aber verlassen zurück- 
geblieben waren, infolge der Hitze aus und wurden dürr. Die 
nun, welche mit uns hinabgingen, kehrten, als sie sie fertig 
vorfanden, in ihnen ein. Es waren ihrer aber viele und sie 
hingen mit einander zusammen. Und als einer von ihnen 

1 euxpao{a xdiv dipcuv xal euirvoia — ' Prec, A8ariae26: %a\ 

inoiriQt t6 {jiioov Ti^; xa[i.(vou cu; nveOpia §p6oou oiao'jp^C<»'* ' xdvvix, 
gew. plur. 



HEISE IS ABASIEN. 

Feuer anzündet»!, um sjcli seinen Speisebedarf zu bereiten, 
sprang ein Funke und erfasste das Rolir. Da aber das Rohr 
wie Werg, in welches Feuer weht, sogleich in Brand geriet, 
trag es [das Feuer] auch zu den angrenzenden Lauben, und 
nnn wurden alle insgesamt in einem Augenblick zerrieben 
und wurden zu Asche, Und das Feuer stieg so sehi- in die 
Höhe, dass Wehklagen und Jammern und Seufzen entstand, 
sintemal alle zu Grunde gingen', die sich in den Lauben 
befanden. Da nun trat der Selige in Weinen und Furcht, 
da sie ja alle um seinetwillen herabgekommen waren, vor allen 
hin and breitete seine Hände zum Himmel aus. Und während 
sein Mnnd schwieg, schrie or allein in seinem Herzen, wie 
Moses', zu Gott. der unaussprechlichen Kraft und Menschen- 
liebe Gottes, der zu denen, die vor ihm würdig sind, f 
hat: Während du noch redest, spricht er: sieh, ich bin 
nahe!' Denn da niemand imstande war noch wagte, mit 
Wasser jenen Brand aller dieser Lauben zu löschen, wurden 9 
sie sogleich Staub und Asche. Denn es war Rohr, und zwar 
dürres Rohr. Aber man fand weder einen Menschen, noch 
ein Stück Vieh, noch ein Gerät, noch ein Kleidungsstück ver- 
brannt und zu Grunde gegangen, ausser allein einen Esel- 
Packsattel, so dass jedermann kund wurde, dass allein das 
Gebet und Bitten des Heiligen der Gewalt des Feuers Einhalt 
getban und eine solche Rettung zu stände gebracht habe. 

Es geschah aber dort auch ein anderes Wunder. Während 
nämlich die, welche jenen Ort aus Erfahrung kannten, uns zu 
wissen thaten, was für Schwärme von Fliegen denen, die sich 
dorthin begäben, Schaden und Bedrängnis bereiteten, indem 
sie nicht allein die Erde und die Luft bedeckten, sondern 
auch ihre Körper zerstächen, so daas sie ihr Leben aufgäben*, 
WSX in den wenigen Tagen, während deren der Selige dort 
W, im Nu jede Fliege an diesen Orten verschwunden.* 

Jener Ort bietet aber auch ein [Natur-]Schauspiel, das 
dBem Wunder gleicht Es befindet sich nämlich dort eine 

1 nämlich: dem Angcheme nacli — ' Ex. 17. ' Jes. 56, 9. 

■ Der kaffallende Äasdrack scheint i-.oTäaiitsitai wiederzageben, welches 
der Verfiuser von der wirklichen Aufgabe des Lebens d. b. vom Sterben 
ventmnden wisaen wollte. Die Verbindang von d-oTiooE36ai mit ßfos 

^^^t lieh ftnch Euaeb. de mart. Fal. cp- 11: dTiTa;t; lai -xaTafpövTjsi; 

^^^L ' wcirtlicb : wurde acbnell eine Fliege nicht gesehen. 



'90 PETBÜS DSB IBEBEB. 

Höhle, und an der einen Wand dieser Höhle strömen zwei, 
ungefähr eine Elle von einander entfernte Löcher Wasser aus, 
das eine sehr kaltes, das andre sehr heisses, und zwar in 
solchem Grade, dass niemand daran rühren kann. Die Mitte 
der Höhle aber hat eine Vertiefung, die nach Breite, Höhe 
und Tiefe ungefiihr das Mass eines Bades hat. Indem nun 
die erwähnten heiasen Gewässer samt den kalten dortliin ans 
ihren beiden Offnungen strömen und hinabfliessen, bringen sie 

M ein schön temperiertes und sich selbst herstellendes Bad zu 
Stande, und wer hineinsteigt, erfreut sich bei seinem» G^ 
brauch einer von ihm ausgehenden wohlthätigen Wirkung. 

Als wir nun dort das heilige Fest der Himmelfahrt unsers 
Herrn verlebt hatten, wendeten wir uns wieder nach Medabs. 
während nicht allein das Voli der Stadt, sondern auch der 
Dörfer und Gehöfte ' am Wege mit Freude und Glauben zur 
Begegnung herausging und zu ihm eilte und sich segnen liess, 
und diiB um so melir, weil sie die in dem Thal geschebeneu 
Wunder gehört hatten. Bei unserm Eintritt in die Stadt aber 
näherte sich uns ein Mann in militärischem Eaiig^, Namens 
Käjöma, der unfruchtbar war oder eine unfruchtbare Frau 
hatte, da keine Kinder vorhanden waren', und bat uns tun 
unsre Fürbitte beim Sehgen, dass er für sie um Kindersegen 
beten möge. Als wir aber zu ihm sagten: Wir können dies nicht 
thuu, aber es steht bei dir, den angesehenen Moses zu iiehmeu, 
einen gläubigen Mann und weisen Orthodoxen, der uns anch 
aufgenommen hat bei ihm zu Herbergen, und er mag vor dem 
Heiligen niederfallen und ihn bitten, denn wir wagen es nicht 
ihm gegenüber so freimütig zu sein, weil wir seine Demut und 
Abneigung gegen Ruhm* kennen — da gehorchte er. Und 
als er ihm nahte und vor ihm niederfiel, kam der Heilige, 
bevor er noch eine Bitte vortrug, ihm zuvor und sprach zu 
ihm: Unser Herr Jesus Christus sei mit deinem Samen! Er 
aber verwunderte sich samt jenem Angesehenen, nahm jedoch 
das Wort im Glauben auf und empfing eine so grosse Frucht 
des Segens, dass er zuletzt Vater vieler Kinder wurde. Und 

B das [widerfuhr] nicht ihm allein, sondern auch andern in diesen 
Gegenden und an vielen Orten wurde auf ihre Bitte duj-ch 

> Im Syrischen von den Oewäisern auegesagL > d^poi 
Eusebiua h. e. VIII Äppend. iv otpaTHn-tix^ dSla. ' xi 

» dipiXoioSta — 




REISE IK ARABIEN. 

die Gebete des Heiligen dies Geschenk gegeben. Denn aucb 
ein anderer hasste aua demselben Grunde' seine Frau und 
vertrieb sie und bescliloss, sie binfort nicht mehr zu 6 
Da trat ihr Vater zum Heiligen, unterrichtete ihn von t 
Vorgefallenen und bat ihn, er möge durch seine Ermahnungen 
den Mann dazu bringen, sich mit seiner Frau zu versöhnen, 
wobei er auch den Grund des Hasses und der Entfremdung 
erzählte. Der rief den juugen Mann zu sich, ermahnte ihn 
väterlich und redete ihm zu. Als dieser aber unter Thränen 
sagte, dass er dies nicht thun könne, sprach der Sehge zu 
ihm; Wenn du, weil du Kinder begehrst, diesen Beschluss 
gefasst hast, so gehorche mir, mein Sohn, habe Scheu vor 
meinen grauen Haaren, lass dich überreden und ni mm dein 
Weib [zu dir]. Und ich hege zum Herrn das Vertrauen, { 
er dein Verlangen bis zur Sättigung erfüllen wird. Und jener 
versöhnte sich, dem HeiHgen gehorsam und gläubig, mit seiner 
eine so grosse Kinderzahl, dasB 
eben Söhnen und zwei Töchtern, 



Frau und hatte in der 

er Vater von neun Kindern, 

wurde. 

An einem andern Tag 
begannen wir nach dem Est 



unaers Aulenthalta in Meiiaba 
n, als -wir vom Tisch aufgestanden 
waren, den Hymnus der Danksagung zu sprechen. Plötzlich 
wurde der Selige entrafft und war in Ekstase. Und er blieb 
[in diesem Zustande] ungefähr eine und eine halbe Stunde, 
indem seine Äugen unablässig gen Himmel blickten. Als wir 
aber schweigend dastanden und uns mit Thränen benetzten, 
schrie er zuletzt, indem er wieder zu sich kam, weinend laut 
auf. Und ohne zu jemand etwas zu sagen und das Gebet zu 9 
verrichten, sprang er auf das Bett^, wo sein Lager war. Und 
nachdem er die Thüre verschlossen hatte, blieb er trauernd 
und seufzend bis zum Abend. Wms aber der Gegenstand 
s^es Gesichts gewesen sei, wagte niemand von uns später 
zu fragen, und er sagte es auch selbst nicht. Aus den 
Drangsalen aber, diejetzt täglich eintreten, schliessen 
wir, da SB diese Leiden, welcJie den Erdkreis be- 
treffen sollten, dem Heihgen in jenem Gesicht geoffenbart 
worden sind, nach der Weissagung des Propheten Arnos ', der 



Vor (DOUJ^Q ist vemtnilich .1& aasgefallen. 







92 PETBÜS BEB rBEBEB. 

gesagt hat: *weili der Herr kein Werk thun wird, ohne dass 
er seine Züchtigung seinen Knechten, den Propheten, oflFen- 
bare.' Und der Heilige hat vor diesen Vorzug gehabt 2 
Und deshalb konnte er damals, da er dauernd von heftigem 
[Seelen-jSchmerz verzehrt wurdet, bis zum folgenden Tage 
niemand von den Bewohnern der Stadt, als sie ihrer Gewohn- 
heit gemäss kamen, um ihn zu feiern und zu verehren, zum 
Verkehr annehmen. 

Nachdem er nun in jener Stadt wenige Tage geblieben 
und sie [die Bewohner] erbaut und befestigt hatte, eilte er 
zurückzukehren. Und nach seinem Weggang von dort ging 
er, darum gebeten, in ein Dorf Namens Batmin.* Und als 
er dort das Fest der heiligen Pfingsten begangen, eine Ver- 
sammlung abgehalten und den Ort und seine Einwohner ge- 
segnet hatte, wendete er sich nach Jerusalem, in dem Wunsche, 
zu seinen Brüdern und in sein Kloster ^ zu kommen. Ein 
Mann aber, welcher Christus und die Heiligen und die Armen 
und Fremden liebte, feurig im Glauben und ein eifriger Ortho- 
doxer, Namens Elias, der die Stellung eines Tribuns ^ inne 
97 hatte und in Jerusalem wohnte und mächtig und ein Haus- 
genosse der gläubigen und orthodoxen Königin Eudokia war, 
der schon mit dem Heiligen bekannt war und seine Güte 
erfahren hatte — als er nämlich taub war, wurde er durch 
ihn der Heilung teilhaft — bat ihn dringend und überredete 
ihn, weil es Sommer wäre und in der Ebene grosse Hitze 



> 81ÖT1 — 2 Die wörtliche Übersetzung: *Zahlreichere8 als diese 

hat der Heilige getragen^ ist dem Zusammenhang nicht gemäss, da 
nicht gesagt ist, dass die Propheten etwas getragen haben. Vermutlich 
hat die Redewendung ttX^ov tivo; cp^peoOai vorgelegen. * So nach 

der Vermutung f<LuAf^O>JM und unter Voraussetzung von xararpa- 

^6[jLevo; xaTeC^exo. Vor r<LlA&0>JM [nur bei A vorhanden] finden 

sich Federeindrücke wie von r^lA. Möglich, dass f^lA vom Abschreiber 
geschrieben, aber, als falsch, sofort wieder ausgelöscht worden ist. Sollte 

f^lA ursprünglich sein, so würde auch ft^ll 1 *>10>JSW r^A [unsagbarer 
Schmerz] in den Zusammenhang passen. * Hieron. [Onom. sacr. 

p. 151]: Bothnin trans Jordanen civitas tribus Gad, quae usque hodie 
similiter adpellatur. * -rjajxaoTi^piov — «Er gehörte anscheinend 

zur Klasse der tribuni et notarii simul, quibus utebantur Principes ad 
mandata pcrferenda. Jidem tribuni notariorum dicti . . . quorom summa 
erat dignitas [Du Gange]. 



AUFENTHALT IN BEl'H TAFKA. 

berraclite — es wai- nämlich die Zeit nach Pfingsten — l 
zum Voi-übergeben der Hitze auf dem Gebirge zu bleiben. 
Die Art aber, auf welche seine OLren geheilt wurden, er- 
zählte uns der Tribun in folgender "Weise: "Als der Selige in 
der Gegend von Ascalon wohnte, veranlasste mich eiu Ge- 
schäft nach eben dieser Stadt zu gehen. Und als ich hörte, 
dass der Selige in der Nähe war, wünschte ich, während ich 
mit ihm noch nicht freimütig verkehrte' und keinen Umgang 
hatte, seines Segens teilhaft zu werden. Ich war aber seit 
langer Zeit taub. Und als ihm über mich Mitteilung ge- 
macht wurde, nahm er mich freudig auf. Und wie ich zu 
seinen Füssen fallen und ihm Verehrung bezeigen wollte, ergriff 
er mich bei meinem Kopfe und richtete mich auf. Während 
er nun seine beiden Hände auf meine Ohren Ugte, wie um 
midi zu hindern, vor ihm niederzufallen, küsste er mich auf 
mein HaupL Augenblicklich wurde mein Gehör geöffnet.' 
Deshalb hatte er von dieser Zeit an solchen Glauben und 
solche Zuversicht zum Seligen, wie zu einem der Apostel, 
indem er unablässig zu ihm ging, und es ihm schwer fiel, sich 
Ton seinem Umgang zu trennen, damit er gewürdigt würde, 
auch in der Todesstimde des Seligen zugegen zu sein^ und 
seines Segens teilhaftig zu werden. 91 

Aber wenden wir uns zu unsrer Aufgabe! 

Nachdem er nun den Seligen in sein Dorf gebracht hatte, 
welches Betb Taf&a heisst imd fünf Meilen nördlich von 
der heiligen Stadt unter dem Abhang ^ des Gebirges liegt, 
dessen Luft sehr schön imd gut temperiert ist, hielt er ihn 
dort den ganzen Sommer über zurück. Daselbst ist eine tiefe 
Quelle, die zugleich fischhaltig* ist imd wenige kleine Fische 
ernährt Und als einer von unsern Brüdern, der sieh aufs 
Fischen verstand, hinging, fing er während des Tags imr zwei 
Fische zur Labung des schwachen Greises*, und nicht mehr, 
so dass jederraami sich wunderte. Denn auch, als einer von 
den Freunden in der Stadt krank war und nach den andern 



1 durch icof^r,gla ausgedrückt — ' wörtlich; damit er iu der 

Zeit des Todes erfunde« würde. ' Vgl, "^iS schräge, abachüasig 

tuacLeii- [Levy, ueuliebr. und chald. Wörterbuch]. * wörtlich: eine 

piicina ist — ' d. k. soviel, Hin gerade für das geringe Bedürfnil 

dee Orcisei ausreichte — 



94 PETBUS DEB IBEBEB. 

Speisen kein Verlangen trug, und* der Heilige, als er es 
erfuhr, befahl, für diesen aus der Quelle wenige Fischchen zu 
fangen und ihm zu schicken, konnte jener Fischende, obwohl 
er sich drei Tage vom Morgen bis zum Abend abmühte, nicht 
mehr als diese zwei fangen; sondern, wie wenn jener Quelle 
befohlen wäre, gerade diese zwei zum Unterhalte des Greises 
zu geben, wollte sie nichts weiter [herausjgeben, so dass der 
Selige genötigt war, selbst diese zwei, die seine Nahrung aus- 
machten, jenem Kranken zu schicken. 

Damach kehrte der Fromme, als die Zeit des Nach- 
sommers gekommen war, wieder zu den Brüdern in die Ebene 
zurück. Und während er reiste, eiferten einige bei sich und 
sprachen: Wie hat nur der Selige, während er alle diese 
Tage nahe bei Jerusalem verweilte, nicht das Verlangen ge- 
habt, wenn auch bei Nacht, in die heilige Stadt zu gehen 
Ö9 und an den verehrungswürdigen Stätten, besonders dem heiligen 
Golgatha und dem lebenschaffenden Grabe anzubeten! Da 
kam einen Tag nach seiner Abreise einer von den Brüdern, 
ein sehr schlichter und lauterer Mensch, und sagte zu ihnen: 
*Diese Nacht habe ich ein furchtbares Gesicht gesehen! Denn 
ich glaubte den Vater Petrus, den Bischof, zu sehen, der zu 
mir sagte: Kannst du mir die Hand geben, Bruder? Und 
nachdem er allein mich in jenem Gesicht in die heilige Stadt 
geführt hatte — in derselben Nacht, in welcher er abreisen 
wollte — trat er zuerst in die Märtyrerkirche des 
heiligen Stephanus ein, auf die er zuerst traf. Und in 
die Grotte hinabsteigend, betete er an seiner Reliquienume an. 
Von dort ging er weiter und eilte zur heiligen Golgatha- 
kirche und zum heiligen Grab. Und von dort ging er 
hinab in die Kirche, welche die des Pilatus heisst, von 
da in die jenes Paralytischen und nach dieser nach 
Gethsemane. Und nachdem er auch die heiligen Stätten 
in dessen Umgebung besucht hatte, stieg er nunmehr zum 
Speisesaal der Jünger und hiemach zur heiligen Himmel- 
fahrt[skirche] hinauf und von doiii zum Haus des Lazarus. 
Nach diesem ging er auf dem von dort führenden Wege, bis 
er zum heiligen Bethlehem kam. Und nachdem er dort 
gebetet hatte, wendete er sich zum Grab der Kahel. Als 



* Ich habe zwei Sätze verbunden. 



AUFENTHALT IN MAGDAl. TUTttA. 95 

ST dort und in den Übrigen Tempeln und Bethäusern. 
die am Wege liegen, gebetet hatte, stieg er zum Siloah' 
biuftl). Und nachdem er von dort zur heiligen Zionskirche 
liinanfgestiegen war und den heiligen Lauf vollendet und 
überall den Herrn angebetet hatte, kehrte er zuletzt zum 
Dorfe Beth Tatsa zurück, während ich ihn überall stützte. 
L'nd am Tage darauf, nachdem icli jenes Gesicht gesehen 
hstte. trat der Vater seine Reise an.' Dies geschah aber. 
um diejenigen, welche geeifert hatten, davon zu überzeugen, 
(lasa der Selige an jedem heiligen Orte täglich, vielleicht auch 100 
rtündlich, im Geiste dem Herrn Anbetung darbrachte. Denn 
M steht geschrieben: Der geistliche Mensch richtet alles, er 
»Ibst aber wird von niemand gerichtet.^ 

Als jener Bruder dies erzäldte, fielen jene auf ihr An- 
gesicht, beteten den Herrn an und priesen seine unaussprech- 
liche Menschenliebe und Güte: wie er deu Zweifel, der unter 
ilmen entstanden war, nicht einmal für kurze Zeit ungehoben^' 
liess,und wie tue Heiligen, da sie Christum selbst angezogen haben 
und mit und in ihm leben, ihm überall im Geist nahe sind 
unil an jedem Ort geistigen Dienst* und Anbetung darbringen, 
weh wenn man sie dem Körper nach fern glaubt. Und das 
hat Paulus mit den Worten angezeigt: 'Denn wenn auch dem 
Leihe nach fern, so doch im Geiste nahe, habe ich schon, 
"ie anwesend, gerichtet, indem ihr und mein Geist mit der 
Kraft unsers Herrn Jesu Christi beisammen waren.'* Und 
mit deu andern: 'Denn wenn ich auch dem Körper nach fem 
hin, 80 hin ich doch im Geiste hei euch, indem ich mich 
frene und mitfreue, da ich eure [löbliche] Ordnung sehe.'* 

Als aber der Selige in die Ebene gekommen war und 
die Brüder begrüsst hatte, setzte er seine Reise von Ort zu 
Ort fort, woldn der Geist, welcher ihn führte, ihn zur Er- 
lösung vieler Seelen und zur Hilfe für die Einwohner beriet 

In der Stadt Gaza aber war ein Scholastiker, ein 
Sechtgl&ubiger, mit Namen Dionysius, Er hatte auch eine 
rechtgläubige Mutter und Grossmuttcr und eben solche Brüder 101 
— ein auserwäbltes und gesegnetes Geschlecht — und glühte 

' tw Siloalikirolie — i 1. Cor. 'J. 1.5 [dvaxplvei — dvompUBioi!] 

' durch Tcstsa autgedrückt — < Rom. 12, 1. ^ 1. Cor. 5, 3. i. 

' CoL2, 5 [ohne den Äuedruck von der Mitfreude, der sich Phil. 2, 17 
findet). 



w 



von Glauben und von Ldebe zum Heiligen. Da dieser nnn 
gewürdigt wurde, die vielen Zeichen und Kraftthaten und 
Heilungen zu sehen, welche durch ilin geBchahen, und von 
seiner Seite einen Segen zu erben wünschte, bat er ihn, in 
seinem Dürfe zu bleiben, welches Magdal Tütha' heisst, süd- 
lich von Gaza nahe bei dem Tempel des heiligen Hilarion', 
des grossen Asketen und Propheten und Vorstehers der 
Mönche. Und nachdem er mit reichlichem Aufwand Häuser 
gebaut hatte, welche für die bequeme Unterkunft des Seligen 
geeignet waren, hielt er so den Heiligen drei Jahre dort fest 
Und während er ihm alles, was ihn erfreuen konnte, darbot, 
wui'de er ebensowohl eines von ihm ausgehenden Segens ah 
der Erlösung teilhaftig. Der Christusliebende Mann erzählte 
uns also» Folgendes: 'Nachdem ich dreihundert Dareiken atif 
den Bau und die Herrichtung jenes Ortes verwendet hatte, 
nahm ich wenige Tage später eben diese dreihundert Dareiken 
von einer Seite ein, von welcher ich es niemals erwartet hatte 
oder mir hätte in den Sinn kommen lassen.' Und die Wein- 
berge, die um jenes Dorf herum lagen und nui- geringen und 
wenig "Wein lieferten — denn das Erdreich war auch sandig 
und dünn — er nahm den Heiligeu*, führte ilui in jeden von 
den Weinbergen und bat ihn, Gebet zu ven-ichten und den 
Ort zu seguen. Und von dieser Zeit an begann er*, woran 
sich seit Menschengedenken keiner von den Bearbeitern jenes 
Bodens erinnern konnte, das Vielfache [des früheren Srtrags] 
und einen haltbaren« Wein zu geben. Und diesen Frucht- 
ertrag gaben diese Weinberge anhaltend während der ganzen 
Lebenszeit des Seiigen. 

Zu jener Zeit wohnte auch der selige Jeaaias der Ägypter, 

jener grosse Asket und Prophet und der von jedermann ein 

102 zweiter Jesaias genannt wui-de , sintemal er die bekannte 

Güte, Weisheit und Kraft jenes grossen Propheten besass, in 

Frieden in dieser Gegend', in dem Dorfe, welches Beth 

> 'TunndeBMaulbeerfei^enbaaniB — ]i6p7a< auxa[LtvDu' — ' ».^ llat^ 
— geboren ia TabatUo, fünf Meilen südlich von Gaza im Jalire 291. 
studierte in Älexandrieii, liesa sich taufen uod begab sich 307 in die 
WüsU von M^fima, wo er ein excentriech enthalteames Leben fahrte. 
Näheres iu Stadler'» Heiligealeiicon. • oüv — * Annkoluth. » der 
■Weinberg — ^ vinujn, quod perdurat. Doch würde man des O^en- 

BaUea wegen eher T>A> [wertvoll) erwarten. ' tinoi — 



^ 



VEHBEHE MIT JE8AIAS DEM Ä6YPTEH. 97 

Daltha' heisst, vier Meilen von dem Vater Petrus, dessen 
evangelischen "Wandel und Eeichtum an Gaben, die ihm von 
seiner Jugend bis zum G-reisenalter eigen waren, zu schildern 
unsre Schwachheit nicht gestattet. Denn das bedarf vieler 
Böcher, wie diejenigen Überzeugt sind, welche seine Gaben 
durch Erfahrung kennen gelernt haben, und die Abhandlungen 
und Erzählungen ^ über ihn bezeugen. Denn er quälte seinen 
Körper auch in so hohem Grade durch Enthaltsamkeit, dass, 
indem sein Leib wie Stein wurde, infolge von Anschwellung 
seine Milz und Leber mit einander verwuchsen und zusammen- 
hingen. In seinem Greisenalter aber ass er allein [/tövog], 
indem er täglich nur ein geringes Mass von Nahrung nahm. 
Aber auch diese nahm er nicht unthätiger Weise, sondern 
nur so, dass er zuvor drei Ellen Netz, die er durch Hand- 
arbeit herstellte 3, jils Entgelt dafür gab. Während er sich 
aber in seinem Kloster* einschloss, gab er denen, die zu ihm 
kamen, durch seinen Zellengenossen*, den Vater Petrus, den 
Presbyter, einen Mann, welcher eine der seinigen gleiche 
Güte, Milde. Demut und Kraft besass, Bescheid, Gott aber 
war es, der auch diese Nachbarschaft dieser beiden Lichter, 
ich meine des Vaters Petrus, des Bischofs, und des Vaters 
Jesaias, durch seine Lenkung herbeiführte, damit es denen, 
welche um eines Vorteils» willen zu dem einen kämen, wegen 
der Nähe auch vom andern Förderung zu erlangen frei- 
stände, und sie so in ihrem Sinn erbaut und befestigt in ihre 103 
Häuser zurückkehrten. Vim dem Verkehr mit Frauen aber 
hielt der selige Jesaias seine Seele bis zum Ende unberührt', 
und er führte diesen Beschluss ohne Übertretung dui'ch*», als 
Mönch und als einer, für den es keine solche Nötigung gab, 
wie sie für den seligen Petrus bestand, welcher Bischof und 
Vater von jedermann war, und dem von Gott über Natur 
und Alter hinaus befohlen worden war, ein Wächter ^ und 
Förderer'" zu sein. Wundem müssen wir uns aber über das 



' 'Thürhaas' — ' Eine solche T^b^»UX.h\, und zwar die von 

Zifliftriu, befindet eich in ayriBcher Überactzung in der Berliner Hacd- 
Kbrift, welcher die PetrQB-Biographie entnommen ist. ' wörthch: 

die Arbeit seiner Hände ■ ■ ■ gab. * wortlich: in seinem Ruhehause, 

j)Oujf*OT^pioy — ' äi'Jxepo; — ' um sich Rat oder Hufe EU 

holen — ' immunis ^ ' und konnte ihn durchRihren — 

u wörtlich: Nutzen — 



98 PETBÜS DER IBEBEB. 

Vertrauen und die Liebe, welche eben diese Heiligen einander 
bezeigten. Denn sogar täglich schickte der selige Petrus dem 
Vater Jesaias Speise, wie sie einem Greise, Asketen und 
körperlich Schwachen angemessen war, nämlich ein Mehlbrot 
aus Gaza von der Art, wie er zu essen pflegte, ein Bündel 
Petersilie und Porree, gereinigt und gewaschen, und zwei 
kleine Fischchen. Und jener schickte dafür drei Kuchen 
zurück — indem sie dabei stündlich im Geiste bei einandei 
waren und sich gleichzeitig an evangelischer und himmlischei 
Labung labten. 

Als sie nun auf diese Weise lebten, erfuhr der König 
Zeno von der Güte und Kraft jener Heiligen. Und da er 
zu dem Verlangen kam, eines von ihnen ausgehenden Segens 
teilhaft zu werden, schickte er den Eunuchen Kosmas S einen 
von seinen ersten und geliebten Kammerherren [cubicularii], 
mit Briefen, um sie zu bestimmen, sich durchaus bis zu ihm 
zu bemühen 2, indem er mit der Aufforderung das Versprechen 
verband, sie sogleich wieder zu entlassen und alles, was sie 
104 ihm als zu seinem Nutzen dienlich raten würden, zu befolgen. 
Auf die Nachricht hiervon war der selige Petrus sehr be- 
kümmert und lebte unter Weinen in unaufhörlicher Trauer 
und in Seufzen. Und er fiel vor dem heiligen Altar vor dem 
Herrn auf sein Antlitz und sprach: Herr, befreie mich von 
der Gewaltthat der Menschen! Was verlangen die Menschen 
von mir? Was verlangen die Dränger von mir, indem sie 
sagen, dass ich etwas besitze, was ich nicht besitze, und dass 
ich etwas thun soll, was ich nicht vermag? Dies sagte er 
aber, weil die, welche dem Könige über sie Mitteilung ge- 
macht, gesagt hatten, dass beide Propheten wären und Zeichen 
und Wunder thäten. Wie er nun seine grosse Schwäche be- 
dachte, und da er einmal Gott versprochen hatte, nicht wieder 
nach Ägypten zurückzukehren, das er verlassen hatte, hielt 
er die Ausführung einer solchen Reise für hart und zugleich 



1 Zacharias [h. m. VI 2. 3] , welcher die Sache ebenfalls berichtet, 
jedoch von Petrus nur erzählt, dass er, der von dem Wunsche des Kaisers 
erfuhr, vor Kosmas' Ankunft weggewandert sei, giebt an, dass Kosmas 
sich auf der Rückreise von Alexandrien befunden habe, wohin er geschickt 
worden war, um einen zwischen Petrus Mongus und einer mit diesem 
unzufriedenen Gegenpartei entstandenen Zwist auszugleichen. ' VgL 

für die angenonmiene Bedeutung von Aui\X.r^ Josua Styl. 58. 



SOLI, MIT JESAIAS ZUM KAISER KOMMEN. 99 

für imniöglich. Daher beschloss er unter Leitung des in ihm 
wohnenden heiligen Geistes, lieber in die Gegenden Phö- 
niciens zu wandern, um sich dort zu verbergen, bis er dui"ch 
seine Freunde — und es waren deren viele in Constantinopel — 
ein Bittgesuch eingereicht, den König von seiner vielfachen 
Schwäche unterrichtet hatte und ihn durch Vermittelung unaera 
Herrn bestimmen könnte, ihm eine solche Anstrengung zu 
erlassen — was auch stattfand, da unser Herr die Bitte des 
Heiligen unteratütüte. 

Zu der Zeit aber, als er nach Phönicien wanderte, kam 
er in die Stadt, welche Arka' heisst, zwölf Meilen vom 
Meere, von Tripolis aber fünfzehn entfernt. Einer aber mit 
Namen Slaximus. ein Oberer jener Stadt, ein ehrsamer, sanft- 
mütiger und reicher Mann, nahm uns in sein Landhaus aufios 
infolge einer Offenbarung des heiligen Apostels Andreas, der 
dort begraben liegt und von jedermann, besonders aber von 
den Einwohnern jenes Ortes, weg^n der vielen, durch ihn 
vollbrachten Kraftthaten und Heilungen sehr geehrt wird. 
Bevor wir nämlich in diese Gegend kamen, erschien der 
Apostel bei Nacht dreimal dem Kustoden [der Kirche] jenes 
Orts and sprach zu ihm: 'Geh zu dem Oberen Maximus und 
sprich zu ihm: Siehe, Gott schickt dir einen grossen Beistand, 
den du niemals erwartet hast. Nimm ihn also mit aller Liebe 
und Glaubenszurersicht auf, und er wird^ dir jedei-zeit ein 
Beistand und Beschützer vor allen Versuchungen sein!' Als 
wir nun von ihm liebevoll aufgenommen worden waren und 
TOD ihm jede Art von Erfreuung genossen, schickte der so- 
genannte Bischof jener Stadt, ein besessener*, frecher und 
ganz abscheulicher* Mensch, da er die Nachbarschaft des 
Heiligen, die ihm zum Tadel und Vorwurf diente*, nicht 
ertrag, indem der Teufel sein Batgeber und Vater war, zum 
Seligen und liess ihm sagen; 'Entweder halte Gemeinschaft 
mit uns oder zieh fortl Denu di« Stadt kann nicht zwei 
Bischöfe haben.' Als der Selige das hörte, brach er sogleich 

' am Fusae des Libanon, auch Area Caesarea und Caeaarea Lilmiii 
benaont — ^ Die imperRtive Fassung scheint weniger passend KU 

Bein. ^ f^Aj.t [ömiiow/i;] at. KÄD.1 — * nofijtiopoi — 

» Der im Griechischen vorauszuseUende Dativ — im Lateitüschen dai 
Gewähuliche — ist dem Gebrauch der klaaaischen Zeit fremd; in dieser 
wnidft äer Nominativ gesetzt worden sein. 



100 PETBUS BEB IBEBEB. 

auf und verliess jene Stadt, da er auch seinerseits nicht [ein- 
mal] jenen Tag an jenem Orte des Maximus, unsers gütigen 
Wirtes, bleiben wollte. Dieser war wegen dieser Verfolgung, 
die stattgefunden hatte, sehr ungehalten, aber er verstärkte 
seine Liebe nur noch mehr. Denn sobald er uns einholte, 

106 eilte er in die am Meeresstrande gelegene Stadt Ortho sias», 
überredete ihren Bischof, seinen Freund, der mehr fremden- 
freundliches Verhalten und Liebe besass, als die andern, welche 
die Kirchen inne hatten, und veranstaltete, dass wir in einer 
in der Nähe befindlichen Salzniederlage 2 überwinterten ». Denn 
es gab auch keinen andern passenden Ort in der Stadt, weil 
sie sehr klein imd menschenarm ist Aber indem wir in einem 
solchen Gefängnis — imi diesen Ausdruck zu gebrauchen — 
wohnten, als befänden wir uns in einem Palast, und jede Be- 
quemlichkeit hatten, verlebten wir dort so den Tag des heiligen 
Epiphanias- und des heiUgen Passahfestes bis zu den heiligen 
Pfingsten, während der Bischof jener Stadt dem seligen Petrus 
grosses Wohlwollen^ und Hochachtung und Verehrung bezeigte. 
Aber er konnte ihn nicht bestimmen, zu persönlichem Um- 
gang zu kommen, weil er mit jenen andern Bischöfen Ge- 
meinschaft hatte. Gott aber war es, der seinen Heiligen 
nach Arka und Orthosias berief und ihn verherrlichte, um der 
Erlösung derer willen, die auch an diesen Orten erlöst werden 
sollten. Denn auch von der Stadt Arka und von Orthosias 
brachte er Gefangene, die er machte s, dem Herrn dar, bis 
er auch den Verwalter der Niederlage ^ selbst und seinen 
Bruder zum orthodoxen Glauben und zu treflflichem Wandel 
bekehrte. 

Es erfolgte aber auch die Offenbarung der Gebeine 
heiliger Märtyrer, die dort begraben lagen, des Lucas, Phocas 
und Romanus und ihrer Begleiter, und zwar auf folgende 

107 Weise: Es war ein Garten, welcher nahe bei jenem Magazin 
lag, und aus dem wir täglich unsern Bedarf bezogen. Jene 
Stadt ist aber der Überschwemmung ausgesetzt und ist über- 
reich an Wasser, das von oben, vom Berge Libanon, herab- 



1 'OpöwoCa und 'Opftooaid;, etwas südlich von der Mündung des 
Eleutheros gelegen und 12 MiU. von Tripolis. 2 &piov, wpeiov hor- 

reum «= Scheuer, Magazin. 3 5ia)reip.dCeiv — * xaXodiXeia — 

6 aiy\).'x\üiaias aiy|j.aXtuTe6aa; — 6 (upeidpioc [= diroOr|X9pioc] hor- 

rearius, praeses et custos horrei. 



FLUCHT, AUFEXTHALT IN PHÖNICIEN. 101 

kommt. Nun sali der Gärtner des genannten Ortes, da er ein 
bescheidener, sehr schlichter und massiger Mann war und 
keine Frau hatte, hei Nacht, dass ihm heilige Märtyrer er- 
schienen und zu ihm sprachen: Weisst du, wer wir sind? Als 
jener aber erklärte, dass er es nicht wisse, sprachen sie zu 
ihm: Wir sind deine Nachharn, die wir uns bei dir aufhalten 
und mit dir wohnen und dich und deinen Garten bewachen. 
Er aber sprach: Und wer seid ihr? Die Märtyrer sprachen 
zu ihm: Lucas und Pliocas und Eomauus und diese unsre 
Brüder — sie waren nämlich in grosser Schar erschienen — 
und wir müssen uns zugleich' offenbaren. Und wenn du 
uns finden wirst, so ruf den Vater Petrus, den Bischof, welcher 
hier als .Klger weilt, und übergieb uns ihm. Als er nun er- 
wachte, eilte er sogleich zu unserm Bruder Paulus, dem Haus- 
meister, tind machte ihm von dem Gesicht Mitteilung. Der 
aber führte und brachte ihn zum seligen Petrus, welcher die 
Märtyrer wahrhaft liebte. Und nachdem er ihm den Gegen- 
stand^ des Gesichts erzählt hatte, sprach der Sehge zu ihm: 
Geh, bitte sie, dir wieder zu erscheinen und dir den Ort, an 
welchem ihre Gebeine liegen, anzuzeigen. Da that er so. An 
einem der Tage nun, als er im Garten arbeitete, sah er sie 
deutlich, wie sie, über die Zäune und Dornen fliegend, ein- 
traten und bei ihm standen. Von Staunen ergriflfeu fiel er 
auf sein Angesicht und betete an, da er erkannte, dass sie 
die waren, die er in jenem Gesicht gesehen hatte. Und sieK 
sprachen zu ihm: Weil du dies zu erfahren wünschest, wo 
onsre Geheine liegen — sieh, sie liegen an diesem Orte. Aber 
nimm den Vater Peti'us, den Bischof, und bring ihn hierher, 
Und wenn er Gebet verrichten wird, so grabe, und wenn du 
uns findest, übergieb uns ihm. Als dies der Selige erfuhr, 
begann er zu weinen und unter Seufzen zu rufen und zu 
sprechen: Wer bin ich Unwürdiger und erster der Sünder, 
dass die Heiligen mir solche Liebe erweisen, oder wie kanu 
ich sie in Empfang nehmen und mit mir herumführen, da ich 
ein Pilgrim und Fremder bin und keinen [einzigen]^ Ort habe, 
an dem ich sie beisetzen und nach Gebühr ehren könnte! Da 
er nun von unserm Herrn Gewissheit erlangte, sprach er zu 
dem Gärtner: Fürchte dich nicht! Thu, was ich dir sage, 

t A B: loglfich — ' TA TO'] ipd|iato( — s oiäi jiiov — 



102 PETBU8 BEB IBEBEB. 

denn ich thue alles um der Ehre der Heiligen willen. Da 
ich, wie du siehst, ein Pilgrim bin und von Ort zu Ort 
wandre, kann ich die Heiligen nicht tragen und mit mir 
herumführen. Aber geh, melde dies dem Bischof der Stadt! 
Er ist ehrsam und er weiss, wie er sie nach Gebühr ehren 
und ihre Beisetzung bewirken solL Und das war auch der 
Fall. Denn als der Bischof es hörte, nahm er hocherfreut 
diejenigen von den Klerikern, welche ehrsam* waren, und kam 
zu jener Stelle. Und als jener Gärtner es ihnen zeigte, gruben 
sie ungefähr mannstief und fanden eine bleierne Urne. Und 
wie sie diese öffneten, sahen sie eine Menge angebrannter 
Gebeine darin liegen. Und sie nahmen sie unter [feierlichem] 

109 Dienst auf und brachten und legten sie im Jiaxoptxop^ der 
Kirche nieder. Es verbreitete sich aber das Gerücht über 
sie in jener ganzen Gegend. Und als das verehrungswürdige 
Fest des heiligen Passah vorüber war, fand im Beisein einer 
grossen Volksmenge aus den umliegenden Städten und Dörfern 
am dritten im Monat Jjär [Mai] unter grossem Gepränge ihre 
Beisetzung statt. Sie wurden aber bei ihren Brüdern im Hause 
[in der Kapelle] der Märtyrer, nämlich der Heiligen Sergius 
und Bacchus 3, beigesetzt, welche dort verehrt und hoch- 
geschätzt werden, da die heiligen Märtyrer selbst dui'ch eine 
Offenbarung das Verlangen stellten, dass sie an diesem Orte 
zugleich mit ihren Mitgenossen im Märtyrertum beigesetzt 

; werden möchten. Aber auch wir Geringen wurden gewürdigt, 
uns samt unserm heiligen Vater segnen zu dürfen sowohl mit 
jenem heiligen Gerät, in welchem sie lagen, als auch mit der 
heiligen Erde der Stelle, an der ihre Gebeine gefunden wurden. 
Der selige Petrus hatte aber zu ihnen solches Vertrauen und 
solche Zuversicht, dass er bis ans Ende seines Lebens ohne 
Unterlass bei der Verwaltung der keiligen Mysterien und in 
seinen Gebeten ihrer gedachte. Es geschahen aber auch an 

1 aw^pove; — 2 Du Gange, Constant. Christ. III 68: Diaconicam, 
seu secretarium, in quo et ecclesiasticae vestes et sacra, uti appellantur 
passim, ministeria asservabantur, ex quo quae ad sacram liturg^am pera- 
gendam necessaria sunt, promebantur. Von diesem grösseren Diaconicum 
unterschied man ein kleineres oder eine *concha quae Aiaxovix6v vocabatur. 
Nam in ea vestes sacras induebant et sacerdos sacra facturus et diaconi 
illi ministraturi.' 3 Kaiserliche notarii [Geheimschreiber], welche 

unter Maximian 290 in Rasai)h [Augusta Euphratesia] den Märtyrertod 
erlitten haben sollen. 



FLUCHT. ADTEBTHALT ES PHÖNIOEN. 103 

di^en Orten durch Gottes Gnade viele Zeichen und Kraft- 
Üuiten und Heilungen vermöge der Gebete der Heiligen, über 
welche Schritt vor Schritt zu re<len jetzt uns nicht mög- 
lich ist.) 

Xacb dem Tage der heiligen Pfingsten aber kamen wir 
in die Gegend von Tripolis, wozu ihn [Petrus] ApringiusS, 
an Comes [Hofbeamter], der zu den Häuptern der Stadt ge- 
hörte, veranlasst hatte. Und während wir dort auf einem ilua 
gdiörigea Landgut', Namens Giära*, zwei Meilen von der 
Stadt blieben, empfingen wir aus der königlichen Residenz uo 
die erfreuliche und beglückende Antwort, dasa der König sich 
habe bestimmen lassen, diesen Heiligen die Mühe der Hinauf- 
rase zu ihm zu erlassen. 

Während unaers dortigen Aufenthaltes aber verzog unser 

Geschäftsf öhrer, als er in die Stadt gegangen war, um das 

für nnsem Unterhalt Erforderliche einzukaufen, [zurück] zu 

lummien. Und während wir beim Greise sassen und die 

^^bSigen] Schriften lasen — denn es war seine Gewohnheit. 

^Hyden Zeiten zwischen der dritten und sechsten und neunten 

^^Pbsde Lesungen zu veranstalten — begann der Greis mit 

fteude und Thränen zu sagen: 'Wer kann sich über die Güte 

nnd Kraft des heiligen Märtyrers Leontius' wundern? Denn 

«sah ihn iu dieser Nacht jemand <>, wie er zu ihm sprach: 

Mitpilger, verrichte für diesen Knaben Gebet, dass er gesund 

*wde! Und dieser sprach zu ihm: Ich bitte dich, Märtyrer 

t!cs Herrn, richte diese Mahnung an dich selbst, da du frei- 

mötig mit Jesu redeu darfst. Denn ich bin ein Sünder,' Und 

als er dies gesagt hatte, schwieg er. Wälirend wir aber bei 

ims in Zweifel waren, was denn das Gesicht des Heiligen 

bedeute, und ihn doch nicht zu fragen wagten, kehrte unser 

Besorger, nachdem er über die Gewohnheit hinaus in der 

Stadt gesäumt hatte, kaum gegen die siebente Stunde zurück. 

Als er aber getadelt wurde, warf er sich nieder, neigte sich 

demütigt und erzälilte das Zeichen, welches im Tempel des 

heiligen Leontius geschehen war. 'Einem Soldaten nämlich 

> loTiv — * Der Name 'AiTp(7ic.ios kommt aui'h sonst vor [in 

Xjibsiui £pist.J- * ;r&gfilaTttDv ^ < ^ "jit^upt - — ' Kin Soldat, 

*ler ontCT Vespasian in Tripolis den Märtyrerlod erlitten und am Hafen 
dieser Stadt begraben sein soll. • n'änüich l'etrufl selbst — ' Du. 

Ckage: ^txiima = (.'Orporis et capitis indiiiatiouea. 



104 PETBÜS DER IBEBEB. 

— erzählte er — von denen, welche in Alexandrien stehen, 
der einen von einem Dämon besessenen Sohn hatte, wurde 
geoffenbart: Der Knabe wird nicht anders gesund, fils wenn 
du ihn nimmst und nach Tripolis zum heiligen Märtyrer 
Leontius bringst; der wird ihn heilen. Sofort nun nahm er 

111 den Knaben und kam nach Tripolis. Und als er in die 
Märtyrerkirche des heiligen Leontius kam, warf der Dämon 
jenen Elnaben, indem er ihn den ganzen Tag und die ganze 
Nacht schüttelte, mit solcher Stärke zu Boden, dass er ihn 
beinahe erstickte und tot zurückliess. Und gegen Morgen 
erschien der Heilige und Märtyrer, bedrohte jenen unreinen 
Geist und befreite den Knaben. Und nun stand der Knabe 
gesund mit seinem Vater in der Märtyrerkirche, indem sie 
die Wunder Gottes verkündigten. Als aber die ganze Stadt 
zur Betrachtung des Wunders zusammenlief, eilte auch ich 

— so erzählte imser Besorger — das Geschehene zu sehen. 
Und ich sah jenen Knaben, der befreit worden war, wie er 
mit eigenen Händen jene heilige Märtyrerkirche fegte, während 
jedermann weinte und Gott und seinen heiligen Märtyrer wegen 
des Zeichens pries, das geschehen war.' Damals nun sahen 
wir ein, dass dies das war, was der selige Petrus verhüllter 
Weise erzählte, indem er andeutete, dass er bei dem heiligen 
Märtyrer war, als dieser die Heilung des Besessenen vollzog. 

Nach diesen Tagen aber, nachdem wir jene Antwort aus 
der königlichen Residenz erhalten hatten, überredeten wir den 
Heiligen, dass wir nunmehr an unsem Ort* zurückkehrten, 
was er auch selbst wünschte, da er schon die Nähe seines 
Endes und seines Hingangs zu unserm Herrn voraussah. Indem 
er nun einen von den bei uns weilenden Brüdern mit Leuten, 
die uns kannten, nach Tripolis voraussandte, veranlasste er 
die Zurüstung eines Schiffes, das zu unsrer Abfahrt ^ ge- 
eignet wäre. Als dies aber jener Geehrte und Fremdenfreund 
112und unser Wirt, der [Stadt-JObere Maximus hörte, nahm er 



1 d. h. dahin, wo wir zu Hause waren — ^ wörthch: *da8 für 

uns geeignet wäre, vermittelst seiner abzufahren.' Wegen der Verbindung 
mit tS ist nicht an das Besteigen des Schiffes zu denken [dvaßaCvetv 
4ir( , eU . .] , wofür der Übersetzer weiter unten nach dem gewöhnlichen 
Sprachgebrauch A anwendet, sondern man muss als Vorlage dvaßaCveiv 

oid oder iv voraussetzen und dvaßaCveiv dann mit Eustath. ■> ix to5 
Xii^^vo; dvai:A^Eiv fassen. 



EÜCKKEHR NACH PALÄSTINA. 105 

Bein "Weib und seine Kinder nnd kam von Ärka nach Tri- 
poÜa, um dem Heiligen Lebewohl zu sagen und seines' Segens 
teilhaftig zu werden. Als wir aber am Abend [zum Meere] 
hinabgestiegen waren, herbergten wir in einer Scheuer [einem 
Magazin] 2 am Meeresstrande. Und alj wir das Gepäck und 
unsern Nahrungsbedarf in das Schiff gebracht hatten, rechneten 
wir darauf, dass wir in jener Hacht den Heiligen nehmen und 
einschiffen würden. Und da ein günstiger Wind wehte, hiessen 
uns die Schiffer eilig das Schiff besteigen. Der Selige aber 
sagte, da Gott seinen Willen geändert hatte: Ich kann nicht 
m Schiffe gehen. Wer fahren will, mag das Schiff besteigen! 
Denn mir gebührt es, zu gehen und nach Beryt zu reisen.' 
Da die Brüder sich aber wunderten und sagten, weshalb er 
das nicht vorher gesagt hätte, so wäre ihm ein [Reit-]Tier und 
das für die Reise Erforderliche zugerUstet worden, — und die 
Schiffer zornig und unwillig waren und uns zur Eile antrieben, 
hob der Obere Maximus an: 'Niemand bekümmere den Greis! 
Wer fahren will, mag fahren! Denn ich werde auch für den 
Greis eine Sänfte bringen und alles für seine Eeise Nötige 
vorbereiten.' Und als das Schiff die Anker gelichtet hatte, 
bestiegen wir ea und kamen in gerader Fahrt nach KföfiTj 
fuexpä [Langendorf]*, woher einer ansrer Brüder, Namens 
Basilides (?] stammte, der zugleich mit uns fuhr. Und als wir 
dorthin hinabkamen, herbergten wir im Hause seiner An- 
gehörigen und erwarteten die Ankunft unsers Vaters. Wie 
«TT aber schbesslich vergewissert ^^iirden, hatte der Greis 
infolge davon, dass er ein Gesicht gesehen hatte, seinen Sinn 
dahin geändert, nun nicht nu fahren, sondern nach Beryt 
hinüberzugehen, um auch dort die Fackel der Orthodoxie zu 113 
entzünden und viele Seelen zu erjagen und Gott [als Opfer] 



1 genauer; t^4 E'JXoi{a4 rfl; dr' ojtoü — ' Aptrov, wie früher — 
I Dass dies aaf dem Lnodwege geschehen musste, hat wohl darin seinen 
Gmnd, das* die Schiffer, die nicht lediglich Tür die Zwecke des Frommen 
gemietet waren, nicht die Ähsicht hatten, in Beryt zu landen. Wenigstens 
geht BUB dem Folgenden nicht hervor, daas ihm vorgeschriebe d war, gerade 
la Iiande zu reisen. Vielmehr kam es ihn:i danach nur darauf an, be- 
Ftimmt nach Beryt ta kommen. * Nach 114, a^Ä soll dadurch [oder 

durch eine andre Bildung von gleicher Bedeutung) der Name des Ortes 
Ifeceichnet werden. Yon den alten Geographen ist ein Küttenort dieses 
oder eines gleichbedeutenden Namens nicht erwähnt, vielleicht deshalb, 
w^^r für die Erwähnung nicht bedeutend genug war. 




106 PETBUS DER IBEBEB. 

darzubringen. Dieses Gesicht aber war von solcher Art: Er 
glaubte sich zu sehen, wie er im Begriff war das heilige Opfer 
darzubringen. Und er legte die Brote auf, welche er [auf- 
zulegen] gewohnt war. Denn nicht vom Markte, wie sie ihm 
gerade zu Gebote stayden, nahm er^ welche und brachte sie 
dar, sondern er sandte eine dazu geeignete Person in eine 
Brotbäckerei und liess dort Brote herstellen, die einerseits 
schön und weiss und des Opfers Gottes würdig, andrerseits 
sehr klein von Mass waren. Und indem er viele solcher an- 
fertigen und dörren liess und sie in einem reinen Gefasse auf- 
bewahrte, vollzog er, woliin er immer ging, mit diesen das 
heihge Opfer. Damals nun vernahm er im Gesicht durch 
eine Stimme die Worte: *Ich will, dass du mir Marktbrote 
darbringest und mit ihnen die Eucharistie vollziehest Denn 
an diesen liabe ich Gefallen.' Und da er von Gott gestärkt 
und weise gemacht wurde, erkannte er als die Deutung des 
Gesichts: Gott wolle, dass ihm auch welche von den Scho- 
lastikern als geistige 2 Opfer und Ganzopfer * dargebracht 
würden, die sein Kreuz tragen und ihm nachfolgen könnten, 
in der Art des Basilius und Gregor und Johannes [Chry- 
sostomos] und Arsenius* und derer, die von gleichem Eifer 
beseelt sind. Denn solche auf dem Markte Verkehrende 
[uyoQuToi Advokaten]* zu berufen, ist auch unsre stets ge- 
übte Gewohnheit, wie auch die Schrift der Acta^ erzählt, 
indem sie sagt: *Wenn nun Demetrius und die Künstler, die 
bei ihm sind, zu jemand ein Wort zu reden haben, so sollen 
sie Advokaten [ayoQuioi] bringen, und es sind Prokonsuln da 
— mögen sie einander verklagen!'' 



1 Unter Aufnahme des von B gebotenen V^ ^ Xoyix6c [Rom. 

12, 1] — 3 6XoxauT(i>(jiata — * Lehrer des Arcadius, dem der 

Schüler aus verletztem Ehrgefühl nach dem Leben stand. Er floh in die 
ägyptische Wüste und lebte dort bis an sein Ende als Einsiedler. * d^o- 
paio; forensium rerum peritus. Dio Cass. fr. 114: dvTjp dYopaio; xai ix 
oixaaTTjpCtov tov ß(ov noiojpievo; [Stephanus]. • sc. apostolorum — 

' Act. 19, 38. Seltsame Anwendung einer missverstandenen Stelle. Denn 
1) ist a. a. Orte von einer Berufung zum Heil, wie man nach den 
Worten des Verfassers erwarten sollte, nicht die Rede und 2) handelt es 
sich auch nicht um die Herbeibringung von Advokaten [ayopaioi 
&1fwTai], sondern um die Abhaltung von Gerichtstagen [ajöpaioi 
sc. Tjalpai ÄYovtail. Doch findet sich beim Syrer wenigstens die auch 
in der Harclensis vorliegende wörtliche Übersetzung von d^opaioi, während 



BÜCKKEHR NACH I'ALÄBTISÄ. 107 

Als er nun in Tripolis dem freundlichen Pilgerwirt Maximus, 114 
dem Oberen von Ärka, Lebewohl gesagt, ihn und seine Kinder 
gesegnet und ihn dem Herrn befohlen und ihm als einen 
Schutz und als vortreffliube Wegzehrung seine heiligen Gebete 
zurückgelassen hatte, zog er, nachdem jener eine Sänfte und 
alles sonst zur Reise Erforderliche zugerüstet hatte, in solcher 
Weise freudig seines Weges, indem der Herr mit ihm ging 
und seinen Weg lenkte. Und als er nach Beryt kam, er- 
fiihren dies sogleich die jungen Scholastiker, die ihn von 
Palästina und Alexandrien her kannten, und diese zogen, 
indem sie den Heiligen bekannt machten, auch die übrigen 
alle zur Liebe gegen ihn, welche sie dadurch bekundeten, dass' 
sie mit ihm in Umgang zu stehen und sich an ihn zu halten^ 
und sich seiner heilsamen Lehre zu erfreuen wÜTischten. Und 
da der Herr seine Gnade verlieh, wirkte sein Wort ao sehr, 
dass er auch von dort viele Seelen fing uud dem Herrn dar- 
brachte, und dass einige von ihnen noch bei seinen Lebzeiten, 
einige aber nach seinem Hinscheiden die Nichtigkeit der Welt 
wegwarfen und zu ihm und nach seinem Tode' zu seinen 
Sctfilem UQd Erben eilten'', das Lebeu des Münchtunia er- 
wählten uud mit ihnen das eifreuliche Joch des Herrn trugen — 
deren erster Elisa ^ war, seiner Abstammung nach ein Lykier, 
jener Sanfte und Demütige und der^ deshalb von allen 'Schaf 
des Herrn' genannt wurde. 

Hierauf ging er von dort weiter und erreichte uns in 
dem Orte, welcher Ktöfin nuxgü heisst. Und dort streute er 
Samenkörner der götUicLen Gnade aus. Nach diesem zündete 
er in der Metropole Tyrua eine solche göttliche Fackel in 115 
den Seelen der Hörer au, dass er auch dort grosse Beute 
gewaim, und dass sie zu seiner Nachfolge und zum Wohnen bei 



die Versio Simplex die sicher unrichtige und durch Verlesung aus 
K'anftif. entsUndene Lesart t^1.390t< [ti^^vitsi] bietet. < wörtlich: 

indem sie . . . wünschten — = i^TiXaapd^iotloit — ' wortlich; 

nach ihm — < Zu den letzteren gehörte Severua, der spätere Bischof 

TOD Antiocliien. ' Über ihn sagt Zacharias in der Severus-Vita 

[fol 120b ]j: f^ncA.! r^idtr^ ^^ai ocn .AJcAr^ T^cat^nh\ 
*j\^iLSno rieten omj ,i^p.i -^i -»S^ -t^oeo -enoiur^ 




J 



108 PETBÜS DER IBEREB. 

seinen Schülern eilten, und dass nicht allein diese bei seinen 
Schülern das Gewand nahmen, sondern durch ihn veranlasst 
wurden* auch andere in andernKlöstem der orthodoxen Väter zu 
Kreuzträgem zugleich und Freunden und Hausgenossen Grottes, 
und zwar nicht nur Männer, sondern auch Frauen. Unter 
den letzteren gewann er auch eine Jungfrau aus vornehmem 
Hause, aus einem hohen Geschlecht der Metropole Tyrus, 
welche väterlicherseits Waise war, jedoch ihre Mutter — eine 
Jüdin — noch besass. Denn da sie durch die Vorsorge ehr- 
samer, heiliger und gottliebender Brüder mit ihm in Verkehr 
stand, zog er sie durch Unterricht und Erleuchtung ihres 
Sinnes ebenso von dem heidnischen Irrtum, in dem sie anfangs 
befangen war, ab, wie er sie dem Lichte der Gottesfurcht 
nahe brachte, indem er sie als eine reine Jungfrau Christo 
verlobte und ihr Herz so von göttlicher Liebe entzündete, 
dass sie zugleich gläubig und orthodox wurde und, nachdem* 
sie alle Hoheit und Reichtum und Ehre, die glänzende Ab- 
kunft und die Körperschönheit mit Füssen getreten und wie 
Staub ausgeschüttet hatte, sich selbst ganz, nach Seele und 
Leib, Christo übergab als eine fleckenlose Braut, eine Kreuz- 
trägerin und Asketin und eine aus der Zahl jener fünf klugen 
Jungfrauen. 3 Seitdem setzte die göttliche Gnade, da sie in 
reichem Masse in ihr wohnte, sie auch zur Mutter, Erzieherin 
und Oberin heiliger Kloster-Jungfrauen ein und schenkte ihr 
in so hohem Grade Reichtum an göttlicher Weisheit, Einsicht 
116 und Heiligkeit, dass sie Christo täglich eine Schar vieler 
von der Art derjenigen versammelte, von denen geschrieben 
steht: ^ 'Gehen werden * zum Könige Jungfrauen in ihrem 
Gefolge; die, welche bei ihr sind [ihre Gespielinnen], werden 

1 Anakoluth. Wörtlich : er machte zu . . . > :|^ ist einzufügen. 3 des 
Evangeliums — * P8.45, 15. 16. * So mit LXX : dnevex^TJoovxai, während 
der Grundtext h^T^ hat und also diievexOTJaETai verlangt. Das Gitat würde 
noch treffender werden, wenn man annehmen dürfte, dass der Verfasser in 
seinem LXX-Texte v. 13 das nach dem Grundtext zu erwartende ^uyatep 
Tupo'j statt des vielleicht erst aus Verderbnis der Alexandrina entstandenen 
0'JY*^^p£i gelesen habe. Wie nämlich im Psalm eine syrische Königs- 
tochter, begleitet von ihren Gespielinnen, dem gefeierten Könige als Braut 
zugeführt wird, so verlobt sich hier ebenfalls eine Tyrustochter von hoher 
Abkunft einem Bräutigam [Christo] als eine reine Braut und führt ihm 
auch ihre Begleiterinnen zu. Doch scheint der Verfasser bei Anführung 
des Citats lediglich die Begleiterinnen im Auge gehabt zu haben. 



HÜCKKEHE NACH PALÄSTINA. 109 

ZU dir gehen; sie werden gehen mit Freude und Jubel' — an 
Heiligkeit aber und Ehrsamkeit immer reicher wurde. Und 
weil sie, während sie die hässlichen [Liebes-jSeiii'zer' des Ver- 
führers^ hasste und verabscheute, die edle Herkunft [Art]3 
Christi liebte, ivurde ihr statt ihres früheren Namens mit 
Kecht der Name Eugenia beigelegt, darum dass sie in Sinnesart 
und Sitten und Streben und in der Askese zugleich und Gast- 
freundschaft* denselben Eifer und dasselbe Gebaren zeigte, 
wie die schön triumphierende* Märtyrerin Eugenia.^ 

Es kamen aber auch welche von den Hochgestellten in 
diesen Städten t zum Heiligen in dem Verlangen, gesegnet zu 
werden und sich seiner Lehre zu erfreuen. Und da sie von 
sich sagten, dass sie Sünder und seiner Fürbitte bedüi-ftig 
wären, sprach er: Es ist uns eine Gottes-Heilstätte bereitet, 
welche ohne Unterlass der Busse offenstellt. Lasst uns also 
unsre vorigen Gewohnheiten aufgeben und auf gute "Werke 
bedacht sein und, wie es in der Ordnung ist, gegen die Sünde 
kämpfen; und der Herr, welcher gekommen ist, die Sünder 
zur Busse zu rufen, ist dazu bereit, uns zu erlösen und gerecht 
zu machen und seines Reichs zu würdigen, wofern er nur 
findet, dass wir bis zuletzt diesen guten Dienst festhalten. 
Denn es giebt zwei Wege der Gerechtigkeit hei Gott, Der 
eine Mensch nämUch kämpft so krä.ftig und unablässig gegen 
die Leidenschaften, dass er schon vor seinem Ende in voll- 
kommener Weise gewürdigt wird, zur Ruhe und Freiheit von 
ihrer Knechtschaft zu kommen. Ein anderer arbeitet zwar 
männlicli mit aller seiner Kraft und hasst die Leidenschaften 
und sorgt und müht sich auf alle Art, damit er eben der- 117 
selben Freiheit teilhaftig werde. Aber er ist entscldafen, ohne 
jene in vollkommener "Weise zu erlangen." Diesen wird der 

I All VorUge -wäre eine Bildang aua xsxii und nTcvd^iiv zu ver- 
mBten, doch findet sich Boost zwar xaKoaT£vaxTOc, aber keine Substantiv- 
bildnngi wie KonooTl^afiia. ' öio^UopEÜi — ' eiiivEio — 

* Termntlicli lag Etvin vor, welcbea aber hiec-. wo nicht von PUgerBchaft 
die Bede ist, besser durch T^t\ta\rc ASOui wiederzugebeu gewesea 
wäre. * xaHX(vix«t — ' Diese soll um 258 unter Valerian Re- 

martert worilen und nach Ävitus von Yieniie im 5. Jahrhundert eine 
sehr berühmte Heilige gewesen sein [Stadler]. ' In diesem Sinne 

scheint hier ^ verwendet zu sein. Vgl. HO, 7. — Unter den 'Städten' 
kÖDUeii nur Berj-t und Tyrus gemeint sein. ' Diese Bedeutung ist 



110 PETRUS DER IBEBEB. 

gerechte Richter am Tage des Gerichts, wenn er eben diesen 
Eifer 1 festhält, in dieselbe Ordnung mit jenem stellen mid 
gleicher Vergeltungen würdigen. 

Wiederum setzte der Selige ihnen allen freimütig und mit 
Herablassung zur Steigerung der Hoffnung und des Gott- 
vertrauens auch Folgendes auseinander: Alle Befehle des 
Herrn sind allen Menschen gegeben, den Heiden und Barbaren, 
den Männern und Frauen, den Sklaven und Freien, den 
Mönchen und Laien. Und dies hat unser Herr selbst an- 
gezeigt, indem er, als er die Jünger zur Predigt aussandte, 
ihnen folgenden Befehl gab: Geht, macht alle Völker zu Jüngern, 
dadurch dass ihr sie im Namen des Vaters und des Sohnes und 
des heiligen Geistes tauft und sie alles halten lehrt, was ich 
euch geboten habe, und nicht: das eine halten, das andere 
aber nicht, sondern alles, was ich euch befohlen habe. Denn 
der einzige Unterschied zwischen den Mönchen und Laien 
ist das Versprechen der Jungfräulichkeit und der Selbst- 
beherrschung. Weil aber diese unsere Generation zu grosser 
Schwachheit und Sorglosigkeit abgeirrt ist, so habe ich zum 
Herrn das Vertrauen, dass kein Christ von der Barmherzig- 
keit unsers Herrn und den ewigen Gütern ausgeschlossen 
wird, wenn er besorgt ist, die folgenden drei Gebote zu halten 
und mit Ernst danach zu streben: das erste, dass er den 
orthodoxen Glauben habe. Denn dieser ist das Fundament 
unsers Lebens und unsrer Erlösung. Denn ohne Glauben 
können wir nach dem Worte der Schrift ^ Gott nicht gefallen. 
Das zweite: dass er von Herzen und mit der Zunge die Wahr- 
heit rede. Denn es steht geschrieben 3: Du wirst alle ver- 
derben, welche die Lüge reden — und : Die Lüge stammt vom 
Teufel.^ Und ferner: Kedet die Wahrheit, ein jeglicher zu 
seinem Nächsten.-^ Das dritte aber ist, dass er den Leib von 
lern Schmutz der Unzuclit und Wollust unbefleckt und rein 
bewahre. Denn im alten Testament steht geschrieben:^ 
Seid heilig, weil ich heilig bin. Im neuen aber jene Aus- 
sprüche ^ der Apostel:^ *Jagt nach dem Frieden mit jeder- 



nach dem Zusammenhange für ^10\ hier anzunehmen. t bis zu 

seinem Tode — 2 Hebr. 11, 6. 3 Pg. 5, 7. i Jo. 8, 44. 

i Eph. 4, 25. 6 Levit. 19, 2. ? Im Syrischen Singular. 8 Da 

ier Verfasser den HebrUerbrief für paulinisch hält, so wäre der Sing^ular 
ingezeigt. 



HÜCKKEHB NACH TALABTIKA. 



Ul 



maim und nach der Heiligung, oline welche niemand Gott 
siebt'' — und; 'Denn das ist der Wille Gottes: eure Heiligung. 
Haltet euch von der Unzucht fem, und ein jeder von euch 
wisse sein Gefäss in Heiligkeit und Ehre zu behalten^, und 
nicht in den Leidenschaften der Schande', wie die Heiden, 
die Gott nicht kennen.'* Und damit will ich nicht sagen, daas 
durchaus jeder Christ ein Miinch werden solle — denn nicht 
jedermann fasst dies Wort, wie auch unser Herr seihst ge- 
sagt hat* — sondern wer sich nicht heherrschen kann^ nehme 
ein Weib, nach dem Gesetz Gottes. Denn 'die Ehe ist durch- 
aus ehrenwert und das Ehebett rein'' — und ferner: 'Wegen^ 
der Unzucht habe jeder seine Frau, imd jede habe ihren 
eigenen Mann!' — indem ihr euch vor jeder andern, ungesetz- 
lichen Gemeinschaft bewahrt, 'Die Hurer aber und Ehe- 
brecher richtet Gott.'" 

Das sind die drei Gebote, zu deren fieissiger Beobachtung 
ich jeden Chi-isten ermahne. Und wer sie beobachtet, für 
dessen Erlösung verbürge ich mich im Hinblick auf den end-U 
losen Abgrund des göttlichen Erbarmens. Sagt aber jemand: 
'Was soll ich thun, der ich mich in meiner Jugend vergangen 
und im Schmutz der Unreinheit gewälzt habe?' — dem entgegne 
ich: er mache von jetKt an den Anfang und wälze sich nicht 
weiter in eben denselben Dingen, und ich verbürge mich für 
seine Erlösung, wenn er diesen guten Dienst bis zuletzt übt. 
Denn es steht geschrieben: 'Wer bis zuletzt beharret, der 
wird erlöst werden''" — und: 'Wie ihr eure Glieder in den 
Dienst der Unreinheit und des Unrechts gestellt habt, Un- 
recht zu thun, so stellt jetzt eure Glieder in den Dienst der 
Gerechtigkeit zur Heiligung.'' i Siehe, darin bestehet die 
Busse, und das ist das Werk der Busse. 

Als er dieses und Ähnliches zu den Brüdern geredet, sie 
getröstet und zum Dienst der Busse erweckt und ermahnt 
hatte, den Weg des ewigen Lebens zu gehen, ging er von 
dort weiter und kam nach Ptoleraais. Und nachdem er 
dort hei Aaron, einem gläubigen und orthodoxen Manne und 



' Hebr. 12, 14. ! wörtlich: 

* LThesB. 4, 3—5. s Mt. 19, 11. 
Im Zuaunmonhange der Stelle ist de 

• (nr Vcrmeidnug — 1. Cor. 7, 2, 
" Rom. 6. 19. 



casOni — > Uagenau citierL 

1 1. Cor. 7, 9. ' Hebr. 13,4. 

Ausspruch Imperativisch ^meint. 
a Hebr. 13, 4. lo Mt. 94, 18. 



112 PETBÜS DEB IBEBEB. 

Freunde der Heiligen, welcher über die dortige Salzgrube ge- 
setzt war, Aufnahme gefunden, ihn und sein Haus gesegnet 
und sein Herz mit glühender Liebe zu Gott erfüllt hatte, 
ging er nach Caesarea weiter. Und der gläubige Aaron wurde 
so sehr von der Liebe zu Christo verwundet ^ dass er nach 
einiger Zeit die Gewinne und den Handel dieser Welt ver- 
schmähte, Kinder, Wohnung und all das Seine verliess, das 
Kreuz Christi nahm, in ein Kloster heiliger Männer eilte, 
ihres Gewandes gewürdigt wurde und mit ihnen auf dem 
glückseligen Wege wandelte, der in den Himmel führt 
120 Als wir nun nach Caesarea kamen, fanden wir alle 
Brüder, imsre Glaubensgenossen, unsre Ankunft erwarten. 
Nachdem diese uns mit aller Freude und mit Jubel empfangen 
hatten, feierten sie wegen der Ankunft des Heiligen ein grosses 
Fest, indem sie sich täglich zuvor bei ihm versammelten, seine 
entflammenden Worte hörten und befestigt und des von ihm 
ausgehenden Segens und der Gemeinschaft gewürdigt wurden. 
Es ist aber ein Dorf, Namens Afthoria^, zwölf Meilen 
südlich von der Stadt, und in ihm befinden sich zwei Elöster 
der Orthodoxen, das eine ein Männer-, das andre ein Frauen- 
kloster. Der Vorsteher des Männerklosters hiess Gregorius 
[und war] ein heiliger, asketischer und demütiger Greis und 
ein Mann, der von seiner Jugend an den Mönchsstand ^ liebte 
und von den frühesten Zeiten an des Presbytergrades ge- 
würdigt worden war. Und er war ein aufrichtiger Freund 
des Vaters Petrus, des Bischofs, und ihm teuer. Die Vor- 
steherin des Frauenklosters aber war die selige Sabina, die 
Schwestertochter von Gregorius, dem Vorsteher jenes Männer- 
klosters, und bei dieser fand auch die vorher erwähnte Eugenia 
von Tyrus Zuflucht imd Aufnahme, wurde dort geschoren und 
nahm das heilige Gewand und ward nach dem Hinscheiden 
der seligen Sabina der Ehre und Vorsteherschaft gewürdigt 
Als nun noch während unsers Aufenthaltes in Ptolemais der 
Vater Gregorius erfuhr, dass der Selige zurückgekehrt sei, 
und dorthin kam und ihn empfing, schloss er sich nunmehr 
dauernd an uns an, bis wir nach Caesarea kamen. Und nach 
vielem Bitten und Zureden nahm er den Heiligen imd brachte 

1 iotJx^^« Vgl« I*l*t' Conv. 219a: nXiYftXi xal ÖTj^deU 6itö täv Iv 
9iXoao5p(a X6y(uv. 2 *A«pdop(a. Anderwärts nicht erwähnt. 3 wört- 

lich: die Jungfräulichkeit — 



HÜCKKEHR SACH PALASTIXA. 113 

ihn unter Freude und Jubel zugleich in sein Kloster, und sie 
hatten an dem gegenseitigen Umgang so grosses Wohlgefallen, 121 
dass er uns vier Monate dort festhielt. 

Nachdem wir nun bei ihm das grosse und heilbringende 
Fest des heiligen Passah imd der heiligen Pfingsten gefeiert 
hatten, zogen wir aus und kamen jiach dem an der Meeres- 
küste gelegeneu Azötus', indem der führende Geist den 
Heiligen zur Bettung und Erlösung der Seelen und zur Hilfe 
far die Bewohner jeuer Stadt auch dorthin berief. Als da- 
selbst der Greis von vielen gebeten wurde, inmitten der Stadt 
Wohnung zu nehmen, willigte er nicht darein, sondern kehrte 
in einer am Meeresrande gelegenen Scheuer ein, an einem 
engen und armseligen Ort und an dem es nicht die geringste 
Bequemlichkeit für den Köi-per gab. Denn an derartigen 
Herbergen hatte der Selige, als ein Pilger und Fremdling, 
Gefallen. Wie nun alle seine Bekannten in Askalon, Graza, 
Majflma und die der Umgebung dieser Orte Kunde erhielten^, 
versammelten sie sich und kamen zum Heiligen, in Ungeduld, 
ihren Tater und das Licht und die Leuchte der Gottesfurcht 
zu bewillkommneu und sich lange Zeit mit seiner Lehre, 
Beinern Segen und seiner Gemeinschaft zu sättigen und zu 
erfüllen. Und als das Volk in dieser Weise zugleich eilte 
und sich versammelte, wohnten wir an solchem engen und 
armseligen Orte, als wäre er ein Königspalast: so festlich und 
freudig nahmen wir alle auf, ohne irgendwie beengt zu sein, 
indem durch die Gebete des Heihgen auch bei uns das gött- 
liche Wort in Erfüllung ging: 'In der Enge hast du mir 
Baum gemacht' 3 

Als nun alle ilm mahnten und baten, in die Gegend von 
Gaza und an die Orte zurückzukehren, an denen er ehedem 132 
in Ruhe zu wohnen gewohnt war, schnitt er dies ab und wies 
jedes fernere, darauf bezügliche Drängen von unsrer Seite 
ganz zurück, da er im Geiste schon die Nähe seines Todes- 
tags vorhergesehen und hei all seinem Thun das Ziel im Auge 
hatte, sein Leben als Pilger zu beschUessen und auch durch 
sein Ende sich die Krone guter Pilgerschaft zu flechten 
and unter Nachahmung unsers Herrn und Ablehnung von 



1 -m^ * data der Heilige in der Nähe sei — ^ Ps. 4. 3 : 

iv SAfilitt iffXdtuvit |i.oi — wo jedoch unter BXf'j<it 'Not' zu vei-slelien iat. 



114 PETBÜS DEB IBEBEB. 

Menschenlob und -Ehre bis zu diesem Grade die Verachtung 
zu lieben. 

Von hier an ruft uns nunmehr die Zeit, zum seligen Ende 
und zur Erzählung davon die Rede zu wenden, damit wir auch 
hierbei lernen, wie auch in diesem Ende Gott die verherr- 
licht, die ihn verherrlichen, wiewohl wir in dem zuvor Ge- 
sagten nur wenig und nicht gerade das Bedeutendste» er- 
wähnt haben. Denn uns zu unterfangen, alles aufzuschreiben, 
wäre ebenso, als wenn jemand auf den gewaltigen Abgründen 
des Meeres wandeln oder die Wogen zählen wollte, wie wir 
auch im Anfange gesagt haben. 

Als wir nun in der erwähnten Scheuer • der am Meere 
gelegenen Stadt Azotus waren, ereignete es sich, dass der 
Selige in eine Körper-Krankheit fiel, so dass er auch das 
Testament 2 machte. Sobald dies der von uns genannte Tribun 
Elias hörte, welcher der Vertraute ^ und Hausgenosse der 
Kaiserin Eudokia war und in Jerusalem wohnte, trug er Sorge, 
zu ihm liinabzu gehen. Denn er wünschte und erwartete längst 
seine Rückkehr. Und als er ihn von der Krankheit wieder- 
hergestellt fand, überredete er ihn durch vieles Bitten, jene 
123 Herberge zu wechseln, weil sie durchaus ungeeignet und arm- 
selig und wegen der Unordnung und Enge und wegen des 
Mangels der Windstille für den Winter beschwerlich war. 
Denn es war nunmehr schon die Zeit der Tesrine [Oktober, 
November], nachdem das Fest der Weihe ^ des verehrungs- 
würdigen Ki'euzes vorüber war. Und er nahm ihn und brachte 
ihn in das sogenannte Städtchen [die Vorstadt]^ der Stadt 
Jamnia, welches zur Seite des Meeres und an einer ruhigen 
Stelle liegt und für die Schwäclie des Heiligen sehr passend 
war. Und dies that er, sintemal er mit den königlichen Pro- 
kuratoren ^ freimütig und vertraut verkehrte und über jene 
Herberge Macht hatte, weil sie königliches Eigentum und 
ehemals Wohnsitz der Königin Eudokia war. Denn dieser 
rieten, da sie häufig von körperlichen Krankheiten gequält 
wurde, die Arzte, einen solchen Ort aufzusuchen, an welchem 
sie infolge des Luftwechsels Kräftigung gewinnen könnte. 
Deshalb baute sie diesen Ort. Und weil alle Einwohner jenes 



1 6>.(Ya xai ijiixpd — 2 oia^^tJxTj — 3 Eunuch [?] * iy- 



I UND BEGRÄBNIS. 115 



Dorfs Samariter sind, baute sie an ilim einen grossen Tempel, 
auf den Namen und wegen der Beisetzung des Stephanus, des 
ersten der Märtyi-er, und des Apostels Thomas und vieler 
heiligen Märtyrer, und stellte in ihm die an, denen es oblag, 
in ihm Gott zu dienen, und stiftete liinreichendes Einkommen, 
zu ihrem eigenen Gebrauch aber richtete sie eine bescheidene 
Herbtrge her. Nachdem nun der Christusliebende Tribun 
Elias den Sehgen in diese gebracht hatte, wohnte er nunmehr 
auch grösstenteils mit iluu dort, indem er sich nur wenig von 
ihm entferate, um seine Hausgenossen zu besuchen, und wieder 
zu ihm dorthin zurückkehrte und mit ihm lebte, um gewürdigt 
zu werden, auch beim Hinscheiden des Heihgen selbst zu-l34 
gegen zu sein und seinen Segen zu empfangen. 

Während unsers dortigen Aufenthaltes wurde uns das 
Hinscheiden d. h. die Entlassung' jenes zur Eamilie der 
Heiligen gehörigen ^ Vorstehers der Mönche, des Vaters 
Jesaias. des grossen Asketen und Propheten gemeldet, welcher 
am elften im Monat Ab [August] zur Buhe kam. Es traf 
sich aber, dass der Überbringer dieser Nacliricht zu eben 
derselben Zeit ankam, in der wir bei Tisch sassen und asaen, 
während der selige Greis allein {ft6pog] zu unsrer Seite sass 
und ein wenig Speise nahm. Um nun weder ihm noch den 
Essenden Unruhe zu verursachen, zögerten jene angesehenen 
Brüder, die Diener des Greises, welche ihrerseits die Nach- 
richt zuei-st erhalten hatten, im Augenblick damit, ihm von 
dem Ableben des seligen Jesaias Mitteilung zu machen, bis 
die Mahlzeit ihr Ende erreicht hätte, in dem Glauben, dass 
es dem Greise verborgen wäre und er nicht vorher im Geiste 
des seligen Jesaias Hinscheiden erfahren hätte. Als wir aber 
unser Nahrungsbedtlrfnia befriedigt hatten und im Begriff 
waren aufzustehen, sprach einer von den Brüdern, Namens 
Zacharias, zu ihm: Ehrwürdiger Vater, die Orthodoxen hat 
grosse Trauer betroffen: der Vater Jesaias ist entschlafen! 
Er aber entgegnete, als wenn er nichts Unbekanntes', sondern 
etwas ihm schon vorher Bekanntes gehört hätte, sanft zugleich 
und ohne Unrulie: Was ist das [Besonderes], dass Jesaias 

I iT.iX-jaxi — unter Beziehung auf Lc. 2, 29, i Ein Bhnlicher 

Ausdruck findet sicli in Zacliarias' Sewerus-Biographie [fol. 133]: ^cn 



116 PETKUS DEE LBEREE. 

gestorben ist? Sind nicht die Erzväter und Propheten und 
alle Heiligen auch gestorben? Und was ist da gross dabei, 
wenn auch Jesaias denselben Weg gegangen ist! so dass wir 
alle uns darüber wunderten. Aber nach diesen Worten stand 

125 er sogleich auf und ging in seine Zelle, wo er sich aufzuhalten 
pflegte, und weinte heftig bei sich selbst Und wir hörten 
ihn nur die Worte sagen: Nun bin ich an der Reihe! Wenige 
Tage später aber kam der gottesfürchtige Presbyter, der Vater 
Petrus, der Klostergenosse, Diener und Erbe des Vaters 
Jesaias, zu ihm, welchem vom seligen Jesaias selbst befohlen 
worden war, nach seinem Hinscheiden zum Vater Petrus, dem 
Bischof, zu gehen, auch von ihm Gebet zu empfangen und 
[dann] den Brüdern das heilige Opfer zu veranstalten, weil 
dieser Petrus, so lange jener lebte, niemals das Opfer hatte 
darbringen wollen. Dieser erzählte uns nach seiner Ankunft 
das Wunder des Endes des Seligen. Als er nämlich — so 
erzählte er — schwach war und schon seine Todesstunde 
nahte, fand ich ihn, wie ich hineinging, um ihn zu besuchen 
und zu erquicken, wie wenn er in aller Freude und in heiterem 
Ton mit jemand redete. Und nachdem ich mich ein wenig 
entfernt, und sein Reden und jenes Gesicht ein Ende ge- 
nommen hatte, trat ich ein. Zur Entschuldigung meiner Ver- 
zögerung sagte ich nun: Schon vor langer Zeit war ich ge- 
kommen, aber da ich deine Heiligkeit mit jemand reden fand, 
Hess ich mich vom Eintreten abhalten. Und auf mein Antlitz 
fallend bat ich ihn zu sagen, wer der wäre, zu dem er ge- 
sprochen hätte, und was den Gegenstand ihres Gesprächs ge- 
bildet hätte. Er gab zur Antwort, dass es Johannes der 
Täufer gewesen, der gekommen wäre, ihn zu holen. Denn 
Gott hat die Gewohnheit, seine Heiligen durch die, welche 
ihnen gleichen, und zwar im Eifer und in der Sinnesart 

126 gleichen S hinwegzunehmen, wie es auch mit unserm seligen 
Vater und Bischof Petrus geschah, wie wir zu seiner Zeit 
berichten werden. Der Vater Jesaias fragte aber — so er- 
zählte er — den Täufer, was jene Heuschrecken gewesen 
wären, die er in der Wüste gegessen hätte.2 Und er erwiderte, 

' 6p.6C"rjXoi — 6|jL0i^Ö£i; — 2 Im 5. Jahrhundert war also das 

Geniessen von Heuschrecken in Palästina ganz ausser Gebrauch, wenn 
man die Frage aufwerfen konnte, was unter den dxp(8e; [Mt. 3, 4] eigentlich 
zu verstehen sei. — Jesaias gehört zu denen, von denen es in Steph. 



TOD UND BEOHÄBNIS. 117 

dasa dies die Köpfe von "Wüsten- Wurzeln gewesen wären. Da 
ich nun — sagte Petrus — Barmherzigkeit fand ', bat ich 
den Greis, den Vater Jesaias, er möge Gott bitten, ihn noch 
eine Zeit lang bei uns zu lassen, weil der Überrest^ der 
Orthodoxen seiner sehr bedürfe. Er aber sprach unwillig zu 
mir: Wenn du wüssteat, welches Unheil im Anzüge ist, so 
würdest du wohl zu Gott beten und vor mir hinzuscheiden 
wünschen. Und als ich ihn ferner bat, mich wissen zu lassen, 
wer ihm [geeignet] schiene, nach seinem Hinscheiden fiir mich 
zu sorgen, und den Brüdern das heilige Opfer veranstalten 
könnte, weil ich unerfahren und solchen Dienstes unwürdig 
wäre, sprach er zu mir: Du findest niemand von der Art, wie 
da suchst. Aber geh zum heiligeii Bischtif. unserm Vater, 
dem Vater Petrus, nimm von ihm Gebet und Hilfe in Empfang 
und vollende das Gotteswerk. Denn mich und dich [allein] 
gehen die Angelegenheiten dieses Ortes an. 

Wähi'eud nun der selige Presbyter Petrus in sein Kloster 
zurückkehrte, waren wir mit unserm heiligen Vater, dem 
Bischof, in jener Vorstadt der Stadt Jamuia. Auch dort 
vollbrachte Gott durch ihn viele Wunder und Heilungen und 
Dämonen-Äiisti-eibuDgen, nicht allein an Gläubigen und Christen, 
sondern auch an Juden und Samaritern, besonders an denl27 
Bewohnern des Dorfes und der Stadt Jamnia und ihrer üm- 
gebungen; und wollten wir über diese Schritt vor Schritt er- 
zählen, so würden wir vieler Worte und Bücher bedürfen. 
Aber als jene Gläubigen diese Wunder sahen und sich der 

The», beisst: 'fuerunt qui dxpiia; accipiendum putarint pro Fruticibua 
kut Surculia •juibasdain delicHtis, novaiii haic voci tribuentes Bignifica- 
tioneiii.' Er letzt etymologisierend itpiZti " -cä äxpa und er^Uuzt lioh 
dazu ^tCüiv. Übrigens herrscht unter den Etymologen gmese Meinungs- 
verwbiedenheit über die Ableitung Tun dxp(;. Die einen denken dos 
Wort durch Syni'ope aus o-nnpi« entstanden, wobei sie das a privativ 
fauen — 'die Kopflose' im Sinne von [tixpoxE^aio;. Ändere fassen o als 
intensives und geben dem Wort gerade die entgegengosetite Bedeutung: 
T.afi vo y.fji).Tii xEfoA'Jjv i'^sii [[letCiuv fclp i) xeijiaJ.i| toü Xoi^ioü (ifpout 
Toü oc[i|iaTos]. Andere — deren Ansicht Steph. gefällt — erklären; -apd 
-& tii dxpa( [= xd äitfi] Tiüv iaxa^xiiai %ai. tüv fixäiv vli^cnUai. Endlich 
findet sieb auch die Ableitung : 'habet nomen a Ypc!'" comedo; cum a in- 
tensivü: quasi ^7pit, valdc vorax, tj -aiifi •jpdojaa i.e. itBlo'jao.' ' Er 
betrachtet es wohl als einen Beweis der g-ilttlichen Barmherzigkeit, daas 
ihm diese Bitte in den Sinn gekommen ist, i wäa noch von Ortbo- 

dax«ii übrig wäre — 





118 PETRUS DER IBEBEIU 

von ihm kommenden Hilfen erfreuten, nannten sie ihn einen 
zweiten Moses. Ein Jude aber, der ein Fischer war, fiel in 
die Krankheit der Wassersucht, und seine Verwandten trugen 
und brachten ihn zum Seligen. Dieser weinte bei seinem 
Anblick und sprach zu ihm: Wenn du an Christus glaubst, 
kann er dich heilen. Demi ich bin ein Sünder! Der aber 
weinte, und auch der Greis weinte mit ihm. Nach diesen 
Worten bekreuzigte er seinen Leib und sprach zu denen, die 
ihn gebracht hatten: Geht und bereitet einige Binden ^ und 
legt sie auf seinen Leib. Und nach drei Tagen kam er ge- 
heilt imd mit Preis gegen Gott und brachte uns eine Menge 
Fische von denen, die er gefangen hatte. 

Damals kam aber auch die gewohnte Gedächtnisfeier des 
Vaters Johannes des Eunuchen, des Presbyters, welcher der 
Zellengenosse des Vaters Petrus [gewesen] war, und dessen 
wir auch oben Erwähnung gethan haben, der am vierten des 
ersten Kanon [December] vollendet worden [gestorben] war. 
Und da der Selige seiner Gewohnheit gemäss viele dazu einlud, 
besonders die auf den benachbarten Bergen, befahl er in dem 
AVunsche, ihnen eine Erquickung zu bereiten, dass man von 
dem nahen Meere viele Fische einkaufen solle. Und es traf 
sich so, dass es plötzlich in so hohem Grade Winter wurde 
128 und soviel Regen herabströmte, dass der Fischfang im Meere 
ganz aufhörte und nicht mehr stattfand. Während wir nun 
darüber betrübt waren, dass wir die Väter nicht dem Befehle 
des Heiligen gemäss erquicken konnten, wurde der Mangel 
zum Überfluss. Da nämlich in jener Nacht viel Regen herab- 
strömte, floss der in unsrer Nachbarschaft befindliche Fluss, 
indem er von den Bergen her anschwoll, so schnell, dass er 
überströmte und die Orte seiner Umgebung und die Wein- 
gefilde unter Wasser setzte. Und am Tage nach dem Regen- 
erguss fand man eine Menge Fische, und zwar waren es 
xÖQuxeg \?]^, so dass die Einwohner der Gegend sagten, sie 
könnten sich nicht erinnern, dass jemals in ihren Tagen ein 

1 f^la^i^ ist, nach dem folgenden cm zu urteilen, als Collectivum 
gebraucht. Bei der Annahme des Plurals wäre zu erklären: legt sie ihm 

auf seinen Leib. 2 Statt ^fiO-iiAlCLa ist vielleicht QoCVoiClo 

= x6pax£; zu lesen. x6pa%E;: nach Athen. VIII. p. 356 eine Fischart, 
"wahrscheinlich nach ihrer Farbe genannt. 



I BEQEJLBNIS. 119 

solcbes Wunder geschehen sei, und wir nunmehr die Menge 
der Fische, die' zur Gedächtnisfeier jenes Heiligen kamen, 
nicht bewältigen konnten, und aiicli an ihm jenes Wort- in 
Erfiilluug ging: Dein Gedächtnis in Segenst'iille! 

"Unter diesen VerhfiJtnissen nahte die Berufung und das 
Ausruhen des SeUgen heran, wegzugehen zu Jesu, den er 
liebte, uns unbekannt und unerwartet, ihm aber vorher be- 
kannt gemacht und lange vorher verkündigt, uns ein Ereignis, 
das Schmerz und Mangel verursachte, ihm aber ein geliebtes 
und freudig erwartetes, zu dem er auch jederzeit hineilte, indem 
er dem Ziele, der Krone der himmlischen' Berufung Gottes, 
entgegen strebte. Und da er die Gewohnheit hatte, mit den 
Brüdern zum Meere zu gehen und dort zu wandeln und eine 
[geistliche] Übung anzustellen, Fragen von allen entgegen- 129 
zunehmen und auf jede von ihnen das Förderhche und zum 
Heil Dienende zu antworten, blieb der Greis an einem der 
Tage — wie uns nach seinem Hinscheiden der, auf welchen 
er sich stützte, ein schlichter, trugloser, lauterer Mensch, er- 
zählt hat — nach der Hückkelir zur Herberge, als er zur 
Thüre gekommen war, stehen und sprach nachdenklich bei 
sich selbst: Werde ich auch wieder durch diese Thür gehen? 
Und er sprach bei sich: Ich glaube es nicht. Und beim Er- 
steigen der Treppe sagte er wieder eben dasselbe: Werde ich 
noch einmal diese Treppe hinaufsteigen? Er verneinte es. 
Und als er in die obere Thüre eintrat, sprach er wieder bei 
sich eben dasselbe: Werde ich noch einmal durch diese Thüre 
eintreten? Und er antwortete: Ich glaube es nicht. Hierauf 
wurde er nach und nach schwach, zuerst auf den Füssen und 
darnach in seinem übrigen Körper. Aber er vollzog, indem 
er sich Zwang anthat, mit eigenen Händen die [sonstigen] 
gewohnten Dienste und den des Opfers. Und den ganzen 
Tag über sprach er, auf sein Bett zurückgelehnt, unablässig 
jenes Wort: Sende dein Licht und deine Wahrheit*, und sie 
verleihe Trost — so lebe ich!^ 

1 auf göttliebe Veranstadtang Ijin — ' Nach Sirac. 45, 1 ; oJ ti 

)ivT,p.£a'j>o-( iv cuXoflatc. Doch iat beim Sirac. sowohl tli'hifiai als |>vt,ii.&- 
<i'>vov in andenu Sinoe gemeint, als unser Verfasser nach seinem späteren, 
Idrchlicben Sprachgebrauch supponlert. ' x)); dviu x).i^!i=ui; I'bil. 3, 4. 

» Soweit Ps. 43. 3. Douh lautet da die Fortsetzung anders. ' Zu 

•ut ergänze ich r<lr^ 





120 PETBUS D£B IBEBEB. 

Ein ägyptischer Presbyter Athanasius aber, ein Mönch 
und ehrsamer Mensch, ein Schüler des berühmten greisen 
Einsiedlers, welcher Vater Sanas ^ hiess, kam nach Sanas' 
Tode zum seligen Vater Petrus, dem Bischof, und da er 
seinen echt evangelischen Wandel sah, begehrte er, mit dem 
Greise zusammen zu wohnen. Da er nun sehr darum bat, 
wurde sein Wunsch, bei uns zu wohnen, erfüllt, [und er that 

180 es] mit sehr schönem Anstand 2 und mit aller Ehrbarkeit 
Wir beide aber, ich und er, hatten die Gewohnheit, während 
des Tag- und Nachtdienstes neben einander zu stehen. In 
einer der Nächte nun, als der selige Greis schon schwach 
geworden war, etwa zehn Tage vor seinem Hinscheiden, weinte 
dieser bitterlich, während ich an seiner Seite stand, und seufzte 
unaufhörlich, so dass ich mich verwunderte. Kurz nach dem 
Ende des nächtlichen Dienstes folgte ich ihm [nun] und bat 
ihn, mir den Grund dieser Seufzer und dieses vielen Weinens 
zu sagen. Er aber schob, da er es zu verbergen wünschte, 
Avie die Heiligen in der Gewohnheit haben, andre Gründe 
vor. Als ich ihn aber beharrlich bat, sagte er: ^Deshalb 
besonders 3 weine ich und bin ich betrübt, weil unser Vater 
uns verlässt und zum Herrn geht. Während ich nämlich 
— sprach er — wegen seiner Schwäche von grosser Betrübnis 
und Trauer ergriffen war, so dass ich selbst nicht schlafen 
konnte, sah ich plötzlich meinen Vater Sanas stehen und zu 
mir sagen: Weshalb bist du traurig und weinst so bitterlich 
und quälst dich mit Seufeen ab? Ich aber sprach zu ihm: 
Wie sollte ich nicht traurig sein und seufzen, da ich, nachdem 
mir Gott nach dem Hinscheiden deiner Heiligkeit verliehen 
hat, des Zusammenwohnens mit einem solchen Greis gewürdigt 
zu werden, jetzt wegen meiner Sünden auch seiner beraubt 
werden soll! Er aber sprach: Ja. Aber betrübe dich nicht. 
Denn von Gott kommt der Beschluss und die Berufung. Es 
ist nämlich jetzt im Himmel deswegen eine Versammlung ab- 

131 gehalten worden, indem der Herr den Vorsitz führte und alle 
seine Heiligen und die Engel und Erzengel zu seiner Rechten 



J 130, 15 f^Jlfi9. Darin scheint mir die ursprüngliche Panktation 
vorzuliegen. An eine Appellativ-Bezeichnung ist schwerlich zu denken. 
2 e'jo)^T)p.oa6v7) — ' Das Adverb ist in den Nebensatz hineingezogen: 

OTi (jidXiaxa xoiTaXetTtei. 



TOD UND BEGHÄBNIS. 121 

■und Linken standen. Und es fand eine eingebende Erwägung 
wegen der Schwäche des greisen Vaters Petrus statt. Die 
einen baten fili- ihn und sprachen: Herr, er hat viele Kämpfe 
und Mühen, und er ist sehr alt und schwach, und es ist nunmebr 
Zeit, dass er entlassen' werde und von solcher Askese und 
den Bedrängnissen uud Verfolgungen für die Verherrlichung 
deines heiligen Namens Eube finde. Die andern aber sprachen: 
Deine Kirche, o Herr, und die Gemeinde der Orthodoxen bedarf 
seiner, denn alle hangen an ihm, und er ist ihnen Stütze und 
Trost. Und die Entscheidung fiel dabin aus 2, dass er ent- 
lassen werden solle. Deshalb wm-de Petrus, der Märtyrer und 
Erzbischof von Alexandrien, abgesandt, um selbst ihn zu 
holen.' Es sollte aber nach sieben Tagen dessen Gedächtnis- 
feier stattfinden. Siehe, das ist die Bestätigung unsrer schon 
oben gethanen Äusserung, dass Gott die Gewohnheit habe, 
seine Heiligen durch d i e hinwegzunehmen , welche ihnen 
gleichen, uud zwar in der Sinnesart und im Eifer gleichen. 
Als ich dies aber hörte, brach mir das Herz, denn ich 
war von derselben und von noch grösserer Betrübnis und 
Traurigkeit erfüllt. Doch sprachen wir: Gottes Wille ge- 
schehe!' und lebten in Erwartung, den Ausgang des Gesichts 
zu sehen. Und dies' war auch dem Seligen seihst bekannt, 
und er sprach fortgesetzt, indem er sich zurücklehnte: Heiliger 
Petras, zögere nicht! Denn er hatte jederzeit solche Liebe, 
Eolches Vertrauen und solche herzliche Zuneigung zu dem 
Erzpriester und Märtyrer, dass er in jedem Jahre, wenn seinel32 
Gedilchtnisfeier stattfand, in eigener Person die Geschichte 
seines Märtyrertunis * vorlas und mit Inbrunst und voll Froh- 
locken das heilige Opfer darbrachte, so dass er ihn neben 
sich stehen und am Priesterdienst teilnehmen sah. So ging 
mm Beispiel, als einst bei der Begehung seines Gedächtnisses 
die Feier des Abendmahls vor sich gehen sollte, der Selige 
hin, um den Altar dazu herzurichten, wie er denn die Ge- 
wohnheit hatte, dies jederzeit mit eignen Händen zu thun und 
es keinem andern zu überlassen. Nun nahm er eine von den 
Decken, welche aufbewahrt waren, heraus und wollte diese 

i 4::öiÜELv — Luc. 2, 2!t. > wörtlieh: es drang die Ansicht davon 

durch — ' Act 21, 14. ' dftaa PetruB ihn holen würde — 

'' Vgl. Eusebius h. e. YII 32: tt|v xi^oJk^^v düot^fit^EU tip toü iJ.apTup(o'j 





122 PETRUS DEE IBERER. 

auf den heiligen Altar hinbreiten. Da dachte einer von den 
mit ihm Ministrierenden, welcher an seiner Seite stand, bei 
sich: Warum hat doch der Vater nicht eher diese Decke 
ausgebreitet, als jene? Er aber sprach, als er seine Gre- 
danken erkannte, zu ihm: Schweig! Der, dessen Gedächtnis- 
feier ist, hat selbst bei mir gestanden und mir gesagt, ich 
solle diese hinbreiten. Da fürchtete er sich und schwieg. 
Und deshalb ist es seitdem bis auf den heutigen Tag die fest- 
stehende Gewolmheit, dass man bei der Gredächtnisfeier des 
gepriesenen Märtyrers und Erzbischofs Petrus gerade jene 
Decke herausnimmt und mit ihr den heiligen Tisch bekleidet 
und schmückt. 

Da er nun wusste, dass die Zeit seiner Berufung von 
oben nahe war, machte er das Testament, wobei er vier 
Erben einsetzte: als ersten den Vater Johannes, den 
Diakon, der ihn sehr liebte, welcher der Kanopit hiess, 
weil er aus dem migefahr zwei Meilen südlich von Gaza ge- 
legenen Dorfe Kanöpos stammte. Er war von seiner Jugend 
133 an Mönch und ein Schüler des seligen Stephanus, welcher 
Archidiakon der heiligen Stadt war und wegen seines Eifers 
für den orthodoxen Glauben, um nicht an der Übertretung 
der Synode von Chalcedon teil zu nehmen, den Klerus von 
Jerusalem verliess, sich auf die Pilgerschaft begab und auf 
der Pilgerschaft vollendet wurde [starb]. Wer aber über 
dessen apostolischen Wandel und sein tugendreiches Leben 
erzählen wollte * , würde einer umfangreichen Darstellung be- 
dürfen. Daher lassen wir alles Andre bei Seite und erzählen 
zum Beweis dafür, wie sehr er Gott wohlgefällig war, nur 
Folgendes: Als er im Begriff war abzuscheiden und zu Jesu 
zu gehen und in grosser Schwäche und XJnbeweglichkeit dalag, 
sah er ein Gesicht. Es kamen aber einige von den Heiligen, 
um ihn zu besuchen, und da sie ihn im Gesicht sahen, blieben 
sie stehen, in der Erwartung, den Ausgang [des Gesichts] zu 
sehen. Als er nun von dem Gesicht zu sich kam, sprach der 
Archidiakon von Majüma, Namens Nestabus, ein wegen 
seiner Gottesfurcht angesehener und weiser Mann, zu ihm: 
Wo bist du gewesen, Vater? Wir w^arten hier eine geraume 
Zeit auf dich. Er aber sprach: Wo unaussprechliche Worte 



* wörtlich: erzählt — 



TOD UND BEGRÄBKIS. 123 

sind, welche ein Mensch nicht aussprechen darf. Und als die 
Scheidestunde des seligen Stephauus nahe war, sjjrang er, 
während er an den vorhergehenden Tagen unbeweglich war, 
plötzlich vom Bett und richtete sich gerade auf, da er die 
Heiligen, die zu seiner Abholung kamen, und mit ihnen den 
Herrn sah. Und als er ihn mit Freude und Fröhlichkeit au- 
gebetet hatte, legte er sich wieder liin und gab sogleich seinen 
Geist auf. Sein Andenken aber wird am vierten im ersten 
Kanon [December] drei Tage nach der Gedächtnisfeier unsers IM 
Vaters Petrus, des Bischofs, begangen. 

Der geliehte Schiller dieses Mannes war der Vater Jo- 
hannes, welchen er [Petiusl zum Erben einsetzte.' Und mit 
ihm seine Zellengenossen* Zacharias und Andreas und 
ausser diesen den Scholastiker' Theodorus von Ascalon, 
welcher zuletzt samt dem Gi'eise Johannes bei ihm übrig war [?]. 
[Diesen übergab er] dieses ganze Kloster und die Anordnung 
und die Oberleitung über die Brüder, sintemal sie allein dafilr 
genügten und imstande waren, diese Sorge und die Leitung 
in Gott auf sich zu nehmen. 

JJachdem der Selige aber alle Brüder um sich versammelt 
hatte, richtete er die letzte Ermahnung an sie und bezeugte 
ihnen, was zur Erlösung dient; und zwar zuerst: dass sie den 
orthodoxen Glauben fest und unverändert bis zum Tode 
bewahren und alle Häresien verabscheuen und verfluchen, 
namentlich die SjTiode von Chalcedon und den gottlosen Brief 
Leo's verabscheuen und verfluchen sollten, wie ich, sprach er, 
viele Male vor euch und voi' allen Menschen bezeugt habe, 
indem ich sprach: Wenn ihi- jemals seht, dass ich. der ich 
nach eurer Aussage in euern Augen ein Heiliger bin, mich 
ändere und euch sage, dass an der Synode von Chalcedon 
nichts Böses sei, so treffe euch der Fluch der Trennung* vom 
Vater, vom Sohn und vom heiligen Geist, wofern ihr mir 
nicht ins Gesicht flucht und vor mir flieht, wie vor einem 
Verleugner und vor einem Menschen, der an dem Verräterl85 
Judas teil hat. Nächst dem Glauben aber tragt Sorge, die 
Heiligkeit der Seele und des Leibes zu erwerben und fest zu 

< Der Verfasser fiihrt nach der AlisohweifuDg über Stephanus den 
Jjericht über Petms' Testament lu Ende. ' ojt*-*'^'" — ' i~<t- 

aj^i.aazMii — * »Sn ^= dri, nicht ü-ö. 



124 PETRUS DER IBERER. 

bewahren, ohne welche niemand den Herrn sieht, und Liebe 
gegen einander und Einmütigkeit von der Art, wie die Schrift 
sie schildert*, die von Herzen konmit und der Ausfluss eines 
guten Gewissens und ungeheuchelten Glaubens ist Hütet 
euch auch davor, euch allzufreies Reden 2 anzueignen, sowohl 
im Verkehr mit den Draussenstehenden, als auch unter ein- 
ander, denn der schrankenlose Freimut entzündet und erzeugt 
alle Leidenschaften. Überdenkt aber und lest jederzeit in 
dem vom seligen Bischof Basilius verfassten Buche des 
asketischen Lebens, der Gebete der Brüder, und richtet euren 
Wandel und eure Sitten nach seinen heiligen Anordnungen* 
und seiner Gesetzgebung. Denn wie die von Gott eingegebenen 
Schriften 4 einen Abdruck [ein Abbild] des heiligen Geistes 
darstellen, so ist auch dieses Buch durch die göttliche Gnade 
und den heiligen Geist entstanden, zur Herbeiführung des 
B,echtverhaltens imd zur Besserung imd Erlösung der Kloster- 
genossenschaften s, die an allen Orten sind. 

Als er uns ausserdem befehlend und ermahnend vieles 
andere ans Herz gelegt hatte, was zur Förderung, Warnung 
und Erlösung gehört, und uns alle gesegnet und dem Herrn 
empfohlen hatte, entliess er uns zuletzt auf solche Weise. Da 
er aber in derselben Nacht seinen Geist [in Gottes Hände] ^ 
übergeben sollte, hatte der ägyptische Presbyter Athanasius, 
dessen wir oben Erwähnung gethan haben, ein Gesicht solcher 
Art: er sah eine grosse Kirche, voll von Licht und vieler 
Herrlichkeit, und eine Versammlung vieler Heiligen, den Leib 
des Seligen in der Mitte liegen, den Märtyrer Petrus aber, 
136 den Erzbischof von Alexandrien, auf einer hohen Rednerbühne 
stehen, angethan mit einer weissen, glanzstrahlenden Stola, 



1 Freie Verwendung von 1. Tim. 1, 5. 2 iia(^^T)o{a — hier ab- 

weichend von der sonstigen Verwendung des vielfach gebrauchten Wortes 
mit starker Betonung des ersten Teils der Zusammensetzung [jidv] ge- 
nommen: die Gewohnheit alles zu sagen, die auf die Denkweise und 
Empfindungen anderer keine Rücksicht nimmt und daher leicht ver- 
letzt. 3 ß. hat zwei 'Klosterregeln* verfasst. — Die überlieferte Lesart 

r^O\AlfiQ3b4^2n wäre als Ableitung von dem 32, 20 vorkommenden 

Verbum Oft ^V = tüttpOv, uTroT'jTtoOv zu verstehen und durch 'Vor- 
bilder, Beispiele' [OTroTjTrwaei;] wiederzugeben. * fpa^aX Oeöicveuotoi — 

^ wörtlich: der Klöster — ^ KboAr^.l •aCDO^JiKIs ist zu er- 

gänzen. 



125 

und mit lauter Stimme eine Lobrede auf den seligen Petms 
halten, während alle jene Heiligen zugleich zuhörten nnd ihn 
allzumal mit grosser Freude und Frolilocken priesen. Hieraus 
erkannten wir, dass die ToUenduTig des Seligen an eben jenem 
Tage stattfinden werde, deshalb weil ' auch der dritte Tag 
der Gedächtnisfeier des Erabischofs und Märtyrers Petrus 
kam, gemäss der Gewohnheit, welche sich in Alexandrien 
festgesetzt hat, dass sein Gedächtnis an drei Tagen gefeiert 
wird. 

Indem wir nun jenen ganzen Tag fasteten, blieben wir 
bis zum Abend in schwerer Traurigkeit und Betrübnis und 
in Leid, während der Selige uunmehr mit seinem Ausgang 
[Ende] beschäftigt war und mit nnserm Herrn redete. Es 
war aber damals auch der von uns erwähnte Vater Gregorius 
von Afthoria zugegen, indem er dem Seligen gegenüber bis 
zum letzten Atemzug reine Liebe bewies nnd reines Gewissen 
bewahrte. Als aber der Abend kam, nnd sowohl der Vater 
Gregorius als auch die andern Greise dazu ermahnten und 
nötigten, setzten wir uns mit ihnen zu Tisch, um Speise zu 
nehmen. Und in der Mitte unsrer Essenszeit rief Euphrosiua ', 
der vor dem Heilig™ stand und ihn bediente, oin t'hrsamer 
nnd vom Heiligen sehr geliebter Mönch: Der Vater scheidet! 
Kommt, lasst euch segnenl Da sprangen wir vom Tisch auf 
und eilten unter Tliränen, Seufzen und Jammern an sein 
Lager. Und damit wir den Seligen, der in den letzten Zügen IE 
lag, nicht quälten, ergriff der von uns ei'wähnte Euphrosius 
die Rechte des Heihgeu und reichte sie jedem hin, sie zu 
kässen und sich segnen zu lassen. Und vielen gab der Selige 
auch in jener Stunde einen fühlbaren Beweis des Vertrauens 
und der Liebe, die er zu ihnen hatte. Als aber der Selige 
mit grosser Heiterkeit und friedlich seinen Geist in die Hände 
Gottes Obergab, der ihm auch damals nahe war und ihn 
hinwegnahm, wurde der Vater Gregorius, der Presbyter, ge- 
würdigt, ihm mit seinen Händen die Augen zuzudrücken, Es 
war aber nunmehr tiefer Abend und der Freitag dämmerte 
herauf. Darauf wusdien wir seinen heiligen Körper, zogen 
ihm in gebülirender Weise die heilige Stola an, in welcher 

iellciulit QoaXxSCOi-iAOr^ EuphrOBj-nos, und so 
gemeint — 





126 PETRUS DEB IBERER. 

er die heiligen Mysterien darzubringen pflegte, und legten 
ihn mit frommer Scheu und Ehrerbietung hin. Und wir 
zündeten viele Lichter und Kerzen an und verbrachten die 
ganze Nacht wachend unter dem Gesang von Psalmen und 
Hymnen und geistlichen Liedern, indem offenbar entsprechend 
dem Gesicht des Presbyters Athanasius sowohl alle Heiligen, 
als auch der heilige Märtyrer und Erzbischof Petrus uns nahe 
waren und mit uns das Andenken des Heiligen verherrlichten. 
Es war aber viel Weinen und Jammern der Einwohner jenes 
Dorfes zu sehen und zu hören, da alle darüber weinten, dass 
sie seiner beraubt waren, weil sie sich der vielen Wunder, 
Zeichen und Heilungen erinnerten, welche Gott sie durch ihn 
sehen liess, und besonders der grossen Unterstützungen und 
Almosen, die der Selige ihnen zukommen zu lassen pflegte. 
138 Nachdem es aber Morgen geworden war, umhüllten wir dem 
bestehenden Brauche gemäss den Körper des Heiligen und 
umwickelten ihn mit Binden, dann legten wir ihn vor dem 
heiligen Altar nieder, damit, während er dalag, das heilige 
Opfer für ihn dargebracht würde. Und weil es einige von 
den Brüdern gab, die das heilige Gewand noch nicht trugen, 
brachte man für sie Kleider, segnete diese mit den Händen 
jenes heiligen Körpers und bekleidete sie so mit Freude. 

Als nun die heiligen Mysterien für ihn dargebracht und 
vollzogen waren, wendeten seine Erben grossen Eifer an und 
eilten, seinen Leichnam zu nehmen und in seinem ehemaligen 
Kloster, welches in der dem Gazäischen Majüma benachbarten 
Congregation liegt, beizusetzen, bevor noch die Nachricht von 
seinem Tode zu den Einwohnern der Städte Gaza und Majüma 
dränge. Denn sie fürchteten auch, dass die Einwohner der 
Städte, wenn sie es vorher hörten, wegen des grossen Ver- 
trauens und der Liebe, die sie zu ihm hegten, eilends kämen, 
seinen heiligen Körper raubten und in einem der Tempel 
dieser Städte beisetzten. Denn auch alle die, welche keine 
Gemeinschaft mit uns hatten, hielten ihn vne einen Engel und 
wie einen Propheten. Indem wir nun schnell seinen heiligen 
Sargi auf den Schultern trugen, gingen wir des Wegs, wahrend 
ihm nicht allein die Seinigen, sondern auch die Einwohner 
jenes Ortes. eine weite Strecke das Geleit gaben, die letzteren. 



* f'kmQ<36Y.O\i.O'* — 



TOD DKß BEGBÄBN19. 127 

obwohl sie Samariter waren, was ebenfalls * ein Wunder war. 
Während nun jene fortzogen und des Wegs gingen, blieben 139 
wir und diese ^ Greise samt den übrigen Brüdern in jenem 
Städtchen, da die Erben des Seligen selbst dies so bestimmten, 
sowohl wegen der Bewachung der Habseligkeiten, als auch 
deshalb, damit jent^ grosse Menge nicht die Reise verzögerte. 
Xacbdem wir nun jenen ganzen Tag in Betrübnis gefastet 
hatten, waren wir, als der Abend beraidcam, im Begriff Speise 
zu nehmen. Es blieben aber bei uns auch die beiden greisen 
Presbyter, der erwähnte Vater Athanasius. der Ägypter, und 
der Vater Maxos^, ein sehlichter Mann und in Walirheit ohne 
Falsch, der von seiner Jugend bis zu seinem Greiseualter in 
Heiligkeit, Demut und Jungfräulichkeit unverrückt an dem 
asketischen Leben festhielt, sauft und demütig und voll von 
geistlicher Gnade, und den der Sehge wegen des zuversicht- 
lichen Vertrauens, das er in ihn setzte, als den Träger der 
heiligen Wedel neben sich an den heiligen Altar zu stellen 
pflegte. Dieser letztere nun rief plötzlich, bevor wir uns 
niedersetzten m essen: 'Hört mich, hört mich bei dem, der 
seine Seele hinweggenominen und seinen Heiligen in dieser 
Welt verherrlicht Imt und ihn noch melir im ewigen Leben 
verherrlichen wird, hört, was ich euch in aller Wahrheit* er- 
zählen werde und was ich bis jetzt auf seinen Befehl ver- 
schwiegen habe. Bir erinnert euch, dass er, während ich* 
dessen nicht würdig bin, mich viele Male mit sich nahm, und 
dass ich bei ihm stand, den heiligen Altar zn bedienen, wenn 
er die heiligen Mysterien vollzog. Als ich nun wälirend einer 
T»n diesen seinen letzten heiligen Darbringmigen bei ihni stand, 
sah ich etwas wie eine dem Purpur gleichende Wolke und aus 
ihr heraus das Innei-e [Hohle] einer Hand, die über den Altar 140 
aasgestreckt wai*. Und da ich mich fürchtete und in Be- 
täubung war, war ich von grosser Furcht ergi-iffi-n und stand 
zitternd da, wähi-end der Heilige zwar hinblickte und es be- 
trachtete, aber nichts sagte, weil er den Grund davon kannte. 
Und nach Beendigung des heiligen Dienstes erwog ich bei 
mir und dachte, dass ich fernerhin nicht wagen würde, bei 



1 wie 10 vieles Anilere im Lobea des Heiligen ^ ' die mehrfach 
erwähnten — * Maxys [?] * Im Syrischen steht 'in aUer TV'ahr- 

faei 'hört'; m. E. mit Unrecht > ich Sünder! — 




128 PETRUS DEB IBEREB. 

solchen furchtbaren Geheimnissen zu assistieren. Aber bei 
einem andern heiligen Opfer am folgenden Tage, dem letzten, 
das der Selige vollzog, befahl er mir wieder mit ihm hinzu- 
treten. Und da ich nicht imstande war noch wagte ihm etwas 
zu entgegnen, ging ich und diente mit ihm. Und wiederum 
sah ich, und zwar nunmehr nicht nur die innere Handfläche, 
sondern die ganze Hand bis an den Ellenbogen aus jener 
Wolke heraus über den Altar hingestreckt, so dass ich nun 
vor Furcht beinahe gestorben wäre. Als nun das Opfer be- 
endigt war, trat ich, da ich nun nicht mehr stehen bleiben 
konnte, in die Zelle des Seligen ein, wo er seine heilige Stola 
aufhängte und aufbewahrte, warf mich auf die Erde und bat 
ihn: Verzeih mir! ^ Er aber sprach zu mir, indem er es 
wusste^ und die ihn Bedienenden hinausgehen hiess: Was ist 
dir, Greis? Weshalb bist du in Unruhe? und gab mir die 
Hand und richtete mich auf, während ich zitterte und weinte. 
Als ich aber reden und das Gesicht erzählen wollte, schnitt 
er meine Rede ab und sprach zu mir: Schweig! Du musst 
dem Sohne Gottes am Tage des Gerichts Rechenschaft geben, 
wenn dieses Wort bei meinen Lebzeiten aus deinem Munde 
141 geht! Nachdem ich nun seinen Befehl bis jetzt befolgt habe, 
habe ich jetzt, da es Zeit war, es euch mitgeteilt und verkünde 
jedermann, mit was für einem Heiligen zusammen zu wohnen 
wir gewürdigt worden sind, und von was für einem Vater, 
Hirten, Bischof, Diener Gottes und Fürsprecher für unsre 
Seelen wir dem Körper nach getrennt worden sind.' 

Als der Greis dies unter vielen Thränen und Seufzern 
erzählte, vergossen wir alle in Staunen unc^ Busse Ströme von 
Thränen und Hessen unaussprechliche Seufzer aus der Tiefe 
des Herzens aufsteigen. ^ Wie aber die, welche imstande 
sind. Derartiges zu lösen und zu deuten, gedeutet und ans 
Licht gebracht haben*, that das Gesicht jener Hand seine 



J Die Worte sind als Anfang einer sogleich unterbrochenen Hede zu 
betrachten, in welcher der Greis dem Heiligen aussprechen wollte, dass 
es ihm wegen des stattgehabten furchterregenden Gesichts unmöglich 
sei, ihm nochmals bei einem Opfer zu assistieren. 2 ^^ {qI^ sagen 

w^ürde — ' 'Aus der Tiefe' scheint 'aufsteigen lassen^ zu indicieren. 

Doch ist die Verbindung fcy^^a^jiev 5dxpua xal oTevaY(Jto6c nicht undenkbar, 
sofern dem Verfasser bei ^^eiv ateva^iAou; das Reichliche der Seufzer 
vorgeschwebt haben kann. * «pojtiCeiv — 



TOD UND BEOHABNIS. 129 

Berufiing von oben kund, Bintemal ihm Gott die Hand hin- 
streckte und ihn zu eich rief, nie geschrieben steht:' 'Die 
Rechte des Herrn hat Machtthat gethan, die Rechte des 
Herrn hat mich erhöht. Uml ich werde nicht sterben, sondern 
leben und die Thaten des Herrn erzählen.' Und ferner:* 
■Du hast meine rechte Hand erfasst und nach deinem Willen 
mich geführt und hast mich mit Herrlichkeit zu dir ge- 
nommen.' 

So nun gmg es bei den Zurückgebliebenen zu.^ Seine 
Erben aber — und mit ihnen reiste auch der Vater Gre- 
gorius, der Presbyter — trugen den Körper des Pronunen 
und kehrten gegen Abend, als sie nach Äskalon kamen, dort 
ausserhalb der Mauer in einem Tempel der Orthodoxen ein, 
Doch brachen sie in Eile wieder auf, reisten schnell die ganze 
Nacht und kamen vor Tagesanhmcli in das alte Kloster des 
HeiÜgeu. bevor das Gerücht davon zu den Bewohnern von 
Gaza und MajQma drang. Und weil der Selige, als er noch 
lebt« und dort in Frieden wohnte, in Znsammenhang mit 
einander drei Urnen hergerichtet hatte, legten sie in die 142 
mittlere von ihnen seinen heiligen Körper, während auch in 
jenen beiden Gebeine von Heiligen -waren, in der zur Rechten 
der heilige Leib des Vaters Jobannes des Eunuchen, in der 
mr Linken aber der des Vaters Abraham, eines heiligen 
Greises und Asketen aus Athribis*, welcher, nachdem er 
in diesen Gegenden in aller Festigkeit und Heiligkeit ein 
rechtes Eremitenleben geführt hatte, zuletzt eine derartige 
Offenbarung sah, welche ihm befahl, weil sein Ende nahe 
wäre, in die Gegenden Palästinas zum Bischof Petrus, dem 
Iberer, zu gehen, damit dieser seine Hände auf seine Augen 
legte und ihn zum Herrn entsendete. Und als er es gehört, 
eilte er zum Seligen. Und nachdem er ihm das, was aus 
Offenbarung herrülirte, mitgeteilt hatte, fand er nach nur 
dreissigtagiger Aufnahme hei ihm so die Vollendung ent- 
»prechend dem Gesicht, das er gesehen hatte, indem der 

« P«. 118. 18. 17. Nacli den LXX: E'iiuai |j,e — iroiTjot. Dem Gnind- 
text «ntspräcbe: uijiDt ohne FrODomen uoil itoici'. > P«. 73, 98. 84. 

Swh den LXX: äKptiTr,09; ^ «ji/,fT|Ooi; — npaiild^oit. Dein Grandt«xt 
entBpräche: i%pd-:Tflai — iÖT^'^oEis — jrpoaXT^'i'Tj. ' wörtlich; ti\ 

oÜToi |tcv oStuj;. * Ea gab zwei Orte mit Namen 'ADpipi;; der eine 

Ug im ägyptischen Delta, der andere in Arabien. 




130 PETBUS D£B IBEBEB. 

selige Petrus ihm die Augen zudrückte, ihn mit Binden um- 
wickelte imd ihn mit eigenen Händen in jener auf der linken 
Seite sich anschliessenden Urne beisetzte. 

Als es aber Morgen geworden war, und die Einwohner 
von Majüma imd Gaza das Hinscheiden des Seligen und das 
Begräbnis seines Leibes erfuhren, eilten sie allzumal mit ihren 
"Weibern imd Blindem zu jenem Kloster, in dem Wunsche, 
seinen heiligen Körper zu rauben, und wenn ihnen dies zu 
thun nicht erlaubt würde, wenigstens das auf ihm liegende 
Gewand zu zerreissen und zu teilen, damit dieses ihnen zui* 
Bewahrung der Seelen und der Leiber und zu grossem Segen 
diente. Als sie ihn aber beigesetzt fanden, fielen sie nieder 
143 und beteten an seiner heiligen Urne an und imter Wehklagen 
küssten und umarmten sie dieselbe, indem sie sich weinend 
unter Seufzen und Schreien imd inbrünstigen Bitten nieder- 
warfen, wie geliebte Kinder, welche eines solchen Vaters 
beraubt wurden*, und nicht allein eines Vaters, sondern auch 
eines Erziehers, Hirten und Bischofs. Und mm hielten diese 
während der sieben folgenden Tage allzumal versammelt in 
aller Freude und unter Lobeserhebungen Versammlungen und 
Nachtwachen über ihm ab, mit Hymnen und Diensten und 
geistlichen Gesängen, indem sie feierten imd Feste begingen 
zum Preise Gottes und zur Ehre des Seligen und besonders 
zum Trost in ihrem Kummer und in ihrer Trauer, welche sie 
alle wegen des körperlichen Weggangs des seligen Petrus, 
ihres Vaters, des guten Hirten und Bischofs hatten. Vor 
dem 40. Tage aber schickten seine Beherberger und Erben 
und beriefen die Brüder und uns aus jener Vorstadt von 
Jamnia und versammelten uns bei sich in jenem alten Kloster, 
in welchem der Leib des Seligen beigesetzt war, damit auch 
wir gewürdigt würden, mit ihnen die für den Seligen statt- 
findende Gedächtnisfeier des 40. Tages mit allem Glanz und 
unter Anwesenheit des ganzen Volks zu begehen. 

Da aber die Erben des Seligen sahen, dass der Ort 
zu klein war und für eine grössere Anzahl von Brüdern 
nicht genügenden Wohnraum bot 2 — denn es waren nur 
wenige Zellen und in diesen selbst war Vernachlässigung ein- 



* optpavol ^ifivovTO ToiouTO'j 7:aTp6« — * wörtlich: fdr das Wohnen 
vieler Brüder nicht genügte — 



TOD UND BEOKABNIS. 131 

getreten 1 — rüsteten sie sich den Ort zu erweitem. Und 
obwohl es vieler Mittel bedurfte, und der Selige wenig hinter- 
lassen hatte, was kaum wenige Tage für den Unterhalt der 144 
gegen dreissig Brüder ausreichte — denn der Selige hinterliess 
mir 24 Denare zum Ausgeben, weil er das meiste unter die 
Annen verteilte — und obwohl es keinerlei Auskunftsmittel 
gab, weder ans dem Ertrag des Landes, noch aus Handarbeit 
der Brüder, weil sie nm- mit der Aufnahme und Erquictimg 
der Heiligen und Fremden beschäftigt waren, die ku Lebzeiten 
des Seligen imablässig dorthin kamen, wenn aber jemand etwas 
darbrachte^ er das meiste davon, wie ich gesagt habe, sogleich 
unter die Armen verteilte, so begannen die Erben dennoch im 
Vertrauen auf den Reichtum der Güte Gottes und gestärkt 
durch die Gebete des Heiligen die Arbeit des Baus. Be- 
sonders aber der vorsorgÜche Theodonis, jener Scholastiker, 
fibemahm mit grosser Freudigkeit und mit Vertrauen und 
Hoffnung das Werk und begann den Bau. Und da Gott half 
und in unsichtbarer Weise Kraft und Freudigkeit und Mittel 
gab, baute er in wenigen Tagend den Tunn und die Kirche 
an ihm, und in der Kirche selbst eine Betkapelle, Auch die 
Mauer des Klosters baute er und führte sie herum. Und er 
richtete viele Zellen her, sowohl unten gelegene, als obere. 
Und die Säulenhallen und Säulen und den Hof umgab er mit 
einer Mauer und grub einen Brunnen und richtete Gärten ein 
und war für das Übrige bedacht, was zum Bedarf und Bau 
des Klosters und zur Handarbeit der Brüder gehört, indem 
er allein auf die Güte, Vorsehung und Hilfe des Herrn ver- 
traute. Als sie nun die Arbeit des Baus vollendet und die 14^ 
Betfcapelle ausgeschmückt hatten, gruben sie unter dem Altar 
einen Ehrenplatz '' aus und führten dorthin im folgenden Jahre, 
einen Tag vor seinem Todestage, den Körper des Heiligen 
über. Während aber hier der Körper des Seligen nieder- 
gelegt ist, war* seine Wohnung in den himmlischen Wohn- 
stätten, indem er im Geiste vor dem Herrn stand und ihm 
mit allen Heiligen diente und dort mit grossem Freimut 
Bitten, Gebete und Fürbitten für uns darbrachte, während 
er die Bruderschaft häufig besuchte, beschützte, erweckte und 

1 K die ^[»»Xtjji^vov Ifi — 'in kurzer Zeil — * ich setze 

«|Mit im Sinne von honorificua voraus ~~ • 1) korrigiert : 'ist.' 



132 PETBUS D£B IBEBEB. 

leitete und meistenteils zugleich mit sang, einigen aber von 
Angesicht erschien, die Kranken heilte und diejenigen erbaute 
und befestigte, welche in Echtheit des Glaubens und Reinheit 
der Sitten den graden Weg eingeschlagen haben und ge- 
würdigt worden sind, in einem solchen ^ Verkehr mit den 
Heiligen zu stehen. 

Es wurde aber der Selige, unser Vater imd Bischof 
Petrus, vollendet am ersten Tage im ersten Kanon [December], 
als der Sonntag anbrach 2, am dritten Tage der Gredächtnis- 
feier für Petrus, den grossen Märtyrer und Erzbischof der 
Stadt Alexandria, entsprechend dem Gesicht, welches der 
Presbyter Athanasius gesehen hatte, imd fünf Monate nach 
dem Heimgang unsers heiligen Vaters, des Vaters Jesaias, 
des Asketen, wie uns der Selige vorhergesagt hatte ', als uns 
das Hinscheiden des Greises gemeldet wurde. Und im zweiten 
Jahre*, einen Tag vor der Gedächtnisfeier des Vaters Petrus, 
fühi*ten wir seine Gebeine über und setzten sie in der Bet- 
kapelle unter dem Altar bei. Die ganze Zeit seines Erden- 
lebens aber hat gegen achtzig Jahre betragen. Der Heim- 
146 gang also unsers Vaters fand am ersten Tage im ersten 
Kanon, seine erste Beisetzung in der Erde aber am zweiten 
desselben Monats statt, seine Übertragung aber und Bei- 
setzung unter dem Altar am dreissigsten im zweiten Teärin 
[November]. Die Zeit seines Lebens aber betrug gegen achtzig 
Jahre. Deshalb begehen wir an drei Tagen sein Gedächtnis: 
am ersten Tage feiern wir das seiner Überführung unter den 
Altar, am zweiten das der Zusammenkunft des ganzen Volkes, 
am dritten das seiner Beisetzung in der Erde — in Christo 
Jesu, unserm Herrn, dem Gott über alles, welchem sei Preis, 
Ehre und Gewalt in alle Ewigkeit! Amen. 



1 persönlichen — B: 'in Verkehr mit einem solchen Heiligen zu 
stehen' ist Korrektur aus Miss Verständnis des vom Verfasser beabsich- 
tigten Gedankens. 2 Nach 137,11: beim Anbruch des Freitags. 
3 Ist oben nicht so erzählt. * Soll wohl heissen; nach Ablauf eines 
Jahres. 




n W. Snignlin In Laipdfl. 



PBTBUS PEB IBERER. 146 



•^laL^vs .^ftuivs •rdSüo.vso ivjai^.i m^ift^o «^ri chaJQjl 



•^1^^ 0009 .f<ÜO^20 pQ ixjj^.l CQUOSmI I^jM^O 

f^cpXf^ «--J? «^ox* f<»>ia^n .^.l^.iabSa Kl^ii^s.! 
>i\^\ kü.imok'o f^in^ftti f<Min T. coA.! :t^ A^.i 




Hier folgt in der Berliner Handschrift der S. 62 Z. 10 vom 
Schriftsteller angekündigte Bericht über den Tod des Bischofs 

Theodosius von Jerusalem unter der TJherschrift: Kli:v03flL^ W^ 

QdOjufi^OloK'^ f<\ n<\\ ^ i^ ^oA u±JL KlLA^r^ 

Derselbe ist bereits von Land in den Anecdota Syriaca 
[111. p. 341 — 346] nach der Handschrift des Britischen Museums 
publiziert, daher kann hier seine Wiedergabe unterbleiben. Übrigens 
fehlt bei A das Schlussstück von der Erwähnung des Propheten 
Sachaija an. 

BeriohtigTmgeii. 

35, 9 1. mit B f<l2kV. 72, 11: ^iuQcu&f^ 101, 22: ^^co 
120,18: CDl.iia^ [B: Kli:ua^] 141 A. 2. K'Air^^ 



I 



145 TOD USD BEGRÄBNIS. 

^ iu*iA f^^vStäJ r^h\AC>x cii3-u .oivs^ 'f^iiCki^ 
(^i\ü^ r<z<.-U).T cni^^ ^^ jasoia^rCio .f<äjsi.30 

~>1 ^ji-ZJiT<\ .i-SaU») r^XM~ä.r^ "V\^ fti-.^ wy>'^ 
ii-xsso f^iAJSOO .r£Mr<l3a K'oo.i^o .K'vuipa dv*rdäci^iä K 

^.t r^=3f^ : t<i.sO^ 003 ^:t -AsoAucr^ .rdx^iJi.i 
^r^.inuo Q0oi^ä:T enj-Uci:Ti r^iA^M f<:=00^s .rgjjca l> 

.r^Ol^ r^äJCr^ f^sK* ^_^^tof^ r<Ti.Tni cnJUO^i ^^u-i» 
isiu30r<' i& .-r^lso^ ocn A isir^ t<om la.vi.l f^lA^(< 
f<3aa< Tu "p^o ^ixiAt.i r<'&^Xx.3Q .k'.'bjob cmvo^ ^ so 
^030.241^ JLMJtto JTa^-i^ .Qsoi!^ cdsf^i miüo^i 
1^,1 cm& .rCtusT.'M ^ iuiAu r^^cA^.i i^Axit^ -C^^^ 



•^ 



i iAuQ Ä\=i^O .«riifti- 2 fehlt » fehlt. * ^»rdö 

8 CO^l " ^ 



J 



PETBÜS DEK IlJEKER. 



^■'" r^oea jiänö 
äAÄi vy»!** 'oocD 






v^a rAicn &\Aa ir^ocn _^k=)9 K'rf.^.CU» r^AAJDCLätAn B 71 
5 f»*Aaa ^ rcdo rdi-ir^.i r^Ä\lW ^ rd\ ; t<fioift3 .Tai 

ooco u^rc' iv>r<ll.iaa(^.i -Aon r^uia^r<b r^Ziüi ..touls 



r<lii\ao. 



a^ ^1 



^r^T<^ .r<lLxi:3.i r^'Üä.s CLaiz. .rC^-ü 

s T<iu) ACOi &Uf<uu>&vsa (<lAa : ix-^ r^nAr^ XACt 
r^l^^u r^is r^it^aä« ' \i\.na .pcivo^o r^^O-u^oufl 



''r<'<^ivuOfO r£i^ t^oir^i^^ r^iuAiJO .v\k^r^O r£l3 r^'b.m 
^V\TAr^ f<4*ixio ptÜoijÖiriXo pCcOyörtfio *'.f<'4uljLo 

.r<tocn .^^^ r^iif«*.! r^i^r^.l r<l.uAa^.10 .r<'i<i.i r^lUS.tO 

AusO rdlAla.l r^xä^ jIäi, .-»äO .p^Üai r^iio^o 









J -^ä» 003 

8 umgestellt. 



VytÄ 







143 TOD rSl» BEfiKÄBSIS 

.(^sr^ .ia.u\= O^Q .rdlcn vuf^:t r^ar^ p9 r<l±aiü OOOpx 

i02b. r^r^oaA iur^i-.^» .rdl-aa^.t cnirLirda (^cixAr^l 

f<^CU -Via ^ .r<äajifi3i&r<'Ct rda^^ 'f<l^-i .-.^ocnoar^ 

oisO .cnji.«^ r^Ax'i'O f<'A\=in.'S3 Oll-z. » ■'-•'iw'i 

A OsJÄO .y,>^att.:i 'r^\eu>.=n ^evcö p9 Ao r^ürdl 

r<i\eLM^~i cnl^ >^ .-r^XiToi ^A^^sir^.! r<^39a>.i f^i^ai 
r^iäs» f^O : n2.ivir<' r^^io^i r^^onn : w'\-iQ^a 
rt-^.\^Aiw^ .|^cnä Treten .■Jttaaqü '"^cn ^mC *.r^i\Aä 
rw..^«\l : aat. ^isq AAb r^JoO^ "ocno Ir^iir^^p 

I ohne ö i t<llt=iiso ArÄ» riiar^ r<Arf .a ^ii^sS 1 
* r^i\si P^ÄlO.!»» * Plural. i^ iurC Ar^S -CD ' r^^ift ] 

s umgestellt. " ^^m ^^ fehlt, n Oi 



I 



PETEU8 DEll IBEREH. 



^cas .r<S!a^Ci)Or^ ^A> rdär«*:! r^XiTa f^i^^ .f<li3a< 
': ^iit r<'iiajc>iDO r^^ciÄ\.>iu> öaJA >^ k'^cutjja^.t 

TX ctqa.i r^l^^r< .r^U^r^ OOOV^ r^^AnSOi^r^ A\c\ 

^«3 on\ r<l\^»o .K^iso^n coiicu .ApCni ^->^ax- .t^o 
•cn^OA A^ö^f^ leuiAs r^ivmcu f.iiu^ u r^'t'\^ ^sax 
am u ■cnl ^tu^(^:t r^ou» vy^* .A=nivx.f^ rflAcn 
OCp "" *" """ .'Cn-LaOJjO m ■'•n V '"oociiX^ r^iaoX. 

re'trCXi'ei pelsocuM.t rtf'-icöiaA .aÄi4«:,f<'o : r^ia^ ^.i 
rtf.T**A*^ .^^ctAa .Opi^^l r^^io.=U]0 f<l=Cl^l cnl.llCUk. 

i^^Utiu.! "f^ÄxioigA . oo»A i<'ocnl r^cno .,_Ä^^Äio 
r^'^Aiii' >^o .f^i>A*To cnlio^^ O.t^kP^o cOl%J .cni 



I pup 2 ^nxa lA ' r^^biifrc' ^ fehlt. ' So B; 
10 fehlt. »' »^ii^cu\ 




TOD l'ND BEÖRABNIS. 



^ah\X.r<! r€^Vi r£X,r^ v^rCi >i..l ■.t^\^\ rdir^ »iiäio 

iv>rdji^ca ;_iyt-äJS f^SOftxoo f^coif^.l r^ujjXSQO 
>i. : freien i<^ixz.=a r^aflo ocp 'sa.l ^jXcn .flfL%4>r«' i 

^.f-l.l-Lr^ -<■- "^n '**'■'- "^ r-*OCT3 K'^O-l'O^Ät-Sa.aO 

.■"^<"i .^^ojcn : oicraJo az.i-ki r^i&jf^to .[^Anssf^] 
f<tailr^S p3 vijf< .f^.'Ur«' jrö.l K^U) r^e>en .^nOS« A^ 
.'^ioai^ni r^isai "**••"*■■ :r^lu> At.ia;^ r^üfl:i causa<nn 

K^^cn .^cn ^^ ^cnO .vv^AA ^i\aJ3Ql K^kaCU. >i^.Q(i 

r<uai ^nd .r^zxxa ooftiiii^T^rtfsir^o ^^ooiOi. r^ata 

BTSa. r^kU cn\& .r^^a=LAcni=t o=ao i&o ^.cu3a&o.iQ^'-ia(<'.i xu so 
r^ivxi^iuk cnvu O^J^ r^iqao] "p^aa .&b\m Äur^iili) 

: rCocn ^dn r^.i.'uu ^^ipi.i rC^-io^ iui> : r^llaO^ oqi> 1 






L^ 



PETBUS DER IBERER. 



IAO .f<^*a.isa ^ A^ f<'^i» ^1 r<.vr^i r^ivsoä cnlsoa 

A^^ 71:1:10 r^aas is)r^ ^:i t^ .r^ashcaa r£x*»a 
5 r^iuLSoZ.^ iuL»iu.<< UO .r^id^ cn\ f^Om .^si.l 

.30^ .i^lsO^ ocn 09:1^1^ r^Tur^:t Ocb : r^;=aA* i&ts.T 

f^if** ■\»<:vjr^ r^AvOL^ ^^alJ■\z> Ai^^o r<\ .^wü äoÄio 
AAo T^mA fOr^ \t%'n:t r<'AA^r^ :f<lAt.3l2q ^=0 AaA 

) irc^lscC^.t cnivAcA &vik.o : -qOat^i -^'"^ ..■.»-n Aji^SJ r<A 
Aa. .tT °H ^U. .r<&ut.ia ca\^^r^ >£oo ^irtfs fOuf^ 
.oA pOsz. ^(<llr<' T^r^ T^ cfA ^ocn Qa^^SSO .f<A.ii^ 
kAX^az^o.i ^ tuen UA «^^OiiäJ.i :tnäo '':a^t> TA ^1 den 
.^f^ J^yt. r<:i=ai .r^^so vA r^so .^iicA isQr^ ciA 

) r^Aso r<llf^ AÄ.i lA ..ti^axar^ r^T^r^* -A .301* i^O 

iuf^ r<l=a^,&\ä .jioiuE. .A uor^ ^&A=a jifia^ ia 



.-^ 



1 JyiyMJ. ApCO 2 fehlt. '■< rf^Mf^ ^ialA < nA rdJr^ 
' Vermutlich ^S> *> A-äii ' fehlt. 




^ 



139 TOD UND BEGBABMS. 

r^lOusn aöx3 ^ii^ r^Jitio ^ono fLu .rduicir^a oom 
A\^o .rOr^^.l r<^-io^ A^^O : r^laO^i cnL.i f^^i. 

ooCUfiQlrC^r^ r^är^ ■K'AXaJin K'äoo ^-i^et f^i&\ASi90 ^M^. ^^i 
r^^ix^ f^izi^ .toOJia^si f^ärC'o .i*=Mr^.i ocö ■r^iipio\^'< 

r^i-aciiA rfA<ftAoAv3.BO m*Ai/i^.^-t< -.a r^^oza.i.xi-a I 
r^iiaaji^ ^rdLsQlO T^.%t\^a r^u) .T^ r^^cuai^.1 

.USt^ .1& rdiji ^.Az. f=a .A&r^SoX ^iu ^.t ^ab A^^cn i 
). r^za.tni M.3X.O : cnjiäi .sflaii ciöas .aiieu.^aax_ .lUd^^aoL 

JtSOJ.r^l cnJäo^ iv^eicn )aTi:laO ^— '-\^ ^*l»l -A r^ooa 

.r^O^jirdl rci>331.1 r£u^ vyr^ ^U) .cnl*l f^-twT< 

1 Plural. ^ K-\°^"V;-' -' pa.ici ^ r<:\.=nnc 
« ».Jisar<'Ä«OS ' Eiufachea f^f<' 



^ 

■# 



k^ 



PKTHrB IIEK IBEHEB. 138 

Aa&I^ i^Al : i^irtf pJ ^r^ rCtoco Äv.r^s 'Ai^a 
.OAT= ^nA fOt*.%a r<'x^^ ocnrt r^.i>r^ ^o : r^llf^lä) 

.&sqiuLA\:t '«U3 .-f<'ir<L^^ i<39cu=)3 '.a\^ Aa-1 r<^x.aiAa 

■■^ g^'MTi ,^_o_=oinJ »Ä r<Ai .oocD ^Aä).i i*\^ Ar< 

15 : ^caiiaai*tioi f^^O^rt^ ^cnA.i r^JAlcn ^ Tm=iO :rOuso 

oaen '^^ax.^n rtAs ''^Acn »_oaali, T*^ ÄK* .co^cA 
'»a. .eo\ Oöon ^:u«>re' Rlm vyr-e'A niirtÜLSa vyr^ .^A 
rdZ'.'Ui mJäuisool^ t^^ r^^i>^ A^ Aj.^cn ^.rcdAs 

u:i'io «^.Olcö A^Acn on^ i& .^c\cn m^h^r^ r^^io^ni^ 



1 rCbcD ^.1 .lÄ a ohne o 3 ^cnciifT* ' n-kmi-j 

-' r^Auiii 



< 



r 



I USD BEliKABNIS. 



:t& ^.icn^itr^.l ocn QoCucooiäctr<' am .r^Tur^ r^OÜLs 

cnuixi.T i*''M rCCtco Jk^OJsQ .r<x*.'U)-l cnli^oA .iiL«tr^ 

77a. ^cn-so r^lsO^ oon r<'ocD Acn> r<'r<j;i^Qci -uNis^o 

: r^iso^ am 'cn-ua^ ^oJLz.K' ^i :t-& .^^cicd^oA ou 
: K'oAr^n rfOSOS^r^a ^r<llx.ct r^^r^jü^ r^^Cu*^^Sa 
Klsr^ r^ -^rnift ^x^en ^Ar^ coA r^ocn .a^T^i am 

iiocn ^r<bi^Ml.O r^ "■*«*- r^zsoi '•***' ^i '^cno^r^io 

rc'ocn ;t^.2D.i ^cnjs : r^ooo Äll-l r^ls r^iut*Ts ruXflPr^ 
.^r^Tai.ago ^r^ääJ ^emO-SUD .r^Jtt^ä r^tr^i .siiü:^ 
r<«W erali .f-uAiK' rOcuiaO rCf^i^p rtfi.oaj '^^AO 
rtf'i^Ti^nvsci reAuxaJLiuäci rC'''ia99V^o= ^ienz. t^ .^aA^ox. is 
...-IT"« ^o^o A ciocn ^>:^*To.T r^l^^.Ti .1^ .r^A\>iMai 

r^^OxiHBiän^.i rdx^io r^j^v r^.tcni» ocpa -r^Za.ia ' , oo MA 
Oll. f^i\äs ■.sVit'tAo t^UxmA f^.i r^m Aur^ .«ooi^^ 
^.^ocol^ S& .r^^in ^öa.i cniiÖ^Pi^i f<'Äirä^o '"k'Mj^O S( 

~^m p€i\aJÜT^a r^^o^i^io ■ f^^Aif^, v,__fn K'^üaii^ 

.W'l'^aiy om ^^cnl t^ocQ .t3^:i >j\cn .'r^iüi.ito rOsioi 



o'i ■ 






1^ 



PETKUS DEll llilREK. 136 

K'.tMA»^ ^f^X«.TÖ __^o3 .^oe»a\-Ä ,TÄ .QOoiÜLä r<l=}o\ 

-^ .r<^.'1.=iCi f^i\si r<'^a;iU3 cru .marJ» r<'ux&r<'ct i •■■'^^ 

r<'OaUX .1<i\^- r^^QCU cioa-s cn.3.1 .^l.VaA\flpf^ r^.icn ^o 

r^.-tcnfloo r^äOailB^r^ .x>il 'enl*fl (<jÜo.i:i r^iu\^ 
r^iA^.i ; r^^i.T-MM^Kla *'V?^-i r^lA^ vyt^ : ooai!^ 

^ii\& "w'yM-io f^Av&xji r^i>.ii:>.o f<'dic\ii2a&3 .rdsaCk* 

^.f r<'acra .3«v) .r<*QtT3 A.Yjai^a •—5?' >i.o .f^oco 
.»IT»'*'.! o«n f<jiai\Är^ .=01 (»Cui5^T^r<;=f^O .»^.1*03 

'"osOAtsaiäcif^ ''A^.\f^ ^-. __&ua^r^nT rOi:^! ni^^^so 

30 : cnl r^rtw^rtn rdx^ia.i .■a3C\=7].Vi rCocn ^i^^ai Ooa 

A^ r<ar^ .•^Z^.iarr ci3l=n rCocn >jjji .i^^.io r^ä.^ i^i«.l 

" imigcstelK. 



^ 



TOD UNI> BECiHABNIS. 




■K*!:«» ^a\ci r<:\r^ .r^u ^o\ .iCUiAs cA .f^Lfia^irä 

'oaOi^nn-i r^laO^n .rOiirC^ r^i^OZ..! Ctäi f<'iieuau.i 10 
)ail»a r^^vx^i-ö ^ cn^CLUcLA^pÄi vyr<a r^^nw, «w.^wf 

(^^ioiio f^iuivM f^isaos A^n : ^om rOuio rC^oisO U 
"r^i^j-ll-Mf^ l_&o .«A, 0.1X^-3.-1 t^i-=n(\.^i T^lijaiCL&O 
^cA Jä.lA.l ^00 :A ^^ir<h .Tn^ ^00 >^ f^hr^X? 
vyÜ Aai .TA, 'f<'Ä»'uA .f^ioioäo f^A^o-uento rOi^cu 
rbix^ M.l lA .(A r^i-z. r^lAcn .r^T^al A A^y^^O 
va.ÄSaJr^i\f^ .cnuCli ^'* ' rdi-lA oca.s nxsi r^cios i^ 
r<'OiM .^.im^^r^ A^ pO.T ocb ^if^JbX-a r^^^a\^ 
1. f<in3CU K'tA-'w.i r^ixsi r<'Ä».'L^ .r^ut rdJoa «^r^i 

m^\^n .r<r^i:i^ r^X^lül r^^CCUAO .r^V^iKpa räl.saz.O 

1 u\1a»(<1=s ^ AB; r^A\ft^fin°>\äi i -iii * ^o 



r^ZkS^I 



PETEUS DER IBE11I':B. 134 

am r^ocD ■^coah%^r^ .nfJosA rCata» K':u±*u^ .Jus 

5 K^iul wiAj«- enixcAs ; „.an t\m\ s waa k* ocö r^iJoia»r^ 
.'r^oo f^i»a^ cnLk [>lx.f^ ^oaVj .fLueu r<J:iS)o •joa,. 

A^a .p^^O-snA Kl^a.1.^ .__oi2[^ KlaJ-waz. r^:io £ 
ooouaau 'iur^a^x^ .„_o.2aTuja ^^"? * ^oaxcoit^ 

oqa «^^.1 .rüf^ xaor^ Ti .r^JLXalzs „^octAa^O ^ txa a 

fp oaos-iojkLs cix=) ^K* .x.A=].t >.v=o "oA.i : «^^claA 

wyf^ .UBO _^&Ur^ ^i^A ":^ „_oivJr^ ^^9901*30 



r« 



^CUr^ H a\ 12 r^i=3CI 1* i^uoio 



133 TOD UND IiE(;KÄB?as. 

QsoxJOJio.'i f^icka^ ^iioi^.zj 'ru.i 'A_^ r^tr'^m 
p^ ' .'^o-Lz.iof^.l oaQT.fcl o.\ " "' * 1-& r^'Al • n* AI 

r^Au^Ti r^^aia&\^30 A^. .r^iAusa ^000^*0 "^utiW 

.(A41 ^Tiaf^ .1CUU3 'r^.ico : ^ ^mTaV . f^ivAiiur^ "^tn 

U .^ovmJ rd^suax.:^ -t^ca.'M u oocn .•**'■" .r^avus 
.^.Oa^TA^-ir^ coixaA \Jiar^ .r^aX-u ^ Ax&OO r<< ^ 
ivVjj.va r^ä-a.V r^ü^^ ooOa^^flU r^aaj ""*"* ^ ; f^SOCLiOai !' 
rOT^Ü .*r^ar^ i\*Ocn vy^r^ f^^^rf* .r^^a&^wO r^colr< 
■ isorf ^1 Otp .vA ^Xw ^ lac n . *« ! f<Äien ^ h^r^ rCVtfi^p 
,\.^ » rdAü f^cn ■ryl'isilW-nAvJW rdi rdläö.i rC^rf 

ai\r^.<l .^^<n nlz*wA r<'tu 1& -msäl ^1^0 p^oeü. 

.cnjioi jiax. r^^ttSia -. Qa^b^ .=>oii ■fyA<awy°tO r^^O.Tu 
A 100(1. i&>s "o^iA K^^OlAs f^'^-aif^a (<L=ai\z=a f^.i cnii^oi V- 



irÄ.-U- 3 fehlt. ^fX rcTlCD 'r('J.\iS-i\ 



^ 



:! 



PETHTTS DER IBEHER. 134 

.-rOCD r^'UOa^ coIa [^Lcf^ ^AciAj .fl4f&* rdsi» )OJk. 

l^o ,f<'Äiaiai Kl^a.v^ .,^_ot2^ r^ÄJ^jjat rdiso B7i 

am _^^s .f^Jrtf iäOf^ ü .f<xj.»i= «^eialiao ^ Oaj 
sc ttosJCLfla.s ou Ä>^r^ JCis.i ^i-Sa "oA:t : .^^-!lA 

'^^O K^f< (SO ^^^Jklr^ ^iSSTM^n __pQeoÄl T*'"!"'*-! 

vyf^* .4130 ^^Inir^ ^i:Lo '^;.A _^&ur^ ^iSaTuSq 



^Ul 



10 So ] 



_Aii^ '1 aX 12 r^iao 13 rdifCiio 




' 181 TOD UXI) BEGRÄBNIS. 

.dcnoiüia ^^oil&o r^i.99 ^iu Toj.t-s X& • t i ^A»«* 

r<->'*'i ' mixalLuSQ ^^-^ r<'r<^^^ r<L=iz.CUiD ..»Jaiip 
ooco ■-""■*"■' rfOsOStlu ^ ^oiO .-r^ocn oooij^ c^lsr^ 
.GiA iurV rf\.*ü\,o r^'r^fii^ia rOA\K' ^T=a.l .^iSsKt) ^ 

K'AtCtrfCLLA. r^.icn ^ vyr^.i:! .- r<tx»i .»^.Tio r^'iivzJi 

wv^l^ ^cncu:^ rfni\fr>^ .ocvcn ^TSOf^* ^.t ^cn .r^Xtis 
00^3 ^ oopJai AJk^ ^om^o.io^^Or^'.t T^^o^o düa lO 
", 7^« .rc'r^O^O tyf^'wco ^ ociaA i^^r^ oqJO .^^ 

^«yilT"« '^'r'fl f^äaa£äaär<'.i r^Zsio .ry.icnSa eaOi^^ 
^ K'ocni:! aaiT&o.i ^.i r^aco T*i\^. .^oaeuafiai ocnn 
A^ pQ» ^cn cn.ixir«' r<:tcn r<'a3 ■^■'»Öj i^&..az. i^ i.'' 

f^U^^O r«lH3 ,_oeiA |^CVx.io .'„.^OaiA ^oz..! ^cß 
ii;\^ r^r^ Är^ .ISA ts^itr^ ^■-**'^ r^^en u,l i:h T^' 

uom ^t^aro .r<ocni ''r^oQ\*<'n caAis^rt ,Jxaof^ :»i ^i-= -'fi 



i f<icoÄ\=3 « r<iisos ' ohne O 






-■^S^ ^•- 1 .endo .A ■. f^iiu 'A K'ocn iur^ ><i r^ii^. 

diuiVci ;;nn^ Vk ''r^ifölA pa -ins : cni.Tio^l ^.cn^L 

isorOi .ctA ^ocn 'oo^Ä^n .opi\^Al t^ r^Wt r<'i\£=pax.^.l 
ocp .rCr^^:^^ r^L^ OcniO r^iuäJr^i« ^«3:1 r^ixi^ ^ 
■■^Xt:tii\ r<liA_ ^r^.i vyr< r^X^.1 rC'oCD .^^ .1&. ^:| 

.rOrC Atapfo rOrC rdaS 'p^icnli^ .i»f< .«A rilrtf 

: f^f^ :uur< f^Ä\rtli^^ '^^f<'A»n,Si-i iiäar^ 'i*^ «lir^ ^Ä^ 

v^BS.l«^ Kll&r^5 r<lA*r^ .opA^aV'J*"» ^\*" r^^oiiSn&sci 

'IS ^rfs» t<lBD ^ü T^Ar^ ^U) r^iz. pl .r^r^ ^tKw~n 

r^l^eo iurC rdAzia Aurtf A^arf peüoi .-i\ft\ isoK'o 

i-CoÄx&r^.l rCocAr^ .A f^i .'w^OZ^Ini f^UA^ ii\3 ^n 

«o rOr^ ."U^t^ rrtoO ; tsoi-rC r<lco vyf^i r^sa» >^n 

.f-rC iÄpC (-.1 oep .-ofApü A\=o »i^^rtr cniso Artfs 

rdafioA jcnciiv.r^ V\i_ r^orArC ^ ..>ni> A*A> r<d r<A(^ 

I fehlt. 1 ..oliA 3 Von hier an fehlen fünf Worte bei Ä. 
' Aat-o .All (^aK* r^^iso ^cu \\r^ci ^ jinr..! ATywi 
,t^t^ Ai3(<a r^r^ nlää K'ica ^ äo B; A: ohne :t-& 

» SoB; A: r^iu^AS ' fehlt. 



r 



TOD rN'IJ HECIRABNIS. 



vOoftvAa^n.! 003.1 r^ia^f^ : r^üsn Aus i\al .^^^ » 

^oX ij9Qr<'o .r^^iii r^ca.3 oo^ i^r^ Ardjt. .^^ : eax&i 

'^r^^A^UD f^»ca:3 20^ t^f< jAlb .tA .h^r^ •'«] n 

■'.ri^ii» r^cn^ äoAi »^f^ An£^ ja .ijsar^ -iCp i& ^tp 
^-^"-^ ^cn iÄuaO .rdif^ i-sie r^ .i^r^ :«& .uÄo 

".r^isiAaio r^i&^n K'&utSäz.^ Wom rtdioiia .icnoi^r^s li 
BTSi. r«x:LlO vviix-A ovifflOi -i^x..! dcn .ivar^li^ar^ -«0*1^0 
. .ca_acijk.l cri.i..i— s- ort^,J'n 1.A0 .r^tacn i^isr«' - "a 

.r<ll£i>:i cnifCO] iivs .r^Üxb rtlar^ rCocn r^iaivm «^.Yilam -'' 
Uavi.l ^^^^^r<' : rOJL^^cif^ cniso.1.1 r<Axo&\jix^»\ r^uuO 



' f*.i rtf'ÄvMÖ* :; f-e'ÄdiiÄir^ 3 fdieo rd::^i&is ^ fehlt 



PETEUfi DER IDEHER. 128 

-.^Ut p*^SO r<l:i ^m A^q -.fJ^oi^q .1-^ Aa&eo ^U> 

•^ • Ai/\-.-^T-. r^ocn .<cnoiv>r^:t am ^r^icoi .r^^au ocn.a 

f<lsa<uXo -•A^\) r^ao'üXo ^^cnoiiu.t r^iv&^ciuo ..^a.xii 

i%=)i.n .^oen ftb^ri ^en-a '":t^ .i^^icvns vyü.ci.ii'i 

19 orä .^OXk ixA r<i3a:t :f<i=a^.i cnL.i r<'AvMJjo r^^iö 

rü^hwJ:» r<\ci ^ocn (<la->T* r^ 1^ ^ *^cv -oA >*^ii 

^ ^ia&UDr^ "Av^qTÖa iUi.l*Ä\r^ i^MlD ^1 CfA .itooi 

so r^AA& ^oA .-f<'ocn ^ii f<xu .VancA XA ,^\1as 
itoli K*.!!^. cm r<'acn ^r^ i&o .r^cn\r^.i A^A:i r^iuui 

1 Von hier an fehlen sieben Worte. ^ i»^ r^iciai 3 r<lieo 
p3 r^r<d.sq cnl^ ^ rfCnQiiM.t ^Am ^ jxi K*!!^« -lA. 

r^icn vv*r^ 9 fehlt. i" i^ct >i ^i.a »33 iiuivfiDr^a 



L 




127 kCckkehh nach Palästina. 

r^ieoa^.3 ^^cixs ^r^i^^o .r^T*3a.T.ao^ 'r^.ioöäjiSQ 

B75a. ^^j^ f^CD^uj^i ^,cn*i.tU3.lct ryäu^-T^a fji^^SOi.io r^Av^iai 

T^i\ri^-^ rdifl A^ .r^^&uu r^x^rcls r^T<r<^.t ^^^^ 

r^ÄlOcn. ^.1 jcjf^ .cm ooco f^iö ^1^1 r<z.a^n .eniaoi 
XA ^1 am r^'— "\ iiol ^cDCu&x^r^ci mJia.&^^ jAs 

'f^a,.A. Oi^^ 'oAl .^oaOiivcrC'i ^oA inrCo .cnuBaiäl 

kV^.^.OSo A .^iyr^'o .Kbolrfl At.aisqo -^Au l& f^Att^ 
.r<.V^ vyr< ^vm ^n ''.^Jk» ..1^1 ^cn ^ tOÖJ.i ü 

jSO Af^.t Ocb A}|^ .-cooi^^ f^är^.l K'ÄvAis 1= r«toa3 
r^^>i3ir<a T^Jjq^vx'Tfla Ocn .^TA^ "ouicnO-^ A^ 

cnl^l f<llAcn jf-x^t^ .rieten .A>ia.i Klsaj ^ ^^^Msu -I 
.rir^^i^ r^it^pn ^CUiJO '\-.t\Ti.*»i t^oiu» r^ocnJ r^oaM 

' f^.lcD li alt» ' relsl^ ^ a-agcao '■> .^j^na 10 fehlt 



^ 



J 



PETRUS DER IBEBER. 



-.»U* ^r^ f^'l •*£" A^^ ■. ^Ol^Q XA A^&CO flu 

5 '■ ^^^»aaaTj r^oco ^cnci^r^.i Cim 'r^ieru .r^AU ocn.3 
i^saculo °^;\^' r^soi^o *^<no''i.'u*:t r^&\A^öuct .aAtib 

^i.B .^ocn M^x^r^ ^eix^ '"l^ .i^^io^s vyü.0.in» 

it ocn A^CtX* i\al r<l.üi .-r^laci^it cnL.i r^'iiMjaei rC^io 

r^^ivca.=>9 ruo itocn (<1^>^T* r^ .!& (^ »Xo .oA ^Oj^uii 

l±a ^ia^^fior^ "d\^nicct Ü^Tii^i-^ icMiö ^i cm .itoen 

iOr<:i*.Va, A»öA .-K'ooo 3ii rOCxI A.Ta,aa\ *A .pdia 

1 Von hier an fehlen slelien Worte, ^ i»\^ r^ioQl 3 rdleo 
f<Xeo vyr^ 9 fehlt. l» l-iO >' ^OTj) ^ ^■VS&vfiDf^O 




r 



i 



125 RÜCKKEHK NACn PALÄSTINA. 

XSpr< lOjjAs f^.ieoo .ax TAU ctai Ävl= .».^^ Kl^O .rCo« 

Klvr^ r^lx^V) r^laicLo i-"- r^'oouo '^^.cnisao K'^CU^ 
^siciJ.i r^aco r^ls«. ^Doionaii r^ .r<acn .ui l&.i ^\"'' 
K'Oco r<l^iix20 -'<'Ä*f^ ^t^l o™ .oooiija am f^lrinoa 
i^f^ "^^^ -■*-* .Kli=ft^s mioAftM f<'Ä^ia.^os4^ (i lu 

'ocn vyf^ .cpA\MATif<' -cn.jAiuO cn^oiOA-Col.i ^^ri 

.i\LL rftenu aäi ^a 'rulsa^a ^ .Ax.ct : AAo ivouii*^ 
.ivoco TSart' r<^iMoi« '".all) r^uOl Kllr^ A3i .l^O li 
r^r^ .iuciai iu^r^ r^r^^kfio f^l^ ^;ffla ^ Ol^ poi 
ivA&itr^ .JUr^ >^ K'-Ü.'smq.l vv^Axiiol "ivai.AX.re' S^ 
.oA An^oco 004^2» .u.&rc' A^ ä^läi läo .Ao^n^ f^i 

.!& .«lÄO ""•^>- r^ocn AXsasa.i ^os ucn^^r^ ^iX>(Oa 

^aacucsföll .i^oturu r^:u^. Aur^ ^i'^, r^^^co .dCn 
.uCuLct r^u^^ -uoiL ^_oca*iv*r^o '~^axi a_A 

1 (Ls i K'ciA*^ s fehlt. J Ar^o ■' riar^i 
' am A 8 AB: r^TJO^ » f^Al^a» ci<n 



i 



PETRUS DEE IBEREU. 



124 



hy^ACiT^ rO.VO^ .liai^CDr^ : fäo^ Aa^c» ^iut^ .t& ..ajpai 

.^Lu fA^r<'o r^ioAvä A^ ^Cicn ^as^ otls.i ocixa .AXät 

r<lAi A.iySqo .r^aaa Aoi. f^iCL^.i r^£Dici^ci .rieten 

> .rj£Ainx\ ^cnolmi r^saiB ^^CLJcnn :(<2J»i ^cnOix^azJsi 

'enlvaaA : mCIIs .^1> ^tö f<Ao .r^^uul cn\ ^r^i^A^l oc\ci> 



^T>ix-^a '^lAJO. 



Asu 



liso -r^T&l CIXSU,! f<4if^ Ä JJf^ oA XMf^ -.710011 

.1 am .■-i\T. A 






et CD W^r<' ^.1 

iv.t4jLAl .oA .^^T. r^oca -yi^^ia oiä ^ K'cn.i r^r^ 



< eoJVO^n rOia.s CT3.3 2 i\&= 1 r^^^ ' '^*->-\-'< 





RÜCKKEHB NACH PALÄSTINA, 



.r<ait\Jm. aOa^ ' opctlrCrC'.i r^^OlxX^a Ktlso .K'^O ^Ar<l»a 
■ r^iv^'ü^.l r^lai A&AS9 r^ocn ^oaoivir^ i'\^ oi^ ^ 
l^o .f^it.^ff f<l^jX(..i KÄLnJf^i r^:tr^^ is^i ift\3 ^ 
.'i^iujioa ^Aläa*:T f^\aA*,S)3 ü^rC^x^ai OctA naü^.r^ cnlnz. S 
.•^^ct •rt')n\.w-n r^Av^ct.isa ^cnO&\>f^ rd^o* .l^ A^i 

■' f^ifcjA^ r^.icn i^rC.t.l r^iv^O.ll rC'^ÖDOr^ cnO^jL» .^QCD _ 
r^Zii *'ooaird&r^\fiDr<':i : rdsoloo A^^ci r<2QZ. A^ .i^si ■■ 

>Mi den AaOf^ r<i=e\.^ xa tnli .K'a.&j f^ü^a w 

juiiss """" AAd ia : p9^ r<'0(n VT=q r^r^^,aD3.s.l 
rieten v^cn aoÄt .cndv&a .^liu icv^juji vyr^ 
(<taivu.l i<lA<r^ .f<'ctG>3 K'ocb tWSq.-i-Q -^^ 




PETHÜS DER IBERER. 



ff* -i*'''"T " rotten !■'-**' uaa.3.t 
.tni-tiO^it T^^ncu .sTa.t .'uoü r<Ui r^om "p^ cii^ 

p£&i<n ^ .rdxuis ^.1 f^icKrfa rC^i^Oz^ räioa^no 
r<]^t-aa\ r^^oAojL AiaAi .^ rCvÄ r<l^t At^ao 

10 MTiT-W r^lsalaz. fOoxsfl ''i<iA^r^.t ,.^r«Ll r^.icn^ 

.^len^^r^ '''._Jü:30r< ^a<.iD.t ^coa .'nalai ^cn ^ 
^cm .cn*iv*f^ '^^rdasa.i.i .^ah\äJ f^oAst^ r^AJ3iu.i v\^ ^rä 

Q0O^o\r<.i v^ar^n am ^__&^acn.=3 A^^en ^<i\>r< .ta 

SO .t^iv&s T-SO i^^^aLsO R^uOlAr^l r<:i2ajcn.30 r^ooi 

-\>\^ .cniiol iiCUjJ.l -^^ .^lol^ior^s f^aea ui^.iABTa. 
*AO .onuaf^ K'oco f<^Aca.3a ^i^-i-a pac» v^ re'oen 
ml .äü^r^ 0.^00 XA .rOcnioA ^ .zifUn cn*aAX.r^ 



2 fehlt, -t rdlA*f^ 1 ^A-r^s 
rÄM.i J ÄrC fehlt. 




N 



121 RÜrKKEUB NACH PALÄ8T1SA. 

A96i. f~ai\ ^ vs.AaLl i^J.&ji< .r^l-TMl rdUl^^ AM-Uif^i^ 

^OA rr^XiloA cnA r<Ocn r^is Jsaixl Ar^ r^l^ncoSO ' 
k*i.Si^:t ..cucn:! rdjiieu.\a .rt'd\xAi:i r^UaicLän r<3\oa£ 

iu33 .cru i\At< rTÄli^i^ rC^x^ Tu rdA:lO .r^h\xBO^a IQ 

^CDTfiO^n T& .r^XiTs.l <n^cA 0^r<'0 eUUA^r^ .^crulTuS 
^4^:1.1 f<L\ii,o r^i'nua :,^_oenLs f^=f^ ^V-,;.«, ij 

vyr<':i kLso^ tao . ^ ft LS'aAuo ^'- -"y* m^aäAtaz.o 

f<'d\AO.i r^icn vur^-ll : axA^^r<to r^Tu^r^ oVmi ^cn 
^T^nib r<^aAJL30 ivx=n ocn vyr^ T^b\tia.sie> r^^^At^ 

r^ÄU-^n TA .^Cim ^^K'iv^A ru ^T^o-s TA :^aco 
cn^ä\^ T*a ;,,_^ö\ Ar^ ^oct> rclA^a&vzsq r^^oArf 
^j ^^ *>. TW '.^^octAa TA .^ iu>Q-ir^ r^^Or£a.1 .p^ZiTn:in 
^co K'Ä^AAÖ.iio lÄflipiJ i^vrü^T r^iAirtfiri : (JüttAÄSoo 

' r<4iT* '' AR: ohne O 3 AB: r<lA>r^ ' T<3a.aa:i 



klk 



n'RUS DES IBEHEK. 120 

ü qil-Wi r<'iiA'tA=i\a .^iiixzSOa ■■■■"«^ rCivUscn\jt±a 
^ XU .Ofia&aio^-ior^l r^vsoo.^ ^'•ii\ ^r^ cnjso 

odas W* '"'""* 'r^CUifioiÄr^ ocoü^^ r^ar^*! r^iuiu* 

^rä : io- ^1 rtfo^^f^ jopo cb^cAn .f^ia^j r<'i^)3a:k. 

.T& .r^iiaix*i\o r^TAiKl^ h\^aif\x.r^ ■t<l.>acp r^iulsO^l 
20 r^ar^ .sXtCt : (<T*r^2«o\o^&3 uOcn ^iur^ Aa^:i^ A^äcn 

> QOCuic^^i^ ^ fehlt. 3^i\^j^\23CU^ i^Ocn&AxiX.O 



J 



I 



119 HÜCKKEHB NACH PALÄSTINA. 

.'ta^r<' r<ll=no ..iif^ i»)f^ rtf\f^ .r^eo\f^T ^cnCCOMll AO» 

.rdlm:t cnAaio^l ^r^liscLÄ r^r^ rCbm rCllrAt .A^^^io t 
AS6a. .fiäiu r^cn (V^Tiu r<!±ai^ Uxia^i om.i ■T'\^ .a^^« 

w^ir^O : cniualo cn&^et : r^aeo yarta ^i\S r^iuxb» 
rdlA^K* .^ oicn f^vJSOfCixSO oe» rt'i*iT'a:i f^sAma _=j.iÄti< 

.r<Xt.Tii f^ViV. f*^'^<1 r^iSQA^ ^oraVO : '■^"•»-m 
B736. .rElifionl ^ fmi\r< A.A&cn .1^ .rctoi«^ rdlsosai ^m : re^il 



QiJjiiaa rdlre* < umgestellt. » «.O f- .^oieof^ ' fehlt. ' 



^ 



PETRUS DER IBEEER. 



'.'i*^ .suiv^ .r<Ux^ paei r^=A fSa r^iix. AXsoi.i .^^'üm 
'f<4^Cli.^JO .r^4*oi^^?l .i.W'aaBO.i ^cn ^ ocwIaJ '^laoA^iH 

'CUu>ir^ .fc^OÄl»! r^^OXi.To K'enVr«':! f<liA^ ^co0^i<(( 

.rOt^ iiär^ ^jieno .f^co^KlX i^.^.!- f<dl ^cw pf'-wSb'fcK 
■i>\^ cA .f<;it^-na.T^ A^ ''K'acnl r^i*:! qdot&I^ ^i oi« 

r<4tÄOp^ .nfn i .^JQQ^aMJi .w\T'w p^s Dorn f<Ar^ '.i»i^ 
.A&S r^\^0\ ^''\. ^^ ioj^n .rC'crAr^l r^fisA^Ol vyi^f 

■ lOur^it «vAa,! ■'r<S=i^A f<lA*l^o ..lAMf^ m4>iUf^(i 

A&.1 f^f^ Qgti^^q ^pcni.i .'fOtaöä r^ÄuA» ^_ooFa»4v»r^ 
fOr^ »AcD T\ii ocna .r^iia^^^a iA^ r^xOi^fia>iA 






I 



117 RUCTCKEHK NACH PAlASTTNA. 

IJl eo.s ;r^r^^ r<ll«l cim ocn >i^ r^oai .re'^AM^OaU 
(^OX. r^lii-ioalo .rell«.t:T r^soOia ^in*w rtüio^^^ GIL3 

r^Vil .r^iräd ^jjüict i^ia^ .r^xiVo r<'Ta^ .r^isÖaio 

O.T^aläft c\\ .^^^ciA TÄr^O TiA^a ta ;r<'^oiou\<: 

Abs*. .'fcOCTiA .^_OÄOr^ ^.T^Q-^tSa xa ■K'.aoää n. ._^oeixl_a\i; 

,^ivi(^ fjLaläiO :r^Xi.To rduoirto r^in.io r^lsr^i t**^»"" 

B730. ..^^laJiTnäi fAco -*crA^ r^dAf** .«d "^^s ^co ; ,_oüifJ p) 1» 
.fi..1 rtfil rOoa Ax^4vr.f^ rtfÄ>auw«i:Mlo r^Avrö^^ 

'A: mit s ■'fehlt. »\^Ck ^ ^ctjo.täAäA 5 fehlt. -^«A 



PETKCS DER lUKREH. 



'.\»\^ .3*^ .t^u »=oa ria\ ^ t<^^x. Ai^wi .f-<ifi^.l 
'f^4ial\jQ .T<A»öi\j ^tüaca:i ^cn ,._fttn\Ai -.T3o4»,ift 

KUl^sa.i .^cno^f^ r<&u^T f_s.l om "■*-' -in ^a\« 
■rCtmt't. .i&s.i .icb ^.1 r^^TiA=) .^iur^ r^x>io r^r^^<( 

fOAl crA^i rdlr^^o^.l .. QAl.'gi rtulä. .>~XiO rCitaiJi paff 

.f^r«" i^äf^ ^cnci ,f<'enip^ ^x^:b (^.1 fAm K^aiSä^ « 
ii^ cA .f^iiVj^iin.iai Aa '^^K'acai r^i«i QDoial^ pi.i cAk 
' IS '.j^ Oep Af^.i f<iAjf^ .f^.lCD »«"äOl-SoI orA f^Ü- juAa» 
r<^Aur^ .aJB.i .^-Pn-gaa».!! .MA»ta r^rr Ocn:t rcAr^ '.i:99r^ 
.Aas »^Xoo\ -ii^^ ocp Taj=a .f^nAf^l r^fi^a^Oi vyf^*« 

■ZJf^ Aa .r^^eUJ\ AA^ .^O^O '.r<UAl f<lS0iA.O(( 

■aOjjt^dt ctAi.i ^f<'ü^4 f<:ijA&ci ..icUiKü m^iur^« 
so r^iur^ rOA^OM Aä p9 .- .^^OAxJU ,_oAor^ t''^ ^^" 

rOf^ ^OQ 'i\il ocncv .>^A>a'\...i-t 'lA^ rc^li^flri.JA 



■ju^r^.13 ^ AuirC c r^'oenl.i ^ uiDgestellt. ^ f^A.1.1 



4 



r 



[ PAl ASTINA. 



Ätolo cnl<.i r^ixASuAl ^CUO .10^ r^^icn ^sact r^si 
ä\ .13^ r^i\ai30 r«tiAf^.i r<l^awici r^i«x&r<' — ^-'•\.- 

r^^CUxi^O r^usCULO r^i^O^Ci r^^O^ai räl^o : rC^usOi. 

cniÄ f^cno .räAv^ofii) r^'ixx.sä r^Äuoi\ä.i r^t«.! 'AviXiio 
(^A^OZi.lA.io r<\st.a£e:ta : K'Aucn\r< r<b^aiit^:^ r^^i\eu^ 



' Von hier an fetleu fünf "Worte, 
* f^Au.lCU A T^lAlxa E ohne o 



I 



^ 



A 



PETHUS DEK IBEEEB. 



caihc\^ Klsioi r<'."ieil[o] r^i>ccnaxo cnl aai.o : r^i^o^ 

r<'i*r^ lÄO .<JlM^ar^ ^i^o cnlB-h f^tocn f^ii r<^i99 -Tä 
■•rC'n»\ar>\ftiÜioK' r^tL^A ^i-.^r^ r^Xu^X .«la^iaal 

.i^Zaxal ^cno.-u^ t^-^i-i^, 1^ : r^&ijc.l ^oA ArC.l 

.^_osneaslnj '''r^h\±oc>^ cra^oi^L^osa *. cn.3 ^,.ei;iu^iua 

om .■t^fcien ■^.Ti\r<' ^cn» räsaian .räi^q.i r^sa^so^ 

.r<iv<cn\r^ r^^OsJ^l ''f^^"i> .aSoir^ p9ifO .r<'4va-if^ 
f^:ir<3£a\ r^co vyr^l :QoAa:ii!^39 '"-to^ i^m iivs p90 



> felilt. -^ jJjO^eA J p3:t ' .^^»«äriiu.i Ar<to 

1" io^ .soit 



RÜCKKEHR NACH PALÄSTINA. 



n>Av^l ca.aAt r<'U).i r<'oen iaf» .t^cn vyr^i r<oa] 
^co r^ocn yirtso r^LäOtAo .Atnl rdbl-o r<U3iaB!l 

i.Tüa la. r^rf .r<ocT) siö^n (^cim r^iviss r^^K'n i 

ü^ r^&.i Küf^Btt-TjO ..»jiiaio r<taca .i:i:L ^cn ^«/yr^ 
r^lfi freien K'ovms JU&cn ^.i ^m .r^Ocn rdJLJSpaz.£a ^m 

fj^^.l : rC'*w\T r^.TÖtO K'^Aäj r^^Aä.l ^ .- rää*^^oa^oik»r^ 
'aafltliftin.T r^i)CCn.i.3 -cnii^a .^oAirOo "" *" V. ^gjnyn 
».^cm ^ax.:t .^di.ta ^cecuxjLfio'iK'o ^cuo opeu-i^t^ 
oep Af< r^^ox. -(^cn 'vyf^s 'U\^ ..^ftiöA .rii^i^ 



' ü -uX. ^ ^ fehlt. 3 v^r^ia < räijfia.ij 

Feliu. d. r. N 's 



112 

b .attu r<lji\ oäa^:t ^ocn '.iftm.^n .pdäir<d ^,^iy»xua 
OOOD ^eoTSa .yut^X irO^ sx^ n&a .juiaio r^XivA oA 

.rOK* Mikxsa r^ £ka^^r< rdir^ .vMr^ cailj^ -^\ ff t 

10 .r<^xi.aa .lA^r«' cact^OTs 'A^ .'^r^ vAoä.=a .t^:t -A 

^mct ■y'i-*--' cirA i^OCT3 rd^A^ÄxSnO .r<.-iaa i^r^ "pM 

15 i*^ rörtf ..^.ftÄoij) ^OÄoijil f^a^-l ».^cn -'-*"^ 
oiuoctu* ^oA.i -Arno r{'-iCn\ r^r^ r^b<LtSa ^^AA^aia 

<näaji..l A'l r^ür^ ^ 1_M Ktocn ^cnoiv*r<'.'t r<lä^r^ 
SO ^iA .T&O ■rc'ocn ^r^ t^^^ r^Tu^r^l om .Qoa*.iLfi3^ 

f<An cni\A^.ii\3 k'oos iAuivcr^ rdlAoo .n^aso ocn Kbcn 
^r^.t r^liur^ : ia^j CocA^-ios A^ f^r< : ^Cl^ A^AJ» 




Pill BÜCKKEHK NACH PALÄSTINA. 

r^Xi.To.l (^.läw h*^^ Wrn .T^Q .DOjAo^ii^ r^inr^ 
cnl^ t*'-'y onu r^:fr<x. ctA jl^Ü.:» i& .cp£uXiO'<^ 
V^.t r^ä^r^ .CTi\.°iJ. r<lcn cni^ .p^\A onV^o r^jao, 

f^itÄl^ r<4ioi dcos f<'r^^ .r^icncoo r<XiW am ^\u^ri ^ 
.n^OjJM T^am .V> rCtiJy ocn r^x.eno .ru^ eniiuo 
^tÜsn S& dCoOsf^ ^B^. r^.icnoo iuss r<'ocr> ^r^ 

.*fOc<xo cn.icnoAo r^cnAr<l r- "'**"" r<'cicn r^A=) *''* 1^ 

i^&enöa ^CD i&vs .treten i3^i\ia]i ^cida:! r^ÄtCuwr^ 

^M Olt^ (99 TA .r^aco A*^ ocn .&r^.i ^öa .^_^kAOV 
.^_jiao ^ol.i cn^aCtVMO ctasalox. ''.3^ im : r^iM Kbcn -0 
;Qaiiaä*\^ fJ^O^:! r^r^ ^ 1«* i.TX. .^.&^cn ^ib ia 



1 steht hiiiter f^i^-laT^n - fehlt, dagegen steht hinter 

A«:i — f^i** 3 ^cnoiwf^ * i^Up oth.i * steht hinter 



PETRUS DEB IBEHER. 110 

.■isO nlaJu.i cn^cA '^1^=3^ t^q .r^^r^.i üoivz.r^ 



.rdti^ai cn:iciUO vo^n r^r^ Kli^ .mdiol i^t^ 






.la^o oBxAi t^XJ- -f^i -iz.i^rc' .T& ■^t'fcX. ■a>jj. .«äru 
r^J-a_>cn.3 ^Qco.i r^itr< r^ocn r<^.i\z230Ci <**■ iaN^-« 

Asccno ctA Äuf^ jfMi f<\.i acT) .^j^_ .-r^l^ ^LwioQ 

1 f^iu&W r^^Odisa - .w-i.j^. :> Singulttr. -i um- 
geateUt. » Ktam iÄf*" ti felilt. 




HUCKKEHH NACH PALÄSTINA. 



eol^ r<ÄU^ omV r^.irdz. cnl ^iü.=n -TA -opaA^or^ 
ii— 3.1 r^&jf^ .ml&i. rOcn ool^ .r^VA cnlAO r^LMO. 

r^ix^l^ r^uoi ^m=3 f<'rtfÄ .ry.icniioo r<lz<lo om ^uti\r^ i 
-r^^oAu («'ooi »& r<S^ am r<X.coa .r^t\\^ craiiuo 
^lüca n& donOsr^ ^Vk. f^nönfio &\*^aa r«'»« >r^ 

f^lAu» cicis i^r^ "rdjr^ei .rC'^icca.iii.i cndiUM r^^xi^i-M 

;r^XiiD Gn:TcnttAo r<ciAr<l jASz-qo r^ocn r^A^ .t \K .1^ 
ODOX^ä p^Xseo^ aep ivjr<ä£a& feinen .^:ki\z.r^n ->cb :h\lSai 
i^boacLM ^<n iiu3 .r<'ocn .Ta^dxÄca:« 'ciöai f^^cuner^ 



40. I*i09 r<lAl.l -rciju.'MA 




^.vi 0» ^ KW .i^oen 


.^^ am Äf^.t ^rä ..^.^UkOiV 


.._iifl i>a\.<i cnioovMO 


co^a^Ax. ''.a*iii.l : r^ui rCaen 






' steht hinter r^o\.X*.'l^n ^ fehlt, dagegen steht biiiter 

A«,l — f<lrf 3 dcno^r^ * «U^ ocb.i * steht hinter 



PETKUS DER IBERER. HO 

_iöo rdatf.i cnixeu - . ^ ■ --^ - .i^o .t^diKlin iuoixz.r^ 

^iz. ^.rdLtia .taxJ .A.JLit.10 Ä>^.10 ^AaJt. idi\.1 r^XJL 
t,»^T-*i CU30 .r^A^lCi f^^Q.TJii ~ci^. r^^oa acn i^nrOir 

.rCisa:» CDicnSo wO.±a r^r^ r^xä .cn^cd T-»rt' omo 

15 f^ia^.AD cico .^cnoAr^zii ^J^j>i:äa29 r<Ao :r^x<io.i r^ou* 
rC^A ^flnJ^^w\ -r^l^^ ^ iaX f^Auj 1*^-1 iuor^ .-u ^1 
•la^o coaAi f^T4. .^-1,7 .^i^r< :t^ ..i^t .'hir. .^rcli 
-'\ <^ .IT.-. ^ocn.i i^Aif^ f^'ocn ptli-Airioo .rä-io^^^a 
■■:i3i)rt* AJ< -u^ r^OiijÜ^r^ .QpOjipJOriX pix^.ioi 

AsOsaci erA iur^ -■'*" r^.t am ._r< -r^JX ^olwixsa 
ru^\ ciAnz. .!& ''Ajk&cn cniv^.z. Ts ..«coCUSoLiU ocpä 



1 r^iuä^sx f^iu^tsa ^ ^\i-3.^ 
gestellt. >> T^tocn T^f^ 





109 AUTENTIIALT IN PHlWiCIEN. 

r<ij_Äl ne'.T*:s^ «r.trii- 'iai-S lÄua p30 .rrtAirC Otb 
^ K'räi^^ r<-3a*Ti\ K'T^t^r^' OZA^Airc' .T& : r^jL*.Tn 
rCocn r<^'tt iiK^ f^AAÄxa :r^i.ijjs r^iooci rCiu^T» 

.'QoOAsci Q(U\^I1D rdXi.löl .'r^r^ ijälr«' r<.inaOD *>■■'-■ 

^o .v\i=>&u ^^^a^r^ f<lz>.'uo >i^i : p^x«^ ^imo ^.i id 
r^juxa f^ia.^ f.SQO .CTi-3 oocn .>=aiiio.i orä r<x<:io r^r^±n 
^j.l rtficn vyp^.i ._acnj.swi^ 'o.wAivz.r«'.! pdA^F<'.l 

iv.r^U=nr^ .^cnCuÄi.i r<12a\Ax\ r^sa.i^.i Kli&jr^ .opoit^ 

.■US r^ixiäkOi ^cn.an ^n -^cicn .cnifol^ao r^Zaüa 

p^z.a3 cä*äfjr< i<\:t rr^*^ A\*»i .rdz*xä:i r<ifa\e- .Tis 
^.T r<:=aO-j iiv^ ^soa .T<%<f^3 r^:ijr<^ i±ar<Jx 

.r<i\A.:i^ ^ f<liü) ^ii* Aä. '■. f^ie^ ''«^Aoas 






4 



^ 



PETBrS DES tBEREB. 10$ 

r^sCU>a .-f^^^n T^sa^tao t^ai. ru:i om r^i< :^^f^B7ia. 
dAur< i& ; .iita^ ..^OJ«^ «AÜt^to .^^r^ X^oiiis f^f< 

.\\*w röi^ T-a''.. ii\^_ ^oA^ .»^L. vA rOf< issf^a 
15 .rc'iv^O.'A r^^ort p9 fOr^ v^ÜAv^ao : Aur^ r^vüi 

90 ^CtA AaX. .r^VaaS r<ilOb»^ j^^O : rC^OdfiaA^r^ ^'■^ 

-tTfia^ f^Axjooo vyr^ oi3M .^ ooA ^cui »^ii\_^ 

(<W^,afiO aUt -CpCLuivä X&O .r^isr^l f^^OS OmAX.K'O 

OBWr^ XA f^i^cDO .0X3 ^len^aoa .^«ui.x r^aai^^ 

9i Aus ^ OJ f^ CL91.09O oAsOr^ — ^V ^"^ t At -. __^LJ»^ 

> fehlt [LUcW. ^ ^ÜAf^ > fclili. • O^Kto ' Clm^ 



107 

.>^iv*f^ CU:=>) iur^ .^T^ -crA ^TÄlr^O rCCz^lö r^^mso otu 

uT*xs> «/t^o^o ^lu uTÄn. v^^a\.i ^^jum .'vyL^iÄx. 
CU30O .Ü9t^ f^.i cicp .<A.&u^o v^A ^lAt ^ii^l^ct :^ 

i<'i\&.m T*^ ^tuujitf^ .A«.i T<MT^ ^coo .r^i=ao-io 

rtl&icnn 0<b : r<^a.neoxAr< qdOt^ KlartfX Ävir^ (^To » 

^r^&i^asi oacAoA JL.i rOj(< ^cA ^qs^ r^.Tu=a .AaAoi i.^ 
^a\ ca*^r^ .cnia.i i^ ^.i oöi .r«%>vu nA .^.iccn .<t& 

■rCllsa^ Ctm os^cA isQr^ ^.rctivui »Aen nA .i^.2u.f^ 

wA .__Qa*UO .vA «^.^Ujiu OO^l •— «M»^ CftiÄrtf A» 

cA^n .f-ai>T^ r<sc\AO r^i^OO ^ A^ ."U^ .^f^A^ 
^cnaär^ A^ A^ ,r<Ocn r<'ca.'MA\s .T^O .on^ai O^oao 



' So B; A: kTu» ^ -Ui^irtf' ^ Etwa rf^»^^^fx 
; Ä: r^iusi & r<\»tn 



i DER IBEREH. 106 

f^^Aiificuar<li oaiAr^ .ua : r£s3d tau» A.^1 r^iu*:iso 
r<l3&ua r^AvAUa^r^ ' Qo&fia^gOQ^^l : enJSÖui r«^^^ c^.l 

5 —^"«ffNi T<i\\ur< t<^i^ei:T Kbcn AvA T<\^ ■är<' .r^iuw 

iur^ct :^acn ^v.T^a '.A'"--*! ocö %jt^rf .^ooi r-T*^*- 

r<=n£u\ ^^ Ooi ,^i\^nT, t^l^cn -rduJil cnl& f\ r^oos 

10 ■\""'^"\'°^\ t^M.T^ -.f^X^.Ta r<^^iO r^x.Ta (^>J1 ix^si 

^cn^ ^r^:i oocn ^T*ä\^i ^^^aim:t r<ii)iaä A^^ 

Af^ ^.1 Atom .r^iftviSA r^YaQl\ci r«^kaCUL. ii^iit 
."«.HB ^^M r<Z*.<iä r<:ioäa>.i r<.»>i^ r^^OlA^^^^sn 



1 Qufi^t|^iia^r<a.l ^ Singular. 'AB; 13^>J 



^ 



FLUriiT. AUFKNTHALT I 



icLiien .läi^a -y^fO »sn^.l r<!u.Ax. ^ODOr^i.Vi^ r^XiXa.l 

i»^ ■;oia .cnl^a ^evcn.t nf^cJör<0 ."K'rü^ 'r^\lu A^^ 
.1^ f^läl idii rC'iW -I .r^^iuJlLo.i ^crA r^^KÜ ^.t ^ 

r^.lJMO^^ KiOS -X-lf^ rCOen jCT3CI&V*r^l : f^ÄUj.Oi» 

aal Avjr^ T& " : cn.ttUjjAo cnifCum^BU ifOcra r^ctCB.i i^ 
^CTi .12. .crA ir^r^ 'r^oenl r<aanPf).ar^ ^i^:i r^iu^:i20 



J 



PETRUS ÜKR IBEHEB. 104 

• ■'■** .-Y^ r^l99 r<T* •* -*T f^^Oz^ ^ 'jj^ r^Ün 
ivcf^n ^V3af< i:^ :r<baiE^ .«ua ^»Si-^ f^i±a ■rt'Tiä-t 
r^^^ r^:t >i«5a den «aLrCb .' -A i\A.i ^T2Q orä ^ 

f^XB '•Aäl.l F^^tr^ ^ ui^sol vsCläcm sa6\ r^i Ae2a. 

.s^%-^ "^^ •«"•*" '^^•\*\'^ irtn -. ^cn oocn ^ P ciajAvjrf 

so cn^o^iial i.T^ ^-^^r^ -"^ .^Cicn Sit^i ^äi .rOcn v^f^.i 
«-***' .(^cuJOSkA ,i.li. x^ r^l=V3 ui ca.3 .rtlb.'Lax 



_rf^ i dOsOUiurcl^Q ^ uAcv^CUi^^Ol^ansi 'fehlt. 



ft 



r 



103 SOLL MIT JESAiaS ZUJÜ KAISEE KOMMEN. 

^.'ajaUr< r<'.icn vyt<:i ciu K'ocd &\A:iei .r^Al^ wyr^ 

.-Uaä r^h&iOaa t<1a^ 'A^O .'.X^Va^I Klar^ci r^^AnCoAr^ 
ul Ua.iÄüi .T<ii^CL>ct (^'oenJ r^ßl.l i<Wiir< ^ f^'oCD 
ifA\ oocn ^aM=n.i 'ocö : rd=0-uao r<^ai=a<oa^ ,-r^o.i. 
f^oco i-lx^A ;aaA& 'i*^ -^f^ .r^r.« ^cn ,_^op r**!«! 
vyr^ .f<^UifiO rT't'hT.f^ rfar^ Doai!^ r<l30^ OCp 10 

rf^XiOO rÄÄ.-un.T f^ÄiTAia r^aa^i&.i r<'ii'U9f<l:?]o •.r^opn 

r^^^ i-fiLsa f^oco v^oa ocnci .r<'iA^\ rdlssöjcu ^i^o 

1. .oocn ..^aa*4\jT^ r^:i.TM >a- jjcvw .a-xla .IA .r^oä^ 15 

.r^ljaai.a f<^\^(\r<' 'r^SOfiDaa Ciocrs ^.^^qfla.3 'r^.iM^r<to 

f^Äv^^ -Tio .r^x*.lD ,__aieo.i rfViiict r^^CV-afc^ A^a 

» ^T r^WiArrt» 6 So B; A: rClSaBQ.-a ■ .^_ai*l\ 
rotten 9 acn 



PETEÜS DER EBEHEH. 102 

a\ .cpA<a3taa\ r<l=a.T.^o co^A^l^ poi ^coai^oäx.^ 

.i^iu^Jt.^o roi\ll^:i r^'isnr^sa ^icnjea '^oaaiäocüLi 
l>i .1^.1 r<\A^r^ .r^^oi^lls "ni'S^ AÜ. f^cn mV^ Ta\^ Ar^ 

■TBftti\ freien \n±, r^^^OA.\ r^&\\sj£o .t& . jono^icmlj 
>Via\ ,__»<' f<ir^;f<'ooo Aoi. 4^rtf\\p rtflwA «"Ao ^t= A91Ö. 
15 .dCDQ.'üre'i f^LwlASk Ktoco A-iÄ f<'Aiv,j»a.T riüir^ äAA» 

oaoiÜ^ä rdzir^ 1a=i .cn^cA Ctaca ^inr^x ^^oA rieten 
^f^ mliU rC*az.i r^ixoaj^^:! K*-»^ .cnAAliv r^ZkXa 
^3 r^nu(< '■''■"" r<^A&A^sact r<'^cuxUo .cm r^oos 
JO ^en.io .'QotiÄ rc'.ico r<'^a^^Ju.t ocn :r^ocn .icnoiur^ 
f^äCUiflBi&r^ QOAU^ r^ar<:t ''^.T r^r^\S3T< .' r^iiCrU ^1^ 
i^n^CU A^^ ^^r^i ^ fticoB ^na A^^ .Kl:bX.r^ r^ar<'.ici 

^cnl ' fehlt. B Siugular. 





F 



101 AI'FENTHAI.T !S MAliDAL Tl'THA. | 

r<Cim mÜ-iO .rtii-^^O t^».3^ r<ttU\^ .000^0.10 ^'ior^ 

r^ai^ : ^^^Cu\\tr< Nix.«]! f^Vi-oa .al^ Aä- .p^ipd^ 
fj!Sa»tAx r^ivä r^l= ^l^o .(^v^l^ r^sK'ci •«^■'"" rOai 

m.'l.-Uj Kbcn Aur^.i ^oi f<3g-i&o ..^ A^- AvaW Or^ 15 

r^ocD QuA=a .rrlssi^ ^ .-uj A^ cnl^rC'a rdxiiol cn.:uiai 
ocn .^boo f=no .r<'A\AOU cra^aiaio p<A\al^ t^«- '^ cni 

r<.icnci .v^^:iO K'r^^.fo r^^^nils r<i^aM X3^1.1 ^U. 

r^lfsO^^O .f-^X r<lai Qaä.3 .rOdO^pi ^cooüi.i i<i=l ctJa 



PETHUS DEK IBERKR. 100 

.r^T^u r^^.1^0 moÜ r^CiCn oTc-Sn ■■-7'%''^ ^:t i-i* 

. a^en aläi r^r^ ocö .&^drvx.r<' .Ti ^jAen .^.litixäa r^n 
i^aouil OOca ^.f.-.T"nfi .r^i^o^ oi^gao .^_Oauär<' .1^ 

fUäi^.'rdflftiä ru.t cnnaJC r^ .^^ciis t^CtCo:i rdAX.CkS\ 
rt'MiT'^ eni -Ta, .-r<Xi.Tä .^cum r<llA^i<a .r^io^t fO-T^ 
:jjoi= ^ti.To vvO.i ^Aas ';^>>»i co.30 m^a^.O ^jx^al 

>o .^lO» -TA rOoua .i^^-i ^AAuiii ^-irjAueu» ^r^€i ; aal 
i ^^n r<Jr^ Auii lA i*V. r^ p^r^ .TJMrtf ^oocAaÄK 

.r^r^ jujji tnon^ ^^^ t^'^ .•^oito .f^^u-ix^n .^aK*« 

r<Oaa 4v*f^ r^iUiliq (J.1 r<\rÄi>.3 .^T^OiLl ,^^mfl 
"*"* 1 ^(^fioAO.lO^icir^ .zJf^ l_w ^t^ni\ftt\aAJpf^ 

* A: r^it.-U^ao B: Aas d^i^^O ^ Q»a\cir£ä r<!i=ia^ 
B (^iMO T Von hier an fehlen vier AV'orte. S r f n i \y M » \ ftADJ 
» AB: Pliiral. >" Die Worte von Äut<h bia pd^iasaQ fehlen. 



99 AlTESTIIALT IK BETH TAFSA. 

^VÜ rflijji r^ciVAi .^ dem TSQK'ei ')uSai>o j^t^ V-t^T 
Qooü^ rtlsr^l •'^'^^ -^ r<'Ocn iai\fiasa .r^\i i^Jcn^ 

000.3 .»iVqx. dcno.icuals i& ^.i ocn .r^.vi^ •A A^^i 
•vA^^- cr.=>:t "•'•''-' cn.3 : rCivziW r<'ivLsT^)U r^ciiw 

Au«J T^a .cn.3 *-*^ iuf^moi ooD '.-Qoaif<&i<^se 

duU ^^ ^Ci .rCi^xa r^jaiAo r^i^Xt.'U) t^&Ao^^ 
aöai ^cilA f^^ pQO .caa\^li.'^:t r^isnr^ica.l ^^m r^^.i^ 

r^iui^ A-t^-B) ja-Vflo .m-*i.i_u.i f^'Avr.iJi r^&vi&oü 
ivi^ ^^ fSao .r^ZkXo rdnlcuiA ^ii\30 .K'iuzäu^.T ii 

,^^^ (20 f^ÄuSOa f<i>TOrds «"Älf^ Oeö iÄ*^ ^O -11^ 

f^aif ol^ .1^0 < ' '*' r^Ä\X*.lo ^njia A\.^\ ckA^ r^^qu. 
rdia^amsO : ^^ ^^ l&Ct .A.LM11 cnias A^. rdlä 

r^l^qsi .A^ax.O : f^&\x<ia ^^^m-A p' "» :i^ ^Ai (=nO so 
ivi^ f^lä K'^iuA .(^i^ol -1^^ r<^0.1 A-^sO : r^JU.Tfl 
ÄviOco v^möao r^o:i Aas -^dI fOr^* -t& .f<^v) — ^**\ 

paOUA r^&uiia r^Av&cv.i Aas r<^l3a^ oen.t .ooca OL^i SS 



1 Q0CU&!\^r^ ^ fehlt. ^ ._attUä^-iu.l 



^ 



5 .r^^ coia epA^ ^saÄi .J!,^äi=i jaipO j:^ ciiLi irCrC" 

i^ocn ^i(^^ .»o^.i f<bcn .^lin :^.i (<ür<' ^ .xir^ 

Ar^ *<^* 'i»:iivi.T r^lAjf^ .r^ r<-uä\^ ^TMO .f^aflo.i 
^^a\o if^ÄüiTio:» fr'\-iwSä ^'so .ur^ pfoco oo.'u lä ^*\. 

'sn^^l 'ocb 'A^^cn Asa^. .1^ -cm .^O-t.iivzJCv ^r^iBcUÖi 
15 ^ iiiu .i<Z=ail 'rä^Q.T^O r^i&^ ^ r^i>=A(\' t<^^ 

.r^£3fiD5 cniutJUU "Ait^ ^lAt ^<d:i • f^i. ■.."*< ^m iictcn 
^r^^l r^lA^f^ .A^^.t ifOcn r^a^ r^i^iv. ^1:0 (<:\ 

20 f^lä ..^.Un T<'\,tn i^.i r<lai .■» -»-A"' '^^^^ .r^'cn.iä 
^^r^ cu!^ .\\r^ l&O .K'A\^nal rCÜir^ A^cA r^lscOt, OCn 
<iaacu ^03 «^^mi^ U. f^lA^r^i .oiSQr^O .^cnxäLa 
rf A3 . \ ocn -\j^iiir^ rdi .■>ii,ior^ -«'S^ Aa. ^Oo A H06. 
r^iuäöll .10^,^0 .-r^Us ^r^ r^Ävx..Ta r<&\L.Tl)A Aoun 

1 fehlt. 2 A: iIkU 3 So B; A: flio < rdOQlCU 



I 



97 HEISE IN AKABIEN. 



^n : f^iv&isa f^.ao.ior^ xlwjjftx. ^—«i^o r^&U^Oica^a.i 

A 90a. ^coo.'Ür<:3 t : jcncusriss «'am Jt,i« ^»\^ ü ^ : roi^a:aJt^J.^ 
'Ai^.i .cnonArtfQ A«_ii>«' .ai^ ,^o^\x.r< f-^4>CUflof<L\ s 
;^4\i_aas ÄXjf^ rff^Vl^ff rdsaeuto ^a3CV^r<' «"^yua 

.ftieXator^l f^iÄirda r^laO^ ^acn r^toco i..TSo .Tft.S .iiäf^ lö 

f^A<^T-i cn.3 f^iM^ao ..az>ia -aIhU .^coccnTo Aär^.i 

r<ia^r^ .caijJ^. ^ juiTll oA r^ocn iur^ **-r'^"FY'\ r 
.mA^uu r0.=0^:i cnA^CLM.i '*'<t^~' -^r^i ■rC'oA^zJS 



k. 



1 Ai^ J fehlt. i mi\A\ 
.1 1 >ii (iä wv*r^ 



< 



PETRUS DER IBERKR. \H\ 

5 ^CD po .i»«^ oqa ^.1 f<Ao .^co ^h^ss ArdxJ.i 4»u«r^ 
tr^i\sLa ^cD.i .^UM.TSn ^l^j' ^cul^ f<lx.cn.i <^iu&^ ^.1 

10 ^KlI^a^ oqa Anw ^cd po ^«^j^di^b 'i^^o .r^kÄl 

O^f^ «9^ .r^fta*«23Q als pO JUkA.1 MüSÜLf^ f^ .%$$6\6\f^ 

Ai\n .mco f^ia»«daa Aa^cd .»ab :i^ .€Oli^s»l f<ld0€ul 
f^ftekoai äafkiao :f^Ki^ ■\^nfo tf^^M^nta '^A^ltkm^t^n 



w- « 



1 i»^90 1 fehlt. ^ f<^t* ( mäk^^ ^ « Am.« 
punkte, B: Plnraleniiiiii^. -^ fVi A tff» iu\**M^r\\rh. > ' i59^A 



96 RQBE IN ABASIEN. 

^r<lliur<' ' JLlrc' in^ :äf< .rfZiT^n cni\o\^ ^t=3 -.-rdl^ooz. 
.äilio ^os^^r^ rfoco rCllü : r<id^.i mL.i räi\\^:0 
r<'.icn.l cnOar^ .cnX r^lü * •^**' rU.T AfiL^O : crA r^OCn 

I. .hs^r^ai^vi crA rieten f^^Tsa ^ 't' \ »m«!^ .t^ ui oqs 
;^i.3 .A vai^h\h\r^ .^\a£a^ 'rOAcn r^ia iuf^ >u>il 

.cohy^r^ j^\^r^ f^Oacno f^z.iiA oa^äiiiif^ -ta. ^.1 ocb 

n^'^-i" r^i^.! .rtf*l.=i r<ä.x.if:t r<3t^ r^bcnli r^lA^f^ 
;|u:3 '": r^a:tr<^ia3 ^^r^ .i& ^.ao^o .re'A^JoJ ^^i^ei 

.Au-saci "^Airt -> .N^ A^äoa.i f^ÄuiAa-x.^ i.=nr^.i a^ix. 
vy»^ iÄ^i.o .r<'cnL=)3^\s r<'oajO rCllacA^ ocp iA^^r^ 20 
_^Jiuj r^lx. f<A.i .^craoiö. .-t^ .cn^4^0 r<h\^-X. r^Tw 
rdA>S3ÜsO : o^ .■*«■" r^^\JC-=3 :i& ^:t ^Lu .r<^=QXj3 ^öcn 
ru-Qs r^^^ .K'ctoa cn.Z.^1 ^cA .1^ r^^l*A -^J^ ^^.v-. "^ 

I aai*^T<e> ^ umgestellt. ^ cn^^ru öA ' SlngulMlH 



ft 



PETBUS D£B IBEREIL U4 

cDCbUL.! Kluläs f^^io^Kla Aif^ 



« 
Aljo 9^ .f<ocD «»CDO^r^ f€as 1^9 f^^im A!^« 

vd*a ff^f^ ;tn^i i^acos ^ rfrr^ ^ r^^ '^ 
:caXM KlabAio f^x^^jDs «#€Da;sos^ A%io ;«#«9^s^^ 



20 ArdU >9D TVflWl ipl^ rrw« fA<0 Mü^l^llgf 4i^ 



^ 






.f^ocBS <^M^ «dfi0(S «^9^ ^A^im» 



26 f<i^ai«i< jgT^M-t ^O%t0<m>i%. «Cü< ««.d»2« ^ 4^ 





93 BEISE Ci ÄBABIEX. 

■dÖcn r<:=a^Ci T^M ^crA& ' r^i4«=4 rdAA^Ä -Aer 
pQ .XJK' rC^O ^yaXsa .r<'jfc'a* r^lüo *. ooco i*V. i^^^ 

.f^T^OM TMS f<Siacif^ aftwla V f< rörrf '.XarCo X)X>1 * 
cn^ol^ JTCtuLs.l '^.f<Ocn^ 'r^iu^Ti .l.ll^i r^-XAri 

: r^iv&o.-i ^00.1 cm^mi ^i\tnT..l „^_aim A ^o^ior^ ijk\^ 

am^ r<bcn.i i^ix^qÖ^ AAn ^cn.3 ^T» .^^etcnülua ■ 
a. -AcKLS rda»! A(A -^.A t^iui>re' r^ -.^»ii r^lacA^ '' 

<nA(.l r^Äuur^ r^.ljj ^O .r<'Ai't:k=0 f^^ ^A^r^ .(^i>Aon 

.r^ii'tA.Soi cn&v^^^q f*.l jcp .^ Ctcnj ^OX^ ÄJr^ SO 
r^iujAz.93 *^i< f^äMO^ct r<l::QoiAo re^i\^ -*"•*" *- 

1 «^.-UftSOCi • Tsia 3 A: laOf^e» * fehlt. * r^i\^.-|al 
'0 ^^'iit 11 T^\Or<'l 



PETRUS DER IBEBEE, 92 

rdLa^l f^rr" '^^ irCiüi jÄoA» rCOcn ÄvAi .\3[^-3a 

r<4ir<ii^ pdli^ ^.Ooai ^O.iaA- .^ OJ-ir^.l iäarcfiooi 003 
5 K'^tni f^lalct A-^os CUXz. .TA -r^l.Tuä .^Jünorf i^ B BT6. 

ö po *<yf^ if^icu jiiif^ .^cnAso .Uf** »o .rtfii*» 
i^X-Mf^O ^ .r^duiOTui-ä ^iOT. '.m-lAlOje naA T 7'-'! 

,^>"'''t r^U^SQ ^cn\o oX^ .(XiAi p^iuS9 r^icu cn.3 
dOcpO K'.'UiAf^ .x^i^^r^ r^io^t rdääia ^colA M*— 1" 

Osac^S '^ vijf^ ''.p^iv*».li>0 r^ÄviVcif**« ^ocöj r^'^^U^.i 

V*^** ^^crA& >)So ^aa ^.oiuu .^cnJA cniu.ä>a:i 
oa.aii3 :tCuAa .0x990^ Aii\z. :i&o .r^saxi ^cnofbr^ 
r^luA OK" .iVoAr^ Äiol r^oon a^v^ r<x.a=a ^a=n.-o 
ia9f^:i ocö .•f^'ealpc's p^4*ftiif^ ^v=<luio r^i.\\.-3oAcq r^ 
■UÄf^ -.^f^ AVsä-SO \xäl^ ^lAX .aal ^ax.1 fjAciA 
f<\a r^cn "■>*'*' f^ ^»^ .«f^ TA .rOi^ .a^vs K'oo.i 








91 REISE IN AHABrEN. 

AviKlVA.i .rCÄdjjio r^&\&oi jcna rtin^ i»^ A^^ .po^.l 

■_eca&cu ^ OCO.J ^jli£nr^.i r^flo^oo r^Ü^is .nai .-'■■-i^i 

^j\cn ..iAmIs rC'oiiAo.i rtlaua fOftMsA .f<:=aa*)0 ■it^K'i 

r^Uü^no .^ü^. rc'ion ■■*''•■****' rCr^^OOD x^ /^^Oa*.»!^^ 
cniiOrt'.i.^iiOs .-i'"""**' r^\ TA .^^cicniuAÖ.iA ■■'***' 

■■ooOlfO^l Kl^jOJM ^O'UiäX. f^seo vyf^S .r<laoip Oop 
V3i\Qu .ri'Ocn .aiJ rdJSaiHa^ rduoi x^i .r^i;.i<äia ^ctcn 
ow» i<*Ü^- t<'ÄAÄ» fAirAx rOlAf^ -?^ ■''riü^.l r<»ois 

A886. ^K'Aiisosi» (-H* ■TioivJSa.S« r<i t. ,__oiiordJ ^i^a.i&fSo t 2a 
■•cn Aj^ .' r^^icLm.iAi K'^TaiK'o ^.1 ^ocn . .Acn «/y>r<:i 

.(JÜqiV (^.SOiBi fOA^r^ :^&A oocn ^h\Mi r^'ciiua^i 









i 



PETBUS DER IBEREE. 90 

4& flu :KtvJ fso 'f<:aaAjOU4S.l r<:i^*f^ .f<i^r< oöi 

>^ .rüt*»».l eo^iortd a^OnSJ 'r^XMAr^ *. «^Y^niAvl 
cnl r-"*^**» 1^ .f^fluäiio r^^osuO ''r^'it^itio f<i\lw:i 

Ocb .oA OOCO ^TÖ rOcCLSaet ^<idtl r^Kta ■ .»t^v»^« 

r<lia\s T^tlx. ^Ih ii^s r^Sox. Mi>a.t pa wyr^ ^^ 
^ Oooi (^lä^ KlfiauoiAAD» ^aa\ f^ilsB .^.ar^ K^i>iz. 
j^CPO-ni^^^l r<'i\ÄCL. VV. AaIo >ia .r<^^O.30.1^ 

-r^MTsoz. ^-^i^ K'iiCusa.cDi r£'^o\ai^ .^a^^aiuM 

^ oAt .K'f^Jt^^ f^riAO a^caV*:t f^iziiet .rdx*:u:t 
0003 ^ifid^ ^.1 r^.lcn ^O^ .r^r^:»^ r^TurCo ^i Si U t» 



I 



< (^ABtUÖ.-UAS I fehlt. > r^^ifif^O « r^'i.30r<'iea.l 



ft 




^00 cui^f^o :a^^cpi r^Tu^r^ :tä f^i4»iVijiä ,_a«iAi 

r^i\zÄl.t .^cno&v*!^ r^ja\^ i^"^ r^^cucer^ Aus .f^iv^os 

t^lixs u.-UMrC'O .-rdX^-l-s ^r^ft-Slo rd&ioaA ^A>r^ 
\^ J.l0.1)r<a : ^^ Altera aA^ T^ .r<l&ivaSb >' 

i^^s^ .i-^ü» ^vcn ^r^.i ^m :vuün K'^cm^ito 
: r^ocn — Artf ''f^Aipdii^ r^t^o AioixCOMS r^ii»«' oeb 
' iVna.ilOlAxn r^^ilCV ''r^i>-=>t^ lau-l-S aAi r^-lA^r^ 1, 

rdxiiD omi : o^r^.l f^CD oocn ^xa«-.> iv^r^i*^ r^iu^ 

KlSa^lo .r^U^ ÄvSQ'Ui r^t^nx. ^m .i\tXx .r-ihM^XSas 
^:r^i2^.1 r<'^0^.&^X. r^.icn cnl^o .Aa°ü r^üo .aVL») 



'r^JA^cno ^rtfiia'-ioi r^i\öA\r^ 'r^Äir^.;^ r^iyasori 
* stellt hinter rC'&X&Oi ^ fehlt. ^ Singular. ' r«l£OCüciilis| 




PETHCS DEH IBEREK. 



mr^ ruo iOä^» or3i\>s .ai^ \>. i<^ir^=3 »moiaso 

.r^A\^O.t r^.loA r<2n-'b. i cniaA ^Avir^ .pÜi -lÄ -r^ioXst A B76. 

.r^\OiM^f^a '<?Sq»0Q.3 f<Wict r<'r<j^ä^ r^'icnCU t<A.=)9.1 .rC^i 
r^iAcn v^r^.! "^tio v\^^oÄvS<iio p^o : oxSQii .u^o 

f^aso -zJru r^W>Q .r^^iä.±a ^enX ^CLmji «iTJsar^ 

.f^lha-i i\->o pd»*=CUL3 r^ia.=QO .f<Aii*CTil r^flo-tNA.1 vyr^ 

Acovio^a sa .r<4v*vii ^eni rCiM» .t^ivai r^iio.-u>ei 
'. ^»&M^r^ r£bur^ ^ .1&0 .^^:i ^ciA (<'d|.m .^nCU.l 

003 ^U( r^ci^ ^cn .jSo^nai rd^^r^ r^i\^01 r^:tca.z>^ 
t^dx^a.ll "jois .r^cnip^-l rO.TBOä» PÄ:aJ OCT3 'ACtil 






€L)CO 



t rdai^ 1 folilt. 3 ^1 .1^ * eu^sa. :• eutuait^r^ 



ffJ REISE ms AHABIEN. 

f^icu .'isqf<'o .^4\ rCoco >Ai».T r^iftA_\ -vT^a rÄfloioÄ 

r<laA^ XA .vi^OÄ- f^Ätr^s riMK* fOco )ba- rtfit^ 
i<cnlr^ ^.1 t.t«iv^ .reinen .^.lAX^» f^lfio&AiCirc' ^1-mA* 

■ M^.^«\ V eir^ r^-bl ar^ r^a^iln Or^ K'^ftnBBt.^T^ tor<' 

ml r<'o4>i.rtfi ^003 .T'iv^.l -cb :f^A\CUenM rdi^CtOJL 

^cn.i f^r^ ^^r^ ^bfl ^•'*--' ^r^i>i=>io : '*'^' -n-* 

iu.saz,:t >:t:99 ocn .A VMr^ -iu'u. r^iiSoV^ K'cioor^:! 
S S3&. r^i\o\^ ■*L'9lfcO :cnax)0 .kX^U ^^V^I u r^lAono .^vaAx. 
f^iojg cim.3 ^-^'^'>- ^ ^.„eucö ^ f^iacn Mh\ .^t-z. 
003 Olsi ^cn oocn ^r^^'iAäOWä r^l&^r^i :^l^.v 
AaAo :>ufl0 ^Ä\ ''rdjLOSo rdx*loi enii^s .-rCla^cn 2 
:'y»r'£n K^jai-SQO r^ioivSvci : -tlsihrf rCi^^ca am oU-Sa 
■a^ :i^ .'T^UjjO rt'uLZ.sa.i r^ioax rC^*z3n.30 ^"39 itoiiAo 

.-r^i».! en ^:-n -> Äptf&sj.i r^^irfs r<;.isos «0.1= 

1 ftlilt. 2 rCoeo .i..iö=>:o a Arfi i AB: 



PEfHCS DER IBEEEK. 



rciom:T Ai^pO .JM^ K'cicn avw.i .Klau^^ r^xion^a r^i<n 

5 r^'vuO '. cnifcA Aa^.l Klaso ocn A oo^r^ ^.i .T& .T<l^r< 

dien o^^r^ .1.^:1^ ><i .T^ .Q3cu:n 0X090=1 ^ oocuiccofitiAsi 
-. ^.'Ut^^f^' r^iw^iso «'^r^i^a r^i\iwi-ao : r^&A±as 

■,d\sg A jiOaL .AliÄr^ f*ft.tVfv. rdJn^ Ai^oi ivjjunr^ 
cox^t^ \^'^ T^ (-«n ocn .(^Sol^ei ^ÄwK* f<U^ .r^är^ 

15 nlicn vyr^.1.1 f<x*ia l& : na^J.l acn rieten x*i\^ r^ A8Ta. 
T<h\^äAr^ rcd^ r<'^Klj^i^ :U.O .s^.i A «a&r^ *. loa 
.cpiioaj^^.l A .zicriM r^'r^özio f^iu^JL^O r^dvjAOl^O 

.__pen.i\*r^ '»»^ ''rdiol^ pa .._CUrf jiuJi^'O r^r^ 

A ' \V-«-*i x^ aai\a .Aaö ^f<^u> ■K'-iiui r^^tA^ 
^&. .^ r^ix. AI, :t^ .rOi^oAi Vwr^ r^ivilA^^l r<L=a 



irt'iteuxSy? 2 fehlt [Lücke]. » So B; A: rcdjMi^ * '»A^ 



HEISE IN ARABIEN, 



dCDaflBfar<%i -H^,^ r<inh&3x Ocn.3 .r^uuiO •*^*'i-"^f 
f^SJoA .dioilr^ f»]jn\ r^'crAr^ ^ r^&A^ re'Tr«^ A^^l 
.Klz.a99.T r^x^.-ui r^lOj^ fA^JM r^ior«*! r^Äuw^SosO 
•A^b.l r^iA^,^ r^Wicn ^^.1 axs hy^r^ .i\espa jup .rCmlr^ 

■r^iiool ,1^^ a\o .r<l^ior<VA r^ixä ^i^r^ .UÖj» vyr^ tS 

Au^MX. s^O .rCÄxcA-io f<iiu»\i i^Yrtf »<''io\ rdierA 

^ii.i r^'it'b.t A^ f^n^ii-^ni t<cai^ K'ctcn AäJ x^ 
f<'Äv&it\ai r^h\J.r^x .-f^iA^.! oAii r^ilCOlT^ h\SOt^r^ 
.^^eiiurC mVÜ.1 r<'iulfl r^ncn ^i äa<Av*r^ .on^vtAo crA«l 
•ta\ ji^ r^ ^^ .r^üac^ am -1^3^ rfiü. .tsiir^ oisT 



PETKÜS DEH IBERER. 



>«±n.l ■V-in'Jl coÜLs rC\o rCl^m : rg.^A- rClm.i ^ 

I ^cb cn^cA räLsni^x^n:« r^U*i:i rC'ocn ix^rCA .Ktacn vy.aX 

rCopt r^lACD ■.cnii\ai r^±naA .^O^usa ■'■ T**tf»— i 

ia*. >! r^4vl^ ptfscnÜ^ .r^Äx^oA«' r^AxftaJ^ eas 

U dGaiü i^dru ^r^.T ocn ^crsoivir^ ^.i r<bAr^ .r<bco iui^ 
r^.icnU^ .r<^r^^>£p K'iuL^ii r^a^ioact 'r^Xf^ cnia^ 
f^iiii^ (£>3 -. K'r^ii^ ^^ oi^qaia : i3aQ.tuA\ f*A*f^ ü 

r^^r^X .iäof^ .TA ■• öA iayJl AiSai Ar<räwt,r^ -.plÄis 
U^^» ii^T^'V*^ .cnlSQl r^i^CU:t Aan r^^CUx^,j^a r^.OM 



1 MS 




.m aW Kttcn Air** r€-lx, rtf\l r<=T<^ci : «A AxOaj 
r^iuza r^i^ia- Or^ : crA rCtociu r^i<iv. r<^tOM r^Sola 

^ca :A^axi^a r^vuJ.ict jcii\z.r< ^ rC'^K^^^.l ;rOcn 

^r<39caa:i ^cn -. A»^^« Kl^ico ^t ^Air^ •>.f<'<S<n 
: sA^ ^cni Cicn .aoai K'.i^cnija Cin^ '.f^t-uJ.i ^oAuLf^ 10 

^ ' ^n^jsrir r^i\j'-iA^\ f^ifr^i^p ^ .Ajax. rdL^t r^Q 

.rCitCuai^.! rd&ixaisbo r^rü^i^ ru.Äa.3 cnnlx-O -, cni^^ 
rC^x^ am ^.1 ^cno.tCuAa -. ji\]>^itr^ r^i^i^ ^ Ocp x^ 
r^"-"i ii^^jp pdicno .K'ctcn oo^T^ Ktzüa« r^lsoi.^^ A^ i'f 

.rctocn * "* T 'r^J»iodt AAd ocbct -^A« A^:t r^iA>r^ 
■r^oiofioo i^so.i ^n^. ^cna*ui K'ävnflo^. K'iv^Aixs k'.imSo 
AjLASa .rc'TM-i ^A&^oivxsa .1^ ciA uvün ^cn .^giAao 



l MSr rfiftÄ-\ r^floici^ 



l-db 



^ 



PETRUS DEE IBEKEß. 82 

5 r^x«la cicn.i f<lAlAi^ct rc'&v^iaan ^oiucr^ ^craOb'^sa 

"^■\"^ f^inJs r^i»f^:i ocb : K^TMui^n f<'iTAr<.i f^^au'i 

ifcA .4S&\x.m' tr^iAcraa i<t-l"^ crA r^CicnJ r^i\xSa-Z.ii 
10 Q»eiiJ^aA.i .TnAoii r<liA^(^ .CT3^eui rCi^^&uSo r^i^euäben 

r^isao-v i.=iO .j (neu 301.11 rtfliA^r^ .r^ux-u (<1 ocb 
txeo vur^ r^XLar^ r^si^ r^l^ol ^ojaIci .^m&^OxSioi 

I rVio.lOr^^ ^ AIS: rclSAT-^.*! ' r^LSOMl .>^fl»0 



PETKU3 \0S A^'TIÜCHIES. 



BesQ. ^fjlcn -sIm iit&iv=a KCiA^r^.i ■K'.mfM. A\a\ \.SaaaAo 
r-"*- T<ia :aA ^\unT~nn fAoA usünct .cm .-•■«"ti 

r^ioau^r^ *'**! a*.i&>Jt.r^ : r<tiAi<s r^ÄM*Xä rtfA»!üA 

r<^cnoJ iia^axia xa .r<iA'BaiM'50 r<'ooo rfocn ^n^^\ 

^ Q-icöAo r^r^ ^f*! .>^rv.\ <^-.^ ^_iAcnA ieu*i.a oA 
rrttoa ,a-iT. rdi ^.•t-Ä ■vvo.l\ \ -»no a>c0^a.^,r<lr}i 
ona.3 .^^oici.iivj r^2kX.oii f^Aai.a>jo ■ ^^V"^M 

.jycni .rdiiofio.i p^^oi^r^ ^ax. i^o ''.QoeugCiiass.i 



s So B; A; j-iii 6 fehlt. " ptioKlao ^ lio 9 pela-r^s 
lu Qa&for^ir^i " K'^cu^Ak^»] i'^ rO^Aä^Az. i> AB; 
fij». ^ . ..^ n ,_a-[u.\GalcuJ3oaär<' i^ QoA^oi.33 

[ohne S] 



i 



PETBÜS DER IBEBEB. 80 



r^^i\ 



.f<.i3iS.i f^^oiz. ^e\f^xj f^i^^^p f<!i3|\c : 



cqi .ff^cia «Laie tt^^nnlifii^f^.1 f^jc^iA A4jjdid^Ea.i 






KllüftSOC *.f<x*xiil KlJdVf^ nir^lfiD ocb f^bolr^ .KSkdJbaQ 






15 003 O^ f^ioax. Kli.i k^^\aA r<lraQ.i.äi^ t^ix^j^Az. 

Q9CÜCli\S3 ^r<ixLftf<lsO ft^M*^ATl : f^i>2l^^ t^AlQliftll 

.rd*iafleuif<ls Wim\nT.o .rd*iafiafkf^ y^n ^ iA^ .^jlaL 



1 «^aAoam.i 2 ^ai.\ 3 fehlen. « So B; A: OanUt^ 



6 



, • 



79 ENKYKLION. TIMOTHEUS' BÜCKKEHB. ANTENKYKLION. 
CDoix ^f^im\T O K'^ldl f^lldiäft.l f^flTJLO /t^jJOOJL 

tK'i&iQaAf^ ^ r^cn .i&t ^.rtfkxu2^icn tf<ijMjj.i c^l&diaxsnt 
A85a. ^nniflff\flfi\f^lD Wien ^ii\2k ^^uiL ^dii^ .lii f^f^ .Aao i* 

^.lii .A;^a A\ft^^\ cn^OZfao r^^ialkf^.1 f^l^ofiOM ao^ 

^^^.li\^ «WLaOnlf^ AadoX Kliiuf^ f<lsiuk .i& .Kl^JLCii 2 

003 }lx^co ^.Taoi .r<io.TAXU^r3.i f^^0A:ba*03 diaxiri.i 
p9 J^g&jj^f^ .T^ .f<lAJL.i f<llava Q»oi2^ rdlaoJ^ 



1 ^OnftliWiftin 2 f^2>9iu^2l>.2a 3 fehlt. 4 aAjXo^KSo 
5 .ini\ir^ 6 fehlt hei A. 7 umgestellt. 8 ^.i .lii 9 ^oo 

10 ^003 ^.li\^ 11 ^003 



PETRUS D£B IBERER. 78 



5 KlaüLnjjc f^^^OAj^i CCD :f^inxSO f<lafi9 ^ijjfiu ^f<lsf^ 
f^dlOA^^aOa ^f^lA^O .-T^^Ofti».!.! r<^^Old\iSi9 aaiAa.10 

.1&C .KSuLjJLSn.i cn^CLuAi^ dioX r^bco .%^ rtluo f^r^ 
.f<ccD .V^tV^ ^n\nyi.i r^^oXo^l f^^ifirii t^iul 

15 ^fftboo T^iA KUioi.1 ^f<l^Af<A .KUjDif^.! f^^oi^r^ 
<]A .ool ^Auo f^diona^pO f<l&o.i A^a ^:cai f^:i€iu»iQ 

f<\ ^iiiqxaw,! r^iu^l.^10 vvo.iA^3.1 T<ll^f^ .r^^K^^^b 
£»m» kA.i :(<bCD Atr^ cn\.i K'iuko.i iulo .CD^^r<!.230 
1^:12« .lü f<lia\ ocols .Aao f^^tmiT. fTl2^cDic f^a\^ 



1 



^ fehlt. ^ f^ia>f<lo 6 ohne O ? r^A*K!lo 8 haben ihre 
Stellen vertauscht. 



t 



HUCKKEHH NACH FALäSTISA. 



r<lüruo ' : r^Aj^QoAäs.t r^iicnJäru freien >2>.i->i\.äo 
^aöh j.v» nrr,\ ^\ .aoa.&oioii'iQr<' '**-"'^ '-*" 

^003 r^i^nüa f<isi f^en cküa.i :dxxm rOocni f^o 
, r^&Uaa r<*iTl.Cn.3t.\ f<3 ioa-l (<Ai i^JL3\ Ajk&ca 

pg ^oA ■.c^i^a\ ooco ^i\r^ vvcti A& ,^9 kV^i^do 

iivai rCocn Qaiä.39 .rC'Ocn -xA^ rdSoI^.l cniiCkn^ULs sn 

**-^ "^ ^ '1 ocn .'osCUädoi^ r^l=0.^^0 *a.^Oca.3» 
t^si^ aca QaoiiicuAo "-'ic'. '^'oAf^.t rOuia r^iiz-sno n 

1 .^j^ySoArCla und .tlO>yOalA ^ rCXLä 3 ifO^ilfl 

k ZZ J 



PETRUS HEH ibrreh. 



.,_ajr^ i\CTi^f< 1^,1 .i_^ .Mieten r^ii ^oh k^o 

i>Äa :t^ct .r<ll=iaJo ATÖr^.i iu^ -(r^'^ A<^-i< r<ai\z.a 
CT30VU3 r<liu).-l i^Ar^l^n iviU* .r^z^.io KäisUQ >.T-ii 

r^r^ r^AJ rdJrtf .tao .iui4\i .il<.TXJ K'i*QA p3i rrtteo 
r<i,t .rt^iia ÄUrc* i-li ÄUrtf : Aiiäar** f<if^ 'x^o .^cn 



■i^W vy» A^ r^O 



: rtf'JttiMXtrda rfVäp^ ,^0^ Acolz. 






■r^Ctea «-"^ * ooeo fi.3*ia.l »AcFa po JCJr^ t^O ^i 

15 'pilr^ 'r^f^ f<if<L» OOT.1 rcbvu prttOD rCU» p^O 

iv^Ctcö r^'iu^is.l .oX OCtcn ^vü.t rur^ ^^-^ '.nCUusa 

ocn i-sar^ r^i^iMlci .i\<ocn A^sr< w'tm.-iO ■rt'&^^uso 

30 iur^ T\i 1-& .^aas^ r^^rtci r^Jäz..! r^lA<r^ .-r^tr^i 
4A :^oii ^ioi.io ^Gial ^1^1:1 ^mci ^cnl^ ^1 fjXtn 



■ Die folgenden Zeilen 
andere Anordnung. ^ felili;] 



) XAO i>U >i^ bullen eine etwas 
ei A. 3 ^r^üUft [iur^flu»?] 



.TAllKT niE ORTHODOXEN IN ÄGYPTEN. 



r<'iuiA:k.\ ^cn4Ä\'r<'i .^JiaivfiiLSQ.i ^co ^ r^l^r^.-^T±a 
cnuoi '.-K^^Ok^OkU. fOQi^*i XSar^:f ^cn : dn.iv.K' r^if«"" 
r<da^ Alsmai JUr^ dul f^co A^^ .cnla.i oA iwr^« 

: 7bX2q\^ r<^^ajt. f<'»^^,a* rO:ir<'i A^q .^cno^x-oinir 
r^id^») .alui .issf^ «^oA^Of^s ^.^^iso ^.1 aopcti lo 
iiijr^ >1V3 .reUfl.i rdaacuis rC"w\A\a Aiu .r<i\V^a 
r^miOän r<'Ä4^ AiOcn (^sco ^:t .rd.lsc\ am f^Ocn 
■u\^ f<i .^^_air< «'ian Ocni ;«rÄi3ip Alois r«laij*ai.o 

ABJa. ^:uaf^ iuoos .'uAu» ii^^ KÜr^ l& -r^lsi ocns ^omi 

f<hcn i\A:t .f<AurfT^a-s rComi yxsn ciocn ^j^.i>x30 £0 

.^JtsjrfiiJja.i fAnA r^re" Aan-^ 'rtfA .-u .iucien j 

' Eandiiemei-kunft [nur bei A]: 

rAoAr<'.l fOA\.l rdlart' 

1 A: .„aSftiiJ. B: _asai-i. » r<'A>i<' 
kWx» * r^AlQ ^ TSOr^.! '^ f^aMi^-jq ' Die W« 
TOS f^ .1^ bis AvaOCn r<l\Ä fehlen. 



PETBU8 DER IBEREE. 74 



.^^Orn^n\ «^aaflpi yii oX .äK^i ^.i «..ost^ OB&är^ .r^ia!^ 






15 p9 ^oriA^r^.i :^r^ kA.i r^l^o-a «^_oca^ rcWlfkio 
^A«T^ >^.l f<^>\.l p9 vyK^ ,f^^\\ 1 f<!xA=3 f^.tA^ 
•f<cco lK&» KlLbb ^oxr» ^ciü .i^C .A^Kb vyMfiO 

i*^T, «r^i^l^ T^i\& .l^iOf^ .1^ ^h\o\ f^An T^OCD 

20 .^CUiAa KllT^ K^f^ .ndlcA isor^.i vyr^ .\^T. jcir^ kA 
.lliuLf^^r^^ixjj.l ^Ccb yt^%fti*q .ivn^O ivscni^r^ .TA^ 
&u»^i:*f^ f^ .1^ : f<La ^003 t^oco ^Aiä\ ivl^ .1^0 
^00.1 T^^\j>*g) ^ ojlSU ^.1^. .rel&Sb.iA Kli^ne^i 



1 fehlt. 2 f^c 3 ^^o\ 4 JSLf ^ 5 ocD ocp 6 umgestellt. 



r 



73 PETBUß STAHKT DIE "UTHOIKIXEN IK ÄOYPTEN, ^| 

cni&ua.i rd^euXci .rcticn r^iz-i f<.a^f<l *^^ '.A&itit 
r^iiubSQO -Kl^ailul Aui^ivz.r^ .r^ivJu^ Jss ^ep '.j\jH3W 

r<x>.ia OOTi «<]l(.i ivV. S-^ -f^ÄViSa iMÄxf^ f<teoii< 

.nc'^iceai^ dCn Kbenit r<'iu^l« K'iM*.i.=a cn\^-ii r<JA*r< 
ivacoi^K';! ^cndtO-^jJ^ A^. :r^cnAr<A t^T * ' .zaA_^o 

.r^xaCUc ^^i^ f^A\Q\''yiiciaj .^jolijjixJ ^r^i.iuo lo 

■ZJK'i cn^:u : cm ^^&*nJi ".^Olcn '^n^. rc'tU-r r^cn 
r^Äv&Ct.i A^. r<%icn i2:Lo : r<bi<i^ iouxui f^i.ii^ 

rC.icii=q voüIa*! t<=i j^p.i r<Ar<^^ cün y^^ 

^m itiutJ .(<i&cn r^.ii<Ji- p{'im\\*\ 1^^ .^acD r^Süi a 

OCDoifixr«' .r^*J3ajpJ_ä ^cnA ''mar^Uta • r^- t'^SiJ'* 
1& u:t ocn ..^ocnii.to^ (<i=a^p\ ^iö i& "*.flui^.lf^O 
rCocn l\r^ .Ktacn ^.li .a\ »i : Jt^jr^ rtlil iiajuiprf 20 

f^ifio r^laO^ ocn ..ilSv^rC' ..«cnOJf^Ä) ■■^■•^*" ^_OJcn 



5 re'i>&:ii\ 6 i\o\ ' So B; bei Ä (,'e(ilgt. 

9 cnoor«VM "> AVl'^ " '''''■'t. >2 r^ili\\A 



-re^.TÖs i\Otca f^.ü .i^,Opo .T<i\XSa^aiSta ^Oos Öis^t^ 

.1^ r^icn ^ .rehoi .-Uvr^ .«.^^ rdalu r^äafiQilä.i 

■n.UtJw.i ':i<z.'iwi .„^ocnjbi .xJr^ ^ 'Ant. r^.iaöx. 

S : ^^^&±^vx\ oulsCU rwliaO iru^noii cicn ^_r^ ■ r^iuUA 

cöuiun ricim r^-i.N^-w« ..^.33^vx.r^ iur^^^Ojit ■rf'^ox.iü.i 

ÖLS rOneoi r<A:t .irsa^r^ 1& .r^^iiA^r^n '^^cn.liva^ 
^rtlittoauui) r^i^U K'^OIba-si ■iyi\A^-30 cbi.3.^ao 
'^X .TA .K^T^qI ^|^,j.=».1 ^03 Tis .'.^^aLsu.i ^T-n:L 

IS ispT^ TÄO ■r<:A.tX.i ocö f^T<l ,__f^ r^isj .T<iS'i r^los 
CTiaa^ 1 fAcD r^XiTÖ ^ ^^XJr< '".^001 f^TJA^n .r^.im 

30 0."^* i^ r<T*i\^ ^00 .^_Ocnl^i To^ T& 'f-^ -»i Öcn\ 

r^tf^'i cnl Acn. t&Ö .r^iuUg\ cnWT'WO r^uz» Anf. 
: K'K^Osi r^itrVl^flo r^lSis r^rim oü>9r<Ao ; r^z<TJi 
r<u4l r^i.*:» ocn r<kuX2n A^ r<Az.(\ä f<lAi.i enii\o 

3 .sAZ. s AB: rtU.T*> ' ^^»asai^J^-o s feUt. « r«':ti>a^ 
' cahsat^T< 8 f<Ao<uomA ^ ohne A '0 A: oattl 

B; r^Xilä ^Oi ^M .313Q1 <■ Alr<Ci 




d 



PETRUS STÄRKT DIE ORTHODOXEK HJ ÄGYPTEN. 



■ ■t-wcw-wft ..ooA -fcia.'äa.l .^^CUrän r<^i,-^o t<^0» iv^a 

f^A^aAlx\ UCi .r£jr^ .'uU rOr^ r^a IxAh^sa 'AUS rdlr^x 
''.qpO^g&O^^l K^lCkoXei r<i>r^b,^ r«'i\AJ'ü>r^ r^i\l<.TÄ\o I 



nüioo 



nilAa ^(tls^ä 



r6aa\rC f<li\o rCmlr^ iOUii:i tViaa.i.i rCdtCO^V^oi 

r^lMjO r^^co^r^ r<'^eua^ .'Urs ^^h\ -^•^■r :r^i\3io'-i 

;, uitcn^i^sn i:^ ''.s&^Äl ..crA&n oöjiuf^ A.:t (^diClixuSQi 
„..O-jeöA .f^i^n (jiro .(_.4('i4> orc* r^^*. (-..1 jJUi 

1. r^aco ^xujia ^.cpiui4jix> ^.i ^ocn m<^(< .räxA r<lCDia& 



1 r^taen t/«.iA,&XSn & fehlt. 






PETRUS DEH IBEBEB. 70 



caL».i f^kOuif^l&o r<iao.io KSmocülo Cttiflni^iviV^n .iVucuio 

■ • 



f<:i.i-DA3j3 f^lOJQo^Kli ^i>.x.T^o ^;f<l&a n rti 1^1^:1 
20 :c9CT^ieaA!^ p9 cimz^.i it^k^Lsn KliiaOä ^ .«cnaäL«» 



3 



^JSn .äKb 4 Klsniu^i^sa [das erste ^ hineinkorrigiert.] 

5 A: f<ift>i\flPoia>aa B: f^^fio^fiooiäso ^ r^ocD o^^iOLf^ 



69 TlMOTHErs' BESTÄnOlTNCi. VERBANSUNC. I 

..a^-Ms).! f^iuru fi^ ^ni.-a». .,_jta^ r^ctur^ Ait:i.i 
p<i rdir^ "fJJ^ *«" r^ata prtli, i»^ ^Är^ .,^^a3Ä\Aio 






dCDO^.iei^it «"ivxis r<lla^ r^ia^j .(VIuciAk' f^AU-sa« s 

'^^r^ivL.X^A ^.Läirtf«' f^l3\ tOin cnV&.t («"äuuL A^ "^nui^r^ 

r^i\L>x2n ^cn r^i&cDO .axial vcuoi^ -n^in ^c^ 
r^^vxi^ ^cDi r^T^a^s ja&xio .r^^o^ .zajiuci >jiut.i« 

r<'i\a.xu .-rc'VuSaX Ktocts iur^ ^'^ vyO^A^= QDor^dxäOiV i^ 
rCxlA XA .rir'&X.l-.T^q ^Ctcn r^A^qi f^^:|0 r^tOlO 






I r<SoäattO "*»■ — 



PETRUS DER IBEfiEK. 



:r^V^ao CUittLäO -»■"'Whfu. ^_jei U^oai.l '&M^x.r^ r^\ 1& 
r^ix*l ^^^ajm \±^ca ftl»! .tä .rOM.i.i r^A\ax»S.f^a 

: u,,OT<\ r^^^.a f<'^\*J3.i r^ifaiu'Uiajnci ''*"-ft"V"*Vn 

nnrrl ^^^ ■TM.\a, A^^ .itVaäl .fi:l^ij3U ..°>'-t) .i&.t f^ssi^ 

IS s>9 a)a-'io\'iä am AjAcn «l^ u -ml r^i^z.:i ^m 

f^a^sia^ .enJü^o ^^oniü« ^Jf** (^ .ri^cui,'ii^rtf 

(^i.soVi r^AJA^ii^i r^K^aÖ' (^ioo.^ iAf_s . iw.t-. 

f^.TMA*< _^_aoAi ftoi^o"!^ '.iioco ii.1 -m .^■ü r^iuLO 

.-T"* * ^«*^-.* ^_^0-)« .r£aJ_& cti< rCiiVM ^OSS.'vs 






^ 



PAHTETKASrPFE. PROTEHIUS EBMOitDÜNG. 



1 



Be2a. :.^ocnl&i f^^txAA r<Om 3Mtr^ r^~i:tO r^iulU-^o&ca 

■.t<VCjk^0 rdscnia r^lz*u ^\ i&O .ii^^^K' X*!«^ 
r<'^a.tu\ .r^^i^n** vu^ct ruö^^ rc'TA^ ' : QaCUOoOl*! 
t^ivx.:ta r^^.T^ ^coü .t^iaisO r^VTä.3 f^LtUib 

T^zita ^iia*:T cniMo '':r^iwcn\f^ r<iu.icaaA.3Q A\as\ i' 

f^Äuuls .weu'iet^-iä '^w*viti aas cn^OjlxA ._^eo-i-s 
^fn .r^i=aijLo rC^-ü» Aj:loO^ r<'a«U JsO^ r^iiK^^ö 

I Bo B: A: r^iv^s.^^ ^ r<^aflakäAai3sei ^ ^i^.-u.sa 
SfC'Äv.orArtf -CD ''rOtOf^S lu AH: ^-i*ftKXa\ " rC'Ü^pio 



J 



PETRUS DER IBEREB. 66 



6 



^r^iaia f^^^SLo Kla^icL fdfi9Q2as ^f^.i ,f<^Sri% n 

^Kli^ioaoiAa 9SkO *.^^^a^3A^ OOCD ^ifti^^ r^:A&o.ii.i 

5 «ftoooiuf^ nm 1*1^.1 : Kbolt^ po ^üool Klisoü^ oqa i^qa 

^f<klo2i^iA^ fOijn^ Kl&OAfiBA&f^ ocb >^ Klx&cp .rd:=un 

^.1 1^ .f^i^J]b yi.i^\\o ^.i«CD die CD fda^iA f^ca\f^.i 
10 vyf^.i f^iafi0.l K'\oic f^^oiAi \\« ^4%^ «^oii^ 
ia:^. ns .opoiS^ ft^mn\ ocp Kl^^.i .uL&jLr^ .rpco 
^o« f^isn CDiJKfi» .1^ ..AZ^^f^ A\r^ Klsa^ Ao&a 
. it 1 VI ^CD vyi^ ^S^a.i f^öcD Aii.i .!& :aA KliVl* 

pb vyf^ :f<!zui9.i KV>nng.o K^in^t^ po ft^ing,^ ocp 
7BA1I19 ocb r^diai ru.i ft^iiT..i oA f<boo KLiifk^so.! 
f^so^a^ ^f^ .f^colf^ >^.i f<lz^L ^f<l v<liu^ö :ca\ 
iuLf^ kA coix^ vyf^ cozu jao&i t^iaaicüA 

* Randbemerkung [nur bei A]: 
oJ^l ^CDoLi. f<l:dQ.jJ]9.T f^^TJjf^ r^iu^JL&va 



20 



1 coi\&ick 2 fehlt. 3 f<ia^o 4 TOAuioSkciAia 

& f^Usoü^oiAfA ^» AB: o.Tn^ 7 ocp.i ocb » ^o&ALä 

y fehlt. 



iLT IS A1,EXAKDB1EN. 



I 



r^Ü\^ .r<U^3 «A ^r<lM.o r^iuiu« ^cnCUii^* GoO^A^r^ 

I^T-Uf^ ^Cni ^Cn A^*» - 0- nnn\. Ol -^ ' ' Qo.AafiOOrC' 

CoCtil^ r^lacC^l : rtf'calr^.i f<li3^ rCJSQaA .^.T*^p^ U :io 



: iuAÄ^r^ r^lä« 



CL»::^r^ 5 ooft\l,icui B »<ttx.o 7 __euij»rcla e foliU. 
'< So B; Ai K'wift^TiA «i SaB; A : ^cnfti-Winlo ^cnCk*AaM„ 
!■ Mehl nach r£äaafiai.'&r^ ü caCU3£0Or<' '^ ^a^*:!! 
15 t^ixrta 



l'ETßrS DER OEREB. 61 

f^^ioixAo ; ««lUM^cnsg t<=a.^i r<'r^a-aA ; r<tacnAi.i 
5 f-i.t ciii^r^ .r^^isOL ^^i^ r^^CUSO^cni r^.±a<anO 

rf'f-r'-'Vj" r<li^öf^ ^.^Q : ^* n *fc*3oet oooa ^-u^n o.ta 

V^^ i'«S^ rO.i das .-^oiä rt'tuT'W Ciooa ■■""""" 

^ cum .lAW'ra 'cuo : r^^X^.TÖ r^^i'.'ll f<'t\\ axaä.^r^ .1^ 

_ l\"T "-\ "'*'-='' * : ,^_0. ^ . i f<' r^ijiit_±«i ona_3 
"1^*- >ia- : r<'Ä\x..T-ö rCAxv.lS rdÄTSjao : .^_OL^jttin.r<ao 

* Eandbemerkung [nur bei A]: 

.ioo^ivl»^ r^lucv .rCi.iUn&lp^ ^ rf-Vtäa r^xz.^ rdnuti 
fAiu^il fu^iäl rt'^ifn A^. ^iai\.±)io ■ -1"«^, K'ujo 



i 



r 



63 



AUFENTHALT IN OXYRTSCHOS. 






x&ei .Aal*r^3 f<la.ajc .r^ocn ^oooiur«' ca.3 .a^z.n f^sacu ' 
r<'<iUd.'C3(A tsdrvoor^ 'cn^l^n rClsr^&iO r^iii^n r^^k^ox. 

'...^OcQLoia&.t Atacq f^UfiO emsa^ .1^ .i^i\xi^O f^xa 

^ vyr^ .r<ll^UU0O rfltCD ^TS9 f^Airt f. . .tk^« r^iuai 

oocn H-a^ t^.i ^cra i^i-..uo K'tSti \ '>\ t<a^co lo 
l& .f<bcn KlOuSa f^iuzJä t^ivx«^ .cm .^.aäiio&ucJ :i 

r^ilMLkia A^ f^Moi i^ i>^i .-f^^oi Ti^o r£ji\ixuO 
cn\.tii A^- r£^(<l9] ^aiAMSa i& .-f^^lM r^io^r^ *<lr^l 









'T*^^\*"l 3 isititf^ 4 ^^ocnL.T rdlo'ia&.'lJ 



PETRL'8 ÖEB IBEKEK. 









ö r^l_30^ r^Vu i<Az, pOo .cixs "'\**<1 ■*'"*"•" *> ^ 

^ono .r<&vl±)9 Aas .■r^'^i rdä>z.oi\ oa^soo r^Ousso 
,^_i2n 1& .f<l2oad t<'ocn Alaqjg .jJcn .enlsa rCocn .^■Bax.i 

15 :iijc .^_ocai^o : r^^axl Qa4^r< r^lAcn .'U.O .^\3f3l 
°\»> .OoVDJräno K'iM^cn a^ocni^ pn rc^&r^Lso vyrAi 
fO.LjiA cn^cn.3r^ lA .f^itAj.^^1 rC^l^e^a ^ .^^AJr^ 



ODoinJiDui J So E; A: rC&U^lASO ' ttul<\aoi \tW 



^ 



AUFENTHALT IN OXTBTNCHOS. 



*.z.:i^.^^dt fj.i rfOnaK<r<' a& '.m<iXM t^ÄxT«:B .-i*'*'^ T 
•aAi-io ^.ä^ivJ r^^&t-A-s >-\ Klsai-M .«aO-c'io^'Lä 

t<lAft nJM.i °lf<' rdJmA *■*■'*' ^ *» " .!_& .f^AtJ-aT-Sn 

A806. R^T>.1 ^o :(<Vl\y rfmo^K*.! "^cnl^oi oösi cnl^no 
^GD vyr«*:!.! (^kZ.O^jLa ^cno^K* r<x.iT-a rCL^:« ps 



FETBrs DEB IBEKSR. 60 

r^ !<"*•' Y r^m:! : oooo ^iftn»^*wo :t<:^«i«o ^^wa*h^r^ 

^ oAuf^ (^1^.1 11^30 oca fUr^ .r^^i^ itixäl JUi< fU 
, a3 f<' .tn3a\ 1 r^f^O oa> r^»i räln» rC^^ . a J *Wn O 

ij r<^ai:äa*cn.3 «^i^eu jua\o .r^x*xö "omio t'-^— "" 
l&.t .(^isCUg am r^'cioo r^^&uLSO cniu^ai .f^lAS— sQ 

r^iviuüu .r^i-ur^ r""'VJ "" r'^ '^^ ■**■' ft«K»^\ft 



1 rc^xjr^l s fehlt [Lücke]. a fehlt. 
^ i3>rtf4>r<*0 *"■ ptfl*arCl=0 t go B; A: rdLs s Oni^O 
9 «bsr^^.! inaii^ "rf4t.iröoio [rfiirCxso ?] n fehlt. 
: cnii [önVa. rtfsm?] n i& fehlt. 



..^i!^(^i>X ma&iaT«b fuivif^ '^ji^tsai -*f\'^^ r^V^^^osD 
^cnCtsmW T<icry cnW .^-iMt^ '*^^.\"" r^iu3a.aJ -t&O 

l& .rdiso^ ^ocp f^un.t .r<iutÄi '>d^a& vui^ .oiusa 
Acniien.i T*'«"-\^ om.i coiiOSOl-sci '.r^au> ams r^aeo 
T*^ '•'* ocn T-& Aco .^^eno fO.X^.3 ois .(^sO^ ou 
.(^di(U.SibGnn r^^Au.ia^n .1»= (^Ävaj. f<'.'Ufc3 ^röxi^n 
^»X.i«AiunT ^ciA : Ti^ ''r<X^^ ^*^ rdie» wyf^l li 

om CDCuicC^iä r^A.t.t.i ^ r^z^^iu.-i »\tf<' r<d ^.1 .1^ 
A.60a. .^axticX^alQ j grau aaCQ 1.1 " r^iOl^ f<lXJr^ f<'t\\-> i.uco SO 
'^:oiiÄu(,r^i ^cn Osio i»^ » ..ty\jTna '"Kliaj crA ril^ 

1 GOO&i^r^ci cioeo ^^i^v^ni ^ fehlt. ^ .^_CU&«U(iJ 



PETBCS DER IBEREB. 



ioa^a\^reA j 



o-Clpa rtfi=o\ 



OCp ^^CD ,, 



i<i .p£j^.l f^lO\ K'oeo äcÖ, ^tSi^a ^cn .^^coIa^o 



r^^Vw r^Au^T^os v\^ 1^ .r^vul:t ^Qi>X.r<' r^cn 



-r" 



^ f^l-gtll oocn f^r<Cx. : r<'ciAt^ AAuh rO'i.'U>93 ^ 
} ^.1 ^r^^rtf'i ..aooi cn!L.i QsOJoiA^o : r^&UO^ r^ioo^At^ 



h.»U.l '^ ^ fehlt. 3 f^ba\i< ^ < a>oicuiAD(U.l 



"t^^ 



57 ASTRITT DES BISCHOF LI CTIEN AMTES. 



: r^iu^ua r<saai^ai cä*'-ioäa:^ f<ao^ ^cmo »'r^: 

jui A^ai r^ifcenajAO KbAr^i rt'\>-t^ ^aüäz. A^ 

■'oA 'f^.T^ur^ -^*"^^'-* — T vyr^'O ifOcn vyr^» r^rä^ 



3 



^ 



iü^itr< f^ls^i^s.t K'ita^j-^.i : r<'<eicni f^^Oäoo r<±aXl» 

B60a. f^ocn '-'^ » **-— '~"\*'"" :f<'oa3 n^r^ ^T'Cni ''oäi 
.AXt i\ . r^&isn f<iXo Aä .vs cni ' t"-~" . ^coOJ.Taäa\ 
...Olcö -. r^ciuf^ i\Lu.i.i r^ÜJ^O r^i^TX-ct r^Xtü ^sb rdlöo^ 

■. ^__ftrLÄl r/iA "-^ ■1-',- «As oen ^_j^a .^^cieoiiattia^ 
r<'i>0-^l -z^i «^.i Cicn ^ ' ^ ' r^z-ii.a ;^ nn~n -ao 

ATSb. ..^»w (*»■*<» ^ octA '"^iI-iSbi ^cn p9 A£o^o.ioii'ioMl 



1 T<U>T> 2 acicn ^iJhur^ a fehlt. ^ Aüi 



I 



PETEUS DEB ISBRI':B. 56 

r<äa<cuAo -nlisibenini tt<i^o&Ao (<flala\ .w^on^Aa AT9a. 
r^UhSox. fiwi ti.^ f^to .r^tKsox. i\^^i\ ««'ifOiStticn.i 
r^r^^^ pao : ^uia&^it^r< rdiaai^i cnL:« r^ls 'i\\s Jsaa 
t^ .ciocn ^ctu»} 00^13^.0 ocicn fj^^ia ^.1*03.1 ^m 

^ : j\^i»r^ ■;b1d rdia : «"Äi** iB f^^cA^ p^oaa f^4» 

-lA : r^iuitlGt f^iiOfiso r^iir^^^ r^^duri >^ : r^l^axi 
^ oi oa^^ .• f^^""l : QBOvlo ^sa ^A£ir<'o cd^cA ^i'Tim 

„Asox. ^räu^uor^ onlAO : r^x.» r^woin r<'^'tä :iaA.O 

f^OCD ^f^.T vyf^ : (<i»f^:^ rr'i.Bblo r<l3\:t r^ojüO 

r^lAr^ .f<^.^ XA r<sai ioz. rdJcn ooIa .r^ii^ ou 

15 *r<^i(üo cno^itK' .i& omo .^iiiu f^xtia f^io^ ctA^rt 

: aio^.i Ati^nre' Ai&'to i<Ao ■opiAv(ia.a\ jOx. r^beo 

.aaLsoo ^.cia.3^ .1^. Tiri^i Rlüu ^eoiUifl ..>ia<yif^ 

*\*« .Xul^ rdA '.«^ ■■"^"""«-"■•^ .cn^CU i±)9f<'0 ctA 

20 A^rO.! .vAa.1 om A^^ euct .r<:icr> i\.-tni. A.i r^u^ax. 



1 AB: ii\.3 ^ p9 ^T^q.l Cim ^ Klk^^Oa^iAOf^ 





[ 55 AXTBITT DES BISCHCIFLICHEX AMTES. ^! 

I ocno ciocn ^iM'aiAo9Q ^toa^LSa .^^ocnV^ .!& .r^^uJäoz-iA 

1' r<'i\<CTAr^ rdlia Axiss aäl»)i ^odt t^SOl^ ■. rd&iiiL^r^lä 

r<ÜeQi\x±n f<'.K.ia, .t& rdl^ooo .ocA Tn%dxr<'o oA >t^^r^ 

I r^loia f^i\oitxs ..^^cnVa. enlscuA oa^ i& .r^Aix..i 

oocn ^.i.a_ur^ .««'cnAr^ Cioco ■■rf ^-"" rä'i.saos^O 

^1 T& .ffrtf^^.l rdLx&l r<toCD^ f^id^ f<diCLl\r<'iuSO 10 

r<l&CDO ,f<xi^ .^_oenl <<'^^tl f^i ocnir^ ■. r^d^uAo crA 
l±an -Aas •:• .r^zi:w r<u^:isn "pio yns -t^^itf^' t& 
K'eiAr^S ^S f<Ä>OlAiJ» Äxoai .f^TsJ f^'i^S Cieb r^&ios 

1 HS: r^^ai^i ^^M 



PETRUS BEB IBEBEB. 64 

>^ -r^iu.! oia^ K'Avtio.i cnL>i r<*i^ -p^i^o t^ius 

«i^ ' vt\^7-^ : cnal cm .l^rtf'o K'atn eA'^ ^ci3aaz.eui 
S r^Tadt<l r^ax. r^io : ^iÄr^ ioaxii.i K^l&^t^ (<Via* pO 

^i^l ^cn ^ Ar^z. -. ^.Tuir^ r<'i\ix. ^O : r<^ior^.l 
10 ^asa:* i<X^^l i<'ii^o.iA jaO^n -. coA ^ a.t a.'\i.i cn\ 

.'f<l3ao'i ^ cnjL^i f^ixji -^^^ *. ^cnojiCUjAs ji^jq 

15 ^ Q Jtba rt'T*^ ^ osivu : f^orä r^izü r<Aei •■aiiAicn-n 
^r^io rtftacn : la^ '<'«i'1 r^toro .t>Äv^ ^1 .T& .crA ^'iä.ii 
ivA -. .t-ayAt r^icn .^j^ .rtfü^a r^i\ä .Ü9r<^ caiicA 
tsiiff^ 'f-^ *" ^ dlä.^f«' .'U r^l&cno .r<'^ii=a .t*«^ v^A 

U Aaä ^iaa\ r^ -..Z.=u>^r^ f^&\^ca& r^i>^0.1=i rur^ 



i 1 M8: .«lUs: 



I 



; WEIUE ZCM BISCHOF. 



J59n. f<lz*lri p^ia^ .'f^ZU^^ i^tnT O I^Zi.Ta r^'-Üfll f^iOÄ^^Ä» 

^w\l ocn r<ii-l->T99 ui A^ .«'.loxibo r^äCknSajLär^ 
i^bcD 13^ r<'iu.>i±a A^:i f^'n't ocn .i& .i.lz. cn\ K'ocn 

.icn-fo^a r^^iai rua i^üia rd^i^X^r^ä am : Kbas .la^ lo 
.i^r^ S& -. ^flcn ^CC^OtAA.1 .^^cn\ _,oaA KbCD 

A-^ f;£la\ i-\^ om .r<4>aajL. ^-L>i^ K'^Al^OiCDi 

-ü (^i**50 •.f^ta-MöO f^4ini4u2fls fOt.ir«' AäO : r<'Ocn T*Ti'-h 

^oooijp.t '^**"- Cicn *. r^sOMO rc'r^^^ f^Ti\o 7&^ f-l 
r^uu'i.i f^'r^^.cuio :t^o .-.ena^oflö i""\"'~"^ ^cooi^A^o 
^.acn.3 r^93T.=n.l K'rä^^Ao rIsqj^ci ODoiAa ctcno : r^a^'.!« 
fSa^n .r^^\xt:tB r^Ä\L>T2a\ ^cncuivir^ *. ^^^oou .&&ni:i 
M^coJu.i r<k^iA .^^ciÄ«AJ r^biCLien^x rOäo&liai ^ l> 

-r^&ACD r<:.ia&v=n:i r^^icA a^r<' .r^^ocn .a^ic rC^x^ni 



PETRUS DEH IBEREH. 



•n.tö *^\*w\t'» r^.tocRil r<iü=Q\o : r^.'Urv' oos .isait^'o 

5 ..^^cirui r^rtme^ isarc'ioai cickA oWt^ «pcciauofi^ 
f^Ttllci Oa^iAo ^._Ocai^ icrubo .a*l=i cn^i T^'-T.oi\f> 

ciu p:tt ■.öu ^olz..'! Ocbct :cn.3 ÄuK*:! r^Äi^^^^ nelLTÜ 

10 '^V3a\ .r^oAr^ rdlX^ ^a^1^^^>93 .t^ .f^^i^mW-ti lö 



<asTäi 






r^A^noi (<x*Tao .f^u^" afiaAOrio^'ior^ r^AckojauLäK'ei 

räiüo JKlwi.i r^h\smosa ^ciAasci .^OÜ-^r^ cn^CUUg 
«pO.liAflQ.s 013.30 .r<'r^&)^ r^O^k!^ o.lA ^O .Axs^n 

US: -plaa^Ci I 





h. 



Ol SEINE WEIHE ZL"M BISCHOF. 

.Qpciü^ (<lsO^ OocAciÄ ocp oo^ r«*««] AGii* K'^Oca 
io^roi rOij^O.Ts : r<>^^i^ rdaantniAr^i CPOnoilCU» 3 

T<^^ r^ ^^ TÄiÄ ^^iz. .\^r. : T^ifr*" ;aiBo \^ (<i&cn 

r^ioa^ vyO:t\&.'i x^insor^ ^'^K, ^^-^ •*'<"T"'< --i 

r<3a-a.flaJLär^ jc->i ^^ aoioaJioa-i.ti : Qocuio^-flaj.i SO 
>lxJs f^^ »^ *^- -r^ianaArdA ^:ti\z.r< .i<enlrtf 

^ .cnl^:! Qaifloi(<&vo ^Ocn r^iiLk. f^.im.i cbiOL^q.i 



PETBDS DEK IBEHEB. pO 

Vv .r<ip^\a r<'i>ÜJ» iä&s Kbcn ■i*»!^. r<ll3\ ocii^l 
^ijtoo iurC^msxLu i<iv* 20^0 .r^ooo .Lirtsa cnJSPi^ 

isar^ '.jÄifli .n^^f^ »o .r<Ä»ftl-i .^^CUj\ r^Xi:Ta Ona 
isarrtl .il&^r^ äoA> -r^rtf ji*i\i- pdJik* »O -rdll -ji 

•K*--* iiua ^o .aÄv r<^ai^ ."uu.. i&ci ,^ jiaaz. 

: cnA r<%tcD &\->r^ «a.i-är<' ^.T«™.! ocn rnn .w^\ \. -^« . 
i^UiB^n r^'crAf^l^ .j^^f^t^ :.*cna<iaaj '■*'v-«"V"V<i 

so r£^*^ ft T Vi^ ii.zj.T bpc\jw'\ ti-)CU (<^.flp .r^difi.u 
«oi^ TaOo (<lr<' -.^iirf r^JO^^oi^ vOa3ttU.-t r<ca .ou 



k 



I SIS: t<s\«-n 




r 



49 eEIXE WEIHE ZUM PEIESTER. 

>«l ocn .r^Ä\Zsiu vyi^äA^.s .Al*i^:tifr^ .v^A **■ 7*^ 

.ÜsorC ^.fsi am f^^j^u ^ •CUj\ rdxiis ^ol '^cpi 
^*— .^cnoaiLcU} ou <'<4^^ r^.li^ cu «^cn iut^.n vyr^ 
otOX. -.cixiSS .&91X. .r^ocD ^iidxSQ cn20^ i'^ t^* 
:i& .GaAl=ai 00*^^^««' u JUäm r<&&cn .vy^äi aioz. 
-Yi n*'* cnT>io : t<h\itiB r^'iu^T^a >Lz.iot^ aar, u 
■t'Ti ■- r^^f^ -. r^LsoA^ cuAi. ^^_aica Ar^s f^zJirtd 
f<'^'ia^\ f^io-tT=u f^v^ iviJLs i\<r^:t .fä-JLOUi^ 
r<>^^p '. r<U3\ cim-a r^oaa t^J^Ai .r^=ncusa t<^uÄ\^n.i 
itOcn ni*iur^ .^ pcq-iA- .i.^ i''fc\p ><>i>.t r^X«io f<T=i\^ 

..__iuLäj:T r^ao^o Aas ^n&Au oon f<ba\r<'.l .t^iv*aAr^ 
■s^tH« r^sii^ x^flo A^..i r^ivA^.Tsa ^cnA ^uJ^ 7*-^-^ 

vyr^.t.l fvS^i^. Ajh r-'/^l ■r^^O.ti^Q.l ^i^'bA\j rc^ls'ls 
T<io^^O f^'Tu^r^ r^ICiiäo .r<'ca\r<' ixiui.t r<Jii:hSO .r^cn ii 



I MB: \' 



I MB: J^mi 



^ 



^ 



PETEDS DEE IBEJ 



.0003 ^Üü. r<'^a4z^ rCiuc^-ia i<ia>.i3asci ;.^^a9i>.-|V 

_OGiU ^,_ai<» :r^ü r^TsOiaCi rCAvsi ^.i r^^CUClbLs 
5 ^nih f^is't •i^p.'t A.3A\z.r^ r^ n^r^ .aocn .AfiMT- 

10 .«cp^ '. r£3>ia r^0.coi\:i ^ vyr^ .r^ä\z«.To r^iu^sSoai 
ri'w''""! ■•jj'^VAti r<AiioHä rfjwA r^.!:!!^ r^oonii cii^acOxia 
sas : f<^.i%fq A».w*^.\-^ ^:t .13, .r^iuiaaz.^1 t^aAjJa 

10 : caiiaX r^^r^ """i*^'^'*** ^cn :cni.'br<'^ r<'^'<il om 

^'^**' oa.3 ÄUlS^r^ l&CI rrf-n^ AjLSqCl »=1 r^lu r*** 

' HS: »_^s piiAcn:! A^^ 



47 LEBEM TS JEHCSALEM. 

rOr.:if^ .MAi>x.r^ ..oaaas uii& rf^;^».! rOre^ ^_oaJ^ 

■ r^^Jo r^;UJA* k.AL.) r<'.x*XB .^eur^ vJba r^^-uA 
■u^Q -.n'i^flOAA «.^alxJ ^a^.t .r^am ~':'\ wsoii&s 

.!& f^l am .r&r^ä .i^^^O re^Mlz..1 rc'^iur^ dCna»)io 
r^'^OMr^^ f^iiVMi cnlci : w'itn\l<\\ r<'u> ■'COCi.iCUxVs 
.K'ocn i/^ffiixM r£^0 r£j^ 1& ..»mÖAr^ .t2M ■. ..axu 20 

.^iso .TÄr^ la r^^a-i f^'.in-a r<^^ •.ptfÄvU.. cn*&v*r^ 
T^^Tx^X. r<'^a=«.t r<^cn ..ili^ ^iXa pO ^^ir^ -.^oz« 
^o\ .iiÄcaaz.o «-.«wS^it*"^ r<'.tcn.i f^^iobvo .T<'i^Ai^ci 
r^.m^a ■. ^oi&:t cn^ox. r^Tia ocn ^:i *-*^» :0 -*^' ^^ 

oiä cnix^Sa .fka Aoito '-»..AUi r^bTan f^M*« ^^(^| 



FEXHUä DEB TBI^:R^:^L 



4i5 







5 . 



IS ' 



iof^ «oai 






f<QflD ll\*«l ^-i%\\ii 



f^o9 ^»Kb :f^Aiftos ^4 



1^ 



10*Aa 0033 



^Aoi .fl^AoSsD ff^iulMiaa f^An^fi\ ^^r^ %^a^A |S«9 
Am. 



L5 







0009 

« rdao 

a BK4. 



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20 . 




Kli9% a^o 



o .< 



25 |inii¥a 



as '.f<tel«^ ^lol 




• • 




I» 



99 



45 L£BEN TS JERUSALEM. 

Kliju .'uo.ii — ^^tS^ r^'ioi»:^ ocn.3 .f<%u*.TB ^_a><n^ 

^t<S9 .n^lsv» p« r^aOffiDO ■r^iO'r^.i r^'uixsa Ai^^^ i 
cmlii f>iit.i rCi^i^ fSQ .rfivx<:Ta ^^Oicn^A ^itrA 
i.3 ^o* >^ 7^-^^ -> rCom iä^. ciuo .r^x^ai 

tn^ .- r^itAo:t A.Ti3t, :t& oqs ^r«*» cicn .^.om^ Ktoco w'-iat. lO 

.ocnl &>.>r<.ViA=qo d\df^UkkJ r^acn Qa^a>n .(^l^A ^eu 

vwr«* -. rCtaon AaaJsa.i ^1 om .r«*«»«} f<:soiiaa f^z.ceon 
A^ or>°>nY. .cnLaCLnl Tsar«* vOio.l A^ : .xu f<'&üui:t ocb 

;pxsa » .en\ sf^ ■'yp" .lAa .i& ^» den .r^Sua:! 
red» U. ockAcv T<Wäi jr=a.:t r^r^ : .oä f<:\ v^ 30 
v*j^ enaai la .ft^ cdoi!^ f^ärtf Aiol Aa- :i<^tUii 
•r^iieuASQ tm r^sr^lM ^öco cöa&ur^ .^u^—t" en.iaT<3 

.ftaaäi.1 r^^o&itcuA .^^eurtf ..fti.re's om :..jin\ aam 



PETAUS DEK IBE^EB. 



.T-MrO r^x*(^3 K'rff^s.l r^lsi r^O ^ iut^ (^\jjj Bs; 
'f<i<13a :i& f<^i»A .(^irnr^.T vyt^ po r<'oUi r^oo r^t^ 

^m .r^i\aica^ .^^oÄtrCli:! — 'vV"-- oizi.i^r^ öisa^ 

: rl'l-\'*'*-i* f^&l» """'■\^\*""" p9 : .Z<-i.-u.±n rda=a^i<l 
^003 cöi^t^ K'ict-z. rd^.io r^JUr^ '.iliä ^io^-ia 

"«AJ^iiis OQcni r<'^ftnft»i°>rtf'Q rdiöu ■ix^'i "^^oa \l^co 
: (^ivlaiaoa «^-iäa^J r^icou»:! r^rd^^ACo.i : ^nlLiorcls 
rds^l AaI r^l^ox. '"oacn^ ..^Olsiu p^liläi r<V<:^.aflDO 



' (l*i*.xSo » rt'ivAä.z.ii 6 frti'-i-i i r^ie&a s fehlt. 
5 ^iiv3 10 fc^,oc(ii oaoo* 




; JERUSALEM. 



^ 



Xks , rC^^^ ~ili3\o )Dj.Ta ^i am ^ "^'mH" 't^cuf^ 
fl isipJXiT^ >lä rCliioiäO r<lil.1 orUSno .ri£z«lD r^iäl S 
*nf^.1 r^As.i2n .IOmAs ''rtu.l -fT^^ f<'ctcn («"vü .r^Ata.icnflu 

ImAaci . ■"*'■ " dCnoTlu.1 r<lx*.lJi f^-i-t.li KV^.^,CLO» 

.'^l&.l r^uiLi r^^OSOi vyf<'Ct ry'JO^Q^tPK'B r<^a^Lo 
tn^a\ -^ni.D.1 rOti-to ^ou ^»r-'i~*' cicb ^ ^^Lüo 

tptf'pÄli.gp rOtMF«' rtf^ptf'i re'Ujo ;«lien wyrfs f^tatkx^ 

r^ T& .K'^eoäi ^ivl^ vyr^ -iioii U i&^A .cnz^ 
r^ao rtJ-Varf ^.1 _ftlrÖO .;5o.T30 ^r^ :)Q^ Ais«.! rCSl 
r^Act .cnfruj^iivs ^r^oos ^cnctäuK* ^30^^ ^'^ orA^ .freien 

^ rCtavw f^ca rOf^ .r^^iaxir^ ^m ^ inacn m*^(^ 
14 cos Aiomi r^äif^ «^rC* rt'T\'W rdA .i».ioai.Ä*i^ 

' rÄJrS'iso 2 Bind uingeBtellt. s IMO * reiao * K^Ol 



PETBUS D£B IBEBEB. 42 

oocD <Uoi\x.f^ .f<li:A.*lD rdiaioo »^.ociA .in>i.i .f<^ca\f^ 
h^Mf^r^^ .1^ ^.1 oqp .f^d^Oico^ d\c\z*i^o .QpOT^& 

f<\SiT. f<la\ A^^ i<\f^ .r<läu3d\.i f^if^ KLI.! i»f^ 

10 .^^a^^ ft^^\T. ^fi^^\ ^d\o\ i»f^ iufKl&i^.t»o ^i^s^i^P 
«Afias je*i.iAm .i&o ..Jbaz. f^£i.iD f<aiOA orA^X f<i&coo 
^oiooca kA.i oco vyi^ : f^iuM.iD '^coLa d\i9 ^f^cnlf^ '^ 
Kllai coi^ f^SJbo:» ii^T. ^liua ^o i^t •. coi^d^f^ 
f^oqp f^oviiA «1^ .^Oft ft^lin^ f^cn ^|a v Kl^iz..! 

15 >i^ .1^ .f^oui acaja .ii^t, r^hiiif\ .r^Acabo» «_^ciai^ 

,^\uaT\ .AasA^.! f^JLk-lA .^JO^V^.! f^iUTcAo .OOCD 

^f^iqpOJ K!\:30.i y.i^\\\ .f<lalcu9 Aud^Of^ rdfiat&o2^f^ 
20 i^l^t<\Sfi\ ^.ft^T.g^ .o f<(&>^oio f<fMo\.i f^d^oaucnio 

•KäjocüA .f^d^oi^oi .fO^äaA .Kl^Kllsb «aXaT^ .f^^KlLboi 
.f^Kllk.1 .f^.*ioäxo.i .f^liii.i .f<!x*.Ti3 i^uLAiL^ i^fiaiL^ 
f^d\.*u.^o f^*d\i<\ ^^ooelLs^ l^o .Kl&iiai .r<laoi^ 



1 f^h\o\A 2 QOAdS^f^ 3 fehlen. ^ f<ls & r^iOl 



r 
I 



LEBEN IN JERUSALEU. 



■ r^^u^^jL^ r<'.lca\ .aar< .-rOTurC rd&»'is .U»flu ^ f<'.\-ift\.l 

^cnAjB itiso .(<z.cn iA.,<t f^üz_i vyr^ ^.mino^o coi^^ 
^X3i):t "*»' "f<\.l wyf^ '".^ocn r^^^i. 
.r^ä^l* r^lr^^ p9 Im ^.1 -aJC» 1& .Alsoi .^^: 



1 rta,s 2 fehlen. 3 felüt. 



1 



«cnoW f^ vA r<ir^ ' u.i » aoitn-) &r^ ooi^ aas 



PETEÜS DEB IBEJIER. 40 

Kte^ita .itoop r^nea ':t^o ■w*\ n^'w w't'>-io K^ia v^ 



-V 



ISrfl 



■T' 



>r< r^iu^. 1^1 ^cp .r<lMAa&0 ^K'^ciin . 



r^-^\ am r^oca rCoi. r^-V '"^cd .tOAvsO^^ ^am r^^\M\ 
'.f^kAo^ pO rCocn r<^:i t^i 'U^&^Z..'I^ .^ocn cn^iur^ 

:i&o .^__a<Dix>ioi aaeo «_oca*aurC' i^An^^a .dtooD t^'V ^ 
:>luCk> r^laCU- OCI3 '".Tu^ioao : . ooal r^ocn apCa .^^^ 

rtkii» cni=3.i '.A>^i r^oAr^ ^«^i^isa (<uoiso :q901^^ 
.r<ivz<.To r^ÄOotiA .^^EHA-iAt oAir^h -t^JJCU «IlsO^ 






I f^ix.n 



^ vyr^ :rü.*si\^ 






>^»i 



I rtfi ^ r^4»oiin 



» fehler 






iii^f<'iuxa f<'iuiu> '" lu^Aoo 




(( 



39 LEBEN IN JEBUSALEM. 

B56a. «ftcna^«^ f^nf>Oi\\y ^'^^ «"^^ ««iaV^ mXcd €Dd\caj23bd\c( 5 

;.nfiai ^f<nA^.i r^iusn.i •*^S3Qd\<^ .f<\\*ii CDOjjaoa.iaK"^ 
7Qix.ia<^ ^99 ^ii<^ r^:u^ vyi^.i ^cn OaaiJLxi ^ 
.!& f^.icnlo .«^^109 ckA ^ivASsoa :rel&LdQ.i cdtaaK!! 



: on\ f<'ocn jixJa öoisa vviaico .id^o : cn\ <^acn t^hKaJS^ 
JM .*Uio J^A^CD ^ia ^c»^a.is cnl <<Acn ^r<!fi9 c3od\ 
coaxio ^cnoä«^ Aa^. A%i .i& .r^ieo .laiL 3^ f<&cncu is 

A77&. d^iJsxK^ &>sn.to.i Kli^«^ f^&i&sa .i& :v\i9iuo <^i\XA.ia 




ff^iuas d^acn Kl^i^&cn •relZA.To.i ^cno.v<^ po iutfl& .1^0 

1 fehlt. 3 .icn:k.d\r^ 3 ^j^CL&sO 4 «^inj.20 KlaA^.1 
8 KSVnOaAn ^ 





PETBUS D£B IBEBEB. 38 

KlX .cpira cnA h^r^ f<l)\ iaa fOl.i.^ao :<^iu» 
r^i^3U^ f^hsj^öji f^i\r^i\ cosooioa ^cp.i Uiuf^SOr^ 

^CD^ieofio .f<icua f<laA^.l rtl«joai& i^ttArA :r^cia\<^ 

A^ .rCirC^ rd^cba .«^cnird ^Vel&a Klaioi r^hss 
^AZ..iaä JLO.TO aiM^r^:i ^eo ^:<^d\.*U^9 ^c^&Ac^^^ 

Kllftf^ ..n^i» r^lA^ ^.1 :r^hJij\^ Kilo ^<^&vaj]DQ& 
KÜCD f^<^ ^:.-&€D vy^f^.l rOiM«^ 






OCD :oiod\f^ caJÜiif^ r^cKAf^i t^vijL r^i»<^ ocp 
f<i0L2o Kl^icnl.i ^.1 \\'^ .t<^\\ ,1 coiu!^ Aas..! 
Klä.1%.1 .f<.*i^^ f^laA^.T (^-1-^^ rOicDO^a :^ d\d\<^ 
:f<ftdAjj.Ta <^i\ai i^d^iCM.idio ^.*U3Q c^ti.i .r^t^ jaijj 

oqa <^oq3 f<lu>a r<icafi9 .1^.1 .«003 .K"^«^ <^i>^.^balo 






37 LSBEN DJ JE£USAL£U. 



(^Ak* .cn\j:t r^r^ ^ Ü^^i>i^ ^Oa rOta»^ fOoD ocn 
3-9>a . T<C\t^ r^^u-^^z. A\i rtl& VZ-i ^CD A.^ rt^* ^n 

r^itcuu^.t rcAxan's.g .r^^aicn^ Aiax.i\ r^^iu^o w 
coh^-i-tisi : r^Ä\Xi.T.A (^ivi*i.99 >Iz.ia(^ {• r^dwoAf^ 
^,\.-^Ai cnA^.i KlAflOi^ T^\r^i cn.3.1 : (^.ai t** V*^! 

'^p^Axiuii .rg»fci T-T qi <nL.T rdi-..l iv^ v^pCo : rtÜJ 

ca^ür^ rCeiAr^ äAaii ^O -r^^Xjj '"liOs f^3^ r^iix^.i 30 
iuf^vi-X.O K"\-' cnl r^CÄi ^m .rollen rr'M-lrfftV 

relfcoir^ r£«\-iO i<'<nAr^ i\lj^.il r^A<*ni-njj r^AtCUSOtcgja 



<r<vH 






I PKTSTTS DER EBEREK. 36 

f<ai& ll\ir< tiä]r<' ■.ai*i .^az> ^V^ .m^oi T39r^ A 766. 
■ t^MifWl cnluj v^jyal .iojhSÖf«^ A h\iT^ ^vA^ vA^.1 

^Spr^ .p^r<' .^«iB r^r^ r^tnn vnr^ :&Ur<AlS3.sa A^^i'h. 
rCaoioa vyiv ^r<l=U.ii.i ^i^r< r^.l A^ : vA r^i& 

.■^■^'f •^f«' ^isotsoci .iT'WT'wo .ivr^i^ "r^ÜO^^l 
f<to .iäSf^ -TÄ cn^cvV *^om i-ciBO ■f<'<»^*w.3 ^-üi^ 

20 '.^TSnUfll ^CDO r^OD .A r^ls^.l ^.loixX.f^.T .'CD rf*^.!^ 

^aii .f<ocp r^^oTuao : :i^^ t^ ^n oca -r^x» 

.t^oen ''pfjÄuiOäiAä rAlU* rdJos p) .1^ _^Sij[^a 

> A:räCUi)ai ^ r^=nf<:^Q i£^s3 * ^Ut^:t ^ •^*-\~*— ' 
"f^Iu.! ''..cö ^rClsu.iM ''%u>j30 10 fehlt. Hr^.ta^l 



LEBEN IN JERUSALEM. 



rOiSll cD^OMXIMeo ^cn ruo ..si\A^:t ca<^t^ _^\\j301 

^ o^o : ^^aa*T^k^ ^jjoi&vso ^Aut^O» (^'^oIluSB 

cnJLÄls >iflD ''.x^O .f<'OGiU r^iia^ (<:ioa.<i r^li^qTSa 

r^i.xJ:T ^V .r^TSOA ■.■.-^*-ti^ r^x^v f^Ti.li r^&i.>v 
co^ .TäO .A^ r^ofia.^ rdiaiioas s^ ^M^soitr«' f'f^^ — 

f^isa »v^ K'cn .i»r<%v .iflOMino vyi^^j iur^l^ .l& 
ciA» den v^iOuir«' ^r<&->T^ .«Ui .^r^ yoM^S och vA -Ta^ 
rv'ixisQ \Mr< i<lx.mo .Auiax, ucnl^ cni^A^^o .ivaAiiif^ 
; lvLiir<'o cos M^ i& fM^ am .r<'cn^.^<ta'^ oa^cu ^.tsq ■ 






PETBUS D£B IBEBEB. 34 

f<l€D ClA^ tvf^acn .l*l\T*g>IO <^0€D ,TnV^ K^aXjd <^190.1 A76(l. 

:f^lsJi^^ KliOff^jKao .itluoil ^ivxj.i t^oco .scnu .^i^rw 

f<d.i ü^ :inAfio fOcufiflS r^l^o^a t^o^j^ f^iba^^o ^1^1.7 

f<lULsn ^KliiM«^ ü^ *.^f<l&a^.iäo <^.vr^ d\cA t^x^t^ 
h : KScso.ia KlS^cni ^cu.t f^i3.*C3ol <^^<^o f^bi 



aco : K09.ia rc^cni AmCU.t f^i3.*C3al <^d\<^o f^bco 
20 f^iaa.i fOcD w*r^.i.i f^i^\*^ 



1 ci2.aa.TJL;kA 2 
»0 AB: iaab- n 



33 LEBEN IX JEBUSALEM. 

A\^ r<'^rOx : f^ix&lbn r^isOlOr^ t^asCuc ^— .i^o 
«aln^O t^u^xsa CDair<lä^Cor^ tf^uiSO r<5a'i^^ r^^aifls ^ 
T"- ' r^alnlr^'a : rOJtJSoxlM.i ^r£x>io r^noaü:i f<z.i • ^*-* 

: ».av iur^k^ax. r^.täu»:t r^z^iü rObTo p^bqt.^ lo 
rCünua» ^A^sif<'.io (^LfiD-iä r^XiiJä (^.imgp.^ r^^üas 
r^r^ .r^ivoor^ A^ ^dx >AX.i.i r<a^O .^..ittsQ.t «^r^ 

:r^cn ün^ kUls JuA=n pQ^o : ^luA* cnitcukl^ is so 
iur^VU S^ : rieten r^a.nsi m2a&.&a9ru i<tü.i f<''V30.io 

^-"*"^ ^Klfl.'t ocb 'Wi\A.iazV '^AA.i f^-ua^.t r^^ia\^ 
t «BoU^ioo 1 fehlt. ^ rC^93.-wO * rCiuiTo r^iv.is\ 

» fehlt, to r^B.iOf^ 31 («ÜUh. (<&o)ana 12 ^r^a 



>AA.T 



t r^ix^ioA 



PETBÜS DEB IBERER. 32 

vyOaljl r<aca m^is» .-^-^^t .^Oim ^ .zir<'r^l fOA*f< 

f^i>aa«!tg\ T^ ^r^it r^ea A^^ .ooos ^n-i^ co^CCn.ls A T5£. 
f^Sttlox. Cicpo r<.iaG& orA r^'oz.i ..^oi>z.r<' r<'.tCD vyr<.1 

.t^p .i&O '..AsajnjLr«' raison .i!^ f<'^ai.:TA30l r<liA&cv 
:r<'f<ii»^ pfw-iT'äi rdao-TÄ ^e» ipglt.i ^ oa*ai^4\r<' B 5*6. 

Acn* rCÜCQ.i ^cnOx^r^ .rO=>aVx=n f<':tOcn..i *^^i<&ct^i^ 

oocn ■■i'T'i Aj^^ni rdi»f^ ._ocnÄict"i4»f<' ä _^__acm 
10 r^isoo^^ .r<'i*A*aii..i r^A\OiÄu»J OOro ^.f» ° > \- oo .^^Iks 

ctsuu V'*--w p3Ä» .r<'oen -eooäv.r^ «^l Jt*i Qoeu^irtl\^ 
f^^V r^i^.tciun .(^Z*.Tii r^mee f^Acni r^Tiu^n rd^aT^^ 

' toa.iOUOO» 1 .&\=aiüi.r^ ^rfabyxi < AI); Qoeur^WsCU 



oqpo 

0003 . 



31 LESEN m JSBUSALKM. 

: Q3a.k^oird\^ rOm ^*^ •^'^ .r^Ävi\.l rClXila r^Tflij.1 

iaz.10 : ^rfzi.To 'i'.Asiiir^ am «oaadtcA .Täo .r^.icn.i 
riiaAii»r^=» Are*! .re'ai.,1 ^^em ^v-ui>r^ .f<oen r<'cnVf<:V 

: .^_ac»*s<\4»is .^oai*T4i ^cnftLut. »äq ,r<Jte» r^isO.TCt 10 
rOr<lä) CCQODO : ^oiSki rdziin cnunl ^oacUsOKtl 

f^V3aaii.io :r<4üi.T rdsuio p^iftips ptfi..i Ä.io ^f<'.T*»Af<' 

r^T^ao^. oöi^o -..TM r^x^Mi i^icOt^a .f<x<xa 'X'-iw -ta^ta 3o 
|jacn.s .uj r^xJii r^UQO^ ooa.s ^0^0 .Tu T<''ia^^ 

r^lUi. vur^ .rdllrOa i^iuisO^^ r^h\jA^n r^b\x^ax.A\0 



1 ooCljV)iOf^^[iloch anderwärtä wie A] - Ocp r<1^a^T..lA 



PETED8 DER IBEBEB. 30 

9*aO ^iii^ .1&.1 .arä ■K'TMi r<l]kaiaä .\\^ r^iu&lsa B 54a. 
w'i'yi.cma : ou itacn r^iso^:! R'iv.enlr^ r^AxoaiX 

: iu.i=U öaUli f<l=n.i.i r^etAr<' (^iao.i ^a\o : Auls 
5 .«m^ AiOi itiA^r^ t»Äu QDoii^k^ r<i=}&^.<l oo4\^üo 

iill t.f<'-«i,M»f^ i\\n»iO t<=«L^ ^CiCD iu*lx. ^m Ar^i 

-m .r^l=Qaä ÖL^OX.! .rCenXr^ äAm.IO j-^j^M r^h^SAi 
.rc'^.'b^a rc'ixx-ixä r^iu^ofi^ ^i^a^^.! iuL4trCi 

K'-'"- ^i&r^O ius 't<XiTD r^aloflo.i r^iiuA ^r<i 
>j\i^j f^Tn^».S0l f^io^^ f^'oro 4v»f^l r^t-aiN^O 
f^&ai CigkA iO3.T^0 :r<'ocn ^r^ .Il&I^» : ^iauLs.i 

20 m^isCV QOQXil&l Cn^iuK' .-r^M^Ur^ rt±kl\r^Sn A»äCn 

f^xaaeUkS ''oiii*i\f^ K'ÄiA.Cü^s r^iaois r ^' Ja A Oj^o 
'Ar^fclilt. ^-•vaai-Ä*! » CftSo4yt.re.1 < fehlt . 5cä*4v.r^s 




29 LEBEN IN JEBUSAIEM. 

Av»f<'.aw\-'M ''rOaocuL^ Aa&.i.^ i^ : ooCfOi^ r<i.3oJ^g\ 
.rt'coir^ ^Bj^-t .cpiioi^äZ. ^ Axünr^.i vy<^ ^*\m, (^ocn a 

19 rOcn "r<'oa3 ^cno^r^O : QoCUttOnOr^^ f^*— ^Vi 

f^Msa cnj^n ■h*jix.o ciu .^^^^i etm __r< : -**-\ «"-i* 

I rCp^ 2 r£A-iz..io a ^.i * fehlt > oocu^cuoiai 
° A: Qoa^t r^iiuSQa.i T fehlt [Lficke]. 8 axMi^kpUaJOiA 
^ rdflOiU^ 10 öaiA^ II fehlt. >l Aa«Uo\ 



PETBnB DER IBERER. 



iur^liSQK'O ^n&.l Ocb r^i^O^ .^oA COUOO -.oiaa 
: Aa^cno Aaü&cao 'li^^iooo r^ii.t om .alu :ii\asq 

^cn : ^aaA rAtcn ^f<':i •^cn.i ^ r<V^\CLOo i& .n&palAA 
b oocn _^Oca*Ktr<'l ^cn r<Biioa\o r<l^aCx\ .^orä .mir^i 

10 ^r^^öo r<aioi r^isaO^ ^'\i\ .^i«.l r<<io=n^ onjjr^'et 
->S^ ^■*- ■K'&\j;\.i t^lzi-m r^in^^ ''oin±Br< ■rs'f *ö-? 

A\pl.T a^_^n>:t .f^i>r<i^> r<'ivejü.i f^lsioäo r^isCuAo A74&. 
IS oocn .•^**i^ , Ci ms i&o .^iA fMi\r^ __ocnLi_Bia& 
.r<i(0&Aasaof<d>o'upo r<'i&ioAz.o r^AieuAi^ öiV^a :f^AjL3 
oocn i^-'*- «"*«■** .1^ '^^i oocn ^iüioa rCi^äx. r^o\< 
f<il>i' -SO i»\_^ Är^ ■*'*"■<"'—'-■ nu AK" __rtf«T<M 
r/^«L-w~w r<X.a3l .,.j>mJE.a^ rC'ocn ^030^r^ rOujiftä 

Aäfio (99 oaOi&UÄ i& .oocn fAnct^dräa 'poil^ r^i.^1 
■ r^iLuoi ^ r^u.TSQ ^ cnix^ixA A^ r^floua f^Ocn 
.r^iuisC^ u:i dcn .r^^^^uiit rui r^oos ^Cn f^sOxso 



oaen 6 fehlt. 



^^^V 87 LEBEN TN JERUSALEM. 

^^K ocb rf'MiTw\ 'aowr^' ^.cicvAam vt-tt«" 

^^H -...oir^ ^iax.ci ^rtöio .a&r^a f^is:t oc 

^^^1 At.T«^tvi.-iivi« •■ .IX* ^ «.^oru^lOa A^a ;n 

^^H örAo -OCICp r<JU.1ü r^iox. ^ A^.l 

^^1 r^iAa^,^ rdlrC isnrC ■äa'^% r^ixu» 



acn rf'MiTw\ 'aoWr^' ^.CicvAam vt-tt«" r^iiOai^ A-)ftnO 

^.<n^^.l pQ Culz. f<ll -. .^omjlär«' A^ ^ qopjSü OlZ. i& 
At.T«^tvi.-iivi« •■ .IX* ^ «.^oru^ioa A^a .'r^SDoi 'om A^ ^ 5 

öoio .ooep r<ju.iü f<iojt. ^20 A^.i r<3«rii- .-^ qctxs 
f^iAa^^ rOrC i99f<' -äa^N r^io*» w'-ii.\yi «"-«"-tV 
■ .*..l.fi r^xu^r^ »*vü 1^ .n'ÄxXi.la «^i^snfjo.ia r<'iuc*iB io 

.r^'iSQYj ^isa^ AtA-w onsa^o ;.jiaA p&ujii ocb .^ozA 

B536. rO'i.TJhMO f^l-sAlKiO .T^stS^ r^uio^rc' .i^anm dtol 

QDOjpAaJAfiD.i ciocra ^i\i» r^i\kXi'i:t , OJcb :aunr^£o 
örai^set : rdM.3t\rjO r^Üteu.SO i^fioA^pO .'-kSOGliü 

«r^iaäaikiä Hehlt. «r^iulaO^ 'rCi^»\>JW 
[später wie A] * QOen CLai>r< 



PETKITS DER IBEREB, 



■^ iaa ^a\.i r^sOjjct rCAxsoAi'i ^^ona Ajäi ivir^iiiuo 
'AasO r^MlQr^ '"'"-'T'^ :r^z*iÄ r^xmsasi r^^oisa^cno 

^ QoaA^ >uX^i f<liarff^ : ooeo (jattCarjAoo r^bAf^.i 

^^^oal * "* " : .^ml *-■"'*'" ^cnoük^ WT^ ■ ^^.,-nr. 

_ CUf^* i^M : r^i&OJ (<'onAp<' . ocn'w \, r^acD iuAoa 

10 A^ , QJr<' ^jsÄiorfo AJvr^ :f<*>iof^i3 .„^f^ :iai-(( 
.^loio rC.-UA&p«' ^YÜ ■%& .rC'ivb.'U) r^j^irC:! cirLlx.a^R 
r^»l^ rfÄi.i» ^r^aoi M : r<h\io^.\ (^j»iof^ v—f^ 

15 KV^äöeno ■Si¥\s '.ai\^,Ti .^ oora-s r^os ^^ii r^scui 

(^SUkMii ^CT3 : r^^ui.vo r^Äu^x^a ^ilz.'iOK'.i : oocn 
Asb mlsOnl iuf^.i r<^oi pQ OUJO : ^ oem AiOcn 

of. T^-..V --^ oö> : f^u^po r^Xi.TÜ r^ivä.i rtläsi ^rO«j\^ 

"'^i^lsioici : cn\aaiA.T r^io^^rt r^.Tt^o r<iAAtti:TO 

t vvort cnl&so j t^iu^a 3 siiof^ 4 dSnai & fehlt. 
« pO 1 So B; A: .ajA [am ßande .a^nX], welches flüchtige 
Schreibung für .aiV. ^6'» kann. 9 vyr«' 9 pÄsai «iAAi^'A» 
10 iurClaioi 11 fehlt. 



i FLUCHT NACH JEEÜBAIaEM, 

.ii\Au3a=a r^^co wyf^n k'i.K' (Sos (do vyt^ .f<A»o.TMO 

>^ .r<ia\^ ^cnol^. ct^f<' f<'t\\n cnsi .^jucn .r<tz<.TB lo 
\^T^ '**"«'*-' '■'•'^^^ .__CUf<' r^ixi f^i OOT fcj^ .■oo4v»3 

yartlsa r<a&töx r^&vU^aCl : i<i«i ^ OorA r^län _oaal 

rC^T^a^:! vyr^ ■■^'<' r^XL. ^t^uJilCi r<'r^^c r^-wui^ >ai- 
.^ oqa\ r<'ocru rC'i^n.t a^jÜ ^co ^-».Ta po.l Cicn .■r<llil^.»0 



I fehlt. 2 UrBprÜBgUch oiir^T&? ' So B; A; dCnCU&al 
s fehlt 9 ^■T'***' '0 A\*r^mi30o li ._air^ f^ix. 



. PETBCS S£B IBBRKR. 

r^if^ riijcaOL ■ K' jj yjw .^.^ivzJ ivtr<'i.itj ^oii ^a^i^o 

r^kbafb r^O ir^iAao K'iM<:C39<t r^^dS^r^ A^ oooa 

01990 ,^cn.iuf^ r<iuT^^ .^rft^n ^r^^.i .^cnlo 
.r^Zk.TÖ r^imtoi f^SoT^ ^ili. >\, i ^ fticn .• ,^CTi»4v»r<' 

B fixär*' ^ '-*'*' *\s>3Äif^.i f<Äa»=:i -i^i^^ oom ^TÄf<' 

t^i\aaja\ >^ oocn ^:ti r/^**"- ru.io ^r^lAi 



" oAa s AB: f<lx*Sa ' r^iea. [?] » *lso4»rfs i p^*»p^ 



S3 FLUCHT NACH JEROSALEM. 

:i^ ■■ ^K* i\'v. rdiAcn ^i.aQv=iai po oocn ^uJLx. «uo 

I. r£z>lä r^.icoXD '.^cuicn .^oaikSnv) »Aik' oocn fj£a.iä 

O^X' .T&O ■f<if<'-'aa\i O^nn r^^oi^ :.._acrA ^JicoSQO 

»^oa«4ur^S '^^oacö (<z*ii3 r^iöru» ^ä^^. ..^_Oaa*aOj*ia 
r£x-0±a» rO.Ajr^ .rdscnrr.l r^icUbl »*"*ip.f«/\\\^ ^^ 
COS.! .IOmIs 'f<'\aa\^Or<' ^CUl r^icUii.\ f^si^AD 

(^i^eu.'U^M 1^ '»^^^'3 ™-3 ■'Am lO^t r^lX.! T<lijfO 

ifehlt ir(h\oz^U:a ■< rC\r<ai^ tQooi^^r^.i [osoikäaafl 






PETRUS DEE IBEEKn. 22 

rtCuAi 'ox=L^ r^i^cD .<^:i.TÜ >ä. colsn pgito tr^siit.^ 
.^.TJ r<X .xjrC ■\tS'aio .rCLkBOi^.l r^^o r<ls\ ^\-" 

10 ^aj f^ Oinx. .n^zi.is f^xöäflo ^ <u op .i& .n^3Z.CU* A^ 

^14* •rujj»o p^iif^^o ^»^Aii-\-i.-^\ ^^coiiöaA nisa .är<:T 

ocp :(^ •*"■*■■■' «^^r^iXS^ ^Aiä\i "^f^ '^'^^ .^«A nocn 

IS Af^i «^^öi : jcnAi-iä'wA rAcn f^^^vxso r<:i30^y 

.^^cn vyr^.l r^^tA:&>iLii ^ 'oocn r^r^ *■*"*' ^ niA^t^ 

: ^.a±a Klla ^i.3 ^^a^ooja ^ünt-soct cioos f •tr"*"^ b s: 
.^CD l<^k,.^en«i>rfr^ .r^r^ ^n£l» cnl*l r^Ä .är^n ^nil 

.r<du)aa&^l mli.l cnlol cnlct r^lsCU^ Ctqa ^1 K'ctoa .vco^ 

■ r<itCUim:90.i 1 So B; A: r^ir^xi > i>eA « i-"- 
6 ^cn e fehlt. ' Ör^ S ör^ » 60 Bj A: iuCU. 




r 
i 



21 FLUCHT NACH JEECSALEM. 

F. m-^-^ff co^ATax. Jrn.i ocn .onl .»tu.'bb &\>f^&i.t ^_^jm^ 

r<'.^Qta.i»r<' A^^i f^Ä\ji, ^cnä\\^i ocö .- i\,\ *J3o oA ^ 
r^^i.1=ia r^i\^iAuj r^'ifKta .-jÄui^ r^.-uud r<'itCU'b.i:t 

oA oam ^i&VJTl ^03.1 «^cfuivv.») rdzuisO r<.ir<x. 
ocrA jjAX.«^ rt&o .nn/\-.T rt..\<\ ^cnoLxallo .-oiiuiä^alo u 

oöj : r^^u.±o f<'.ieais (^jjior^s fOi.v^^so : >xA^t 

: Aot. cn*w ^ (<JcaA ta .K'cicn ft^-s^^ r<AtC\.AkAJSoo 

* Basdbemerkuug [nur in A] : 
Opoii^ä (^isO^ f^^nOMvaa >=» cnLsa ^o« r^en 



1 



• i^iiCUoi^ > steht hinter oora « oaisO.i 7 f^AaVt^j 



PETRUS DER IBERER. 



f^iso^.i denaxAoäz,.i : r^^r^ii^p pa i^iA^ r<'ivtia^\ 

5 i^i\lsa VMf< egal 3 r<am yrtso r^AnOa^äo '■; r<4ucnlf^ 
■"tlM**! r<'ia3eu pQ ^r^icocuo : :uoi r^ivuön^ i»)Ml B 

r^toi«A :ocA f^^M^i»! rd^W .ii"»'-»\ _cuöa : r^r^ isöp^ 
^«:U3M i^lAaf^ .qa^ai.i r^itr^l» ^ : O^r^ r^sen vyf<*fl 

so dsiJ^ioQ : cn^a\ "'^coito i& ..jut^ .l_^^j r<iiia.=ao 

&\<r^ >A2o rdlo f<ir^ .^oi^ iur^^^ r^:i .ciA 
1 AB: rfaoÜjiÄrrts = («'oco r^sisoo : r<iuiiioi 

V ohne et 4 cD^Ooi'i.fio ^etal^ ^a '- r^^etii\ASo:i ^ äo B; 



19 OEISELSCRAFT IN CONSTANTIMOPEL. 

^osa .d.if< ^iir< f^Juüa ucni^ Km*"" f^.i .icux\s 
r^AA f^tlj. r^x -r^Zi^-D r^:tr^^:t K'ivsscu *■'-''* 

.•_o4»rO r^Ax^ii r<Wii,£p.i t<l^j.r< .Auiyrtf rC'oaSoiA 



l^euLO ^ox^ioa ca3«^i 



: fACO vv.r^.f ^cn.i ia^i r^i 
^co «.^crfipa^ *'~«**'" K^^cniviAS )oTi^ i^ .r^idoöi 

.!& ■jep0.iaM.\-a am _^j^ r<lr^ .^cntU> r^ .xir^ .i& 

^eo .oom ^vm (<U'i*if^ ^oa .Ar^.i .K'am iaiiB ^i 

f^&OLMisO rts^ f^cn^4\= '.Ti .cpA^eU.i '.__CUCTj «^^eolifl 

»umgestellt. 6r<llaia^:i ' (jieo s K4v*4»ir<^0 r<'oaÄfli\3 SA 
11 cDCUiOYSUe 




PETHUS DEB IBEHEK. 18 

AjAoo fSia .m^ns. ^-äao cn^o^ ^iouLet 
ant^iInlQiP ._jncnJLU cixsn :r<:uJi ^vas.i f<Zi.ia f^xr^A. 

cn\ r^^r<^.i T7<^ .enli.i '^^""■\,ti' n ^OA i-t^ l^o .r^^ 

r^Üna ■-*-*\ ; isiK* .T& <^^m^i^ r^AcOMA .u^^iir< 

15 r^s^ r<jT*S "*.rö=»oii 4»al r^tiiisa KLubaCUCo r^Vi*Ki.i 
r^a .r<^Öi ■'tuJ oraV ^Lu .la^pli ''A^ t^^* ".r<'Ocnl.'| 

f^dtoiviiuj .'<-> j.iA^ 31 f^A^a-11 1 -^"n -) x^r^ X-& 

rih'aa&Bs r<4>ai ^"i-'vj''" rC^OlUE^a-a .P^i\A^Letr<' 

so ^i\o\^ Aioi vy^mi^ r^i^^Tio .-o*» f^en wyr^s 

t^i!M3 :i& .r^icnc.t cnL.t r<X5oi den .&AÄ '^.<u .n^lÖ 



s fehlt. ' felilt [Lücke]. ' A: jmc»l_»»J s re"w\^ 1 rdl=Hoi 



r 



17 REISELSCHAPT DI CONSTANTTSOPEL. 

pQ r^Oi r^&.tixMO : cnjc&l Kbcn ts.T^ f^l 'r^lACD : 
.freien r^si r^ivMan-aO : rd*ioi.lO i^il&.s.i f^uO^ A& 
,r<x^l-o r<ljiai ,so r^Asoo nCcftir«'! (^i_a-co Woa 

r^Yjj^ct f^4»ÖA\rfn K'Äxr^ii,^ ''rCÄiaiöre' .jCDeiur^ (•dJi^ 
f*cnl&\.i r^o^oo.t -. ^xLxfioiV ^TecA f^cni^n k'.tu .r^^ui'itir^ 
' niXi/w^\w^ ^ Aa&.T^.:! ^^Cüöi .oocn Oiaxfior^ ^^Olöi i 

^^Ocmssio r^ocn */0».l ^i^O ■K'ocn K'Ol^.ios.i r<la^r^ 
(<taci3 f^u» ".».Oeiai f<'ocn oic-Sa ''f^ix^JO ''r<ia*r^ otA^ 



f*S * AB: T^AtQTi^n ^r^ätor^a r^sioi (<Vij«fl f<'i^Öi^^tf 
«.= -.r^iirii»^ Bfeiilt. ' So li: A: rC4iCuL=PMt-o »^ fl.T*>f< 
.iai*cv ' .aoii .^ocibcoSuLQ to .Singular, 1 1 ya^d 1^ r<^uJ 



PETRUS DER IBEBFJt. 



■****"« r^ia^.\ 090^000 rror^it 'r<i.>j^^a r^orurCA Aüil 
iiT-w .XA ooiAf^ i<.ico A^n re'^Kjls.jp ta.o .f^ijoo-i.t 

V^ >vi T& .i^Üt^i r^iA\r< A:^ r^lsi ctöa.=i rCCicn 

5 M T*iv* T^^*"-'-!^ tj^r^ f^saori f^Ato^aui _eL\.±a 

r<jjo\ >^ ^.-1 inivK^i ■f^s.n.'t r^kai&i r^ÄfOiii^SQ 

f^Ctca r^sidrco r^'is vyr<'o : OAcitr^ ooisa *'-'■*-■■ "^ f"^ 

t<tari\r('idMl .\\~ni r^iioäi^ r«'VM :(& ..■^■n»Aeqo enua 

10 ^is r^&v%l=a räüo&ancif^.ia : w'\\^W:| r<M.iJL=)3 Aouiia 

._^eo\ .iT'ar.'jo.i rfsiio r^'ia^jO ' ™^fV ^'*='* ei^^\ 

15 .T^X\\f-i Aia^A^r^ .rCbAf^ ^Mtl'TÖl ^cn (^i\AJTjlr^=>0 

r«^!'^ >1.93 i<lz.a3i f->i Tai »39 ■r<'ocD ,ti-i\ r^üjv.t 
^.tcnedati'i^O \*r^i:^ r<'ocD iwr^n ^cn .Atom ai.^r^ ^» 



* r^,SommT^^Ci rCJl\:t ' r^^OZJS « mit Abkürzung. 



L 



15 GEISELSCHAXT IN COKSTAKTIKOPEL. 

r<UiLLz:9o:i r^o^^ cn::a^.o ^cao^r^si ^cn .^rc'&vi^ 

Äifti -■K'rÖL^bi 'fj-vm ..^^ji^ (^Ä\iOy3 *.fA3^.t »__aiäw 
.r<^*±3ax. i>^iAi r^hiay^atcna r^iiaz.o t^iAiao rd^xLicw 
r<x^io r<liäu. jc<i:i ^eöi .cn!L:t .laXo^f^a t<^!U-.iq 1 
.Ur<' rcdo .-Kill r<X*T<^a .co^OkOt^ 



N 



;- v^f**! f<'Tii*rtf tA^yiji 



ifoi AaA AAn .T& .^:iCiX.ri r^^'i&i^\ ^liia r^,^.T 

.yv^^r<\ >^A .vvivkai Ao^O t^^ ^fta rtfirtf .r«*!«»! jt 
1 Vermutlich: i^a\.'l rCÄirüi^.T fc*S =o4l - f<'i\.lfta-V3 



I-ETBUS DEB IBEEER, 



K'iiÜQl^lO r^'ÄiQÄir^S n'\ \ »i-i .re'Ä\rik^(> r<1^CU1-iI«*yi -i 
.K'itOA-.'IM 'rdlJ^I Tts -r^Xaia f^oii rdiM-i .r^'^fOÜf^nCt 
f^äÜCL^^ .r^l^_sO r<^&aoiLs .w'i-wtwao r£l«2a<l ^o) 

«^rC ..^Ia^.i f^OOD jintit r^^a^ n^ooa .^v ^cdo.-iCUUS 
.r^iMOis oid^io -.)\^-. _^ t^6cD .xit r^im^ r<'Oa3 AuSa 

^o-mIi rätfioi>.s iVacn fOsoiiüa r^i^«äAo r^AviE.a.A 

10 ..TUir^ ^l^ol&O CrA iu\ ^aXSO.I vyf^ ..^OU-SO .T«»,\ ^\ 

■aj-lai rCtjr< : ^süaoi r<6\^oÄi» oA f^Ocn Av*i^ ^*^ 

■ cos rC'Qcn i*jn-L :t nSu-AX^oi r^A<aai^ Xa».1 .^äoJ ^nA:i 

15 '*d^iJh^r^ Au>^j,\ä>.'a3 f^f<Li.^e.-t r^laiaäO wlu^, ^cA 

..^iaz.rfAt^r^i*ix.o iuT<'i^iuJi r<llr^ K"^^ f<dt=> -cnläa 

v\oi\a^ .f<liii\a.o ^^acrosas f<'&u>..i> r<:^ivJO .wiiin 
^grA f^OfOU t^A JUr^ r^O ..^^l^&iJso K'&v.cnAt^ 



^^^ 1 




FAMILIE, KINDHEIT. 



k 
» 






f^AxAX.^ r<'AoiiaO .f^iia&A.i3 .r<'^CU2Pl<cn.3 .r^aCUfcs 



rc'iiaar^ TA 



•e» 



^r^ .f^&\z_>io 



AasI r^A^Or^ ^CnOT30.1CI Ir^ClArds.lO f^^^tASQ ^ 10 

f<'Atcm»i0o.5q.io r<d>aiMA3oi cu : aaco ^^i ""*■ *- t^iuciur^ 

r^U» r<\.l r<390cni\3 1^ rdSoVi V^^ r<lr^ Xm:i .yAia 
^r^taXSf» r^ -TA '.wAcn(V ^cno^ici^-t r<ls.\^ r^io l^ 

r^majAOCLiLo ocbi dCnoi^oi ^^ .tmIa r^Aia 

iv<r<«i-Az.in .K'^oi.uso ««"itCuauLs .eueuii\i< r<b(Af^:t 
.r^i^O.lis .rO^OrCls ■oat<'n^'it<a .w* n ij t t» -.i=nt^;^ 
.r^x.ai\üiv3 .r^ir^TÜ .(^'ico-Z^ .f^±ao— a 
: iCUjAs r^iu^ AtoV <A .rdSOTl re:s3.T^ 



:^.;^ 



PE't'RUS DEB IBERER. 



.kLi^r^ ._k1i^^ ^iiiäi T&ct .i^oco Ao^sa f<X't^>jp -i.io 

& r^:icn.T u.i öai^is .Ad^f^ r^:T..>»\ ^öcn (^v oi^ ^.l 
K'd^CUi^o r^^na^o r^^eutiina cn^äOÖ« ^ OcnJA .^ocp 

.&v)A VAo:UA= r<'cn«Ü ix^sO : f^UÄa^r^.l rusOa Aus 
-. 4cna*-u.fiDiiO r<'<itR'^i r^.T*Av^l t^lso^ amx. ia r<'norA 

'^oiv^a.30 ■».r^yf<' VÜ30 f^o f^r^ .^itf^ A^ftSn r^ ^^^4-* 
f99 .zJr^A aoivV.t .-K'^eui.ni r<SniABOr< Anx. .i^ ^ 
a^du.f<'ocp r^:tci30 .JUr^ pa rc'ixs^'iuk A-ahl.i oi^ .cnlui 
■. r^c0 vyr^rt r^x^lu f^io:^ ^ lä .^^jtfj^ff ^jhlä\ ^ 
20 .'oiOJC r^.lioi riasera -.^03 vyr^^t r<Z>lo f^cnür^ ^300 

SS r^AiaiSOiaA \iäja ff**" ■**>?■'■ -ii oxsox. .«^^'i .r^a^ 
r«":!!^«!^ lA^ÄJ CiCn .t& oon .r^Öx^iur^ coiv^axAl nlSQi^O 



ABSTAMMUNG, PAMTLIE, KIJtDHEIT. 






r<Vc^2i^ b*^r< (^.Ti^i A^no .r^SUJi ' .uALr^ y^eX;^ 

^ ruüi w^K* ^ii osowci *cni^^ cui\^f^ i& .JhoiB_ 

.f<oen V» ■ •w.i *oä..if*Ui 

.^CkX> di±n .r^iv.ia.r^ r<lo Alias Äiom pe^Usot^ ^jXi 

.ooL^Öa r^riä^.i r<'acra ^cnoAur«'! : ebix&aa rdAÜit.a9; 

.^T±n cö&v&s ifiauJi cn^A^-a iux^x. r<do 






a 



1 .maxi 2 So B; A: K'.isajQttJO ^ ^A^oiaä ^ er 



PETRUS DER IBERER. 10 

1& .md9 AaA _ax.avi '..^z^Aiii «^oil^o .r^&vaJ^ 
.7 ?' a\ 'r^.icnU^nct ■ciii.ai i^acn r^\n r^züiis.i r^TfUjjo 

^ '»ojuieif^' rdi^oiCTL^a f<:im ^:i oqa .i<iaic\ä.io 

r^iu^X^O^O If^Sal^ fJO XLuif^X 'Oooi.^^ '■'*-'«^^^ 

so mIz. .rdiOM^Q r«^(^ .las r<'ivL» r^.ii s&.l r^l^^r^ 
5 ^ifal^:T 



9 ABSTAMimiO, FAIIILIE, KINDHEIT. ■ 

^a:iU.l :r^iAM>^i rOJ^i r^-in^^oA a^xki\r<a ^coasoi^r^ 

^ocn r^i^ ^mci '*:^i=k^. r^'^^cn.s.l tH-Sa.t (^.i 31^ .!& i 
r^AirC.1^1^ r^ifCUxulo K'^A^^^sn^ Of< -.r£^jLZ,i ciixA 

■'*Tf^" vn^TCt ■ V-r"^*^»^ Atccn^ r£su.i:t r^iiii< r^cnsj 

r<'dUpCU ^cp r<'.Tu-±no -"^i*"-^ jil^ju rC^i&cnO 
oösaiä ^U4ii\.l ocb r^i^rC'cv .^Cicn f<'ü^ rd&^ aäox 
crauu OCICT3 ^tnlJ^A\,50 ^r<'T*i.BQ ".rd^Clixä ^Ü> :i& 







1 OTO .QsCU^^OTSl) 2 So B; J 

* Jli, .50 fehlt. 6 r^ÄioänoaUjÄ 






r^Q jil fOr^ f^ii. I 



.lAlriJn? 



A; f^-li. P^.Tt=0 



1 4ur«f- 



■Ul-MCl r^Xis 



«IäAo 



1- ^r^i r^i^tf^ 13 pc'iiai*:todiiaa20 



PETRUS DER IBEREH, 



I 'lA^ cndx'iiuSa 't^^- ■rC'Äuä.z.^ K'icn T'^' r<\i r^ox. 
I '»^.qL» .i\a fS3l=3 Ki^ttA* -10-30.1 r<iA&0 .r^iv^Tur^ 

eo\ r<oa3 >ii.=fli ^99 vt.rtf .rtfainl Ktocn A'tr^ ^=1= 
b f^w 1-^ .ctAlu -ai vyrCo : cn^n s w'liT.a K'.tQta 

T<t\t. f39 : rtü-aioi ___ociAAe» f^ai\ft»a ':o^^oä>a 

oep ~ii>A ,OT^0 r<xsazVo r<x&i ^ '^ctävui oiox. 

^ r^^\Sii i\\^p<^r^ f^.ien s^o .cn&Aocuie Alk .a^iu .l& 

10 : aoa<ic\xt.3 oqp ^oio-äa.t-o 71A .1^ .r<iiur^ ><&l\iw 

Ctcö •— ^'■" coIa ^1d j>^\r^ r<ltOaiir^^ pa^. .cpAxAyo 

.-^cnoäxul r<-^ r^b\i\:tei ^..räü.li ''Äv<r<'uix. cnu!^ ^ia.! 

l£ :Aa.i r^oiaci r^viz. r<'oAr^ ^cnaiOMla dCnoiv*r<'.i onu 
„CicnliiQ Jj.i K'iusaz.&A.l -eij : .lO^fioni' oaL.i ' WAviiai 
iirt.lÄtr^ o^^ .'tA.I rdiA*f^ .inajAil ^ui>r^ r<lz.Ulä 
Ax^r^üa^O t/^qsivi ..iM^^r^ cnl>i f^xOa*irdä ^O : r^&J^ B ti 
t.f..tfinf\i ^cTJO^r^ ooA*iAn.a .üanll cnlLi ^cd i\o\ 

SO f<'iu=a f2n ^cnci ^.cn\ i-'^'i ■'■?'*»"*' — ^***? .^cnol^ 

r^Aioloi^aao f<'itfta»l».si i^i^OK' tA:)A po.i oda .r^m.i 



I (^iilftuai.l r^iz. >^ -i tVlilt. 3 __a\ipöo [so Immer.] 



AnSTAMMÜNG, FAMILIE, KIND: 



T<^1=> dta.-ul* K^OcTU A\a^i» .T& 7^** ■ 'i"" -■ r^ixAä^Ox. 

Asa=Q r<'^^aLi^ om : rCocn ,^^ KÜ^äOÄs ^cn\ i&O 
paif.i ..^cnlo .jJa^rf coASO.! rOAOa.93 Äua^ r^'OCa 
ftS ^m .r<aca A&oso ^cnovrd= rät^M ocp ;ocicn ^laai i6 
: cnu!^ ^iso rdicn.i cn\0\ ^^ia : rf'>\noi '' r<'Ä\uAu3o!^ 

■^ TJW >:m iuLu. r^.icn «/v>r^.i ■■'^'^•'■'^ .re'^ol^sot 



1 rtfbo) pdii^^i^ '^ fehlt. J _a*»iio * cu 
^iuv) «EiDfaclieeru ' ^uAo&si ^.aluüa ^r^^MlsA 
10 AB :ioi.irKr n fehlt [Lücke], la rtfiai^^ 



PETH1.TS DER 



^n HAmIs .nA oetca r^ oaOi^ r^laO^ r^'iuivü 

r^scra A^^.i ;f<lJ»-ial f^iiSOcra ^cn^^ r^S .i^faen .»rNj-ä 

„og iia .wAA\.Tia K'iuivM (^s r^f^ .ooOjJK'iaÄ .Kticn 

.f<taaSa.JL .1 r^ii (OciA aOZmJ r<i\i.33 ^OvAv* :<<z.äl B49a. 

IS amn A^^ rcdr^ .^.iciu.iir^ ^cnl iv*r^iL.nflo v\, cA 
XA :f^iijc-3l vyr^ r^cnlr^ >üia f<:3CU> >i)i r^sr^ 
t^ssOa :uh3 .JLl^39 ^rC:iu^r^ K'cn.-Tii. ^cd ,^_cicni^ 
.-(^soo^l r<'iu^^30 r^A\ax=) :r<'&vaz.l (<39CU3 .-r^iuiLa 
.^-iA r^U.ia& pdJoo TA .r^oaa r^=QZ99 ^oeojiAO.i 

SO cn\ r^a^j jcfi :cnl CUAi..i ^rä r<^culx. .äLu .^ocoi 

rissen ..^ocnisno .f^i^oi^ ^ax.:t .ax** ocbi ^mx 

SS wcuicuis fMi rCs^ .>Acn A^93:i r^iv&AJL^ .■■*-'^* 1^ 

1 ciisz. 2 So B: A; ^io^i 3 fehlt. 



1 



ft ABSTAMMUNG, FAMILIE, KINDHEIT. 

i\a.\ ^:icn K'.aa.'v. am cnl^ct : r^bcn T^\-Vncift T<'a\'*' 

f^'oen ^cno^r< '^KVa.Tax.'aa .Tis Oeö f<=r^ ^ cnÄ\x*xa 

v^S9r<.T^a ..^a») nsi^rdA 'iv>r<iAa .r^z}|^^:t >x^x.r^et 

crai rCOm Av.rtf *<*ir^ .opoil^ rdlaO^pl rCsari pos 
QDOdijB&fioaso Gocuioiua ^n^- -l^-l Cicb -toCuXiSo^r^ ^ T^.xj:ia 



» KtriT'** ^ r^ii AlA& r<l30 : So B; A: Avaf^li) ^ la 



PETRUS DER IBEKEK. 

^asA*:i r^ioz. .cniu^n.i r<&u^jL^.l 'flu ■ -i-"^ ^i 

W » r^ V . t^'na-iyp .vNiÄÄx-i f<iL..ii:i »^iio .(<ü>:i\:i 
5 (<taco oÄv*f^ Aa^co ^ai ptf-iÄif^ •:• f<'ä\jjcn& r^iioal^o B4e6. 

jt.iuiK=a.i .«>"■«" f^x^o-z. .144JÜ2Q ^cAi ■*^"-'tS^ 
___Qenl±>Q .tu A& A^ .1& ^.r^&teiäO r<43QO-i >:^ ^ii&s 

^ai\x.i^ ^.1 1.^ .oDCU^^i-aj w'*« t. oA rfbm &v*r^ 

'f<'*flff liftfaao ^racutso coi-soxs fX).i Ktacu .v&\^n 

TJMr^ x& ^' ao(^i>^ w'M-tax. ^^i^ r^^.-u^ r^^f^ä 
A^fi^Q : mJCamuJ ru Aoix.^ r^^iito .'^^l^ tnAlsr^'t 

s ^^ens r^i4»rtf.i « .U» ' i^*fla.iiÄ [so fast immer.] 

asr^iiz. 



L 



A685. f^ciAf^ r^^MLAz. C9a!La& ^ .^.T f^is.i:^ .icirk.iu.i 
.1^.1 «^^o^cb .r^oAi^.! f^&A^so ^^^n\^^ n\\ ^ni •Acoct 



.kIixaI oocd f<teLf<la.i «^.OKp.i t<i&v^sq T<iso.i :^tuiOtf 



10 



^^ciAo vsor^i ooAo ..Ti\\\ >uji ^KSiOX..! o6o .^ 



üo^e\^ 1^ .TA :.*i.näJ f^cnJl^^.1 r^^SfVLa r^iOL^sQi 
1 anctxLhxr^ 2 pi ach vyf^" 3 fehlt. 4 ^lii^i^ & ^f<b 



aicn\o 10 f^:^.MLO T<i\l».i .m:^ K1icq\2^.i .j^: 
11 ^iAjAd\ 



f<auvi3 ^ci30%30i.n r<ivA2iJt.^ 



rLii n \rt Oaciii \, ^ 



.«.iao.n rd*cu^.o 



2> 



5J 



2044 019 269 257 



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